Wie es fast zu einem Opel Modena gekommen wäre …

Bruno von Rotz
17.04.2019

Opel Omega A von 1989 (© Opel/PSA)

Als der Opel Rekord in den Achtzigerjahren einen Nachfolger mit einem neuen Namen erhalten sollte, da war guter Rat teuer. Und den holte man sich extern.

Horst W. Herke, damals Opel-Vorstands-Vorsitzender, erzählte 1986 im Interview mit Auto Motor und Sport aus dem Nähkästchen:
“Mit der Namensfindung hatten wir eine Agentur beauftragt. Aus zwölf Vorschlägen kristallisierten sich drei Favoriten heraus - Omega, Modena und Antara. Modena schied aus verständlichen Gründen aus, Antara, ein Kunstname, war zu wenig spezifisch. Omega hat eine positive Ausstrahlung, läßt sich in verschiedenen Sprachen leicht aussprechen und harmoniert gut mit Opel.”

Nun, es hätte also “Modena” sein können. Unter “verständlichen” Gründen meinte Herke wohl, dass Modena in der Nähe von Maranello (Ferrari) liegt und zudem die Stadt von Maserati ist.

“Antara” wurde dann später nochmals rezykliert und auf einen kleinen SUV gepappt.

Der Rekord-Nachfolger aber hiess “Omega”. Was wohl aus ihm geworden wäre, wenn sie ihn damals Opel Modena genannt hätten?

Vermutlich aber hätte es nie einen Ferrari 360 Modena gegeben danach …

Archivierte Einträge:

von hinti.org
17.04.2019 (13:18)
Antworten
Interessant auch, dass Lancia kein Veto einlegte. Hätte doch sein können, dass die Verwendung griechischer Buchstaben nur den Italienern vorbehalten gewesen waren - Beta, Delta, Gamma, etc...
von hp******
17.04.2019 (07:54)
Antworten
Modena wäre wirklich ein schöner Name gewesen, aber was erwartet man von einem Unternehmen, das Namen wie Ascona aufgibt? Fast scheint es so, dass mit der Entscheidung für Omega, dem letzten Buchstaben im griechischen Alphabet, Opel bereits ahnte, dass seine große Zeit vorüber war.
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