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Der alltagstaugliche Klassiker

Bruno von Rotz - 06.01.2018

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Mercedes-Benz 280 SL von 1968 (© Daimler AG)

Immer wieder sieht man Verkaufsinserate, in denen ein Oldtimer als “alltagstauglich” beschrieben wird. Da wäre es also an der Zeit, den Begriff einmal zu hinterfragen.

Grundsätzlich waren eigentlich fast alle Autos einmal alltagstauglich, wenn man einmal von rennwagen-nahen Supersportwagen (z.B. Ferrari 250 LM) und vielleicht Freizeitautos (z.B. Fiat 500 Jolly) absieht.

Über die Jahre dürfte sich die Vorstellung, was “alltagstauglich” bedeutet, allerdings verändert haben. In den Zehnerjahren des letzten Jahrhunderts störte sich noch niemand daran, dass man ein Auto per Handkurbel gestartet werden musste und selbst in der Nachkriegszeit galt eine Heizung als Luxus (oder aufpreispflichtiges Zubehör). Unsynchronisierte Getriebe oder Gänge taten der Alltagstauglichkeit noch in den Sechzigerjahren keinen Abbruch und eine Heckscheibenheizung fehlte den wenigsten Autobesitzern in den Fünfzigerjahren.

Wer aber heute von einem alltagstauglichen Oldtimer spricht, erwartet im Prinzip, dass er sich wie ein modernes Auto verhält und den Strapazen des heutigen Strassenverkehrs gewachsen ist. Dies bedeutet, der Wagen muss im Stau und im Stop-an-Go-Verkehr zurechtkommen, mit vergleichsweise minimalem Pflegeaufwand am Laufen gehalten werden können und jederzeit problemlos starten. Zudem sollte er wohl einigermassen wasserdicht sein und nicht beim ersten Einschalten eines zusätzlichen Stromverbrauchers seinen Dienst wegen elektrische Überlastung einstellen. Auch sollte der Wagen häufiges Abstellen und Starten nicht übel nehmen und natürlich weder durch allzu unangenehme Gerüche noch überdurchschnittlich störende Lautäusserungen auffallen.

Offenbar erfüllen ein Mercedes-Benz 280 SL (Pagode), ein BMW 2002 oder ein VW 1500 diese Kriterien, denn in Inseraten dieser Fahrzeuge, nebst vielen anderen, taucht der Begriff “alltagstauglich” immer wieder auf. Trotzdem gelten heute viele Autos, die damals viel im Alltag genutzt wurden, nicht mehr als wirklich alltagstauglich, einfach deshalb, weil sie älter geworden und unsere Ansprüche gestiegen sind …

Und dann ist wohl auch "alltagstauglich" noch nicht gleichbedeutend mit "Alltagseinsatz", denn nur weil ein alter Wagen es kann, möchte man ihn ja noch nicht gleichzeitig jedes Jahr 30'000 oder 50'000 km bei jeder Witterung fahren ..

Alle Kommentare

 
 
ka******:
09.01.2018 (07:26)
Alltagstauglich im Alltagseinsatz - das waren die Suchkriterien für mein "Winterauto" die mich schließlich zu einem nahezu unverbrauchten Audi 80 1.8s quattro geführt haben. Vielleicht noch kein Klassiker, aber auf dem besten Weg dahin.

Ein lange Zeit gefahrener VW 1500 ist erwiesenermaßen zu anfällig für den Alltagsbetrieb. Und rosten tut er trotz guter Restauration schneller als man denkt!
ag******:
09.01.2018 (18:59)
Bitte nicht,
ein unverbrauchtes Auto aus dieser Zeit als Winter-Fahrzeug nutzen!
Es wäre zu schade und
für dieses Exemplar wäre der Weg verbaut ein Klassiker zu werden.
Salz, durch den Wintereinsatz unvermeidbar, frisst an der Lebenserwartung wie nichts anderes.
Im Winter fahre ich aus diesem Grund, vor allem eine alte verbrauchte C-Klasse mit über 300.000 km. Die ist ebenfalls alltagstauglich.
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