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Besser einen Alvis als einen VW Golf GTI kaufen? (Frage der Woche)

Bruno von Rotz - 17.04.2017

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Poll 81 - Frage der Woche - Wertverlustrisiko Bild

Man hat sich schon an die Jahr für Jahr wachsenden Oldtimer-Preise gewöhnt und in jüngster Zeit wurden auch immer wieder Preisrekorde für Youngtimer vermeldet. Doch die Autos, die jährlich mit zweistelligen Wachstumszahlen aufwarten, sind die Ausnahme. Die meisten alten Fahrzeuge steigen eher gemächlich und es gibt auch viele Oldtimer und Youngtimer, die bereits ihren Wert-Höhepunkt überschritten haben sollen und bereits wieder auf dem absteigenden Ast sind. In diesem Zusammenhang werden gerne Vertreter der Vorkriegsära, aber auch knorrige britische Sportwagen der Nachkriegszeit als Beispiele genannt.

Statt selber zu rätseln, haben wir unsere Leser gefragt, welche Autos denn am ehesten von einem Wertverlust betroffen sein könnten. Wir haben fünf sehr unterschiedliche Klassiker zur Auswahl gestellt und wollten in unserer “Frage der Woche” explizit wissen, bei welchem von diesen, das Risiko eines sinkenden Marktpreises über die nächsten zwei Jahre am höchsten ist.

Zur Wahl standen ein Rolls-Royce Phantom I von 1928, ein Alvis 3 Litre TC 108/Graber von 1957, ein MG B GT von 1973, ein Ford Escort 1100 von 1968 und ein VW Golf GTI von 1981.

Von den immerhin 520 Lesern, die ihre Stimme abgaben, geht rund ein Drittel (34%) davon aus, dass der Rolls-Royce Phantom I wertmässig am ehesten Federn lassen muss. Dies kommt wenig überraschend, denn gerade diese Fahrzeuggattung feierte ihre Preistriumphe in den Achtzigerjahren, als die majestätischen Luxusfahrzeuge zu Höchstpreisen versteigert wurden. Seither aber sind deren Preisnotierungen unter Druck geraten, die Käuferschaft hat sich anderen Autos zugewandt.

27% der Leser gehen allerdings davon aus, dass man mit einem Ford Escort 1100 von 1968 das höchste Risiko einer Wertverminderung eingeht. Das kommt etwas überraschend, denn einerseits ist ja gerade der “Hundeknochen” sehr beliebt, andererseits gehören ehemalige Brot-und-Butter-Autos mit zu den Fahrzeugen, die in den letzten Wagen besonders deutlich im Wert stiegen.

19% der Antwortenden sprechen sich für den MG B GT von 1973 als höchstes Wertverlustrisiko aus. Als Vertreter der britischen Nachkriegssportwagen-Generation, zumal als Coupé, musste hier erwartet werden, dass die Werte nicht in den Himmel steigen werden in der Zukunft.
Immerhin fast ein Siebtel (12%) nennen den VW Golf GTI von 1981 als einen Kandidaten mit potentiellem Wertverlust. Dies überrascht, rangieren doch gerade die sportlichen Heckklappen-Kompaktlimousinen hoch in der Gunst der Oldtimer- und vor allem der Youngtimer-Liebhaber.

Als “Sieger” der Wertentwicklungslotterie wird schliesslich ein eher unerwarteter Kandidat bestimmt. Nur 7% der Leser gehen davon aus, dass man mit einem Alvis 3 Litre TR108 mit Graber-Karosserie von 1957 ein hohes Wertverminderungs-Risiko eingeht. Dabei wurde gerade diese Fahrzeugkategorie in den letzten Jahren bei Versteigerungen von derben Wertverlusten gebeutelt. Spezialkarosserien und Autos der Fünfzigerjahre, die bekanntlich vielfach noch Vorkriegstechnik aufwiesen, waren eigentlich nicht beliebt. Allerdings wurden gerade diese auch meist in kleinsten Stückzahlen gebaut und als Spezialkarosserie handelt es sich dabei sogar oft um Einzelstücke. Ob dies, oder die Tatsache, dass halt gerade diese Fahrzeuge vielen heutigen Oldtimer- und Youngtimer-Enthusiasten gar nicht mehr bekannt sind, den Ausschlag für die tiefe Quote lag, kann nicht abschliessend eruiert werden.

Jedenfalls überrascht das Gesamtergebnis, das man so kaum voraussagen hätte können. Hier seien noch die grafisch aufbereiteten Resultate gezeigt:

Poll 81 - Frage der Woche - Wertverlustrisiko

In zwei Jahren werden wir dann überprüfen können, ob die Voraussagen richtig waren. Denn dann werden wir die Bewertungen 2019 mit denen vom April 2017 vergleichen, welche gemäss Classic Data (Zustand 2) folgendermassen notiert wurden:

  • Rolls-Royce Phantom I 1928: EUR 120’000 *
  • Alvis 3 Litre TC 108/Graber von 1957: EUR 59’800 *
  • Ford Escort 1100 von 1968: EUR 10’600
  • MG B GT von 1973: EUR 14’700
  • VW Golf GTI von 1981: EUR 13’900

Bereits läuft die nächste Frage der Woche. Dieses Mal interessiert uns, wie original Reifenmuster und Reifengrössen für Oldtimer- und Youngtimerfahrer sein müssen.

Und natürlich kann man weiterhin alle bisherigen Ergebnisse zu den “Fragen der Woche” im entsprechenden Themenkanal nachlesen.

Neueste Kommentare

 
 
rr******:
18.07.2017 (13:23)
Beim Phantom I lässt sich keine eindeutige Antwort geben. Bei offenen Fahrzeugen oder eleganten Saloons und Sedancas in gutem Zustand wird der Wert in vielen Fällen weiter steigen, bei den eher steifen 6-Fenster-Limousinen mit knappem Platzangebot für den Fahrer werden die Preise längerfristig deutlich sinken.
rr******:
18.07.2017 (13:19)
Alvis haben auf Oldtimertreffen mit die höchsten Sympathiewerte. Da können all die blitzenden Flotten von überteuerten Mercedes und Porsche einpacken.
"Niemand" weiss, was ein TD21 ist, aber alle finden ihn toll. Auch wenn er etwas rappelig ist, ist er angenehm zu fahren. Mich begeistert das Auto immer wieder.
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