Der Tod von Graf Berghe von Trips vor 50 Jahren in Monza

Daniel Reinhard
11.09.2011

Graf Berghe von Trips beim Start des tragischen Rennens in Monza 1961

Am 10. September 1961 verunglückte der Deutsche Wolfgang Graf Berghe von Trips nach einer Kollision mit Jim Clark kurz vor der Parabolica Kurve tödlich.

Das Unfassbare geschah in der zweiten Runde. Trips führte in der Weltmeisterschaft und hatte aber in Monza, dem vorletzten Rennen, nur vier Punkte Vorsprung auf den Amerikaner Phil Hill, ebenfalls auf Ferrari. Trips lag an vierter Stelle, als er auf der Anfahrt zur Parabolica beim Versuch, an Clark`s Lotus vorbeizuziehen, diesen berührte. Der Ferrari stellte sich quer, überschlug sich und schoss über den Sicherheitswall in die Zuschauer, wo er 14 Fans tötete, bevor er wieder zurück auf die Strecke schleuderte.

Beim mehrfachen Überschlag wurde der Deutsche, damals natürlich noch nicht angeschnallt, aus dem Auto auf die Fahrbahn geschleudert. Sein Körper blieb reglos auf dem Asphalt liegen. Teil der 19 getöteten Rennbesucher war eine neunköpfige Reisegruppe aus der Schweiz.

Graf Berghe von Trips, das Bild zeigt ihn beim Start zum tragischen Rennen in Monza 1961, war vom Talent her sicher mit Michael Schumacher zu vergleichen und die deutsche Nation hätte, ohne diesen tragischen Unfall, ihren F1-Weltmeister schon 33 Jahre früher feiern können. Sir Stirling Moss über Trips: „Er war ein absoluter Gentleman, nicht nur im täglichen Leben, sondern auch auf der Strecke. Nie und nimmer wäre er wie andere Kollegen am Kurvenausgang bewusst neben die Piste gefahren, um die Verfolger mit aufgewühltem Dreck zu behindern.”

Unfallstelle, an der Graf Berghe von Trips 1961 sein Leben verlor, in Monza im Jahre 2011

Das obige Bild zeigt Monza, wie es heute aussieht. Da, wo heute hinter hohen Zäunen Tribünen stehen, verloren vor 50 Jahren 15 Menschen ihr Leben.

Die Unfallstelle, an der Graf Berghe von Trips sein Leben verlor, heute - Zuschauer werden durch massive Fangzäune geschützt

Die Unfallstelle heute: An der Streckenführung hat sich nichts geändert, nur die Zuschauer sind durch Zäune besser geschützt.

P.S. Einer Legende zufolge wäre Trips zwei Tage nach seinem Unfall in Monza sowieso gestorben, denn er war auf einem Flug nach den Vereinigten Staaten gebucht und die Air-France-Maschine stürzte ab. Es ist allerdings nicht bestätigt, ob er wirklich in der fraglichen Maschine gesessen hätte.

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