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Bild (1/21): Ford A Speedster (1931) - am Klausenrennen Prolog 2012 (© Bruno von Rotz, 2012)
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    Klausen Prolog 2012 - Vorspiel zum heiss ersehnten Klausenrennen 2013

    Erstellt am 30. September 2012
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
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    Zehnmal fand das Klausenrennen zwischen 1922 und 1934 statt und war Treffpunkt der internationalen Rennelite, war eines der herausforderungsreichsten Bergrennen überhaupt. Die Länge der Strecke und deren Gefahren gaben nur den besten Fahrer mit dem schnellsten Material eine Chance.

    Nach 1934 ruhten die Rennmotoren am Klausen, bis 1993 ein paar Unentwegte wiederum ein Bergrennen organisierten - mit historischen Fahrzeugen. Trotz Widerständen und Schwierigkeiten wurden dann 1998, 2002 und 2006 weitere Memorial-Veranstaltungen durchgeführt. Dann folgte die nächste Pause, die nun 2013 endlich ein Ende haben soll. Das Klausenrennen ist am 27. September bis 29. September 2013 zurück.

    Impressionen vom Klausenrennen Prolog 2012 - Die Oldtimer winden sich den Berg hinauf
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Start mit dem Prolog 2012

    Sozusagen als Vorspiel und um die Pause zu überbrücken, stellte die neue Renn-Organisation um Fritz Trümpi, Daniel Geissmann und André Leutwiler kurzerhand den Prolog auf die Beine, eine ungezwungene Nachmittags-Fahrt über den Klausenpass, mit Start in Glarus, Apéro auf dem Klausenpass und Abendveranstaltung im Ziel im Gotthard Motorpark in Altdorf.

    Der Berg zeigt sich von der schlechten Seite

    Als wollten die Wettergötter ihre Macht präsentieren, hüllten sie den Klausenpass in dichten Nebel und liessen es tüchtig aus den Wolken tropfen. Der Nebel war teilweise so dicht, dass man den Streckenrand suchen musste und manch einer der rund 150 gemeldeten Fahrer streckte die Waffen schon vor Beginn der Veranstaltung, liess das geliebte Fahrzeug in der warmen heimischen Garage.

    Plymouth Superbird (1970) - am Klausenrennen Prolog 2012
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Trotzdem traten über 130 Oldtimer in Glarus an und nahmen am 29. September 2012 um 14:00 Uhr die Strecke auf den Klausenpass in Angriff.

    Die Klausenpass-Rennstrecke bietet alles

    Die Fahrer nutzten die Gelegenheit, den aktuellen Zustand der Rennstrecke im alten Fahrzeug zu prüfen und gleichzeitig ihre eigenen Streckenkenntnisse, so vorhanden, aufzufrischen.

    Gleich hinter Linthtal geht es in vielen Windungen und Kehren steil den Berg hoch. Hier sind die Kurven teilweise mit dem berüchtigten Kopfsteinpflaster bedeckt. Nach einigen Kilometern wird die Strecke gradliniger, über für Passstrassen lange Geraden wird der Urnerboden erreicht. Hier wurden früher auf losem Untergrund fast unglaublich hohe Geschwindigkeiten gefahren. Nach diesem geraden Teil folgt der zweite Teil der durch viele Bögen und Spitzkehren durchsetzte Passstrasse, die nach rund 21 km auf die Passhöhe führt.

    Die Teilnehmer waren selbst bei Regen und Nebel begeistert von der Strecke, die in Europa im historischen Rennsport wohl einmalig ist.
    Unterschätzen sollte man sie aber keinesfalls, obschon heute durchgehend asphaltiert. Im Vergleich zum Grossglockner oder Jochpass ist die Strassenoberfläche sehr uneben und für Vorkriegsfahrzeuge sind bereits die Geraden eine Herausforderung, von den Kurven ganz zu schweigen ...

    Ungebrochene Popularität

    Auch sechs, beziehungsweise sieben Jahre nach der letzten Austragung des Memorials ist die Popularität des Klausenrennens ungebrochen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass Oldtimer-Fans von weit und fern nach Glarus strömten, um am Prolog 2012 teilzunehmen? Und sie brachten durchaus sehenswerte Fahrzeuge mit, unter anderem ein Bugatti T35, ein Talbot-Lago T 150 C, ein Alfa Romeo 6C 2500 SS Corsa, ein Amilcar CGSS, ein Brasier Rennwagen aus dem Jahr 1908, eine Horde von Riley und Alvis, sowie Vorkriegsfahrzeuge von Fiat, Ford und Rolls-Royce.

    Dem schlechten Wetter war es wohl zuzuschreiben, dass die angekündigten American La France, ein Bugatti, ein British Salmson, ein SS 100 oder etwa ein Vorkriegs-MG zuhause blieben. Den wenigen wetterfesten Fans an der Strecke dürfte es nicht aufgefallen sein, denn auch so waren noch genug interessante Klassiker zu bewundern, wenn man den vor lauter Nebel überhaupt ein Auto sah.

    Treffpunkt Gotthard Motorpark

    Nach rund 64 km Fahrt erreichten die Prolog-Teilnehmer Altdorf und fuhren im Gotthard Motorpark ein. Ein Teil der Fahrzeuge konnte in die geschmackvoll beleuchtete Halle im ersten Stock einfahren, wo auch Getränke und Snacks für einen weiteren Apéro bereitstanden.

    Ab 18:00 ging die Veranstaltung mit Abendessen, Ansprachen (der Urner Landamann gab sich die Ehre) und Abendprogramm unterhaltsam zu Ende. 

    Eckpunkte des Reglements 2013

    Mit Spannung erwartet wurden die Ankündigungen von Daniel Geissmann, der die Modalitäten des Klausenrennens 2013 erklärte.
    Die Befürchtungen, das Klausenrennen würde zur Kaffeefahrt, konnten sofort ausgeräumt werden. Angestrebt werden 50% rein auf Bestzeit fahrende Teilnehmer.

    Einen Gleichmässigkeitsmodus wird es aber für die anderen 50% trotzdem geben, dieser steht aber nur Vorkriegsfahrzeugen offen, während rennsportlich ausgerüstete Nachkriegsfahrzeuge mit Jahrgang zwischen 1947 bis 1953 auf jeden Fall in der “Competition”-Kategorie antreten müssen, also über FIA-HTP-Wagenpass und entsprechende Rennlizenz des Fahrers verfügen müssen.

    Den nach Gleichmässigkeit fahrenden Vorkriegsfahrzeugen mit Jahrgang 1905 bis 1946 wird wie bei der FIA üblich eine Schnittgeschwindigkeit von 49,9 km/h vorgegeben, welche nur in Grenzen überschritten werden darf. Wer jetzt aufheult, dem sei gesagt, dass 50 km/h auf einer Passstrasse für einen Vorkriegsklassiker schon recht schnell sein kann, vor allem, wenn man bedenkt, dass die lange Gerade auf dem Urnerboden wieder neutralisiert werden wird.

    Zusätzlich zu den historischen Fahrzeugen wurde eine Kategorie “X” definiert, in der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben mit Jahrgängen zwischen 1905 und heute auf Zeit gegeneinander antreten werden. 

    Aufwändige Organisation

    Ein Bergrennen nach FIA-Normen auf einer 21 km langen Passstrasse zu organisieren, ist kein Pappenstiel. Rund 300 Streckenposten muss Daniel Geissmann organisieren, die Strecke muss an vielen Stellen mit Leitplanken und anderen Sicherheitsmassnahmen abgesichert werden. Dass dies auch ein nicht unerhebliches Budget voraussetzt, ist klar.

    Entsprechend werden sich die Teilnahmegebühren - die Nennungen werden schon bald entgegengenommen, Nennschluss ist der 30. Juni 2013 - am nicht geringen Betrag, der an ähnlichen Veranstaltungen wie Grossglockner, Gaisberg oder Arosa für eine Teilnahme verlangt wird, orientieren. Endgültige Zahlen werden aber erst in einigen Tagen zusammen mit den Reglementen vorliegen. 

    Drei Bergfahrten im Jahr 2013

    Das Klausenrennen wird 2013 am Freitag, den 27. September mit der administrativen und technischen Wagenabnahme beginnen. am Samstag wird ab 10:00 ein Trainingslauf und am Nachmittag der erste Rennlauf durchgeführt. Am Sonntag wird im Gegensatz zu früheren Durchführungen nur noch ein Wertungslauf stattfinden, auf 15:00 ist die Rangverkündigung angesetzt. Sollten sich das Wetter oder andere Umstände von der widrigen Seite zeigen, kann die Wertung, die in fünf Kategorien und vier Hubraumklassen vorgenommen wird, auch aufgrund nur eines Rennlaufes oder gar des Trainingslaufes erfolgen.

    Und, nachdem nun der Prolog nicht vom Wetterglück beseelt war, stehen die Zeichen sicher gut für optimale (Wetter-) Bedingungen in einem Jahr.

    Gemeldete Fahrzeuge für den Klausenrennen Prolog 2012

    Fahrzeug Jahrgang Land
    Abarth 595 SS 1970 D
    AC-Cobra 427 1968 CH
    Alfa Romeo 6 C 2500 SS Corsa 1939 CH
    Alfa Romeo Corsa Spider Super Sport 1939 D
    Alfa Romeo Giulia 1600 SS Sprint Speziale 1964 CH
    Alfa Romeo Giulia GT Sprint 1600 1965 CH
    Alfa Romeo Giulia Ti Super 1963 CH
    Alfa Romeo Giulietta Spider 1961 CH
    Alfa Romeo Giulietta Sprint 1959 CH
    Alfa Romeo GTA 1969 CH
    Alfa Romeo Spider Duetto / Pininfarina 1966 CH
    Alfa Romeo Ti Super 1969 CH
    Alvis 12/70 Speed 20 1938 CH
    Alvis Firefly Special 1933 CH
    Alvis Speed 20 Spezial 1934 CH
    Alvis Tourer 4.3 1936 F
    American La France 1915 CH
    American La France Typ II 1912 CH
    Amilcar CGSS 1928 CH
    Amilcar CGSS 1928 CH
    Austin Healey 3000 MK 1966 CH
    Austin Healey 3000 MK III 1964 CH
    Austin Mini 1970 CH
    Austin-Healey 100 / 4 1955 CH
    Austin-Healey 100 / 6 1957 NL
    Austin-Healey 100 / 6 1958 CH
    Austin-Healey 100-4 1956 NL
    Austin-Healey 100-6 1957 D
    Austin-Healey 100-M 1954 CH
    Austin-Healey BN 1 1954 CH
    Austin-Healey BT7 Monte Carlo 1962 CH
    Austin-Healey MK III 1966 CH
    Austin-Healey MK III 3000 1965 CH
    Austin-Healey Sprite 1958 CH
    Austin-Healey Sprite 1100 1963 CH
    BMW 328 Roadster 1939 CH
    BMW R25/2 1951 CH
    BMW R51/3 1953 CH
    BMW R66 1938 F-67630
    Borgward Isabella Coupé 1958 CH
    Brasier Rennwagen 1908 FL
    British Salmson 54 c Spezial 1935 CH
    BSA 500 1933 CH
    BSA R35/4 1935 CH
    Bugatti T 35B 1930 CH
    Bugatti T 35C 1929 D
    Buick Super 50 1940 CH
    Cadillac 6267 1952 CH
    Cadillac Serie 62 Convertible 1959 CH
    Chevrolet Corvette 1959 CH
    Chevrolet Corvette C1 1960 CH
    Chevrolet Corvette Coupe 1963 CH
    Chevrolet Impala 1959 CH
    Dodge Polara 500 1966 CH
    Dollar Chaise Super Sport twin port 1929 CH
    E-Force E- Quad 2012 CH
    Edsel Corsair Convertible 1959 CH
    Ferrari 365 GT2+2 ("Queen Mary") 1970 CH
    Ferrari Daytona 1971 CH
    Feuling W3 (Siehe Ordener) 2002 CH
    Fiat 1600 S (Coupe Pinifarina) 1963 CH
    Fiat 500 F 1969 D
    Fiat 508 c 1937 CH
    Fiat 521 Sport 1929 CH
    Fiat Abarth 1000 TC 1963 CH
    Fiat Abarth 1000 TC Berlina Corsa 1966 CH
    Fiat Abarth 1000 TC Corsa 1964 CH
    Fiat Balilla Coppa D'oro 1934 CH
    Fiat Steyr Fiat 850 TC 1956 CH
    Ford A Sedan 1929 CH
    Ford A Speedster 1931 CH
    Ford Capri 3000 GT 1970 CH
    Ford Capri RS 2600 1971 CH
    Ford De Tomaso PS Cobra 427 1968 CH
    Ford Mustang 1971 CH
    Ford Mustang Grande 1971 CH
    Indian Four 1940 CH
    Indian Scout 101 1928 FL
    Jaguar Mk 2 1961 CH
    Jaguar SS 100 1937 CH
    Jaguar Typ E Cabriolet 1971 CH
    Jaguar XK 120 Coupe 1952 CH
    Jowett-Javelin Jupiter 1953 CH
    Lagonda Rapier 1934 CH
    Lea Francis Typ M Spezial 1927 CH
    Lotus Europa S2 1971 CH
    Lotus S2 Elan 1964 CH
    Lotus S2 Elan 1965 CH
    Maserati 3500 1961 CH
    Matchless G80S 1965 CH
    Mercedes-Benz 190 SL 1956 CH
    Mercedes-Benz 280 SL 1970 CH
    MG A 1959 CH
    MG C 1968 CH
    MG C GT 1969 CH
    MG TA Spezial "Q-Type" 1936 CH
    MG TD 1952 CH
    MG-A MK II 1962 CH
    Mini Cooper 1964 CH
    Morgan + 4 1965 CH
    Morgan +4 1955 CH
    Morgan 4/4 Serie V 1967 CH
    Morgan Plus 4 1965 CH
    Motosacoche 414 1930 CH
    NG TF V8 ( Nick Green) 1971 A
    Norton CS 1 1928 FL
    Opel Kadett B LS -Super 1970 CH
    Peugeot 203 1959 CH
    Peugeot 203 Cabriolet Grand Luxe 1.3 1955 CH
    Peugeot 404 Cabriolet Pininfarina 1968 CH
    Plymouth Superbird 1970 CH
    Porsche 356 B 1600 Coupé S 90 1963 CH
    Porsche 550 1954 CH
    Porsche 911 Targa 1972 CH
    Porsche 912 1968 CH
    Protoscar Lampo 3 2011 CH
    Renault Alpine A 110 1600 S 1970 D
    Riley Spezial 12-4 1934 CH
    Riley 15/6 Sport 1934 CH
    Riley 15/6 Sport 1934 CH
    Riley Black Cock Spezial 1933 CH
    Riley CC 12/4 Spezial 1937 CH
    Riley Falcon 15/6 Spezial 1935 CH
    Riley Kestrel Sports 1938 CH
    Riley Nine Brooklands Special 1932 D
    Riley Racing Speed 6 1935 CH
    Riley TT Sprite 1935 CH
    Riley TT Sprite 1934 CH
    Riley TT Sprite Spezial 1938 CH
    Rolls-Royce Phantom II Kitchener 1932 CH
    Shelby Cobra 1965 CH
    Shelby Cobra 427 S/C 1965 CH
    SS 100 Jaguar 1937 CH
    Steyr Puch 650 TR2 Europa 1966 CH
    Talbot Lago T 150 C 1937 CH
    Triumph GT 6 1970 D
    Triumph TR 3 1957 CH
    Triumph TR 6 1973 CH
    Volvo 122 S 1966 D
    VW Karmann-Ghia Cabrio 1969 CH
    VW T1 Kastenwagen 1957 CH

     

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