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Geschwindigkeit und Herrlichkeit – Goodwood Festival of Speed 2021

Erstellt am 14. Juli 2021
, Leselänge 3min
Text:
Paul Krüger
Fotos:
Nick Dungan 
5
Dominic James 
3
Jayson Fong 
2
Chris Ison 
2
Jon Nicholson 
1
Michal Pospisil 
1
Toby Adamson 
1
Drew Gibson 
1

Nach zwei Jahren Zwangspause lud der 11. Duke of Richmond vom 8. bis 11. Juli 2021 endlich wieder zu einem Goodwood Festival of Speed. Als Pilotprojekt des Event Research Programme der britischen Regierung, das die Ansteckungsgefahr sowie ihre Minimierung auf Veranstaltungen untersucht, waren auch Zuschauer zur motorsportlichen Gartenparty im Süden Englands eingeladen.

Zuschauer waren zugelassen – zu einer Gartenparty gehören schliesslich Gäste
Copyright / Fotograf: Chris Ison

Neben Demoläufen historischer und moderner Rennwagen sowie der Rallye-Wertungsprüfung im angrenzenden Wald fand dieses Jahr erstmals ein Drift-Wettbewerb auf der 1,86 Kilometer langen Bergrennstrecke statt, der das Anwesen wie die Besucher in grosse Mengen weissen Rauchs hüllte. James Deane im BMW M3 zeigte die beste Mischung aus Speed und Style und gewann den Driftkhana.

Drift-Premiere in Goodwood: Kevin Quinn im Nissan Silvia
Copyright / Fotograf: Nick Dungan

Natürlich war auch Renfahrer-Prominenz wieder zahlreich vertreten. Die Altmeister Jackie Stewart und Mario Andretti pilotierten einige ihrer ehemaligen Einsatzwagen durch den Vorgarten des Earl of March. Darüber hinaus waren die "jungen Ehemaligen" Jenson Button und Alexander Albon sowie die aktuellen McLaren-Piloten Daniel Ricciardo und Lando Norris zu Gast. Ricciardo fuhr unter anderem den 1988er McLaren MP4/4 von Arton Senna den Berg hinauf.

Sir Jackie Stewart klemmte sich noch einmal hinter das Steuer seines Tyrrell 003 von 1971
Copyright / Fotograf: Jon Nicholson

Am Sonntagmorgen überraschte Schauspieler Tom Cruise Fans wie Veranstalter mit einem spontanen Besuch. Viel Interessanter für echte Petrolheads war an diesem Tag jedoch das berühmte Shootout auf der Rennstrecke, bei dem alles gegeneinander antritt, was es aus eigener Kraft zur Startlinie schafft. Vorkriegs-Zigarren messen sich hier mit Tourenwagen der Sechzigerjahre ebenso wie mit modernen Strassensportwagen, was sicher nicht ganz im Sinne der BOP ("balance of performance", im Prinzip Chancengleichheit) ist, aber Fahrern wie Zuschauern unheimlich viel Spass macht.

Mini 1275 GT (1978)

Für besondere Unterhaltung sorgte – wenn auch unbeabsichtigt – der verregnete Samstag, der die Zeiten in den Qualifikationsläufen wunderbar unregelmässig beeinflusste und auf diese Weise das Starterfeld für Sonntag ordentlich durchmischte. So fand sich der Mini 1275 GT von Nick Swift am Ende zwischen einem Holden V8 Supercar und einem NASCAR-Camaro wieder, weil der frontgetriebene Winzling mit der nassen Piste im Vorlauf deutlich besser zurechtkam. Am trockenen Sonntag scheuchte Swift seinen blauen Mini in 56,62 Sekunden ins Ziel ohne erkennbar zu lupfen – das Gaspedal versteht sich, nicht das Hinterrad.

Vorsicht, Falle: der Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+ stammt aus der Saison 2019, trägt aber die 2021er Lackierung.
Copyright / Fotograf: Nick Dungan

Shootout-Schnellster mit einer Zeit von 45,01 Sekunden war Robert Bell im McLaren 720S GT3X, gefolgt von Travis Pastrana im 2020er Subaru Impreza WRX STI mit 46,20 Sekunden und Jeremy Smith, der seinen Spice-Cosworth SE88, einen Gruppe-C-Boliden von 1988, in 47,16 Sekunden den Berg hinauf jagte.

Der schnellste im Shootout: Rob Bell im McLaren 720S GT3X
Copyright / Fotograf: Drew Gibson

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