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Ausstellung der “Big Bangers” in der Motorworld Kemptthal – die Interserie lebt

Erstellt am 21. Mai 2021
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz / Marcel Pelletier
Fotos:
Bruno von Rotz 
41
Marcel Pelletier 
6

Die legendären Rennwagen der CanAM- und Interserie-Rennsportserien gehören an vielen Veranstaltungen zu den beliebtesten Autos überhaupt. Diese schnellsten dieser meist offenen Racer waren 800 PS stark und 800 kg leicht. Dank umfangreichem Spoilerwerk könnte ein derartiges Auto ab 200 km/h an der Decke eines Tunnels fahren, der Anpressdruck würde dafür sorgen, dass der Wagen nicht runterfällt.

Porsche 917 (R) (1971) - sieht fast aus wie auf der Autorennbahn
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Die Rennen der Interserie waren in Europa beliebt und fanden zwischen 1970 und 2009 statt, die eindrucksvollsten Jahre waren wohl die Siebzigerjahre. In den ersten fünf Jahren dominierte Porsche die Rennserie, im ersten Jahr war es Jürgen Neuhaus im geschlossenen Porsche 917, der die Meisterehren einfuhr, die folgenden drei Jahre dominierte Le Kinnunen in 917-Modellen.

Herbert Müller dann wurde zwischen 1974 und 1976 Meister, im ersten Jahr mit dem Porsche 917/30 Spyder, im Jahr 1976 mit dem Sauber C5.
Ein starker Gegner der Porsche-Armada war George Loos mit dem 800 PS starken McLaren M8F, aber auch der Ferrari 512 M zeigte sich als starker Gegner. Dazu kamen Lola T70, die gerne auch in der Interserie eingesetzt wurden. Eine spannende Zeit. Wegen der grossen Motoren nennt man diese Autos auch “Big Bangers”.

Ferrari 512 M (1970) - sorgfältig herunterrollen lassen
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Spannende Ausstellung in der Motorworld Kemptthal

Ab 24. Mai 2021 sind acht Rennsportwagen aus der Interserie-Epoche im Parterre der ersten Motorworld-Halle in Kemptthal für das Publikum ausgestellt. Am 20. Mai 2021 wurde die übersichtliche Ausstellung in kleinem Rahmen vor rund zwei Dutzend geladenen Gästen, moderiert von Motorworld-Kemptthal-Leiter Christoph Baer, eröffnet.

Christoph Baer und Tobias Aichele bei der Vernissage - Ausstellungseröffnung "Big Bangers – die Interserie lebt" in der Motorworld Kemptthal
Copyright / Fotograf: Marcel Pelletier

Dabei war auch ein ONS-Streckensicherungsfahrzeug des Typs Porsche 914/6 aus Deutschland, welches aber nicht Teil der Ausstellung sein wird.

Nur für kurze Zeit zu Gast ist das ONS-Streckensicherungsfahrzeug vom Typ Porsche 914/6 - Ausstellungseröffnung "Big Bangers – die Interserie lebt" in der Motorworld Kemptthal
Copyright / Fotograf: Marcel Pelletier

Natürlich konnten die Rennwagen nicht auf eigener Achse nach Kemptthal gebracht werden. Tobias Aichele und Kuno Schär organisierten einige atemberaubende Fahrzeuge, die allesamt von Schweizer Sammlern stammen, darunter der autobau erlebniswelt Romanshorn (Fredy Lienhard), Edy Wyss, Lutziger Classic Cars und die Abarth-Kollektion von Engelbert Möll.

Abarth 3000 V8 Prototipo (1970) - attraktiver offener Sportwagen
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Dessen Abarth 3000 Sport Spider Prototipo und Einspritzer-3000 Sporto Prototipo gibt es nur selten zusammen zu sehen.

Porsche 917 (R) (1971) - rein in den Lift
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Bis die acht Autos in der 200 Quadratmeter grossen, verglasten Innenhalle waren, galt es viel Muskelschmalz und einiges Geschick anzuwenden. Die Bilder von den Vorbereitungen geben davon einen Einblick.

McLaren M8 F (1971) - läuft auch beim Schieben wie auf Schienen
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Dreifacher Interserie-Meister Herbert Müller geehrt

Herbert Müller konnte die Interserie 1974, 1975 und 1976 gleich dreimal gewinnen. Die ersten beiden Meisterschaften auf Porsche und 1976 schließlich mit einem Sauber C5-BMW. Dem Schweizer Spitzenfahrer zu Ehren beginnt die Sonderschau am 24. Mai 2021, 40 Jahre nachdem er beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring tödlich verunglückte.

Im Rahmen der Ausstellung wird Daniel Müller, Sohn von Herbert Müller, am Donnerstag, 27. Mai, um 19 Uhr (Türöffnung 18:30 Uhr) die neu erschienene Biografie seines Vaters „Herbert Müller…alles zu langsam“ dem Publikum vorstellen. Eine breite Palette an Modellautos und Erinnerungsstücken von Herbert Müller, welche mit großem Aufwand vom Züricher Modellbauer René Killer zusammengetragen wurden, ist ebenfalls zu sehen.

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Lotus Elan S2 (26R) (1966)
Alfa Romeo Giulia Sprint 1600 (1962)
Delahaye Typ 32a (1912)
Porsche 911 Speedster (993) (1996)
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Bergdietikon, Schweiz

Andere Schweizer mit Interserie-Bezug

Auch Fredy Lienhard, von dessen Autobau der Ferrari 512M und der Porsche 917 in Gulf-Farben stammen, kämpfte in der Interserie mit und zwar in einem Horag CanAm. Die Schweizer Rennwagenbauer siegten 1995 bis 1997 in der internationalen Meisterschaft.

Ferrari 512 M (1970) - auch er darf in den Lift
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Edi Wyss, über dessen Leben das kürzlich erschienene Buch “The Swiss Wiz” komplett Auskunft gibt, hatte ebenfalls mit den Big Bangers zu tun, war er doch Mechaniker bei McLaren und bei Jo Siffert (Porsche 917/10). Der ausgestellte McLaren M8F ex Loos stammt aus seiner Sammlung.

Kostenloser Eintritt

Besucht werden kann die Big Bangers-Austellung kostenlos im Rahmen der üblichen Öffnungszeiten der Motorworld Kemptthal. Wer ein Interesse an schnellen und atemberaubend geformten Siebzigerjahre-Rennsportwagen hat, der sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen und vielleicht gleichzeitig auch noch einen Eindruck von der stetig wachsenden Motorworld in der ehemaligen Maggi-Fabrik in Kemptthal gewinnen. Die Ausstellung dauert bis zum 18. Juli 2021.

Schlussendlich werden die Autos wie in der Startaufstellung aufgereiht gezeigt - Ausstellungseröffnung "Big Bangers – die Interserie lebt" in der Motorworld Kemptthal
Copyright / Fotograf: Marcel Pelletier

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Motorworld .

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von mo******
01.06.2021 (17:26)
Antworten
Hallo Race-Fans,
mit viel Vorfreude bin ich am Samstag nach Kemptthal gefahren. Ich wollte mir unbedingt den SUNOCO-Ferrari in einigen tollen Fotos für mein riesiges, privates Ferrari Archiv festhalten. Das alte Gebäude ist von aussen richtig toll anzuschauen und mit der Motor-World Leuchtreklame gut zu finden. Ich konnte es kaum erwarten den legendären Ferrari aus der Nähe zu betrachten. Kaum im Vorraum angekommen bin ich sehr angetan vom Rennsport- Ambiente. Ich habe mir zuerst alles ausserhalb der Verglasung um die Big-Banger-Autos angesehen. Besonders die Vitrine mit den tollen Modellautos war ein echter Hingucker. Jetzt wollte ich mir natürlich die echten "Brummer hinter der Glaswand von nahem anschauen. Ich suchte die Eingangstüre zum Ausstellungsraum dieser tollen Autos. Ich konnte es kaum glauben, alles war verschlossen! Man konnte die Wagen nur durch die Glasscheiben betrachten. Die Hinweistafeln zu jedem Auto standen auch aussen am Glas. Fotografieren ein Ding der Unmöglichkeit. Die vielen Spotlampen spiegeln sich überall im Glas. Zudem hat es jeden Meter einen Fensterrahmen. Meine trotzdem gemachten Versuchsbilder sind nur Schrott! Die hintere Reihe der Autos sind noch viel weniger gut zu sehen. Ich sage jedem nur, vergessen sie diese Ausstellung. Die Autos richtig von allen Seiten genau zu sehen, was wir "Vollblut-Racer" ja alle wollen ist überhaubt nicht annähernd möglich. So geht das nicht meine Herren Veranstalter. Das einzig positive was ich an diesem verlorenen Samstag-Morgen mitnehmen kann, ist dass kein Eintritt verlangt wurde. Mein Tip! schmeisst die Fenster raus und stellt die super Rennwagen kreuz und quer in die Räume. So kann mann sie aus allen Blickwinkeln ansehen und fotografieren. Auch absperrbänder braucht es nicht, wir Racing-Fans wissen was sich gehört und lassen die Präziosen mit Abstand ehrenvoll dastehen. Hooligens gibt es bei unserem Sport nicht!

SQUADRA BIANCO AZZURRO
Ferrari Racing Driver
Roland Hufschmid
6024 Hildisrieden
von kd******
01.06.2021 (08:47)
Antworten
Den Beleg für die ewige Legende des "Porsche an der Tunneldecke" würde ich gerne mal sehen! Auf geht's ...
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