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Was Sie schon immer über den Lola T70 wissen wollten (Buchbesprechung)

Erstellt am 29. Januar 2017
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Veloce Publishing Ltd (Repro Zwischengas) 
10
Originalunterlagen - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Lola T70 im Einsatz - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Lola T70 Rennbilder - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Rennfahrer über den T70 - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Lola T70 im historischen Rennsport - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Geschichte der einzelnen Fahrgestelle - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"

Eric Broadley konnte schon eine längere Serie erfolgreicher Rennwagen vorweisen, als er im Jahr 1965 seinen neuen T70 auf der London Motor Show präsentierte. Bereits sein Mk 1 war ein Erfolg gewesen, seine Formel Junior Monoposti galt es zu schlagen, sein Mk VI mutierten in den Ford GT40, der mehrfach in Le Mans siegte. Dies gelang dem T70 später nicht, obschon er zu den ganz schnellen Protoypen seiner Zeit gehörte. Langstrecken-Rennen waren nicht sein Ding, auf kürzeren Distanzen aber gehörte der T70 immer zu den Siegesanwärtern.

Bild Originalunterlagen - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Originalunterlagen - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"

Die Karriere des T70 endete, weil die Sportbehörde die ihm zugeordnete Fahrzeugkategorie langsamer machen wollte und auf fünf Liter Hubraum einbremste. Und siehe da, es entstanden die Porsche 917 und Ferrari 512 Rennwagen, die schneller waren als alles vorher.

Mit über 100 produzierten Exemplaren gehört der Lola T70 in seinen drei Auflagen zu den schönsten und kommerziell erfolgreichsten Prototypen überhaupt, dass es auch ein Buch darüber geben musste, verstand sich da eigentlich von selber. Doch es sollte bis ins Jahr 1997 gehen, bis einer der grössten Fans dem Wagen sein eigenes Buch widmete.

John Starkey hiess der Autor und seine erste Buchversion erschien im Jahr 1997 (176 Seiten), es folgte eine zweite Auflage im Jahr 2002 (192 Seiten), eine dritte im Jahr 2008 und jetzt also ist die vierte Auflage erhältlich. Nicht jedes Buch schafft vier Auflagen, vor allem nicht über eine so lange Zeitspanne.

Autor mit Benzin im Blut

John Starkey weiss, wovon er beim schnellen Lola spricht. Schliesslich war er sogar selber einmal Besitzer eines T70, daneben nannte er auch viele andere namhafte Sportwagen sein Eigen, etwa einen Ferrari 250 GT TdF, einen Porsche 911 Carrera RSR, diverse Strassen-911-er inklusive den begehrten RS 3.0- und RS 2.7-Versionen sowie diverse Jaguar XK120s. Um den T70 zu kaufen, musste Starkey eine Hypothek auf sein Haus aufnehmen, so wichtig war ihm der Wagen.

Von der Präsentation bis zum letzten Einsatz

Starkey geht das Thema auf der Zeitachse an, beginnt mit dem Vorgänger Mk VI und schildert dann die Entwicklungen und die Ergebnisse der Rennteilnahmen Jahr für Jahr, der Fokus dabei liegt natürlich auf den Jahren 1965 bis 1970.

Zusätzlich kommen damalige Fahrer zu Wort und auch die Ergebnisse von Tracktests.

Chassis-Übersicht

Für Fans und Kaufinteressenten vielleicht der interessanteste Teil ist die Fahrgestellübersicht, die auf 33 Seiten alle bekannten Chassis listet und soweit bekannt die Besitzer und Rennerfolge.

Bild Geschichte der einzelnen Fahrgestelle - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Geschichte der einzelnen Fahrgestelle - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"

Kein Bilderbuch

Rund 220 Fotos hat Starkey gesammelt, sie zeigen den Lola T70 in vielen Renneinsätzen, aber dokumentieren auch die Bauweise und Konstruktion. Allzu grosse Anforderungen an die Druckqualität sollte man allerdings nicht stellen, schliesslich handelt es sich bei diesem Buch um ein bereits 20-jähriges Werk, das neu aufgelegt wurde und in kleinen Serien vergleichsweise günstig vervielfältigt wird.

Bild Lola T70 Rennbilder - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Lola T70 Rennbilder - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"

Wer primär an den Informationen interessiert ist, dem reicht vielleicht sogar die eBook-Variante, die es z.B. als Kindle eBook bereits ab EUR 31.19 (versandkostenfrei) statt EUR 36.68 gibt. Uns hat die gedruckte Buchvariante trotzdem besser gefallen, denn damit kann man schnell hin und her blättern, um die Geschichte eines Fahrgestells in seiner Gänze zu erfassen.

Was uns gefehlt hat, ist eine übersichtliche Tabelle, die die Baumuster und Stückzahlen auf einen Blick erfassen lässt. Die Informationen wären vorhanden, vielleicht gelingt es in der nächsten Auflage.

Bild Einband - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Einband - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
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Bibliografische Angaben

  • Titel: Lola T70 -The Racing History & Individual Chassis Record
  • Autor: John Starkey
  • Sprache: Englisch
  • Verlag: Veloce Publishing Ltd.
  • Auflage: 4. Auflage 2016
  • Format: Broschiert, 25 x 20,7 cm
  • Umfang: 192 Seiten, 220 Bilder
  • ISBN: 978-1-787110-51-9
  • Preis: £ 35 (UK), USD 60 (USA), EUR 36.68
  • Kaufen/bestellen: Online bei veloce.co.uk , bei amazon.de oder im einschlägigen Buchhandel

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Originalunterlagen - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Lola T70 im Einsatz - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Lola T70 Rennbilder - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Rennfahrer über den T70 - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Lola T70 im historischen Rennsport - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
Geschichte der einzelnen Fahrgestelle - Buch "Lola T70 - The Racing History & Individual Chassis Record"
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