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    Über die schönen und schwierigen Zeiten des Hauses Opel (Buchbesprechung)

    16. April 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas) 
    (15)
    Motorbuch Verlag 
    (1)
    Motorbuch Verlag (Collage Zwischengas) 
    (1)
     
    17 Fotogalerie

    Eigentlich kommt das Buch genau zum richtigen Zeitpunkt heraus. Ende März 2017 hat der Motorbuch Verlag das 272-seitige Werk von Alexander F. Storz veröffentlicht, kurz nach der Bekanntgabe, dass Peugeot nun Opel übernommen hat. Womit sozusagen ein Lebensabschnitt von Opel besiegelt wurde und ein neuer angefangen hat. Das nennt sich perfektes Timing!

    Der Gründer Adam Opel - es begann mit Nähmaschinen ... - Buch "Opel - Nur Fliegen ist schöner"
    © Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

    Eine über hundertjährige Geschichte

    Begonnen hat die Opel-Autogeschichte, schon zuvor gab es Nähmaschinen, Fahrräder und Motorräder aus Rüsselsheimer Produktion, im Jahr 1899 mit dem Opel Motorwagen System Lutzmann, auf den schon bald eine Darracq-Lizenzfertigung und schliesslich Eigenkonstruktionen wie der Doktorwagen 4/8 PS von 1908 folgten. Bereits 1910 konnte Opel ein Vollsortiment an Automobilen anbieten. Erste Motorsporterfolge stellten sich schon früh ein, Opel baute südlich von Rüsselsheim sogar eine eigene Rennstrecke, die heute komplett verfallen ist. 

    Ein früher selbstentwickelter Wagen, der Doktorwagen - Buch "Opel - Nur Fliegen ist schöner"
    © Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

    Opel war erfolgreich, brachte den Laubfrosch auf den Markt und mit dem Regent 24/110 PS sogar einen Wagen der Spitzenklasse, der mit seinem Sechsliter-Achtzylinder-Motor Maybach, Cadillac und Mercedes SS konkurrenzieren sollte.

    Der Opel Regent - unter GM wurden alle zurückgekauft und verschrottet - Buch "Opel - Nur Fliegen ist schöner"
    © Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

    Doch die Weltwirtschaftskrise kam dazwischen, Opel konnte sich nur durch die Übernahme durch General Motors vor dem sicheren Untergang retten. Der Cadillac-Konkurrent musste sofort sterben, alle Autos wurden zurückgekauft und verschrottet!

    Auf 27 Seiten beschreibt der studierte Historiker und Philosoph Alexander Franc Storz die ersten fast 30 Jahre von Opel. Und man erfährt hier manche Anekdote der Vergangenheit, die einem bisher weniger bewusst war, etwa dass der Spruch “dasselbe in Grün” sich durchaus auf den Opel Laubfrosch beziehen könnte, der ja eine mehr oder weniger exakte Kopie des Citroën 5CV war, aber halt grün lackiert wurde. Oder dass Opel einst im Besitzer der Elitewerke war, die Oberklassenfahrzeuge herstellt, deren Autos aber weitgehend vergessen gegangen sind.

    Olympia, Kadett und Admiral

    Nach der Übernahme durch GM herrschte in Rüsselsheim ein frischer Wind. Die Amerikaner trimmten den deutschen Hersteller auf Vordermann, neue Modelle wurden in den USA entwickelt, die Opel-Leute durften sie noch absegnen und in Details verfeinern. So entstanden neue Konstruktionen mit den klingenden Namen Olympia, Kadett oder Admiral, die für gute Erfolge sorgten.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern überlebte Opel die Krisenjahre und schwang sich zu einem der grössten Autohersteller Deutschlands auf.

    Der Opel Kadett vor dem Krieg - Buch "Opel - Nur Fliegen ist schöner"
    © Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

    Auch dieser Epoche widmet Storz 20 Seiten und man erfährt manches Detail aus der turbulenten Geschichte.

    Opels Wirtschaftswunder

    Dann geht es ab Seite 58 in die Nachkriegszeit und damit in die fruchtbarste Periode der Opel-Geschichte. Olympia, Rekord, Kadett, Commodore, GT, Manta, Ascona, Kapitän, Admiral, Diplomat, Senator, Monza, Corsa, usw. - sie geniessen ihre Dokumentation auf über 150 Seiten.

    Dreamcars aus Rüsselsheim - der Rekord P1 - Buch "Opel - Nur Fliegen ist schöner"
    © Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

    Und immer wird auch ein Blick in die Neuzeit geworfen, denn aus Kadett wurde Astra, aus Ascona Vectra und aus Rekord im Prinzip der Insignia.

    Die Familienautos Meriva und Zafira - Buch "Opel - Nur Fliegen ist schöner"
    © Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

    Dass es in der umfangreichen Modellgeschichte nicht nur Erfolge regnete, wird einem beim Lesen schnell klar, vor allem die allzu amerikanischen Varianten der späteren Jahre wirkten nicht immer geglückt, während der selber entwickelte Zafira ein echter Knüller wurde.

    Trotz mancher guter Jahre und Spitzenplätzen in den Verkaufshitparaden bescherte Opel dem Besitzer General Motors auch viele und grosse Verluste.

    Die Zeit nach General Motors

    Vermutlich war es nicht so geplant, aber just auf den Termin hin, auf den das Buch wohl in Druck gehen sollte, platzte die Bombe. Peugeot würde Opel (und Vauxhall) übernehmen. Da musste wohl in letzter Minute noch so einiges angepasst werden. Und so ist sicherlich auch das Kapitel 17 zu erklären, das die Krisen der Neuzeit, beginnend in den Neunzigerjahren beschreibt und mit der Übernahme von Opel durch Peugeot im Jahr 2017 endet. Dass dabei auch einige kritische Worte zum Käufer Peugeot, der schon etliche grosse Marken zu Grabe trug, nicht fehlen.

    Die Zukunft? Concept Cars wie Monza oder GT Concept .. - Buch "Opel - Nur Fliegen ist schöner"
    © Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

    Und dass der Autor wohl bei Drucklegung des Buchs immer noch hoffte, dass General Motors Opel nicht verkaufen werde, zeigt, dass sich Aktualität eben schlecht mit dem Buchdruck verträgt. Es tut dem fast 120-jährigen Abriss der Opel-Geschichte aber auch keinen Abbruch, schliesslich wollen wir ja zurück- und nicht vorwärtsschauen.

    Stückweise entstanden

    Bereits im Jahr 2007 publizierte Storz im Motorbuch Verlag eine Geschichte zum Hause Opel, diese war etwas kleiner und kürzer. Seither arbeitete der Autor an einer Kioskserie, die alle 14 Tage über 120 Ausgaben jeweils ein Modellauto im Massstab 1:43 und dessen Geschichte kommerzialisierte. Aus dieser Arbeit heraus ist dann auch das neue Buch entstanden, dem man seine Vergangenheit als Einzelbeiträge allerdings da und dort anmerkt. Es sind doch einige Wiederholungen drin, die beim kontinuierlichen Lesen etwas stören.

    Dafür hat es Storz aber verstanden, viele Zusatzinformationen von Interesse in sein Buch zu packen, etwa die Geschichte von Moskvitch und der Kadett-Produktion, die Erklärungen zur Cabriolimousine oder die Ausführungen Ernst Neumann Neander. Leider fehlt ein Schlagwortverzeichnis, das einem das Auffinden dieser Passagen erleichtern würde.

    Frisches Bildmaterial

    Natürlich alimentiert sich auch das neue Buch von Storz zumindest teilweise aus dem Bilderarchiv von Opel. Zu sehen sind aber auch viele Fotos aus Privatsammlungen, Schnappschüsse von damals, als die Opel-Kreationen noch im normalen Strassenverkehr mitfuhren, als Urlaubsvehikel benutzt wurden oder auf Rennstrecken herumdonnerten. Der Mix ist gut gelungen, manche Bilder würde man sich auch deutlich grösser abgedruckt wünschen, aber das hätte wohl den Rahmen des Buchs gesprengt.

    Auch so ist ein grosszügig dimensioniertes Werk entstanden, das im Über-A4-grossen Format Platz Bild und Text bietet. Auf technische Daten verzichtet Storz komplett, ihm sind die Geschichte und die Logik hinter den Modellentscheiden wichtig.

    Wer alles über ein bestimmtes Modell sucht, der ist sicherlich mit einem spezialisierten Buch, z.B. über den Opel GT, besser bedient. Wer aber die Geschichte des Hauses Opel, dessen Erfolge und Probleme, besser verstehen möchte, der erhält mit dem EUR 29.90 teuren und 272 Seiten starken Buch einen praktischen Einstieg.

    Dreimal Opel-Buch - das Storz-Buch von 2007, das aktuelle mit Cover-Vorschlag und schliesslich gewähltem Cover - Buch "Opel - Nur Fliegen ist schöner"
    © Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Collage Zwischengas)

    Noch eine Anekdote zur im Buch bereits reichhaltig vorhandenen Anekdotensammlung: Offenbar war ursprünglich geplant, den Opel GT Concept von 2016 auf dem Titelbild zu haben, jedenfalls kursieren derartige Cover-Varianten im Netz. Schlussendlich schaffte es aber der Opel Commodore GS/E (B) aufs Titelbild, eine kluge Wahl. Und ob Opel den GT Concept 2017 wirklich noch in Serie bauen wird, wie auf Seite 247 erhofft, muss man angesichts der Peugeot-Übernahme wohl ernsthaft in Frage stellen. Aber wer weiss …

    Einband - Buch "Opel - Nur Fliegen ist schöner"
    © Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

    Bibliografische Angaben

    • Titel: Opel - Nur Fliegen ist schöner
    • Autor: Alexander F. Storz
    • Sprache: Deutsch
    • Verlag: Motorbuch Verlag
    • Auflage: 1. Auflage (30. März 2017)
    • Format: Gebunden, 23 x 30,5 cm
    • Umfang: 272 Seiten, 706 Abbildungen
    • ISBN: 978-3-613-03961-2
    • Preis: EUR 29.90
    • Kaufen/bestellen: Online bei amazon.de , online beim Motorbuch-Verlag oder im einschlägigen Buchhandel

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