Motorlegenden: James Dean (Buchbesprechung)

Erstellt am 12. April 2021
, Leselänge 3min
Text:
Daniel Reinhard
Fotos:
Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas) 
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In der Buchreihe Motorlegenden vom Motorbuch-Verlag Stuttgart begibt sich Siegfried Tesche auf James Deans Spuren: Sein Leben, seine Filme, seine Autos und seine Motorräder.

Mit nur drei Filmen zum Hollywood-Star!

Drei Filme ("Jenseits von Eden" 1954/55, "Denn sie wissen nicht, was sie tun" 1955 und "Giganten" 1955/56) machten James Dean zu einer Leinwand-Ikone und zum Inbegriff eines jugendlichen Rebellen. Als er am 30. September 1955 im Alter von 24 Jahren mit seinem Porsche 550 Spyder auf dem Weg zu einem Rennen tödlich verunglückte, starb einer der begabtesten Schauspieler Hollywoods.

James Dean lebte auf der Überholspur. Er war leidenschaftlicher Rennfahrer, liebte Auto- und Motorräder. Nicht nur James Dean fuhr als begnadeter Schauspieler Autorennen, auch Paul Newman (1925-2008) und Steve McQueen (1930-1980) suchten ihresgleichen. Eigentlich hatten sie die Basis von Drillingen. Von den Dreien aber starb nur Dean den "Rennfahrertod", wenn auch nicht auf der Rennstrecke, sondern bereits bei deren Anfahrt. 

Das Buch beginnt mit dem tragischen Ende Deans. Die weiteren acht Kapitel bewegen sich dann über die Anfänge, die Probleme, die Erfolge, die Leidenschaften, die Porsches, der Kult, die Gagen, auf 239 Seiten bis hin zu Zeitzeugen.

Sein Tod im Porsche 550 Spyder schockte die ganze Welt

Viel wohl nur ganz selten gesehenes Bildmaterial verfolgt den attraktiven jungen Mann über eine spannende Zeit. Am 23. September 1955 war für James Dean der letzte Drehtag zum Film "Giganten". Er fuhr im nagelneuen Porsche 550 Spyder vor. Tage später zwischen dem 24. und 27. September gab es bereits die ersten zwei leichten Kaltverformungen, die von Drehern auf seiner privaten Rennstrecke Mulholland Drive herrührten. Aufgrund der Beulen und Kratzer fuhr Dean mit dem Wagen zu Bills Body Shop, wo er früher auch schon seinen Speedster instand setzen liess, um die Schäden reparieren zu lassen. Am Wochenende vom 1. und 2. Oktober 1955 fand das Rennen in Salinas statt. Dean wollte mit der Startnummer 13 starten, doch der California Sports Car Club wechselte die Unglückszahl auf 130. Aber auch die 130 war mit viel Unglück behaftet, denn Dean verunglückte noch auf der Anfahrt zur Rennstrecke.


Die Unfallstelle von James Dean - Buch "Motorlegenden - James Dean"
Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

Der Zeitzeuge

Herbert Linge kannte als Zeitzeuge James Dean, wenn auch nur durch eine kurze Begegnung. Besser war er mit Rolf Wütherich, der beim tödlichen Unfall auf dem Beifahrersitz sass, bekannt. Linge übergab Wütherich persönlich die Aufgabe Deans 550 Spyder zu betreuen, da Namen von grossen Hollywood Stars natürlich schon damals den Verkauf der Autos massiv ankurbelten. Wütherich überlebte den Unfall, wurde aber auf Grund seiner schweren Verletzungen am Kiefer und an der Hüfte operiert und lag lange auf der Intensivstation. Interessant auch was Linge zum 550 Spyder sagt: "Mit dem Heckmotor war das Auto schon schwer zu fahren. Das Auto war sehr hecklastig. Bei höherer Geschwindigkeit hatte man teilweise überhaupt keinen Kontakt mehr zur Frontachse. Die, die mit ihm fahren konnten, sind halt wirklich schnell gefahren."


Alle von Deans Porsches - Buch "Motorlegenden - James Dean"
Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

Spannend auch mal zu sehen, wie hoch die Honorare von Schauspielern Mitte der 50er Jahre waren und so versteckt sich noch viel mehr wirklich Interessantes, gut recherchiertes Material zwischen den vielen seltenen Bildern auf den 239 Seiten. Mit 225x170mm ist das Buch etwas grösser als ein Taschenbuch aber doch kleiner als ein Bildband. 

Bibliographische Angaben

  • Titel: Motorlegenden: James Dean
  • Autor: Siegfried Tesche
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: Motorbuch Verlag
  • Auflage: 1. Auflage 12. März 2021
  • Format: gebunden, 18 x 3 x 23.3 cm
  • Umfang: 240 Seiten
  • ISBN: 3613043637
  • Preis: EUR 29.90
  • Kaufen/bestellen: Online direkt beim Motorbuch Verlag oder auf amazon.de

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