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Der Allrad-/SUV-Pionier aus Russland (Buchbesprechung)

Erstellt am 27. Juni 2021
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas) 
9
Motorbuch Verlag 
1

Eigentlich ist der Lada Niva der Vater der heutigen SUV, er war sozusagen ein SUV-Pionier, denn er kombinierte als erster Wagen Allradantrieb, Geländetauglichkeit und Robustheit mit einer selbsttragenden Karosserie und alltagstauglichen Komforteigenschaften. Und das Auto war eine russische Eigenkonstruktion. Dazu entwickelte er sich schon zu Lebzeiten zum Klassiker, denn der Lada Niva wurde ab 1976 gebaut, veränderte sich in über 40 Jahren Bauzeit kaum und wurde sogar bis vor kurzem noch nach Europa exportiert.

96 Seiten für EUR 12.95

Der Lada Niva war ein Allzweckfahrzeug, das überall durchkam und vor allem günstig war. Nicht nur beim Kauf, sondern auch im Unterhalt.

Alexander F. Storz widmet dem russischen Urgestein ein Buch, das mit 96 Seiten übersichtlich und kompakt bleibt, mit EUR 12.95 kaum mehr kostet als ein werbebefrachtetes Magazin am Kiosk.

Komplett

Trotz des relativ geringem Umfangs, der Lada hatte ja auch nur einen Radstand von 2,2 Metern, gelingt es Storz, die gesamte Modellentwicklung über mehr als 40 Jahre zu erklären und mit vielen Fotos zu illustrieren. Werksfotos, Prospektausschnitte, Werbungen und Testberichtsseiten illustrieren die Einmaligkeit dieses Autos, das bei seiner Vorstellung ohne Konkurrenz dastand.

Beginn von Lada - Fiat 124 anstatt Autobianchi Primula - Buch "Lada Niva - Die Gelände-Legende"
Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

Um den Niva zu verstehen, erklärt Storz auch die Entwicklung der russischen Autoproduktion und die Geschichte der Marke Lada.
Interessant sind aber auch die Erläuterungen zu den verschiedenen Absatzmärkten und den jeweiligen Importeuren, die sich bezüglich Kreativität nicht lumpen liessen und auch schon einmal eine Widebody-Version des Lada Niva anboten.

Metallisierte Versionen nur in Frankreich - Buch "Lada Niva - Die Gelände-Legende"
Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

Kein Reparaturhandbuch

Obwohl der Lada Niva offensichtlich mit einem Werkzeugset ausgeliefert wurde, das eine komplette Demontage des Autos ermöglichte, will Storz sein Buch zum Niva nicht als Reparaturhandbuch verstanden wissen. Lieber beschäftigt er sich mit den unzähligen Spezial-Versionen und Sondermodellen, zeigt den Lada im Behördeneinsatz.

Schweizer Variante mit Milchkannen - Buch "Lada Niva - Die Gelände-Legende"
Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

Der eine oder andere hätte sich aber trotzdem vielleicht noch etwas mehr Technik gewünscht und für ein grossformatiges Foto vom Motorraum hätte sich doch sicherlich Platz finden lassen auf den fast 100 gedruckten Seiten? Insgesamt ist das Büchlein im Format 24 x 22 cm aber eine erfreuliche Sache und es macht fast Lust, sich selber einen dieser Allradkraxler zu kaufen. Doch gerade die frühen Modelle sind kaum noch zu finden.

Einfach und funktionell - Buch "Lada Niva - Die Gelände-Legende"
Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

So müssen die meisten Bewunderer wohl mit dem Buch vorlieb nehmen, aber die investierten EUR 12.95 sind trotzdem eine erfreuliche Anschaffung und vielleicht wird’s ja dann irgendwann doch noch etwas mit einem eigenen Lada Niva …

Einband vorne und hinten - Buch "Lada Niva - Die Gelände-Legende"
Copyright / Fotograf: Motorbuch Verlag (Repro Zwischengas)

Bibliografische Angaben

  • Titel: Lada Niva - Die Gelände-Legende
  • Autor: Alexander F. Storz
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: Motorbuch Verlag
  • Auflage: 1. Auflage, Mai 2021
  • Format: Gebunden, 24 x 22 cm
  • Umfang: 96 Seiten, 115 Bilder
  • ISBN: 978-3-613-04317-6
  • Preis: EUR 12.95
  • Kaufen/bestellen: Online auf amazon.de , online beim Motorbuch Verlag oder im einschlägigen Fachhandel

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von ha******
28.06.2021 (19:35)
Antworten
... ergänzend zum tollen Buch empfehle ich die 79oktan-Ausgabe zum Niva:

https://79oktan.de/shop/detailview?no=Z20204

... so wie ich diese Zeitschrift für Interessierte unbedingt empfehle - da gehts nicht um Porsche, Alfa und Ferrari sondern um Lada, Skoda und Trabant: sehr detailliert und mit viel Liebe ... nein - ich bekomme kein Geld für diese Werbung... ;-)
Antwort von ta******
29.06.2021 (15:23)
Kann ich nur bestätigen - tolle Zeitung! Tut gut mal eine hochwertig gemachte Veröffentlichung ohne die allgegewärtigen Neunelfer und W123er zu sehen.
Was mich beeindruckt ist die Tiefe der Berichterstattung!
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