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    Bunty - Geschichte eines schottisch-irischen Gentleman mit Benzin im Blut (Buchbesprechung)

    Erstellt am 28. September 2014
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Halwart Schrader / Verlag Monsensetien & Vannerdat / Bruno von Rotz 
    (5)
     
    5 Fotogalerie

    David Scott-Moncrieff, geboren 1907, war einer der ganz großen Auto-Exzentriker. Das Leben dieses Gentleman - zeitweilig tituliert als »weltgrößter Rolls-Royce-Gebrauchtwagenhändler« und von seinen Freunden »Bunty« genannt - verlief äußerst kurvenreich.

    Vom Kompressor-Mercedes SSK - in Venedig einem Waffenhändler abgekauft - bis zum fragilen Bugatti-Rennwagen oder einem Dampfmobil Baujahr 1905, hat der automobilsüchtige Bunty so ziemlich alles Ungewöhnliche auf der Straße bewegt. In Großbritannien war er schon zu Lebzeiten eine Legende und im Rest der Welt liebte ­und fürchtete ­ihn nicht nur seine Rolls-Royce-Klientel.

    Buch "Bunty" von Harlart Schrader
    © Copyright / Fotograf: Halwart Schrader / Verlag Monsensetien & Vannerdat / Bruno von Rotz

    Die etwas andere Biografie

    Ein derartig reichhaltiges Leben hört sich wie eine gute Ausgangslage für eine Biografie an, und dies ist auch so. Halwart Schrader, einer der führenden deutschsprachigenAutoren zum Thema Automobil, verfasste eine unterhaltsame und in Portionen konsumierbare Dokumentation zum Leben des David Scott-Moncrieff.

    Das Buch ist nicht unbedingt eine Biografie im engeren Sinne, sondern eher eine Mischung aus Abenteuerroman und Kurzgeschichtenband. Schrader, der Bunty gut kannte und ihn als Freund beschreibt, beleuchtet das Leben des Rolls-Royce-Händlers Bunty aus verschiedenen Perspektive und via Geschichten aus mehrere Jahrzehnten.

    Als Beispiel sei hier eine kurze Notiz zu einem Unfall am Grimselpass (vom Berneroberland ins Wlallis führend) wiedergegeben:

    “Bunty hatte in Lausanne einen älteren Mercedes Tourenwagen erworben. Mit drei Freunden an Bord kurvte er ein paar Tage durch das idyllische Schweizerland ... An einer engen Serpentine war Bunty von der Straße abgekommen, weil der Lenkeinschlag des Wagens zu gering war; Bunty hätte anhalten und ein Stück zurücksetzen müssen. Stattdessen hatte erinen Ausrutscher über die Böschung riskiert, aus dem ein Salto wurde und bei dem wie durch ein Wunder niemand getötet oder auch nur ernsthaft verletzt wurde. Die Herren posierten samt Unfallauto anschließend vor einem Fotografen, lächelnd und in der Gewißheit, unter einem «guten Stern» unterwegs gewesen sein. Bunty: »Andere fallen vielleicht in eine Gletscherspalte, wenn sie in der Schweiz unterwegs sind, oder werden von einem Armbrustschützen angeschossen. ich hatte Glück und stürzte nur eine harmlose Böschung hinunter ...» ..”

    Ein Lesebuch

    Zwar sind im broschierten rund 460 Gramm schweren auch rund 30 Bilder zu finden, die es erlauben, den kurligen Rolls-Royce-Händler und einige seiner Autos genauer ins Auge zu fassen, doch wird das Büchlein damit nicht zum Bilderbuch.

    Buch "Bunty" von Harlart Schrader - Beispiele für die spärlichen Bilder, die vor allem den Text unterstreichen sollen
    © Copyright / Fotograf: Halwart Schrader / Verlag Monsensetien & Vannerdat / Bruno von Rotz

    Dafür ist der Druck zu kompromissbehaftet und die Bilder zu klein. Die Hauptsache an Schraders “Erinnerungen” ist eben der Text und auf den sollte sich der Leser denn auch mit Haut und Haaren einlassen. Und dies mit viel Vergnügen.

    Die nicht ganz 70 voneinander einigermassen unabhängigen Kapitel können am Stück oder auch einzeln genossen werden und behandeln jeweils unterschiedliche Aspekte und Anekdoten aus dem Leben Buntys. So erfährt man etwa auf Seite 176 im Kapitel “Mit dem TVR durch Kuhfladen”, dass Bunty auch mit Trevor Wilkinson, dem Gründer der Sportwagenmarke TVR, befreundet waren und selber auch ein frühes TVR Coupé aus dem Jahr 1955 (mit Gummistiefeln) fuhr. Bunty unterstützte Wilkinson sogar finanziell und war damit sozusagen an der Entstehung der Sportwagenmarke TVR mitbeteiligt.

    Wie kam Halwart Schrader, der vielen Lesern sicher noch als Herausgeber der "Automobil Chronik" bekannt sein dürfte, überhaupt dazu, dieses Buch zu schreiben? Er antwortet gleich selber: “Hazel Robinson, Buntys langjährige Vertraute, hat ja entsprechende Versuche nach dem Tode ihres Chefs - das ist nun ein Vierteljahrhundert her - unternommen, doch das, was sie zu Papier gebracht hatte, schien keinen Verlag in England zu interessieren. Ich kann über die Gründe nur rätseln. Hazel gab eines Tages auf und überließ es mir, das Material über Bunty auszuwerten, denn auch ich hatte mich mit dem facettenreichen Lebenslauf des exzentrischen Gentleman inzwischen intensiv beschäftigt.”

    Man kann 19 Euro (als eBook soll das Werk die Hälfte kosten) für deutlich weniger Unterhaltung und Wissen ausgeben, aber eine Affinität zu alten Autos und skurrilen Persönlichkeiten sollte man als Leser schon haben. Wenn dies gegeben ist, dann steht einem kurzweiligen Lese-Winterabend im Ohrensessel mit Punch-Unterstützung und idealerweise am offenen Feuer nichts mehr entgegen.

    Bibliografische Angaben

    • Titel: Bunty: Erinnerungen an einen Gentleman aus bester schottisch-irischer Familie
    • Autor: Halwart Schrader
    • Format: Broschiert, 297 Seiten, ca. 30 schwarzweisse Fotos
    • Verlag: Monsenstein und Vannerdat (27. August 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3942153211
    • ISBN-13: 978-3942153218
    • Dimensionen: 21,8 x 15 x 2 cm, ca. 460 g
    • Preis: Euro 19 (gedruckt) oder Euro 9.49 (eBook-Version, (ISBN 978-3-942153-24-9)
    • Bestellen/kaufen: Bei amazon.de oder beim Verlag Monsenstein und Vannerdat oder im einschlägligen Buchhandel

    Alle 5 Bilder zu diesem Artikel

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