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    Blick unter das Blech des Jaguar D-Type XKD 504 (Buchbesprechung)

    11. Oktober 2015
    Text:
    Christoph Ditzler
    Fotos:
    Porter Press International (Repro Zwischengas) 
    (10)
    Porter Press International 
    (1)
     
    11 Fotogalerie

    Biographien sind normalerweise Personen vorbehalten. Sie dienen dazu, ihre Lebensgeschichte und damit ihre Individualität und Einzigartigkeit zu dokumentieren. Als Autobiographie wird eine Biographie dann bezeichnet, wenn Autor und Person identisch sind. In diesen Fällen kommt den Ghostwritern meist eine wichtige Funktion zu (ob sie genannt oder nicht genannt werden).

    Autos können nicht schreiben. Für eine Biographie benötigen sie deshalb unbedingt einen Ghostwriter, der in diesen Fällen gleichzeitig als Autor fungiert. Deshalb gibt es im strengen Sinn keine Autobiographien sondern Auto-Biographien.

    Von zwei ausgewiesenen Kennern geschrieben

    Trotzdem ist es spannend, die Geschichte einen einzelnen, hervorragenden Autos zu verfolgen und das ist der Sinn des Buchs “Jaguar D-type: The autobiography of XKD 504”, das Gegenstand dieser Besprechung ist.

    Eine farbige Photodokumentation des Autos im heutigen Zustand bildet den Abschluss des Buches - Buch "Jaguar D-type: The autobiography of XKD 504"
    © Copyright / Fotograf: Porter Press International (Repro Zwischengas)

    Es ist die Auto-Biographie des Jaguars D-type mit der Fahrgestell-Nummer XKD 504 erzählt von Philip Porter und Chas Parker, zwei ausgewiesenen Kennern der Materie Jaguar.

    Der Jaguar D-Type war ein Sportwagen, der ab 1954 als Nachfolger des Jaguar C-type vom Werk in den Rennen zur Sportwagenweltmeisterschaft eingesetzt wurde. Der D-Type besass den XK-Sechszylinder-Reihenmotor mit 3‘442 cm³ Hubraum. Ausgerüstet mit drei Weber-Doppelvergasern betrug die Leistung zu Beginn ca. 184 kW (250 PS) bei 5‘750 Umin. Zusammen mit der aerodynamischen Form reichte das aus für eine Spitzengeschwindigkeit von ca. 250 km/h. Das Chassis bestand aus einer teilweise selbsttragenden Struktur, wobei der Vorderwagen von einem Gitterrohrrahmen getragen wurde. Der D-type siegte drei Mal hintereinander im 24-Stunden-Rennen von Le Mans: 1955 auf dem vom Werk eingesetzten XKD 505, gefahren von Mike Hawthorn und Ivor Bueb, 1956 und 1957 auf den von der Ecurie Ecosse eingesetzten XKD 501 (1956 mit Ron Flockhart und Ninian Sanderson am Steuer) und XKD 606 (1957 mit Ivor Bueb und Ron Flockhart am Steuer).

    87 Autos in drei Jahren gebaut

    Die XKD’s wurden von 1954-1956 gebaut. Das Baujahr lässt sich an der ersten Zahl der Fahrgestell-Nummer erkennen: XKD 4xx (ursprünglich XKC 4xx), 5xx und 6xx. Insgesamt hat Jaguar 87 Exemplare gebaut, wovon 15 als Werkswagen gedient haben. Die übrigen und auch einzelne Werkswagen wurden an Private verkauft. Zum Teil wurden sie zudem als reine Strassenfahrzeuge geliefert. Zu den nennenswertesten Kunden zählte neben der schon genannten Ecurie Ecosse auch Briggs Cunningham in den USA.

    Eine besondere Stellung nimmt XKD 517 ein, wurde das Fahrzeug doch nach zwei Vorbesitzern 1958 von Jock McBain aus Chiswick/Schottland für seine Border Reivers und insbesondere seinen Fahrer Jim Clark gekauft, der auf diesem Auto seine nationale Karriere lancierte. Generell sind in der zweiten Hälfte der 50er Jahre und Anfang der 60er Jahre die D-types in den Sportwagenrennen in England und den USA sowie teilweise auch auf dem Kontinent sehr präsent.

    Werkswagen XKD 504

    Der XKD 504 wurde Anfang 1955 an die Rennabteilung übergeben. Klar: in der Farbe British Racing Green (BRG). Es war das erste Fahrzeug mit der langen Nase, die die Aerodynamik verbesserte. In Le Mans blieb er Ersatz. 1956 diente er als Testfahrzeug für die Benzineinspritzung.

    Links das handschriftlich geführte Fahrzeugbuch des XKD 504 und rechts der Bericht über die Tests mit der Benzineinspritzung im Oktober 1955 - Buch "Jaguar D-type: The autobiography of XKD 504"
    © Copyright / Fotograf: Porter Press International (Repro Zwischengas)

    Danach fuhren Jack Fairman am Daily Express International Trophy Meeting in Silverstone und Paul Frère/Duncan Hamilton am 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring wieder mit Vergasern. Beide Male sah er die Zielflagge nicht.

    Ein Kapitel ist dem Einsatz des XKD 504 unter der Flagge der Ecurie Ecosse gewidmet. Das Bild zeigt das Fahrzeug mit seinen drei Streifen auf der Schnauze am Nürburgring - Buch "Jaguar D-type: The autobiography of XKD 504"
    © Copyright / Fotograf: Porter Press International (Repro Zwischengas)

    Zweite Karriere bei Ecurie Ecosse

    Anfang 1957 ging er an die Ecurie Ecosse über und erhielt die Farbe Blau (genau: Flag Metallic Blue). Erkennbar ist der XKD 504 in dieser Zeit durch drei weisse Streifen über der Nase.

    Ecurie Ecosse setzte das Auto 1957-1958 bei zehn Rennen mit den Fahrern Ivor Bueb, Jack Fairman, Masten Gregory, Innes Ireland, John „Jock“ Lawrence, Ninian Sanderson und Wolfgang Seidel ein. Die beste Platzierung erreichten John Lawrence in den Deux Heures du Forez in St. Etienne 1957 mit dem zweiten Rang. Der XKD 504 gehörte auch zur europäischen Flotte im „Race of Two Worlds“ (Monzanapolis 500 Mile Race) mit Ninian Sanderson am Steuer. Er erreichte den sechsten Platz.

    XKD 504 wurde mehrfach stark beschädigt. Die Reparaturen sind soweit vorhanden inklusive der Rechnungen dokumentiert - Buch "Jaguar D-type: The autobiography of XKD 504"
    © Copyright / Fotograf: Porter Press International (Repro Zwischengas)

    Diverse Besitzerwechsel

    Ecurie Ecosse verkaufte den Wagen Anfang 1958 an den Privatfahrer Mike Salmon (ein vielseitiger Sportwagenfahrer zwischen 1956-1968 und gelegentlich auch später mit insgesamt 13 Starts in Le Mans auf verschiedensten Autos), der ihn bis 1961 in insgesamt 45 Rennen einsetzte. Er verpasste dem Auto wieder die Farbe BRG und nach der ersten Saison rüstete er ihn auf 3.8-Liter um und war damit auf Augenhöhe mit den Listers.

    Mike Salmon verkaufte den Wagen 1962 an Peter Sutcliffe (er fuhr unter anderem 1965 und 1966 für die Scuderia Filipinetti und 1967 als Werksfahrer auf dem Ferrari P4 in Le Mans und Brands Hatch), der damit 1962-1963 insgesamt 16 Rennen bestritt. Im März 1963 baute er einen schweren Unfall, sodass das Auto umfangreich repariert werden musste.

    1965 kaufte Neil Corner den Wagen.1981 wurde XKD 504 an Paul Vestey verkauft, der ihn bei Lynx neu aufbauen liess. 1991 war er in einen Unfall bei einem historischen Rennen verwickelt. 1998 bekam er die Bemalung der Ecurie Ecosse zurück. Heute gehört der Wagen Christian Gläsel, der ihn immer noch in historischen Rennen einsetzt.

    Original erhalten

    Der Jaguar D-type mit der Fahrgestell-Nummer XKD 504 wurde also in British Racing Green mit dem Motor E 3001-9 (3‘442 cm3) und der Karosserie H 2004 1955 ausgeliefert. Das heutige Auto hat die Aufmachung der Ecurie Ecosse und den Motor E 4001-10 (3‘781 cm3) unter der Haube sowie immer noch die originale, aber mehrfach reparierte Karosserie. Dazwischen wurde er von verschiedene XK-Motoren angetrieben: 3.4 Liter mit/ohne Benzineinspritzung, und 3 Liter. Nach Mike Salmon’s Unfall wurde der Gitterrohrrahmen des Vorderwagens als unreparierbar eingestuft und durch das Teil vom abgewrackten XKD 505 (Le-Mans-Sieger!) ersetzt, das im Werk noch vorhanden war. Das wurde in der Zwischenzeit wieder korrigiert, indem der alte Rahmen repariert und eingesetzt wurde.

    Geschichtsschreibung in acht Kapiteln

    Philip Porter und Chas Parker zeichnen diese Geschichte des XKD 504 auf 320 Seiten natürlich viel akribischer nach. Ihre Auto-Biographie umfasst acht Kapitel: D-type beginnings, Works life, Ecurie Ecosse, Mike Salmon, Peter Sutcliffe, Neil Corner, Later years, Photo gallery. Dazu kommt ein Anhang mit allen Rennresultaten von 1956-2015.

    Photos des ersten D-Types 1954 - Buch "Jaguar D-type: The autobiography of XKD 504"
    © Copyright / Fotograf: Porter Press International (Repro Zwischengas)

    Dabei wird auch die Entwicklung des D-typs dokumentiert. Da der XKD 504 intensiv für Tests der Benzineinspritzung eingesetzt wurde, passen natürlich auch die entsprechenden Versuchsberichte dazu sowie die Auszüge aus dem handschriftlich geführten Fahrzeugbuch (factory notebook).

    Auch aus den nachfolgenden Phasen werden umfangreiche Dokumente präsentiert. Dazu gehören vor allem auch Beispiele von Rechnungen von den Reparaturen nach den verschiedenen Ausrutschern.

    Überfliegen fast nicht möglich

    Es ist ein Lesebuch, denn die Autoren verzichten mit Ausnahme der Renneinsätze am Ende des Buches auf Zusammenstellungen und Tabellen. Ein Überfliegen ist damit fast nicht möglich. Man muss sich die Fakten erarbeiten und man wünscht sich manchmal eine tabellarische Synthese. Der Text ist allerdings angenehm zu lesen und das Englisch leicht zu verstehen. Zudem ist das Buch reich mit Bildern aus der Entwicklung des Fahrzeugs und den Renneinsätzen versehen. Es wurden die eigene sowie die grossen Photodatenbanken wie Klemantaski, Cahier und LAT angezapft. Ausserdem konnten die Autoren auf private Kollektionen und Werksphotos zurückgreifen. Den Abschluss bildet eine ausführliche, farbige Fotodokumentation des Autos im heutigen Zustand.

    [Eine kritische Nebenbemerkung sei hier noch erlaubt: Obwohl der XKD 504 1955 in Le Mans nicht eingesetzt wurde und nicht einmal gemeldet war, widmen die Autoren diesem Rennen einen Abschnitt. In Bezug auf die Ursachen des katastrophalen Unfalls folgen sie dabei strikt, allerding ohne ihn zu nennen, Frank „Lofty“ England, dem damaligen Rennleiter von Jaguar, wonach Mike Hawthorn und Jaguar keinerlei Schuld traf. Dieser Darstellung wurde noch am Renntag widersprochen und sie ist seither immer wieder diskutiert worden. Die Konstellation unmittelbar vor der Katastrophe, als sich vier Fahrzeuge in der schnellen Passage und auf der engen Fahrbahn zwischen Maison Blanche und Start und Ziel zu einem Pulk verdichteten, wobei alle Fahrer unterschiedliche Programme im Kopf hatten (Konkurrenz, Überrundung, Anbremsen zum Boxenstopp) beinhaltete an sich schon ein grosses Risiko. Jede kleinste Unachtsamkeit oder Fehleinschätzung konnte, bei dem damaligen Sicherheitsstandard, eine Tragödie auslösen, was dann auch geschehen ist. Die Frage von Schuld oder Unschuld schwarz-weiss gestellt, ist so nicht (mehr) zu beantworten. Deshalb ist eine solche einseitige Darstellung heute, 60 Jahre nach dem Ereignis, und ohne zusätzliche Fakten völlig unnötig und auch der Qualität des Buches nicht angemessen. Wer eine Darstellung lesen will, die versucht ausgewogener über das Geschehen damals zu informieren, sei auf Nixon, Mon Ami Mate, 1991 verwiesen].

    Vollständig und für den Liebhaber geschrieben

    Das Buch von Philip Porter und Chas Parker ist eine ausserordentlich vollständige Auto-Biographie. Sie ist geschrieben für alle Liebhaber von Sportwagen der 50er Jahre im Allgemeinen und des D-type im Speziellen. Das sind auch alle, die wie Chas Parker mit einem D-type von Dinky Toys oder Matchbox auto-sozialisiert worden sind. Es gibt andere Bücher über die Geschichte des Jaguar D-type, aber mit der Konzentration auf ein spezielles Exemplar bekommt dieses Buch eine interessante Schärfe. Es ist nicht möglich, alle D-types in einem Buch so tiefschürfend zu verfolgen. Damit wird die Geschichte des XKD 504 zum Modellfall, der stellvertretend für viele andere Exemplare steht. Sie ist quasi der Schnitt parallel zur Zeitachse durch die Menge aller Jaguar D-types im Element XKD 504.

    Das Buch ist die Nr. 3 der Great Cars Series von Porter Press International. Schon erschienen sind die Bände 1: Jaguar Lightweight E-type (4 WPD), 2: Porsche 917 (917-023), 4: Ferrari 250 GT SWB (2119 GT). Geplant sind noch 5: Ferrari 250 GTO (4153 GT), 6: Maserati 250F (2528) und 7: ERA (R4D). Ein ambitioniertes Projekt. Für den Leser aber ein fast unerschöpflicher Quell an Wissen und Fakten.

    Bibliografische Angaben

    • Titel: Jaguar D-type: The autobiography of XKD 504
    • Autoren: Philip Porter, Chas Parker
    • Sprache: Englisch
    • Verlag: Porter Press International
    • Auflage: 1. Auflage 2015
    • Umfang/Format: gebunden mit Umschlag, 245 x 295 mm, 320 Seiten
    • ISBN-13: 978-1-907085-25-3
    • Preis: Um Euro 74.90, (De Luxe Edition £ 250.00, direkt bei Porter Press International zu bestellen)
    • Kaufen: Online beim RallyWebShop/McKlein , bei amazon.de oder im gut assortieren internationalen Buchhandel

     

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