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Bild (1/4): Bugatti Typ 54 (1931) - bestand aus Teilen verschiedener anderer Bugatti-Typen (© Bonhams, 2012)
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    Wandlungen und Tragödien um einen Über-Rennwagen - der Bugatti Type 54

    14. Januar 2013
    Text:
    Bernhard Brägger / Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (5)
    Bonhams 
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    Courtesy of Bonhams 
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    Achille Varzi war ein begnadeter Fahrer, er entwickelte ein enormes Feingefühl für einen Rennwagen, nur wenige kamen ihm gleich. Er hatte nur zwei Unfälle in seiner Karriere, beim zweiten am GP Bern starb er. Sein Fahrstil war unspektakulär und mehr der Physik und damit der Ideallinie verpflichtet als dem Publikum. Dank seiner Begabung kam Varzi auch mit schwierig zu fahrenden ausserordentlich potenten Rennwagen klar, und dazu gehörte der Bugatti Type 54 eindeutig.

    Aus Komponenten zusammengebaut

    In der "freien" Rennwagenformel (Formula Libre) der Jahre 1928 bis 1933 hatte der Bugatti 35 B und sein Nachfolger der Type 51 kaum mehr eine Chance, also beschloss man 1931 in Molsheim, mit potenterem Geschütz - dem Bugatti Type 54 - anzutreten. In kürzester Zeit - man spricht von 13 Tagen - wurde aus bestehenden Komponenten ein neuer Rennwagen gezimmert.

    Das Fahrgestell und die Achsen stammten vom Type 45, einem nur zweimal gebauten 16-Zylinder-Rennwagen, respektive vom Type 47 16-Zylinder-Tourenwagen, wenn man anderen Quellen glauben will.

    Der Radstand von 2,75 Metern wurde beibehalten, die Spur verbreiterte man auf 1,35 Meter. Aus Platzmangel konnte nur ein Dreigang-Getriebe eingebaut werden. Den Motor, respektive dessen Basis, entlehnte man vom Type 54, einem rund hundert Mal hergestellten Sportwagen. Schwungrad und Nockenwellen (2!) stammten vom Type 53. Die Räder glichen denen des Typs 51, die Bremstrommeln waren aber grösser.

    Der entstandene “Cocktail” wog rund 950 kg, der Motor soll mit Kompressor etwa 300 PS entwickelt haben, mit Methanol waren es vermutlich sogar noch mehr.

    Erster Einsatz in Monza

    Im Herbst 1931 traten die beiden Fahrer Achille Varzi und Louis Chiron mit zwei neuen Bugatti Type 54 (Chassis 54201 und 54202) beim Gran Premio di Monza in der freien Klasse an. In den Qualifikationsrennen schnitten die beiden hervorragend ab, im Final aber zwangen Reifenprobleme zu mehreren Boxenstops und Varzi wurde schliesslich Dritter, während Chiron sich mit dem siebten Platz begnügen musste. Immerhin hatte Varzi aber die schnellste Rennrunde mit einem Schnitt von 164,5 km/h gefahren und damit das Potential der Konstruktion gezeigt.

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    Rennerfolge und Tragödien

    Nur neun Fahrzeuge wurden insgesamt gebaut, zwei Piloten - Prinz Lobkowitz auf der Avus 1932, Graf Czakowsky in Monza 1933 - verloren ihr Leben am Lenkrad eines Type 54. Inwieweit diese Unfälle der Konstruktion oder anderen Umständen zuzuschreiben waren, ist ein nicht vollständig gelüftetes Geheimnis.

    Auf jeden Fall aber war der Wagen mit seiner enormen Leistung und den davon überforderten Reifen nicht einfach zu fahren, weshalb denn auch bei den späteren Fahrzeugen der Motor 2 cm tiefer und 15 cm zurückversetzt eingebaut wurde, was das Handling wohl insgesamt verbesserte. Die 1932 gebauten sieben Fahrzeuge wiesen auch grössere Bremsen und Dämpfer auf.

    Obwohl sich der relativ schwere Wagen nur für Höchstgeschwindigkeitskurse eignete, schauten einige Erfolge heraus. Wimille gewann das Bergrennen von “La Turbie” im Jahr 1932, Lehoux wurde beim GP von Tunis Zweiter, Williams beim Grand Prix La Aule Erster.

    Im Jahr 1933 realisierte Kaye Don in Montlhéry den Stunden-Rekord von 194,76 km/h. Grad Czaykoswki brach am 5. Mai 1933 diverse Rekorde auf der Avus, darunter die Durchschnittsgeschwindigkeit für 100 km (212,24 km/h) und für die Stunde (213,8 km/h). Varzi gelang auf dem Chassis 54210 der Sieg auf der Avus am 20. Mai, Czaykowski wurde Zweiter. Am 1. Juli 1933 siegte Czaykoswski vor Don im British Empire Race in Brooklands.

    Im Herbst 1933 präsentierte Bugatti den Type 59 mit 3,3 -Liter-Motor und besiegelte damit das Ende der Type-54-Ära.

    Die Wandlungen von Chassis 54201

    Nach dem ersten Einsatz im September 1931 wurde Chassis 54201 dem tschechischen Prinzen Georg Christian Lobkowitz, einen begeisterten Privatfahrer mit bereits mehreren Bugatti-Typen (37, 35, 51) im Besitz, für FF 160’000 angeboten und schliesslich im Juni 1932 auch ausgeliefert.

    Nach dem Unfall Lobkowitz auf der Avus wurde der Wagen von Zdenek Pohl wieder repariert, aber nur noch selten eingesetzt. Anlässlich des Trainings zum Jeneralka Bergrennen musste Pohl sehen, dass gegen die modernere Konkurrenz nichts zu machen war mit dem inzwischen betagten Rennwagen und er entschloss sich, diesen zum Strassenfahrzeug umbauen zu lassen.

    Der damals renommierteste tschechische Karosseriebauer Oldrich Uhlik übernahm den Umbau und stellte im Frühling 1936 einen eleganten Zweisitzer-Roadster fertig.  Unter dem Kennzeichen “C-49.259” registriert war der Bugatti wohl das schnellste Auto auf Tschechoslowakiens Strassen.

    Erst 1970 wechselte der Wagen wieder den Besitzer. Peter Hampton liess den Wagen bei Crosthwaite & Gardiner in Zusammenarbeit mit Karossier Peel wieder zum Grand-Prix-Wagen zurückbauen. Die Uhlik-Karosserie überlebte übrigens auf einem Ersatz-54-Chassis.

    1993 wurde der Wagen an einer Brooks (Bonhams) Auktion von A. Kogan ersteigert und die Karosserie wurde durch Rod Jolley erneut umgebaut, um möglichst nahe an die Monza-1931-Form zu kommen.

    Damit steht 54201 heute als der erstgebaute Bugatti Type 54 wieder in der ursprünglichen Konfiguration da und hat glücklicherweise auch die meisten seiner mechanischen Komponenten behalten können, wie sie 1931 zusammengebaut wurden.

    Einsatz im historischen Rennsport

    Der Bugatti Type 54 mit Chassis 54201 wurde über die letzten Jahre einige Male bei historischen Rennveranstaltungen eingesetzt, zum Beispiel bei Auftriten den den Goodwood Revivals von 2011 und 2012 (siehe Fotos). Der Grand-Prix-Wagen präsentiert sich heute in restauriertem Zustand, der Motor und das Getriebe wurden überholt.

    Aushängeschild an der Bonhams-Paris-Versteigerung.

    Der ex-Varzi-Bugatti Type 54 von 1931 wird von Bonhams am 7. Februar bei der Versteigerung im Grand Palais in Paris unter Lotnummer 562 zu einem Schätzpreis von Euro 2,5 bis 3,5 Millionen (CHF 3 bis 4,2 Millionen) angeboten.

    Wir danken Bonhams für die Unterstützung bei diesem Bericht.

    Chassis-Liste zum Bugatti Type 54

    Fahrgestell Baujahr Zulassung Fahrer Kommentar
    54201 1931 4311 NVI Varzi, Lobkowicz P3 GP Monza 1931, tödlicher Unfall auf der AVUS 1932
    54202 1931   Chiron, Lehoux P2 Tunis 1932
    54203 1932 3758 RF 6 Don  Teil der Bernie Ecclestone Sammlung
    54204 1932   Wimille  
    54205 1932 DPJ 5 Howe  Im Louwman Museum
    54206 1932   von Morgen  
    54208 1932 8264 NVI    
    54209 1932 8265 NVI Czaykowski P2 Avus 1933, tödlicher Unfall Monza 1933
    54210 1932 8266 NVI Varzi P1 Avus 1933

     

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