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Bild (1/1): Tyrrell Projekt 34 (1976) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017 (© Daniel Reinhard, 2017)
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    Sonderschau an der Rétromobile 2017 - eine verrückte, aber kreative F1-Epoche

    13. Februar 2017
    Text:
    Daniel Reinhard
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
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    Die Zeit, als noch komplett neue Ideen in den Köpfen der Konstrukteure entstanden, brachte in der Formel 1 auch einige unvergesslich und sicherlich grenzmässig verrückte Fahrzeuge an den Start, oder zumindest zu Testfahrten.

    Nicht alles, was revolutionär war, erwies sich auch als schnell und gut, doch so einiges entstand aus dem Mut etwas Neues zu probieren. So war der Ferrari 640 von John Barnard im Jahr 1989 der erste Grand-Prix Wagen mit einem halbautomatischen Getriebe. Heute kennt man keine anderen Getriebe-Varianten mehr im Motorsport. Geschaltet wird überall nur noch mit der Wippe.

    Vier Räder vorne

    Nicht alles blieb erhalten, so scheiterten viele Versuche zum Teil auch sehr schnell. Das "Projekt 34" von Tyrrell kam wie ein Werbegag daher, denn keiner glaubte, dass man tatsächlich mit einem 6-Rad-Auto an den Start gehen würde. Doch die Konstruktion von Derek Gardner erwies sich als deutlich besser als erwartet. So konnte mit den vier zehn Zoll grossen Vorderrädern mehr mechanischer Grip erzeugt werden und auch im Regen hatte das Konzept seinen Vorteil, da das erste Radpaar das Wasser für das zweite verdrängte.

    Tyrrell Projekt 34 (1976) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Der P34 errang 1976 mit Jody Scheckter, der sich mit dem Auto nie anfreunden konnte, und Patrick Depailler am Steuer einen Doppelsieg beim GP von Schweden. Dazu kamen bei 30 Starts drei schnellste Rennrunden und eine Pole Position. Leider aber wollte Goodyear die kleinen Reifen nicht mehr weiterentwickeln, und so schlief das "Tausendfüssler-Projekt" bereits nach zwei Jahren friedlich ein.

    Tyrrell Projekt 34 (1976) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Vier Räder hinten

    Williams und March dachte bereits: Was vorne geht, das müsste hinten noch viel besser funktionieren. So bauten die beiden Rennställe 6-Rad Autos mit vier angetriebenen Hinterrädern, was sich natürlich neben Traktionsvorteilen auch aerodynamisch positiv auswirken sollte. Frank Williams köderte Alain Jones, der bereits seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, mit dem Versprechen, dass er kommende Saison ein Auto bekäme, welches besser wäre als alles was er je gefahren sei.

    March 2-4-0 (1977) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Jones liess sich erweichen und kam nach Silverstone zum ersten Test des 6-Rad-Williams. Nach nur einem Tag war ihm klar, dass mit diesem Auto keinen Blumentopf zu gewinnen sein würde. Jones: "Als ich nach dem Test in dem kalten Silverstone endlich in der Quantas (australische Airline) in Richtung Sydney sass, das Flugzeug die Wolken durchbrach und die Abendsonne ihre warmen Strahlen auf mein Forster`s-Bier warf, da war mir sofort klar, dass ich die absolut richtige Entscheidung getroffen hatte!" 

    March 2-4-0 (1977) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Sowohl der March als auch der Williams blieben reine Versuchsträger. Sie standen nie am Start eines F1-Rennens.

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    Vier angetriebene Räder

    Der Allrad-Antrieb, für den Rallye-Sport ein absolutes Muss, hat im GP-Sport nie die Hoffnungen erfüllen können, die in ihn gesetzt wurden. Als erster kam 1961 der Ferguson mit dem Allrad-Antrieb. Dieses Auto startete immerhin mit Jack Fairman im Cockpit zu einem Grand-Prix. Dazu gewann er mit Stirling Moss ein nicht zur WM zählendes F1-Rennen in Oulton-Park.

    BRM P67 (1964) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    1964 übernahm Mike Pilbeam im BRM P67 den Allradantrieb von Ferguson. Man griff dabei auf das Vorjahres-Chassis P61 als Versuchsträger zurück. Der V-8 Motor wurde um 180 Grad gedreht eingebaut und so kam die Kupplung direkt hinter das Cockpit. Der Fahrer wurde leicht asymmetrisch nach links versetzt, um Platz für das Getriebegehäuse neben den Beinen des Piloten zu schaffen.

    BRM-Weksfahrer Richie Ginther übernahm die ganze Testarbeit, doch die Teilnahme beim Training zum GP England 1964 mit Richard Attwood am Steuer wurde zum Desaster und das Auto noch vor dem Rennen zurückgezogen.

    Immerhin gewann der von BRM schliesslich verkaufte und darauf privat eingesetzte P67 im Jahr 1968 mit Peter Lawson die britische Bergmeisterschaft. Am Berg war Traktion eben deutlich wichtiger als auf der Rundstrecke.

    Nur fünf Jahre später begann 1969 ein zweites, richtiges Allrad-Fieber. So bauten zu jener Zeit Lotus, McLaren und Matra Autos mit vier angetriebenen Rädern. Aber die neue Technik hatte keinen Stich gegen die heckgetriebene Konkurrenz. Die Autos erwiesen sich als viel zu unhandlich in den Kurven. Einzig ein sechster Platz von Johnny Servoz-Gavin beim GP von Canada brachte der Allrad-Fraktion einen WM-Punkt.

    Cosworth F1 4WD (1969) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Selbst die für ihre Motoren bekannte englische Firma Cosworth baute mit dem ehemaligen McLaren Designer Robin Herd einen Allrad-F1. Der Cosworth F1 4WD ging vom Design her komplett neue Wege und zeichnet sich durch eine extrem eckige Form aus. Die Benzintanks fanden erstmalig seitlich in den Seitenkästen Platz. Cosworth konstruierte ein eigenes Getriebe und einen speziellen massgeschneiderten Magnesium-Guss-Motor für das Auto.

    Cosworth F1 4WD (1969) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Trevor Tayler und Cosworth-Mitbegründer Mike Costin testeten das Auto ausgiebig. Doch auch der McLaren hatte wie alle anderen 4WD-Rennwagen mit starkem Untersteuern zu kämpfen. Mithilfe von Jackie Stewart wurde noch ein komplett neues Differential an der Vorderachse probiert, es stellte sich ein leichter Erfolg ein.

    Aber die Aussage von Stewart lautete nach dem Test: "Das Auto ist so schwer auf der Vorderachse, dass du schon beim Einlenken zum Passagier wirst." So wurde das ganze Projekt kurz vor dem GP England gestoppt. Der Cosworth F1 4WD blieb ein Einzelstück und befindet sich heute in einer privaten Sammlung in Melbourne (Australien).

    McLaren M9A (1969) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Auch McLaren kam 1969 mit einem Allrad Auto für Derek Bell zum GP England. Der von Jo Marquart gebaute Wagen sah das Ziel auch nicht. Bruce McLarens Aussage zum Auto nach seiner Testfahrt: "Es fühlt sich an wie ein Versuch, etwas aufzuschreiben, während jemand an deinem Ellbogen rumrüttelt." 

    Lotus 63 (1969) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Dann war da noch der Lotus 63 von Colin Chapman. Auch er unterschied sich bereits im Design von den anderen Autos. Chapman war der engagierteste Allrad-Entwickler der Szene, hatte er doch bereits mit 4WD-Turbinenautos bei den 500 Meilen von Indianapolis Erfahrungen gesammelt.

    Lotus 63 (1969) - in der Sonderausstellung "F1-Experimente" an der Rétromobile Paris 2017
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Lotus setzte ein massgeschneidertes Hewland-Getriebe ein und übernahm auch das Ferguson-4WD-Getriebe mit der einstellbaren Front:Heck-Kraftverteilung von 50:50 oder 30:70. Der Typ 63 kam erstmals beim GP von Holland mit John Miles zum Einsatz. Nachdem Graham Hill mit dem 4WD rund vier Sekunden auf den Heckgetriebenen 49B im ersten Qualifying verloren hatte, übergab er das Auto an Miles und ging mit dem alten Monoposto an den Start.

    Auch Chapman begrub das Projekt nach diversen Pleiten und widmete sich dem Lotus 72, worauf sich, wie wir alle wissen, der Erfolge sofort wieder einstellte.

    Heute alles nicht mehr erlaubt

    Das heutige F1-Reglement verbietet den Einsatz von mehr als vier Räder, sowie auch allradgetriebene Fahrzeuge. Damit bleibt die Zeit der späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahre wohl für immer und ewig eine der wildesten Epochen der F1-Geschichte. 

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