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Bild (1/3): Porsche 924 GTP IMSA (1981) - die Form erinnert noch deuttlich an den 924 (© Bruno von Rotz, 2015)
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Porsche 924 Carrera GT (1980-1981)
Coupé, 210 PS, 1954 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Porsche 924 (1979-1985)
Coupé, 125 PS, 1984 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
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    Porsche 924 Carrera GTR - Rennwagen-Evolution à l’Americaine

    Erstellt am 31. Dezember 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (22)
    Archiv Winters/Siragna 
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    FabPetersson Fotografie 
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    Archiv Porsche AG 
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    Getreu nach der Devise “win on Sunday, sell on Monday” (übersetzt: siege am Sonntag, verkaufe am Montag) beschloss Porsche, dem Porsche 924 eine rennsportliche Variante zur Seite zu stellen. 1979 testete man das Publikumsinteressen an einer schnellen 924-Version, um hinterher knapp über 400 Evolutionsexemplare des 924 Carrera GT zu bauen, die für die Homologation in der Gruppe 4 nötig waren.

    Porsche 924 Carrera GT (1980) - das herausnehmbare Dach ist der einzige Luxus für den GT-Fahrer
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Evolutionsstufen

    Nach Bau der Strassen-924-Carrera-GT-Autos legte man Ende 1980 in Zuffenhausen eine schärfere Variante auf, die GTS genannt wurde und statt der 210 PS der Strassenversion deren 245 PS llieferte, 1121 kg wog und DM 110’000 kostete. 59 Exemplare wurden gebaut und nur wenige erhielten eine Strassenzulassung, die grundsätzlich aber per Einzelverfahren möglich war.

    Porsche 924 Carrera GTS (1981) - 245 PS bei 6'250 U/min
    © Copyright / Fotograf: Archiv Porsche AG

    Für den Einsatz in Le Mans im Jahre 1980 baute Porsche den 924 Carrera GTP, 320 PS stark und rund 280 km/h schnell, mit ca. 930 kg aber auch deutlich leichter.

    Porsche 924 Carrera GTP (1980) - der Rennwagen für die 24 Stunden von Le Mans 1980, Dynamik pur
    © Zwischengas Archiv

    Der Einsatz wurde bekanntlich von Erfolg gekrönt, der leistungsmässig eigentlich unterlegene und vergleichsweise seriennahe 924 belegte die Plätze 6, 12 und 13!

    Kundensport

    Direkt vom Le-Mans-Autos des Jahres 1980 wurde ein weiterer Rennwagen abgeleitet, der 924 Carrera GTR. Das “R” stand natürlich für Rennsport und tatsächlich war an einen Strasseneinsatz des reinrassigen Rennwagens nicht mehr zu denken. So verfügte das Auto nicht einmal über einen Kühlventilator!

    Porsche 924 Carrera GTS - der Gruppe-4-Rennwagen wurde Kunden angeboten (Genfer Autosalon 1981)
    © Archiv Automobil Revue

    Gerade einmal 945 kg wog das Coupé inklusive Überrollkäfig, der Ladedruck war auf 1,5 gestiegen, die Verdichtung auf 7:1 gesetzt. Dies ergab trockensumpfgeschmierte 375 PS und wer DM 180’000 zur Verfügung hatte, konnte sich einen solchen Renner beim Werk bestellen.

    Porsche 924 Carrera GTR (1981) - P. Zbinden beim Goldpokal Hockenheim 1981 - Sieger Spezialwagen
    © Archiv Automobil Revue

    Insgesamt wurden 17 dieser Rennwagen hergestellt, sie trugen die Fahrgestellnummern 93ZBS720001 bis 022, wobei die eine oder andere Nummer ausgelassen wurden. Vor allem die Amerikaner zeigten sich am Kundenrennwagen interessiert, so dass mehrere GTR den Weg über den Atlantik nahmen.

    Porsche 924 GTP IMSA (1981) - bei den 12 Stunden von Sebring im Jahr 1982 weitgehend wie vom Werk ausgeliefert
    © Copyright / Fotograf: Archiv Winters/Siragna
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    Die IMSA-Jahre

    Mehrere Teams setzten den 924 GTP in der IMSA- und Transam-Rennserie ein. Sie mussten bald erkennen, dass der ausgelieferte Rennwagen immer noch zu nahe an der Serie lag und sie begannen, die Autos immer stärker zu modifizieren.

    Eines dieser Teams war die Crew von Tom Winters, der den GTP ab 1981 mit wechselnden Erfolgen unter Startnummer 79 einsetzte.

    Porsche 924 GTP IMSA (1981) - gegenüber dem Ausgangsprodukt 924 GTR war der Rennwagen deutlich verändert worden
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Ein Rennen blieb ihm besonders in Erinnerung, denn bei den 150 Meilen von Road Atlanta im September 1981 erlitt er einen Turboladerschaden, der zu einem Feuer im Motorraum führte. Das Feuer konnte relativ schnell gelöscht werden, doch ein Zuschauer nutzte die erstickenden Flammen noch schnell, um Feuer für seinen Grill zu holen. Als Dank wurde Tom Winters dann zum “Barbeque” eingeladen und genoss den restlichen Rennverlauf bei frisch gegrillten Steaks und Bier.

    Stetige Verbesserungen

    Die Amerikaner begannen, ihre Wagen immer stärker umzubauen, um in der IMSA-Rennserie konkurrenzfähig zu bleiben. Statt die ganze Karosserie des 924 zu nutzen, wurde die Fahrgastzelle abgetrennt und hinten und vorne um eine Rohrrahmenkonstruktion ergänzt.

    Porsche 924 GTP IMSA (1981) - man könnte es einen Halb-Rohrrahmen-Chassis nennen
    © Copyright / Fotograf: Archiv Winters/Siragna

    Auch die Aufhängungskonstruktionen wurden überarbeitet. Vor allem aber wurden die Motoren weiter leistungsgesteigert, was u. a. über einen höheren Ladedruck erreicht werden konnte.

    Porsche 924 GTP IMSA (1981) - viele Überwachungsinstrumente
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Doch manche Fahrer trieben es dabei auch zu toll, wenn sie gar allzu heftig am “Booster-Rad” drehten und so den Ladedruck während der Fahrt auf über 2.0 bar schraubten. Tom Winter jedenfalls erinnert sich an diverse Motorschäden. Beim Rennen in Sears Point im August 1984 wurden so bereits im Training zwei Motoren “verblasen”, worauf Mechaniker Peter Dawe das Ladedruck-Kontrollrad vom Armaturenbrett in den Motorraum verpflanzte, so dass die Piloten nur noch mit dem vorgegebenen Ladedruck fahren konnten. Mit Erfolg, Bergström und Winters kamen auf der 8. und 17. Gesamtposition ins Ziel.

    ZG Archiv AMS 2019

    Unterschiedliche Fahrer

    Tom Winters und Bob Bergström waren die Hauptfahrer in der Nummer “79”, sie hätten unterschiedlicher kaum sein können, obschon sie sehr gut zusammen harmonierten.

    Tom Winters war der disziplinierte und immer gut vorbereitete Sportler. Als ehemaliger Skirennfahrer und einst sogar Mitglied im amerikanischen Ski-Olympia-Team hatte er schon früh gelernt, dass nur ein optimal trainierter und ausgeruhter Sportler Höchstleistungen erbringen kann.
    Bob Bergström dagegen war der coole Sunnyboy, der oftmals direkt vom Wellenreiten an der kalifornischen Küste zur Rennstrecke kam und der weniger dank seiner Fitness, sondern mehr durch seine Grundschnelligkeit und sein grosses Talent brillierte. Bis heute übrigens ist er dem Surfen treu geblieben.

    Und dann gab es da noch Innes Ireland, ja genau, den Formel-1-Pilot, der von 1959 bis 1962 beim Lotus-Team fuhr und 1961 den Grand Prix von USA gewann. Gut zwanzig Jahre später also sass er im Alter von 54 Jahren also im 924 Carrera GTP von Tom Winters und überzeugte insgesamt aber mehr mit den Geschichten, die er an den Boxen zählte, als mit seiner fahrerischen Leistung hinter dem Lenkrad. Besonders eindrücklich war diese Anekdote: Bei einem seiner Einsätze in Le Mans blieb am Ende der Hunaudières-Geraden sein Auto stehen. Der Wirt vom nahegelegenen Restaurant kam ihm zur Hilfe und tatsächlich gelang es den beiden, das Auto wieder zu starten. Bevor er losfuhr, offerierte ihm der freundliche Mann dann noch einen Pastis, damit er die Nacht gut überstehen könne ...

    Innes Ireland wollte dann Tom Winters unbedingt diesem Wirt vorstellen, da Winters ja für Le Mans gemeldet war in jenem Jahr, damit er dann dort wieder Hilfe bekäme wenn nötig.

    Farbwechsel

    Während Winters die ersten vier Jahre meist mit weisser Grundkarosse und angebrachten roten (und orange-farbigen) Streifen unterwegs war, änderte sich das Farbbild im Jahr 1985, als der Porsche zwar weiterhin mit Nummer 79 aber nun mit Türkis als Grundfarbe antrat.

    Porsche 924 GTP IMSA (1981) - in der Rennsaison 1985 mit vergrösserter Front
    © Copyright / Fotograf: Archiv Winters/Siragna

    So fuhr er zwei Jahre, bis 1987 erneut ein Wechsel zu Weiss anstand, als Don Chilsen den Wagen übernahm.

    Bis 1989 wurde der Porsche 924 Carrera GTP in IMSA-Rennen aktiv eingesetzt, dann ging der Wagen nach über 60 Rennen in den Ruhestand, um schliesslich im Jahr 2012 von Reiner Telkamp komplett restauriert zu werden und wieder entlang der technischen Spezifikation und der Lackierung von 1984 neu aufzuerstehen.

    Porsche 924 GTP IMSA (1981) - komplett durch Reiner Telkamp im Zeitraum Januar bis April 2012 restauriert gemäss Spezifikation 1984, aufgenommen im April 2012
    © Copyright / Fotograf: Reiner Telkamp

    Seither wurde der Wagen mehrfach in Monterey gezeigt, bis er 2015 nach Europa gelangte und dem Publikum am AvD Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring gezeigt werden konnte. Beim ersten Auftritt in Europa zeigten sich allerdings einige kleinen Probleme, aber diese lassen sich problemlos aussortieren, meint der heutige Besitzer, Piero Siragna von der See-Garage Portmann, die den Wagen auch für eine Portrait-Session zur Verfügung stellte.

    Porsche 924 GTR Turbo IMSA (1981) - Tourenwagen Revival - AvD Oldtimer-Grand-Prix 2015
    © Copyright / Fotograf: FabPetersson Fotografie

    Man darf sich also auf baldige weitere Einsätze freuen.

    Die wilden Jahre des Winters 924 GTP

    Jahr Modifikationen
    Rennen St-Nr. Team Rennserie
    1981 Werksauslieferung, weiss mit Streifen 8 79 Tom Winters IMSA / SCCA
    1982 modifiziert, verbreiterte Front 8 79 Tom Winters IMSA / SCCA
    1983 Kunststoff-Karosserie, vollständig demontierbar, technische Umbauten 9 79 Tom Winters IMSA
    1984 Rohrrahmen mit Original-Fahrgastzelle, GKF-Karosserie 9 79 Tom Winters IMSA
    1985 Vergrösserte Front, erweiterte Radkästen 3 79 Tom Winters IMSA
    1986 wie Vorjahr 2 36 Dave Pannacione IMSA
    1987 aerodynamische Optimierungen 4 18 Don Chilsen IMSA
    1988/1989 wie Vorjahr 2 18 Don Chilsen IMSA
    1989-2011 unverändert     Steve Wllings (Sammlung) keine
    2012-2015 restauriert zur Spezifikation 1984       historisch
    2015 keine     Piero Siragna / Seegarage Portmann  

     

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