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Bild (1/1): Ferrari 512 BB LM (Chassis 29511, John Gelles and Anthony Wang) versteigert an Pebble Beach Auktion von Gooding 2011 (© Pawel Litwinski für Gooding & Company, 2011)
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    Der übergewichtige Ferrari 512 BB LM - Ein schwieriges Kapitel in der Geschichte der Zwölfzylinder

    6. April 2016
    Text:
    Martina Mäder, Balz Schreier
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (9)
    Balz Schreier 
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    Die 70er Jahre waren für Ferrari eine bewegende Formel-1-Epoche, die mit dem Comeback von Jacky Ickx begann und dem Weltmeistertitel von Jody Scheckter im Jahr 1979 endete. Im Jahr 1974 beschloss deshalb Ferrari, sich aus der Sportwagenszene zurückzuziehen, um sich komplett auf die Formel 1 zu konzentrieren. Von da an lag der Einsatz von Ferrari-Fahrzeugen bei Langstreckenrennen wie Le Mans in den Händen von engagierten Privatteams. Doch die Einsätze von diversen Ferrari 356 GTB/4-Daytona oder 365 GT/4 BB in Le Mans waren allesamt nicht von Erfolg gekrönt. 

    1978 erschienen dann vier private Rennversionen des zwei Jahre zuvor vorgestellten Ferrari 512 BB. Zwar erreichte keiner der Privatiers-Rennwagen das Ziel, doch die guten Fahrwerte ermutigten die Werksabteilungen für Kundensport, in Kooperation mit Pininfarina eine aerodynamisch optimierte Version mit GFK-Karosserie zu entwickeln, die ab 1979 die Zusatzbezeichnung “Le Mans” (LM) erhielt. Doch der 512 BB LM schrieb das düsterste Kapitel in der langen Geschichte der erfolgreichen Zwölfzylinder bei Ferrari.

    Es begann mit einem Prototyp in Turin...

    Im Jahr 1971 präsentierte Ferrari beim Autosalon in Turin den Prototyp 365 GT4 Berlinetta Boxer (BB). 

    Ferrari 365 GT 4 BB (1971) - Premiere in Turin 1971
    © Zwischengas Archiv

    Die Berlinetta Boxer hatte einen 4.4-Liter-Flachmotor mit Zylinderblöcken aus Silumin. Der 12-Zylinder-Boxer-Motor hatte den Vorteil der niedrigen Bauhöhe, was sich sowohl auf die Aerodynamik und das Design, als auch auf den tieferen Schwerpunkt positiv auswirkte. Gegenüber dem Vorgängermodell Daytona war der 365 GT4 BB wie von einem anderen Stern und sah eher aus wie ein Prototyp. Zwischen 1973 und 1976 entstanden lediglich 387 Exemplare. Auch Dr. Peter Schetty aus Basel, damals Ferrari-Rennleiter, besass einen 365 GT4 BB, ebenso Niki Lauda, der Ferrari- Formel-1-Weltmeister von 1975 und 1977. Trotzdem wurden bis 1975 nur rund 350 solche Wagen gebaut, ein Jahr danach erschien der Nachfolger 512 BB mit dem 5-Liter-Motor auf den Markt.

    512 BB - die Strassenversion

    Nach dem Bau des 365 GT4 Berlinetta Boxer (zwischen 1973 und 1975) stellte Ferrari auf dem Automobilsaon in Paris im Oktober 1976 das Nachfolgermodell vor: den 512 BB. 

    Ferrari 512 BB Pininfarina (1976)
    © Zwischengas Archiv

    Ab dem "365 BB" änderte Ferrari die Bedeutung hinter der Typenbezeichnung, so steht 512 nicht für den Hubraum eines Zylinders, wie es noch beim Vorgänger dem 365 der Fall war, sondern für knapp 5 Liter Hubraum und 12 Zylinder. Aufgrund einer erweiterten Bohrung und einer neuen Kurbelwelle hatte sich der Hubraum nun auf fast 5 Liter erhöht. Neue Michelin XWX Pneus auf 9-Zoll- Felgen wurden montiert, was um 2 cm verbreiterte Radausschnitte gegenüber dem Vorgängermodell ausmachte. Die Heckpartie wurde etwas länger, aber auch die Front mit einem grösseren Spoiler wurde weiter optimiert. Anstelle der sechs Heckleuchten und der sechs Auspuffrohre gab es nun nur noch vier Stück. Wie schon beim 365 GT4 BB (mit 4.4 Liter Motor) plante Ferrari auch beim 512 BB (5-Liter) keine Rennwagen zu bauen. 

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    Rennversion des 512 BB für den Kundensport

    1976 war das erste Jahr nach dem Weltkrieg, in dem kein Ferrari in der Startaufstellung für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu finden war.  Es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis eine Rennversion vom Berlinetta Boxer entstehen würde. Mit der Unterstützung der Werksabteilung für Kunden-Wettbewerbsfahrzeuge entstanden für den Einsatz in Le Mans 1978 und durch die Förderung der Generalimporteure von Frankreich (Pozzi), Belgien (Jacques Swaters) und Nordamerika (NART) vier leicht modifizierte Rennversionen des 512 BB. So hatte der 512 BB von den späten 70er Jahren bis Mitte der 80er Jahre eine Karriere im Motorsport.

    Rennversion des Ferrari 512 BB in Le Mans 1978 - Luigi Chinetti mit Guérin/Delauney/Young in Nummer #87
    © Zwischengas Archiv

    Das war aber auch schon das einzige Positive an der Veränderung, denn mit 1’200 Kilo Leergewicht und 160 Litern Benzin im Tank fielen die Autos eindeutig zu schwer aus.

    Missglückte Premiere des 512 BB in Le Mans 1978

    Auf Grund der fehlenden Unterstützung durch das Werk waren die privaten Teams mit der Abstimmung des schwierig zu fahrenden 512 BB überfordert. Keiner der vier Rennwagen von Pozzi, Luigi Chinetti und der Ecurie Francorchamps erreichte im Jahr 1978 je das Ziel von Le Mans, sie waren jedoch auf Anhieb schneller als die Vorgängermodelle 365 GTB/4. 

    Ferrari 512 BB (1978) - Le Mans 1978, Beurly's BB mit Pilette, Blaton, Touroul von der Ecurie Francorchamps
    © Zwischengas Archiv

    Entsprechend reagierte das Werk und bereitete in Zusammenarbeit mit Pininfarina für das Jahr 1979 drei neue sogenannte 512 BB LM vor, die besonders für Le Mans abgestimmt sein sollten.

    512 BB LM - Speziell für Le Mans

    Die Modellbezeichnung Le Mans (LM) liess keinen Zweifel an den Absichten von Ferrari. Diese Autos wurden für Le Mans ausgerichtet und sie profitierten von der völlig neuen, leichten Karosserie, entwickelt in Pininfarinas Windkanal, welche speziell die maximale Geschwindigkeit auf der langen Geraden von Le Mans erhöhen sollte. Mit dramatisch neu geformten und verlängerten Körper, breitere Räder und Reifen, einem grösseren Heckflügel und reduziertem Gewicht auf rund 1’050 kg waren die 512 BB LM auf jeden Fall kompetitiver als ihre Vorgänger. Die Wagen erreichten eine Geschwindigkeit von bis zu 320 km/h, angetrieben durch einen neuen Kraftstoff-Einspritzmotor von 470 PS.

    Ferrari 512 BB LM (1981) - 1000km Monza 1981 - Blick auf den 12 Zylinder Motor
    © Zwischengas Archiv

    Im Jahr 1979 starteten vier Fahrzeuge in Le Mans, doch weder Charles Pozzi’s Team, noch das North American Racing Team (NART) konnten das Rennen beenden. Ähnlich sah es im selben Jahr auch in Daytona aus, wo gleich drei 512 BB LM auf der Startliste zu finden waren, aber nachdem das erste Fahrzeug mit einem Hochgeschwindigkeits-Reifenschaden ausschied, wurden die anderen zwei Autos zurückgezogen. Dennoch sind die 512 BB LM in den nächsten Jahren weiterhin regelmässig in Le Mans und Daytona erscheinen. Jedoch gelang es in keiner Phase der Geschichte des Modells, die Frage nach der Grösse der Bereifung befriedigend zu beantworten, Erfolge blieben weiterhin aus.

    Technische Probleme des BBLM

    Neben seinem Gewicht hatte der 512 BB LM aber zusätzlich auch noch mit gleich zwei weiteren technischen Problem zu kämpfen. Um den Radstand zu reduzieren, montierte Ferrari den 12-Zylinder-Motor oberhalb des Getriebes. Der Schwerpunkt rutschte somit ungünstig nach oben und erschwerte das Lenken des Wagens noch einmal zusätzlich. Das zweite Problem bestand in der Zuverlässigkeit des Fahrzeugs. Ferrari hatte nämlich die Motorleistung über 100 PS erhöht, verzichtete aber darauf, das Getriebe zu modifizieren, um die zusätzlich Leistung zu bewältigen.

    Ferrari 512 BB LM (1981) - 1000km Monza 1981 - Fahrer Flammini/Dini/Violati im #15 Bellancauto BBLM
    © Zwischengas Archiv

    All dies war ein weiterer Beweis dafür, wie schwierig es für ein seriennahes Auto geworden war, auf höchster Ebene der Langstreckenrennen zu konkurrieren, vor allem ohne volle Werksbeteiligung.

    Einsätze des 512 BBLM in Le Mans ab 1979

    Nebst NART und Pozzi waren auch die Teams der italienischen Scuderia Bellancatuo, der belgischen Ecurie Francorchamps, des englischen Rosso Racing, der amerikanischen Prancing Horse Farm sowie eine Reihe von Privatiers mit den 512 BB LM sehr aktiv. Doch die übermächtige Konkurrenz in Gestalt des mehr als 700 PS starken Porsche 935 sowie die anfällige Getriebetechnik machten den Ferrari-Piloten einen Strich durch die Rechnung. 

    Beim ersten Einsatz des 512 BB LM in Le Mans 1979 wurden die ersten vier Plätze mit Porsches belegt. Das beste in Le Mans erzielte Ergebnis gelang dem Charles Pozzi Team, ein Klassensieg und ein fünfter Rang in der Gesamtwertung des Jahres 1981.

    Dies war der erfolgreichste Ferrari 512 BB LM - Sieger der IMSA GTX Klasse und fünfter Gesamtplatz beim 24 Stunden Rennen von Le Mans 1981 - Fahrer Andruet-Ballot-Lena im Charles Pozzi Ferrari #47 (Chassis 31589)
    © Zwischengas Archiv

    Im Jahr 1982 konnte das Team von Prancing Horse Farm Racing mit Nummer #70 den sechsten Rang in der Gesamtwertung sichern.

    Ferrari 512 BB/LM (1982) - Der Prancing Horse Ferrari 512BB erreichte Platz 3 in der GTX Klasse (Pierre Dieudonné, Carson Baird, Jean-Paul Libert)
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    In den nächsten Jahren wurde der LM weiter entwickelt, stärkere Getriebe, mehr Leistung und weniger Gewicht, aber es war nie wirklich ein Anwärter auf eine Spitzenposition.

    25 Exemplare des Ferrari 512 BB LM

    Insgesamt 25 Fahrzeuge wurden als Kundenfahrzeuge gebaut, von denen waren aber nur gerade 17 im Einsatz, 14 davon in Le Mans. Insgesamt 54 Mal startete ein 512 BB LM bei nur gerade zwölf Veranstaltungen, darunter Daytona, Sebring und Le Mans. Dabei blieben die Erfolge von Charles Pozzi 1981 und die des Prancing-Horse-Team 1982 die besten Ergebnisse. Ansonsten blieben dem 512 BB LM bis zu seinem reglementsbedingten Ausscheiden im Jahr 1984 nur Plätze im Mittelfeld vorbehalten. Trotz der sportlichen Erfolglosigkeit kann der radikale „Silhouette“-Ferrari als Vorläufer von Ausnahmemodellen wie dem 288 GTO, F40 LM, F50 GT1 und FXX gesehen werden.

    Chassis-Übersicht

    Die folgende Tabelle zeigt alle 25 Chassis des Ferrari 512 BB LM und oft auch mit Bild. Hierzu sei noch bemerkt, dass die Lackierungen manchmal geändert wurden und wir in diesem Fall versucht haben, die erste Originallackierung anzuzeigen.

    Nr Jahr Chassis Erste Auslieferung Rennen / Resultate (keine Platzangabe = nicht im Ziel) Lackierung / Bild
    1 1979 26681 Charles Pozzi (F) 1979 Le Mans, Daytona
    Daytona: Rot, weisse Streifen
    Le Mans: Grau/Rot mit Sponsor Iso
    2 1979 26683 Chinetti NART (USA) 1979 Le Mans, Daytona
    1980 Daytona

    Rot, in Daytona 1979 mit blauen Streifen
    3 1979 26685 Charles Pozzi (F) 1979 Le Mans, Daytona
    1980 Daytona

    1979 Daytona: Rot mit Streifen
    1979 Le Mans: 3M
    1980 Daytona: Blau/Gelb European University
    4 1979 27577 Ecurie Francorchamps (B) 1979 Le Mans (12.)
    1980 Silverstone (7.), Le Mans (23.)
    1981 Silverstone

    1979: "Beurlys" Gelb
    sonst dunkelgrün mit Streifen
    5 1980 27579 Samocar (I) Keine  
    6 1980 28601 Fabrizio Violati (I) 1980 1000km Monza, Le Mans
    Bellancauto, Rot mit feinen Streifen
    7 1980 29507 Albert Obrist, Arlesheim (CH) Keine
    8 1980 29509 Bob Donner (USA) Keine  
    9 1980 29511 John & William Gelles (USA) 1984 Lime Rock (13.), Watkins Glen (17.)
    1985 Daytona (16.), Sebring
    10 1980 30559 Chinetti NART (USA) 1980 Le Mans
    1982 Daytona, Sebring, Le Mans, Fuji
    1983 Sebring
    1984 Daytona, Sebring
    1985 Daytona, Sebring

    (in allen Jahren mit roter Lackierung)
    11 1980 31589 Charles Pozzi (F) 1980 Le Mans
    1981 Le Mans (5. und Klassensieg!)
    1982 Daytona
    1983 Sebring
    1984 Daytona, Sebring

    1980: Blau/Gelb, sonst rot mit gelben Felgen

    12 1980 32129 Pozzi SA/Ferrari France (F) 1980 Le Mans (10.)
    Blau/Gelb
    13 1980 32131 Paul Pappalardo (USA) Keine  
    14 1980 33647 Chinetti Motors (USA) Ersatzauto Le Mans 1980  
    15 1980 34157 Del Buono (I) 1981 1000km Mugello (9. und Klassensieg)
    1982 1000km Monza (9.)

    Rot mit breitem blauen Streifen
    16 1981 34445 Ron Spangler (USA) 1981 Daytona
    1982 Daytona, Sebring
    1983 Daytona

    Rot mit gelb/schwarzem Streifen
    17 1981 35523 Simon Phillips (UK) 1981 Silverstone, Le Mans
    1982 Silverstone (17.)

    Weiss
    18 1981 35525 Robert Donner (USA)
    Rennod Racing (B)
    1981 Le Mans (9.)
    Rot/Gelb
    19 1981 35527 Chinetti Motors NART (USA) 1981 Le Mans
    1982 Le Mans (9.)

    1981 Rot mit weiss-blauen Streifen, 1982 Rot
    20 1981 35529 Fabrizio Violati (I) 1981 1000km Monza (15.), Le Mans
    1984 Le Mans, Imola

    Rot mit Italien-Streifen, spezielle flache Front
    21 1981 38179 Ron Spangler (USA) 1982 Le Mans (6.)
    1983 Daytona

    1982: Rot mit gelben Sternen
    1983: Frontlichter abgedeckt
    22 1981 38181 P. Paul Pappalardo (USA) Keine  
    23 1981 38739 Crepaldi (I) Keine  
    24 1982 41263 Charles Pozzi (F) 1982 Le Mans
    Blau, Pioneer
    25 1982 44023 Jacques Swaters (B) Keine  

    Verkaufspreise an Auktionen

    Während die Strassenversion der Ferrari 512 BB  heute für durchschnittlich rund 300’000 $ gehandelt wird, liegen die Preise des Ferrari 512 BB LM weit darüber. Alle grossen Auktionshäuser wie RM Sotheby’s, Bonhams und Gooding & Company haben in den letzten Jahren einen Ferrari 512 BB LM an einer ihrer Auktionen verkauft, oder es zumindest versucht, denn die erwarteten Preise von bis zu 1,45 Mio. Euro waren dann selbst den Liebhabern zu hoch. 

    Dass aber durchaus jemand bereit ist, so viel Geld für eines der 25 Exemplare zu bezahlen, zeigte der Amerikaner James Fuchs, der den Ferrari 512 BB LM mit der Chassis Nr. 38179 2009 für 1,9 Mio. US$ kaufte. Dieser Preis konnte bislang nicht überboten werden (Stand April 2016), obwohl es immer wieder Chancen dazu gegeben hätte: Bonhams liess Chassis Nr. 35527 an der Auktion von ”Les Grandes Marques à Monaco 2010” mit einem Schätzpreis von 1,25 - 1,45 Mio. $ an den Start wovon die Medien glaubten, dass jener Preis die 2 Millionen Grenze übersteigen würde. Auch Gooding hatte an der Pebble Beach Auction 2011 einen 512 BB LM im Angebot, Chassis Nr. 29511, erwarteter Preis zwischen 800’000 und 1,2 Mio Dollar. Dass die Preise eindeutig zu hoch waren zeigten die Höchstgebote von 750’000 $ deutlich. 

    Ferrari 512 BB LM (Chassis 29511, John Gelles and Anthony Wang) versteigert an Pebble Beach Auktion von Gooding 2011
    © Copyright / Fotograf: Pawel Litwinski für Gooding & Company

    Im Jahr 2014 wurde noch einmal ein Ferrari 512 BB LM Chassis Nr. 35529 für 990’000 US$ im Rahmen des Bonhams Quail Lodge Sale verkauft. Ansonsten liegen die Verkaufspreise eher im Bereich des Modells mit Chassis-Nr. 30559, welches 2003 an einer Ferrari Auktion in Genf von Bonhams für CHF 444’144.- verkauft wurde.

    Wo sind die 512 BB LM heute?

    Heute befinden sich die meisten Modelle des Ferrari 512 BB LM in den USA und in Frankreich. Zwei befinden sich in der Schweiz und einer in Deutschland. Ebenfalls Besitzer eines Ferrari 512 BB LM ist der Autoliebhaber und Schlagzeuger von Pink Floyd Nick Mason, der mit seinem Modell mit der Chassis Nr. 27577 heute noch regelmässig am Goodwood Festival of Speed, den Le Mans Classic und vielen weiteren Events in Aktion zu bestaunen ist.

    Und auch die meisten der anderen Modelle sind heute noch auf den verschiedensten Veranstaltungen aktiv vertreten. Nebst Le Mans Classic zählen Veranstaltungen wie die Cavallino Classic, die Ferrari Maserati Historic Challenge und die Monterey Historic Races zu den beliebtesten. Dabei erreichten die 512 BB LM neben diversen Klassensiegen zwar nie das Podest, sie waren jedoch bei den Gesamtwertungen bei all diesen Events immer vorne mit dabei.

    Ferrari 512 BBLM (1979) - im Plateau 6 (1972-1979) an der Le Mans Classic 2012
    © Copyright / Fotograf: Balz Schreier

    Technische Daten

    • Motor: 4943ccm Hubraum, 82 x 78 mm Bohrung, 470 PS bei 7250 U/min, längs eingebauter 12 Zylinder, Verdichtung 10,3:1, Literleistung 95 PS/L, 
    • Stahlrohrrahmen, Scheibenbremsen, 
    • 350 km/h Höchstgeschwindigkeit auf Hunaudières
    • 5-Gang Getriebe, 120 Liter Tank
    • Abmessungen: Länge 4895 mm, Breite 1830 mm, Höhe 1120 mm
    • 1050kg

     

     

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