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Bild (1/5): Lancia Stratos (1975) - allzugross sollte man nicht sein, will man im Stratos bequem sitzen (© Michael Alschner, 2013)
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    Die Rallye-Ikone Lancia Stratos des Dokumentarfilmers Helmut Deimel

    16. August 2013
    Text:
    Daniel Reinhard
    Fotos:
    Michael Alschner 
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    «Am meisten fasziniert mich der Sound und die Form des Stratos. Das diesbezüglich prägendste Erlebnis hatte ich vor bald 40 Jahren bei der Rallye San Remo. Im italienischen Baiardo konnte man die Herren Munari und Waldegaard schon hören, als sie bestimmt noch zehn Kilometer weit entfernt waren. Die letzten beiden Kilometer waren die Autos dann auch zu sehen. Die Gasstöße beim Rausbeschleunigen aus den zahllosen Kehren und engen Kurven waren, vor allem beim Vierventil-Stratos, der reine Ohrenschmaus. Umgeben von zahllosen Italienern lauschten wir damals alle andächtig. Ich glaube, nirgends sonst konnte ein Stratos intensiver erlebt werden.»

    So schildert Helmut Deimel seine Faszination für den Lancia Stratos, jenes Auto, das die Rallye-Welt wie kein anderes verändert hat. Gerade einmal 492 “Stradale”-Versionen, also strassengängige Autos, wurden in den Siebzigerjahren gebaut, dazu kamen noch einige Rallye- und Rennversionen. Trotz der Seltenheit kannte damals jedes Kind den Stratos.

    Lancia Stratos (1975) - Front und Heck können aufgeklappt werden
    © Copyright / Fotograf: Michael Alschner

    Für Rallyes geboren

    Seine Form erhielt der Stratos von Marcello Gandini aus dem Hause Bertone, seinen Motor von Ferrari, denn der gleiche V6-Zylinder tat auch im Dino 246 GT (und im Fiat Dino Spider) seinen Dienst. Von Anfang an war der Wagen auf seinen Zweck, die Rallye-Pisten der Welt zu dominieren, ausgerichtet, alles andere musste sich unterordnen.

    Helmut Deimel weiss, wovon er spricht, wenn er von Rallye-Fahrzeugen schwärmt. Rallyes waren über lange Strecken seines Lebens nicht nur seine Passion sondern auch sein Broterwerb. In seiner Garage findet sich neben dem Stratos auch noch eine Alpine 1600 S, ein Auto, das er fast noch stärker begehrte als den Stratos.

    Deimel erinnert sich:
    "Ich durfte den Stratos während seiner gesamten Zeit von 1973-1981 auf den Rallyestrecken erleben und so ein Stratos in freier Wildbahn mit diesem Sound war eigentlich unschlagbar. Definitiv ist der Stratos mein Favorit, jedoch muß er sich diesen Platz mit dem Renault Alpine teilen. Das Erlebnis einer Alpine auf den Waldstrassen meiner engeren Heimat brachte mich ursprünglich zum Rallyesport.

    Lancia Stratos an der Rallye Monte Carlo 1977 - Munari und Maiga gewinnen das Rallye Monte Carlo 1977
    © Zwischengas Archiv

    Natürlich wollte ich damals sofort einen Stratos haben, noch viel mehr aber eine Alpine, deren Anblick mich bis heute ebenso entzückt, wie der Stratos. Zur Zeit als die Autos auf allen Rallye-Strecken der Welt triumphierten konnte ich sie mir nicht leisten. Erst als die "Filmerei" nennenswerte Honorare einspielte war eine Alpine bezahlbar, obwohl diese Autos damals gar nicht so teuer waren".

    Einstieg mit einem Überschlag

    Helmut Deimels Karriere als Renn-, und Rallyefilmer begann im März 1968 mit einem stilistisch einwandfreien Überschlag vor den Toren seiner damaligen Schule, der Höheren Technischen Lehr- und Versuchsanstalt in Mödling bei Wien. Dank einer sparsamen und ebenso großzügigen Mutter war er am Morgen jenes schicksalhaften Tages stolzer Besitzer eines Austin Mini 850 geworden, am Abend aber bereits der traurige Eigner eines Schrotthaufens.

    Dieser kleine Fahrfehler schon bei der allerersten Ausfahrt führte bei Deimel zur Erkenntnis, dass sein Platz hinter der Kamera sei und nicht am Lenkrad sein müsse. So begann eine Laufbahn als Rallye-Fan und Super-8-Film-Amateur.

    Mit einer Reportage von der 1000-Seen-Rallye 1973 epischen Ausmasses gelang der Durchbruch in der österreichischen Szene, denn das Volk hungerte nach Rallyefilmen. Im Rahmen seiner Tätigkeiten lernte Deimel auch viele der damaligen Rallye-Stars kennen und so kam es, dass er 1975 Österreichs Rekordmeister Franz Wittmann zu einem Start bei der 1000 Seen Rallye in Finnland überredete.

    Weil sich der Filmer im Norden schon ein wenig auskannte und im Gegensatz zu Wittmann obendrein englisch sprach, wurde ihm auch gleich der damals brotlose Job als Beifahrer angeboten. 1975 fiel das Duo zwar aus, 1977 wurden sie aber vielbeachtete Siebte im Gesamtklassement und beste Nicht-Skandinavier. 1978 wurde Franz Wittmann Vize-Europameister und Helmut Deimel österreichischer Beifahrer-Champion.

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    Tiefgehendes Verständnis für den Rallye-Sport

    Diese Zeit auf dem heissen Sitz hat viel zu Deimels Verständnis für den Rallyesport und das Leben am Limit im Allgemeinen beigetragen und später die Intensität der Umsetzung mit der Kamera sehr begünstigt. 1977 und 1979 produzierte Helmut Deimel seine ersten Filme für das Toyota Team Europe des Ove Andersson.

    1980 stürzte sich der Filmer mit allen Konsequenzen und vollem Risiko in die Produktion einer umfassenden Jahresdokumentation. Am Saisonende gab es zwar tolle Bilder, aber auch riesige Schulden, die kaum noch zu bewältigen waren.

    Doch es kam die Rettung, indem Henry Toivonen auf Talbot Lotus die RAC Rallye gewann. Dessen Teamchef Des O’Dell schätzte die Deimel-Filme und er bot dem Dokumentarfilmer noch auf der Siegerparty die Produktion eines Talbot-Films samt ordentlichem Budget an.
    Im gleichen Jahr wurde Walter Röhrl dannwie erhofft auch noch zum ersten Mal Weltmeister auf Fiat 131 und Deutschland schrie nach Bildmaterial. Deimel montierte aus den Hunderten von Filmstunden einen Dreissigminuten-Film, der als Vorschau auf die Weltpremiere des Audi Quattro bei der Jänner-Rallye im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Den wiederum sahen die Audi Leute und sie boten ihm umgehend einen Vertrag als Hausfilmer an. Zehn Jahre lang dokumentierte er die Karriere der Quattros auf den Rallye- und Rennstrecken und zog mit den Fahrern Mikkola, Mouton, Blomqvist und Röhrl um die Welt. Dabei entstanden sehr emotionelle Dokumentationen über die Rallye-WM, später über die TransAm, die IMSA und die DTM.

    Das spektakulärste Produkt dieser Jahre war der Film von 1985, als es gelang, eine Mitfahrt mit Walter Röhrl auf bis dahin noch nicht gezeigte Weise umzusetzen. 1991 folgte der weitgehende Wechsel auf die Rennstrecke und eine filmisch äußerst ergiebige Zeit bei Mercedes-Benz in der DTM, bei den Sportwagen, der amerikanischen CART-Serie und in der Formel 1.

    In Helmut Deimels bislang 30-jährigen Laufbahn als Renn- und Rallyefilmer arbeitete er für Fernsehstationen wie ORF, ZDF, ARD und TV Asahi, vor allem aber für namhafte Automobilhersteller wie Mercedes-Benz, Audi, Opel, Nissan, Toyota, Mazda, Saab, VW und Martini Lancia.

    Und zuletzt die Katze

    Helmut Deimels neuester Film ist "Röhrls Katze", eine hervorragende Zeitreise durch die Rallyekarriere des zweifachen Weltmeisters Walter Röhrl.

    Da Walter den Lancia Stratos von Deimel kennt und selbst auch für Lancia fuhr, ist dessen Meinung zum Stratos umso interessanter:
    "Walter Röhrl findet den Stratos formal toll. Ihn zu fahren war jedoch nicht das reine Vergnügen, da das Auto extrem nervös reagierte und gar nicht zu Walters exaktem und präzisem Fahrstil passen wollte", erinnert sich Deimel.

    Lancia Stratos (1975) - die Sicht nach hinten ist stark eingeschränkt
    © Copyright / Fotograf: Michael Alschner

    Am Lenkrad eines Werks-Stratos

    Nur wenigen war die Gelegenheit gegönnt, einen originalen Werks-Stratos in seiner aktiven Zeit zu fahren. Sandro Munari und Jean-Claude Andruet als Werksfahrer steuerten natürlich den Rallye-Keil, aber ausnahmsweise wurde er im Jahr 1975 auch zwei Journalisten anvertraut, die ihre Erfahrungen in der Auto Revue Nummer 3 des Jahres 1975 rapportierten:

    “Der erste Eindruck ist der drangvoller Enge, ähnlich wie in einem Porsche 917; die Front- und Seitenscheiben verlaufen relativ flach nach oben, der weit nach innen verlegte Rand  des schmalen Daches liegt fast über dem Kopf des Fahrers. Nach vorne und seitlich hat man einen guten Ausblick; was sich hinter dem Stratos tut, kann man nur erahnen. Objekte, die sich in gerade Linie ein paar Meter hinter dem Wagen befinden, können noch durch den Innen-Rückspiegel ausgemacht werden, Außenspiegel fehlen völlig. Man könnte daraus schließen, daß der Stratos kompromißlos zum Vornewegfahren gebaut ist, und unter diesem Gesichtspunkt hat sicherlich Sandro Munari sein Gefährt im Sinne der Erbauer optimal genutzt.

    Als wir an einer Steigung vor einer Ampel anhalten müssen und die Handbremse bis auf den letzten Zentimenter ziehen, rollt der Stratos ungehindert zurück. Wir schauen uns reichlich dumm an: Ein Rallyeauto, dessen Handbremse nicht funktioniert - wo gibt es denn dies?
    Später merken wir, daß der Stratos tatsächlich auf eine Handbremse verzichten kann, denn der verblüffend wendige Wagen lässt sich auch um enge Ecken auf Schotter leicht mit Hilfe der Lenkung und des Gaspedals herumwerfen. Unter diesem Gesichtspunkt wäre der Stratos recht stadttauglich, zumal auch der relativ kultivierte Motor beim langsamen Fahren keinerlei Anzeichen von Unwillen zeigt ...”

    Lancia Stratos (1975) - alles Nötige für den schnellen Rallye-Fahrer
    © Copyright / Fotograf: Michael Alschner

    Nicht untückisch, so ein Stratos

    Helmut Deimel konnte seinen Stratos 2008 in Fürth bei Nürnberg erwerben. Vorbesitzer war Konrad Schmidt, der das Auto 1980 vom italienischen Erstbesitzer übernommen hatte. “Das Auto war mir schon lange bekannt, da ich einen Unternehmensfilm für Schmidt gedreht habe, wo wir dieses Auto auch einsetzten; außerdem war Konrad mit dem Stratos 1993 bei einem nostalgischen Treffen zum Gedenken an die Österreichische Alpenfahrt in Lunz am See”, erzählt Deimel und fährt fort: “Als das Auto 2008 plötzlich zu haben war, schlug ich sofort zu".

    Lancia Stratos (1975) - die Front kann aufgeklappt werden
    © Copyright / Fotograf: Michael Alschner

    Obschon Deimels Statos keine beeindruckende Renngeschichte hat, befindet es sich doch auf Gruppe-4-Niveau. Der italienische Erstbesitzer aus Gorizia kaufte das Auto 1978 und ließ es bei Maglioli vom Straßenauto zum Rallyeauto umbauen, wandte dabei aber nicht alle Kniffe an, die das Werk bei ihren eigenen Fahrzeugen nutzte. Er fuhr damit 1978 und 1979 bei einigen italienischen Rallyes, allerdings ohne nenneswerte Erfolge.

    Dass der Wagen seine Eigenheiten hat, gibt auch Deimel unumwunden zu:
    "Das Auto ist extrem heikel zu fahren und ich möchte damit bestimmt nicht auch nur in die Nähe des Grenzbereichs kommen. Ich fahre gerne damit in meine Heimat nahe Wien auf den Ochsattel, einer berühmten Sonderprüfung aus alten Zeiten, dort, wo auch der Franz Wittmann zu Hause ist. Ich lasse mich jeweils erst bei mittlerem Tempo vom unglaublichen Grollen des Sechszylinders berauschen und dann im Anschluß von einem guten Rotwein im Golf-Clubhaus vom Franz verwöhnen. Ich möchte aber schon demnächst bei einer Rallye der „Slowly Sideways“ Truppe von Reinhard Klein mitfahren".

    Allerdings konnte sich Deimel zumindest einmal nicht ganz zurückhalten, wie er selber zugibt:
    "Rudi Roubinek, der bei uns im Fernsehen den Adlatus des Kaisers in der beliebten Serie „Wir sind Kaiser“ spielt, erfuhr von meinem Auto und wollte ewig schon in einem Stratos mitfahren. Wir fuhren in den nahen Wienerwald und nach den letzten Häusern gab ich sofort Gas. Bei Anbremsen der dritten Kurve drehten wir uns um 360 Grad. Das Auto trug nur eine kleine Blessur an der hinteren Kotflügelverbreiterung davon. Ich schämte mich natürlich in Grund und Boden und bin seither noch demütiger, wenn ich mit dem Stratos unterwegs bin".

    Lancia Stratos (1975) - Helmut Deimel liebt seinen Lancia Stratos
    © Copyright / Fotograf: Michael Alschner

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