Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Bild (1/2): Bugatti Typ 51 (1931) - knapper Aufbau, grosse Räder (© Bonhams, 2016)
Fotogalerie: Nur 2 von total 40 Fotos!
38 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Markenseiten

Alles über Bugatti

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Bugatti EB 110 (1991-1995)
Coupé, 560 PS, 3500 cm3
 
Swiss Classic World Luzern 2017: Swiss Classic World 2017
 
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Wie einst mit Tazio Nuvolari am Steuer - Bugatti Type 51

    18. Juli 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (3)
    Bruno von Rotz 
    (13)
    Bonhams 
    (10)
    Stuart Adams 
    (3)
    Brooklands Society - Courtesy Bonhams 
    (1)
    1000 Miglia srl 
    (1)
    Marc Catherine 
    (1)
    Balz Schreier 
    (1)
    Michael Alschner 
    (1)
    PAImages - Courtesy Bonhams 
    (1)
    Jurrie Vanhalle (vjimages.be) 
    (1)
    Archiv 
    (4)
     
    40 Fotogalerie
    Sie sehen 2 von 40 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    38 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Der Bugatti 35 und seine Abwandlungen gehörte zu den erfolgreichsten Rennwagen aller Zeiten. Seine hocheffiziente Konstruktion und die Liebe seiner Erbauer, Besitzer und Mechaniker machte den zweisitzigen Rennwagen mit Reihenachtzylindermotor zum Serien-Sieganwärter.

    Nicht mehr konkurrenzfähig

    Ende der Dreissigerjahre allerdings wurde die Konkurrenz vor allem aus Italien immer stärker. Maserati und Alfa Romeo hatten inzwischen nachgerüstet und moderne Rennwagen präsentiert, die dem Bugatti leistungsmässig deutlich überlegen waren. Ettore Bugatti musste etwas tun.

    Die Sache mit Miller

    Da ergab es sich, dass der nicht auf Rosen gebettete Hersteller im Elsass zwei Miller Rennwagen aus den USA von Leon Durays übernehmen konnte, notabene im Tausch gegen zwei fabrikneue Bugatti 35B. Woraus man schon ersehen kann, wie wertvoll diese amerikanischen Konstruktionen Ettore Bugatti waren. Diese verfügten nämlich über modern konzipierte Doppelnockenwellen-Köpfe und eine hohe Leistungsausbeute.

    Bugatti Typ 51 (1931) - der Achtzylinder-Reihenmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Bugatti scheute sich nicht, den Zylinderblock samt integriertem Kopf zu kopieren und nach Bugatt-Manier äusserlich zu überarbeiten. Kombiniert mit dem bisherigen Kurbeltrieb des bewährten, aber heiklen Bugatti-Reihenachtzylinders und versehen mit einem Kompressor, wie damals üblich, leistete der neue Motor bis 185 PS (mit Methanol). Und war dazu noch standfest und deutlich problemloser als der Bugatti-Achtzylinder, bei dem man ständig mit Kerzen herumhantieren musste, weil er thermodynamisch nicht gut austariert war.

    Bugatti Typ 51 (1931) - ein überaus eleganter Grand-Prix-Rennwagen
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    An der Karosserie änderte man möglichst wenig, äusserlich waren zwei Benzineinfüllstutzen hinter dem Fahrersitz ein Erkennungszeichen des neuen Wagens.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Einige Erfolge

    Beim Grand Prix von Frankreich konnte der Typ 51 1931 einen grossen Sieg einfahren, weitere Erfolge waren Siege in Tunis 1931 und 1932, sowie in Monaco 1933. So erfolgreich wie sein Vorgänger war der Typ 51 trotz Fahrern wie Louis Chiron, Achille Varzi, Louis Trintignant, René Dreyfus oder Tazio Nuvolari nicht, aber auch seinem Nachfolger, dem Typ 59 gelang nicht mehr. Zu stark waren die Konkurrenten, darunter inzwischen auch Mercedes-Benz und Auto Union geworden. Und die hatten halt keine Geldprobleme.

    Eine Rarität

    Nur 40 Bugatti-Rennwagen des Typs 51 wurden gebaut zwischen 1931 und 1934 gebaut, es gab sie mit drei verschiedenen Motorisierungen. Neben dem ursprünglichen 2,3-Liter-Achtzylinder wurden auch kleinere Motoren mit 1,5 Litern (Typ 51 A) und 2,0 Litern eingebaut.

    Natürlich wurden damals auch bestehende Typ 35 mit dem neuen Motor ausgerüstet. Und in der Neuzeit entstanden zudem viele Nachbauten, die die Identifizierung eines originalen 51 nicht immer einfach machen. 

    Bugatti Typ 51 (1931) - natürlich mit Uhr vor dem Fahrer
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Am Lenkrad eines Grand-Prix-Renners

    Nur wenigen Leuten ist eine Probefahrt im Bugatti 51 gegönnt. Einer dieser Auserwählten war der Chefredakteur der Automobil Revue Robert Braunschweig, der anfangs der Siebzigerjahre Gelegenheit zur Fahrt in einem unvollständig restaurierten ex-Varzi-Typ 51 erhielt. Seine Eindrücke geben wir hier gerne wieder:

    “Die nahe beieinanderliegenden Pedale erforderten exakte Fussarbeit, um so mehr, als nur ein dünnes Blech das rotierende Schwungrad davon abhielt, mit den Hosenbeinen des weissen Overalls (der schon 25 Jahre vorher als Rennanzug für das Steuern eines Bugatti gedient hatte) in unliebsamen Kontakt zu kommen.

    Dieses Typ-51-Chassis offenbarte sich uns als ein Synonym ungebärdiger, wilder Kraft: Im Stand heult der Kompressormotor auf Gashebeldruck mit verhaltenem Fauchen auf; Pedale und Fussboden zittern. Ein Schlag auf den Schalthebel, entschiedenes Einkuppeln, Gas - los! Weg sind wir, und schon muss geschaltet werden. V ersuchen wir's wie einst im Mai: Gas weg, Schalthebel im Zweitakt in die nächste Stellung, ohne die Kupplung zu berühren - der Zweite ist drin. Weiter mit Gas und rascher sind wir im vierten, als man es schreiben - oder lesen - kann.

    Schon jagen wir mit weit über hundert dahin. Der hämmernde Fahrwind übertönt den Motorlärm, und er reisst an den ungeschützten Backen. Ein Blick in den Rückspiegel: Der Besitzer, der uns mit seinem Ferrari 365 GTB/4 folgt, scheint den Zwölfzylinder voll ausfahren zu müssen (was er nachher auch bestätigt). Einige Kurven, mit tanzenden Rädern und millimetergenauer Lenkung angeschnitten, einige Bremsversuche (nur für starke Männer) - und man fühlt sich in diesem Wagen wieder daheim. Das ist Autofahren!

    Doch wir werden von einer neugierigen Limousine mit Uniformierten verfolgt. Wir drehen ab und halten. Zwei misstrauische Polizisten sehen sich das mit roter Versuchsnummer bewaffnete kleine Ungetüm an. Kurze amtliche Fragen - dann wird nur noch über einstige Renntechnik diskutiert.

    Auf der Rückfahrt nippen wir nochmals an der scharfen Beschleunigung, an der eigenartigen, fast federungslosen Strassenlage, und denken voll Wehmut an die Zeit zurück, da man noch nicht von Umweltschutz und Belästigung sprach und den Duft des Rennöls ebenso begeistert einatmete, wie man das unvergleichliche Konzert des Bugatti-Motors genoss.

    Tempi passati - doch wenn das vollständig restaurierte Auto im Sommer fahrbereit ist, dann wollen wir es richtig kennenlernen!”

    Bugatti 51 (1931) - am Genfer Autosalon von 1977 auf dem AR-Stand
    © Archiv Automobil Revue

    Preis auf Anfrage

    Chassis 51121 wurde einst von Tazio Nuvolari in Brooklands gefahren.

    Bugatti Typ 51 (1931) - Tazio Nuvolari und Lord Howe - Francis Curzon - in Brooklands im Jahr 1933
    © Copyright / Fotograf: Brooklands Society - Courtesy Bonhams

    Es handelte sich dabei um den ersten ausgelieferten Typ 51, der von Francis Curzon, dem fünften Grafen Howe und Präsident des British Racing Driver’s Club gekauft wurde. Eingesetzt wurde der Rennwagen unter anderem in Donington, Montlhéry, Monza, Reims und auf dem Nürburgring. Auch beim Klausenrennen war der Wagen am Start und beim Bergrennen von Shelsey Walsh erreichte er die schnellste Zeit im Jahr 1932. Im selten Jahr wurde der Wagen als Vierter beim Monaco Grand Prix klassiert, damals noch dunkelgrün lackiert und mit blauen und silbernen Streifen versehen.

    Nun kommt dieser Rennwagen, der seit den Fünfzigerjahren nur zwei Besitzer hatte und bisher noch nie öffentlich zum Verkauf stand, am 19. August 2016 an der Quail Lodge Versteigerung von Bonhams unter den Hammer. Man darf gespannt sein, wieviel den Sammlern dieser rare Rennwagen wert ist.

    Weitere Informationen

     

    Alle 40 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Keine Kommentare

     
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Markenseiten

    Alles über Bugatti

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
    Bugatti EB 110 (1991-1995)
    Coupé, 560 PS, 3500 cm3