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Bild (1/1): Bocar XP-5 (1959) - mit Doppelscheinwerfern (© Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's, 2016)
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    Bocar XP-5 - der amerikanische Cobra-Vorläufer aus der Hinterhof-Garage

    24. Juli 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's 
    (18)
    Collection of the Henry Ford - Courtesy RM/Sotheby's 
    (3)
     
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    Wenn man “Bocar” hört, denkt das Gehirn “Beau Car” und stellt sich sein schönes Auto vor. Doch Schönheit war für Bob Carnes, der den Sportwagen mit Buchstaben seines Namens die Markenbezeichnung gab, weit weniger wichtig, als Effizienz und sportliche Konkurrenzfähigkeit.

    Bocar XP-5 (1959) - auf aerodynamische Effizienz getrimmt
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's

    Nur gut drei Jahre

    Von 1958 bis 1962 baute der ausgebildete Luftfahrt-Ingenieur Carnes rund 30 bis 40 Autos, angefangen mit dem X-1, den er in seiner eigenen Garage in Lakewood (Colorado, US) aus Jaguar-, Lincoln und Chevrolet-Teilen zusammenbaute. Der Motor war ein 4,6-Liter-Chevy-V8. Die Karosserie bestand wie bei Devin oder Kellison aus Kunststoff. Carnes begann nicht ohne eigene Erfahrungen, denn bereits zuvor hatte er Sportwagen optimiert, um sie schneller zu machen. Zudem war er ein begeisterter Rennfahrer und sass am Steuer von einem Glöckler Porsche Spyder und eines Jaguar XK 120.

    Der X-1 wurde wurde evolutionär zum XP-4, den man als Bausatzfahrzeug oder als kompletten Sportwagen kaufen konnte. Wiederum sass auf dem selber konstruierten Chassis eine Kunststoff-Karosserie, die vorderen Aufhängungen stammten von Volkswagen oder Porsche mit einigen Modifkaitonen, die starre Hinterachse kam aus dem Oldsmobile-Teileregal. Als Bremsen wurden meist Trommeln von Chevrolet oder Buick eingesetzt, ein Wagen soll Jaguar-Scheibenbremsen gehabt haben. Die Motoren mit acht Zylindern wurden entweder von Pontiac oder Chevrolet bezogen und an ein Borg-Warner-T10-Vierganggetriebe gekoppelt. Ein fertiges Sportgerät kostete rund 6450 amerikanische Dollars. Höchstens ein Dutzend dieser Wagen dürfte gebaut worden sein.

    Bocar XP-5 (1959) - nicht Schönheitspreise wollte Bob Barnes gewinnen, sondern effizient sein auf der Rennstrecke
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's

    Auf den XP-4 folgte der XP-5 und dann noch die Modelle XP-6 und XP-7 mit verlängerten Radständen und noch mehr Motorenleistung. Und dann gab es schliesslich noch den Bocar Stiletto, der optisch noch futuristischer ausschaute und mit hoher Motorleistung sicherlich nicht einfach zu fahren war. Mit ihm versuchte Carnes sich auch am Pikes Peak, doch schmälerten technische Probleme seine  Chancen. Nur drei Stilettos wurden gebaut. 1962 zerstörte ein Feuer den Betrieb und setzte der Karriere des Sportwagenbauers ein Ende.

    Der XP-5

    1959 stellte Bob Carnes den XP-5 vor, der wiederum einen Fahrgestell aus Chromoly-Stahlrohren als Basis hatte. Die vordere Aufhängung wurde vom Porsche 356 übernommen, der Motor war weit nach hinten gerutscht, um eine 44:56-Gewichtsverteilung zu erreichen. Zudem wurde der Motor auch in Richtung Beifahrer verschoben, um das Fahrverhalten im Rennbetrieb (ohne Passagier) zu verbessern.

    Bocar XP-5 (1959) - der Motor aus der Corvette
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's

    Hinterachse und Motoren wurden weitgehend vom XP-4 übernommen, als Bremsen wurden nun Buick-Alfin-Trommeln verwendet. 8700 USD wurden für den Sportwagen verlangt, als Leergewicht wurden 805 kg angegeben und dies mit einem 4,6-Liter-V8 mit 315 PS bei 6200 Umdrehungen an Bord! Der Radstand betrug 213 cm und mehr als zwei Personen konnten natürlich nicht mitfahren.

    Insgesamt war dies ein sehr konkurrenzfähiges Paket, das man übrigens auch mit Borrani-Rädern bestellen konnte. Beschleunigungszeiten von rund sechs Sekunden für den Sprint von 0 bis 60 Meilen pro Stunde (96 km/h) und eine Höchstgeschwindigkeit von über 240 km/h wurden in der Presse kolportiert und dies war im Jahr 1959!

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    Für den Rennfahrer

    Obschon die Bocar Fahrzeuge eine Strassenzulassung hatten, wurden sie natürlich vor allem auf der Rennstrecke benutzt. Einer davon wurde von Art Huttinger auf den zweiten Platz eines Rennens in Daytona im Jahr gefahren, als Erster ging Ed Rahal in einem Jaguar D-Type durchs Ziel. Huttinger gewann dann ein SCCA-Rennen am selben Ort und erzielte mit 175 Meilen pro Stunde (281 km/h) einen Gechwindigkeitsrekord am Strand von Daytona im Jahr 1960.

    Über Jahre noch tauchte dieser XP-5 in den Top-5 zahlreicher Rennen in Nordamerika auf.

    Der Meister Bräuser III

    Ein weiterer XP-5 wurde von Harry Heuer für seinen Rennstall gekauft, der die Farben der Peter Hand Brewing Company bekannter machen sollte. Der XP-5 war der zweite Wagen neben einem Scarab, den Heuer bereits 1958 gekauft hatte, um 1959 bei SCCA- und USAC-Rennveranstaltungen anzutreten. Ein weiterer Scarab kam kurz danach dazu. Das Team gewann dann auch tatsächlich mehrere SCCA- und USAC-Meistertitel in der Folge, nicht zuletzt dank des talentierten Fahrers Augie Pabst, den Heuer engagieren konnte.

    Bocar XP-5 (1959) - die Karosserie wurde sicherlich von Lister und D-Type beeinflusst
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's

    Die Resultate des Bocars waren allerdings durchzogen, was nicht zuletzt auf technische Schwierigkeiten unter anderem mit der Einspritzung zurückzuführen war. So verlor Pabst einen ersten Rang beim Rennen in Georgia wegen derartiger Probleme.

    Das beste Ergebnis war schliesslich ein zweiter Rang beim SCCA Regional Road Atlanta, ein Einsatz an der Bahamas Speed Week fiel wegen einer gebrochene Achse wenig erfolgreich aus.

    Bocar XP-5 (1959) - Augie Pabst fuhr den Sportwagen im Nassau Trohpy Rennen anlässlich der Bahama Speed Week am 6. Dezember 1959 - vor dem Start
    © Copyright / Fotograf: Collection of the Henry Ford - Courtesy RM/Sotheby's

    1960 wurde der Bocar bei der Chicago Auto Show zusammen mit den beiden Scarabs gezeigt und kurz darauf von Gordon Mertens übernommen. Zwei weitere Male noch änderte der Sportwagen die Hand, bis er schliesslich vor zwei Jahren umfangreich restauriert und mechanisch auf Vordermann gebracht wurde. So gewann er dann in Amelia Island im Jahr 2015 einen Award in der Kategorie der Rennwagen vor 1959.

    Bocar XP-5 (1959) - sorgfältig restauriertes Interieur
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM/Sotheby's

    Jetzt kommt der Bocar XP-5 "Meister Bräuser III” aus dem Jahr 1959, einer von einer Handvoll überlebenden XP-5 an der Monterey-Versteigerung von RM/Sotheby’s am 19. August 2016 unter den Hammer, erwartet werden USD 500’000 bis 700’000. Man wird sehen, ob dieser frühe amerikanische Rennwagen den Bietern soviel Geld entlocken kann.

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