Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Auto Moto d'Epoca
Bild (1/6): Austin Seven Special Monoposto (1930) - gerade einmal gut 2,5 meter lang ist der Monoposto (© Bruno von Rotz, 2013)
Fotogalerie: Nur 6 von total 62 Fotos!
56 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Markenseiten

Alles über Austin

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Austin Seven (1959-1967)
Limousine, zweitürig, 34 PS, 848 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Austin Gipsy (1958-1969)
Geländewagen, 62 PS, 2199 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Austin A 30 (1951-1956)
Limousine, viertürig, 28 PS, 803 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Austin A 35 (1956-1962)
Limousine, zweitürig, 34 PS, 948 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Austin A 40 Sports (1950-1953)
Cabriolet, 50 PS, 1200 cm3
 
SC75
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Austin Seven Special - begehrenswertes Spielzeug für grosse Jungs

    Erstellt am 9. April 2013
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (45)
    Archiv ADAC Motorwelt 
    (2)
    Bonhams 
    (1)
    Balz Schreier 
    (1)
    Archiv 
    (13)
     
    62 Fotogalerie
    Sie sehen 6 von 62 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    56 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Viele Engländer träumten in den Nachkriegsjahren von einem sportlichen Ein- oder Zweisitzer. Alleine, es fehlte das Geld. So machten sich kreative Heimwerker auf zum nächsten Schrottplatz, kauften (für einige Pfund Sterling) ein heruntergewirtschaftetes Wrack eines Austin Seven und setzten auf dessen Chassis eine ihren Fertigkeiten entsprechende neue Karosserie. Fertig war der Austin Seven Special.

    Und es gab nicht wenige davon, sogar Lotus-Gründer Colin Chapman basierte seinen ersten eigenen Sportwagen, den Lotus Mk I auf einem Austin Seven. Manche dieser Specials waren wahre Kunstwerke und strotzten nur so von intelligenten Ideen.

    Austin Seven Special Monoposto (1930) - eine Silhouette wie die grossen Rennwagen der Zeit
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Ein moderner Kleinwagen

    Im Jahr 1920 begann Sir Herbert Austin an einem kleinen Personenwagen zu arbeiten, der stark mit den Fahrzeugen kontrastierte, die in der Longbridge-Fabrik von Austin hergestellt wurden. Entsprechend stiessen seine Ideen nicht auf offene Ohren und Herbert verlagerte die Entwicklungsarbeiten zu sich nach Hause.

    Er beauftragte den knapp 18 Jahre alten Ingenieur Stanley Edge, ihm bei der Konstruktion zu helfen. Edge setzte sich für einen einfachen Vierzylindermotor ein, der aus 696 cm3 gut 10 PS schöpfte und mit einer zweifach gelagerten Kurbelwelle auskam. An den Motor wurde ein Dreiganggetriebe angedockt.

    Der Rahmen des Chassis verjüngte sich von hinten nach vorne wie der Buchstabe “A” und nahm vorne wie hinten eine Starrachse im Abstand von 1,9 Metern auf.  Mit Bremsen an allen vier Rädern wurde der Wagen fortschrittlich verzögert.

    Austin Seven (1922) - genügsame englische Limousine
    © Archiv Automobil Revue

    Die Gestaltung der Karosserie entstand weitgehend nach den Vorstellungen von Sir Austin und Anfangs Juni stellte drei Prototypen des neuen Kleinwagens firmenintern vor. Mit 330 kg Leergewicht und einer Grundfläche von 2,64 x 1,17 Metern war er tatsächlich ausserordentlich kompakt, mit 165 Pfund kaum teurer als ein Motorrad mit Seitenwagen, als er an der London Motorshow im Herbst 1922 präsentiert wurde.

    Kommerzieller Erfolg

    Anfänglich lief der Verkauf harzig, doch nach diversen Preissenkungen, vielen Verbesserungen (Hubraum auf 748 cm3 vergrössert, Leistung erhöht, elektrischer Anlasser eingebaut, Bremsen auf echtes Vierbremssystem ausgebaut, etc.) stiegen die Verkaufszahlen stetig an. 1929 waren bereits 100’000 Sevens verkauft und bis zum Ende der Bauzeit im Jahr 1939 hatten 290’000 Austin Seven die Fabrik verlassen.

    Austin 7 (1930) - die Limousine wurde Saloon genannt
    © Archiv Automobil Revue

    Ihren Anteil am Erfolg trugen auch diverse Motorsport-Erfolge und attraktive Spezialmodelle bei.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    SC75 Sujet 2

    Werkseigene Ableitungen

    Austin beliess es nicht bei den kastenförmigen Limousinen und Viersitzer-Cabriolets, schon 1927 entstand der Super Sports, der dank Cozette-Kompressor mit 27 PS und sportwagenmässiger Karosserie für Aufsehen sorgte. Von 1930 bis 1932 wurde der Austin Seven Ulster gebaut, der mit Spitzheck-Sportwagen-Karosserie und 33 Kompressoren-PS imposante 125 km/h schnell war.

    Austin Seven Nippy (1935) - mit 25 PS richtig sportlich motorisiert
    © Archiv Automobil Revue

    Von dessen Ruhm profitierten die zivileren Modelle EB 65 und Nippy, sowie später EK 75 und Speedy. Am gröbsten waren aber die werkseigenen Rennwagen, die mit Stromlinienkarosserien und bis zu 120 PS (dank Kompressor und DOHC-Bauweise) 200 km/h schnell waren.

    Ein Vorbild

    Auch als sich die ADAC Motorwelt 1933 Gedanken darüber machte, wie man denn zu einem günstigen deutschen Sportwagen kommen könne, diente natürlich der Austin Seven als Vergleichsmassstab. Die Überlegung war, dass man doch auf Opel-Basis mit etwas mehr Hubraum, aber zu ähnlichen Konditionen und Leistungswerten auch einen deutschen Sportwagen bauen könnte.

    Und über die Lizenzproduktion kam der Seven sogar selber nach Deutschland, wurde auch da als Dixi 3/15 PS erfolgreich und schliesslich gar zum Stammvater aller BMW-Automobile.

    ZG Archiv AMS 2019

    Eine gute Basis für Umbauten

    Mit seinem stabilen Chassis und der einfach handbaren Technik bot der Austin Seven von Anfang an eine ideale Plattform für Umbauten, sowohl professionelle Firmen als auch Heimwerker nutzten das Seven-Chassis und setzten teils wunderschöne, teils gewöhnungsbedürftige Aufbauten auf darauf. Manche dieser Specials konnten und können es aber an Schönheit und Charakter durchaus mit Fabrikaten von Maserati oder Alfa Romeo aufnehmen.

    Klein, aber oho!

    Der für diesen Bericht portraitierte Austin Seven Monoposto basiert auf Austin-Teilen der Baujahre 1929 und 1930. Wie viele andere Specials hat sich auch der Wagen mit Chassis 43049 weit vom Ursprungsprodukt entfernt. Um einen möglichst tiefen Schwerpunkt zu erreichen und den Fahrer so tief wie möglich zu setzen, wurde der Motor um 12 Grad versetzt eingebaut, so dass die Kardanwelle zur Linken des Piloten verläuft. Die Hinterachse musste an die nun asymmetrisch verlaufende Kraftübertragung angepasst werden, ein zusätzlicher Rohrgestänge gibt dem Aufbau Halt und verstärkt das Chassis.

    Austin Seven Special Monoposto (1930) - Spitzheck und hoch verlaufende Auspuffanlage
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Knapp 300 kg schwer ist der handwerklich ausserordentlich schön gebaute Monoposto. Die Karosserie erinnert von hinten an MG-Rennwagen der damaligen Zeit, die Front mit einem steil stehenden und schmalen Kühler wirkt eigenständig.

    Wann der Seven Monoposto in der aktuellen Form entstanden ist, liess sich nicht auf Anhieb eruieren, der Aufbau dürfte in jedem Fall über 20 Jahre alt sein, aber ob damals ein bereits ähnliches Fahrzeug restauriert oder ein völlig neuartiger Special aufgebaut wurde, bleibt unklar. Allein, das Ergebnis überzeugt.

    Sehr erfolgreich im historischen Rennsport

    Ästhetisch darf der kleine Rennwagen definitiv als gelungen bezeichnet werden. Er war aber auch ausserordentlich aktiv im historischen Rennsport. Ab Mitte der Neunzigerjahre tauchte er mehrfach in Brooklands, Colerne, Silverstone, aber auch am Prescott Bergrennen und beim Shelsey Walsh auf, ab 2002 nahm er sechs Mal hintereinander bei den Monterey Historics Teil und fuhr auch an der Wine Country Classic mit.

    Austin Seven Special Monoposto (1930) - mit wesentlich grösseren Fahrzeugen im Clinch
    © Zwischengas Archiv

    Dabei liess der kleine Renner oftmals auch wesentlich grössere und leistungsstärkere Fahrzeuge hinter sich, was nicht nur für die Qualität des Austin Seven, sondern auch für den Mut der Piloten spricht.

    Auto Zürich 2019

    Mutprobe

    Der Austin Seven Monoposto wirkt fast wie ein Spielzeugauto, wenn man den Gedanken fasst, ihn zu besteigen. Die Fotos täuschen, die Dimensionen sind seit den Dreissigerjahren nicht gewachsen, die Menschen allerdings schon. Trotzdem gelingt es, beinahe muss man an ein Wunder glauben, auch einem über 1,8 Meter grossen Mitteleuropäer seine Füsse im engen Cockpit zu vertauen, die kleinen Pedale zu ertasten und die Hände an das Lenkrad und auf den Schalthebel zu legen.

    Austin Seven Special Monoposto (1930) - grosses Lenkrad, griffgünstiger Schalthebel
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Nun, ganz drinsitzen tut man natürlich nie. Der Oberkörper ragt weit aus dem engen Aufbau heraus, die Ellbogen bilden die Knautschzone zum nächsten Gegner, das Reifenprofil kann man aus dem Augenwinkel überprüfen.

    Aber genau dies macht ja den Reiz eines derartigen Fahrzeugs aus, die unmittelbare Technik und die Reduktion auf das Minimum. Für den historischen Rennsport ist der kleine Wagen jedenfalls wie geschaffen und das Publikum wird ihn vergöttern, wo auch immer er auftaucht.

    Alle 62 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Keine Kommentare

     
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Markenseiten

    Alles über Austin

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Austin Seven (1959-1967)
    Limousine, zweitürig, 34 PS, 848 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Austin Gipsy (1958-1969)
    Geländewagen, 62 PS, 2199 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Austin A 30 (1951-1956)
    Limousine, viertürig, 28 PS, 803 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Austin A 35 (1956-1962)
    Limousine, zweitürig, 34 PS, 948 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Austin A 40 Sports (1950-1953)
    Cabriolet, 50 PS, 1200 cm3
    Hiscox
    Hiscox