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ZG Archiv AMS 2019
Bild (1/2): Porsche-Museum: Porsche 917/20 KH 1971 (Kurzheck, Coupé) - auch bekannt als Pink Pig oder die Sau (© Balz Schreier, 2009)
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    “Die Sau ist tot“ - Wie Porsches “Dicke Berta“ 1971 in Le Mans für Aufregung sorgte

    Erstellt am 2012
    Text:
    Rainer Braun
    Fotos:
    Hallo Fahrerlager 
    (8)
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    24 Stunden von Le Mans im Juni 1971, Porsche rückt mit einem Großaufgebot von sechs 917 und zwei Einsatzteams an. Rennleiter Rico Steinemann hat von Firmenpatron Ferdinand Piech einen klaren Auftrag erhalten. „Wir wollen, wir müssen Le Mans wieder gewinnen." Porsche-Partner John Wyer tritt mit zwei Lang- und einem Kurzheck-917 an und die Martini-Porsche-Mannschaft von Hans-Dieter Dechent setzt auf eine Lang- und zwei Kurzheck-Versionen. Alles läuft unter der Gesamtregie des Stuttgarter Werks.

    Doch einer der „kurzen" 917er fällt optisch ziemlich aus dem Rahmen. Das gedrungen und unförmig wirkende Coupé mit der Startnummer 23 kann man, diplomatisch formuliert, getrost als gewöhnungsbedürftig bezeichnen. Weniger rücksichtsvolle Journalisten sagen und schreiben: „Das Auto ist so hässlich, dass schon das Hingucken weh tut." Die rosafarbene Lackierung, rundum in fertige Filetstücke eines guten Schweinebratens portioniert, sorgt für weitere Diskussionen. Zum besseren Verständnis gibt es noch den Schriftzug „Der Trüffeljäger aus Zuffenhausen". Der 917/20, so die offizielle Typenbezeichnung, ist ein Einzelstück, das im Windkanal in Paris entstanden ist. Porsche-Chef Ferdinand Piech persönlich hat den Bau des Prototyps nach seinen technischen Vorstellungen in Auftrag gegeben. Hausintern wird dem 917/20 der Kosename „Dicke Berta" verpasst. Reinhold Joest und Willi Kauhsen sind auserkoren, das „Schwein Berta" abwechselnd zu chauffieren.

    Porsches 'Dicke Berta' mit Startfahrer Willi Kauhsen in der Startaufstellung zum 24h-Rennen
    © Copyright / Fotograf: Hallo Fahrerlager

    Dabei soll die Darstellung einer bratfertigen Sau samt ihrer Einzelteile dem hässlichen Auto doch nur ein bisschen mehr Aufwertung und Aufmerksamkeit verschaffen. Aber die Zuschauer realisieren den Gag nicht auf Anhieb und Offizielle sprechen sogar von Taktlosigkeit. So stellt Martini-Pressechef Paul Goppert im Journalistenkreis ganz offen die Stilfrage: „Finden Sie es etwa sehr geschmackvoll, als deutsches Team ausgerechnet in Frankreich mit einer ‚Sau' zu starten?" Und Martini-Inhaber Graf Gregorio Rossi wird noch deutlicher: „Mir gefällt das überhaupt nicht und ich will auch keinen Aufkleber unseres Hauses an diesem Auto sehen."

    Outfit und Heckpartie lösen unterschiedliche Reaktionen aus
    © Copyright / Fotograf: Hallo Fahrerlager

    ...Designchef Anatole Lapine, der sich mit seiner Ideen-Abteilung bei Porsche „als eine Art Vietkong" versteht, kann die ganze Aufregung nur schwer nachvollziehen. „Im letzten Jahr haben wir an gleicher Stelle einen als Hippie lackierten 917er mit wilden Farbklecksen in grün-lila eingesetzt und alle Welt fand das ganz toll", argumentiert der gebürtige Russe irritiert. „Gerade wegen des großen Publicity-Erfolgs mit dem Hippie wollten wir jetzt bewusst noch mal was Neues bringen und haben die Kiste halt einfach als rosa Schwein angestrichen."

    Porsche-Designer Anatole Lapine
    © Copyright / Fotograf: Hallo Fahrerlager

    ...Was das umstrittene Auto wirklich kann, haben Kauhsen und der Holländer Gijs van Lennep schon sechs Wochen zuvor bei einem als Vorqualifikation zu fahrenden Rennen über vier Stunden gezeigt. Von der Pole aus fährt die noch in bravem weiß gehaltene „Berta" mit der Startnummer 20 alles in Grund und Boden. Kauhsen: „Nach der dritten Stunde hatten wir schon zwei volle Runden Vorsprung. Leider hat Kollege van Lennep zweimal das Tankschild übersehen und ist dann ohne Benzin liegen geblieben. Aber seitdem wussten wir, dass das Teil wie Hölle geht, wegen seines breiten Radstands deutliche Vorteile in allen Kurven hat und auf der Geraden zwar langsamer, aber dafür komfortabel wie ein Luxus-PKW zu fahren ist."

    Umringt von Porsche-Ingenieuren, startet die 'Dicke Berta' sechs Wochen zuvor noch ohne die umstrittene Schweine-Lackierung zum Quali-Rennen
    © Copyright / Fotograf: Hallo Fahrerlager

    Im 24 Stunden-Rennen hält sich der deutsche Trüffeljäger so gut, dass er phasenweise sogar bis auf Platz zwei vorrückt. Zur Halbzeit nachts gegen 4 Uhr übergibt Kauhsen an Partner Joest, dem wenig später ein folgenschweres Missgeschick unterläuft. „Vor Arnage habe ich ganz normal angebremst", erklärt Joest, heute 70, die damalige Situation, „als ein Hinterrad blockiert und ich deshalb in die Leitplanke gerutscht bin. Leider war die Front so beschädigt, dass es keine Chance für die Rückfahrt zur Box gab. Ich war und bin mir aber absolut keiner Schuld bewusst, was man mir auch später seitens Porsche bestätigt hat." Partner Kauhsen, 69, ist noch heute felsenfest davon überzeugt, „dass wir das Ding damals hätten gewinnen können."

    Joest Reinhold strandet morgens um vier an der Leitplanke
    © Copyright / Fotograf: Hallo Fahrerlager

    ...Dass Joest übrigens, wie noch immer gerne kolportiert wird, nach seiner Bruchlandung über Bordfunk „Die Sau ist tot" an die Porsche-Box gemeldet haben soll, bestreitet er energisch. „Das habe ich nie gesagt, so eine Formulierung würde mir in einer solchen Situation noch nicht mal im Traum einfallen." Abgesehen davon, dass es auch gar nicht möglich war, wie die Porsche-Strategen Peter Falk und Norbert Singer lachend bestätigen: „Wir hatten damals ja noch gar keinen Funk in unseren Autos." Sowohl die beiden Porsche-Männer als auch Kauhsen wollen allerdings nicht ausschließen, dass der Spruch von der „Anti-Berta-Fraktion" geboren und nach der Ausfallmeldung an den Boxen im Umlauf gesetzt worden ist. Denn zumindest die Martini-Leute haben das jähe Ende des Schweineautos eher mitleidslos zur Kenntnis genommen. Immerhin gab Martinis deutscher PR-Repräsentant Paul Goppert gegenüber Journalisten fast erleichtert zu Protokoll: „Man stelle sich nur mal vor, die Sau hätte auch noch gewonnen. Was für ein Skandal."

    Diese Geschichte stammt aus dem zweiten Band der erfolgreichen Buchreihe "Hallo Fahrerlager" von Rainer Braun. Weitere Infos dazu gibt es auf der Webseite der Reihe www.hallo-fahrerlager.de.

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