Ayrton Senna - die Zerstörung des Unzerstörbaren

Erstellt am 29. April 2021
, Leselänge 10min
Text:
Hartmut Lehbrink
Fotos:
Daniel Reinhard 
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Der beste Fahrer auf dem besten Wagen wird gewinnen, so verheißen es die Auguren der Branche. Diese Gleichung - auch Frank Williams' Gleichung - klingt einfach - zu einfach.

Bedenken aus eigenen Reihen

Erste Bedenken kommen aus dem eigenen Lager: “Die Saison 1994 wird die engste seit Jahren", wiegelt Williams-Konstrukteur Patrick Head ab. Seine Begründung: die Autos seien schwieriger zu fahren, die jungen Löwen wie Schumacher, Häkkinen und Barrichello seien heiß, Unwägbarkeiten kämen ins Spiel wie Reifenwechsel und Tankstopps. Bei Testfahrten in Imola im März fährt Michael Schumacher 0,166 Sekunden schneller als Senna, nur eine Kleinigkeit, aber von großer psychologischer Tragweite. "Wir decken unsere Karten nicht auf", meint Senna dazu, "das ist eine gute Tradition im Team." Beim Großen Preis von Brasilien am 27. März muß er sie aufdecken.


Senna 1987 auf dem Weg in die Mirabeau Bas (Pos 15)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Sein Williams Renault startet aus der Pole Position und führt anfänglich. Aber nachdem Schumacher den Ferrari von Alesi niedergerungen hat, ist diese Führung stets bedroht. Der Williams und der Benetton laufen gleichzeitig die Box an, fassen Sprit und Reifen nach. Schumachers Crew ist schneller, Senna zweiter. “Ganz ehrlich", gibt der Herausforderer später zu Protokoll," ich konnte den Abstand stets kontrollieren, war nie unter Druck." Aber Senna ist es bei seinem Heimspiel, dreht sich 15 Runden vor Schluß in einer Kurve, die im dritten Gang gefahren wird, der Motor schweigt. "Tut mir leid, meine Schuld", sagt er lakonisch. Der Bildschirm verrät mehr, 164 Pulsschläge pro Minute, als Senna den Wagen verläßt. Szenenwechsel: Nach dem Pacific Grand Prix mit dem Opernhaften Namen AIDA in Japan jubelt Michael Schumacher erneut auf dem Podium, flankiert von Gerhard Berger und Rubens Barrichello. Der Favorit fehlt wiederum im engen Zirkel der glücklichen drei, fehlt auch sonst in der Wertung. Zunächst sieht alles gut aus, Pole Position, die 64. und vorletzte, business as usual. Die Auguren fühlen sich bestätigt. Aber Schumacher, der neben ihm steht, verbreitet Zuversicht. Im Renntrimm werde er Senna halten können.


McLaren MP4-4 (1988) Ayrton Senna beim Grand Prix der USA
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Beim Start drehen die Hinterräder des Williams eine Idee zu viel durch, Schumacher kommt besser weg, führt in der ersten Kurve. Senna geht die Dinge diesmal vorsichtig an: "Ich hätte es auf der Innenseite versuchen können, ihn zu packen", entschuldigt er sich später in untypischem Konjunktiv. "Aber bei einem Rennen über 83 Runden mit möglicherweise drei Boxenhalten wäre das witzlos gewesen." Weniger zurückhaltend ist Mika Häkkinen. Zu dem Zeitpunkt, als Senna diese Überlegungen anstellt, hängt der McLaren am Getriebe des Williams, buchstäblich, stubst den Brasilianer von hinten an, dessen Auto stellt sich quer, wird vom Ferrari Nicola Larinis aus dem Rennen torpediert, der nicht mehr ausweichen kann. Der Zweikampf Schumacher - Senna steht 20:0. Imola, davon sind nicht mehr ganz so viele überzeugt, wird die Wende einleiten.

Nichts ist in Stein gemeisselt

"Ayrton Senna ist tot" - das ist ein spröder und sperriger Satz, der quält und sich querlegt in der Seele. Denn er räumt radikal auf mit der Illusion, es gebe Fixpunkte in der Welt, in der wir leben, handelt bündig von der Zerstörung des scheinbar Unzerstörbaren. Man scheut sich, ihn zu denken und zu sagen, heute noch, wo doch alles längst verbrieft und besiegelt ist, tausendfach aufgearbeitet und abgelegt. Und mit ihm kommt zurück, was man so gerne verdrängen würde, dieses schwarze Wochenende in Imola, ein Fiebertraum, gestaltet von der brutalen Dramaturgie des Todes: Warnschuß für Rubens Barrichello, schreckliches Ende für Roland Ratzenberger, Warnschuß für J.J. Lehto und Pedro Lamy, als dessen Lotus beim Start mit verheerender Wucht im Heck des stationären Benetton einschlägt. Und dann, in der siebenten Runde, wieder die roten Fahnen, die man fürchten gelernt hat in diesen Tagen, incidente, wie die Italiener so trügerisch harmlos sagen, Abbruch des Rennens. Auf den Bildschirmen des Pressesaals sehe ich, als ich mich umdrehe, die finale Phase einer Slow Motion-Sequenz: Sennas Williams kommt zum Stillstand, mit der heilen Seite zur Kamera hin.


Eine Intschrft erinnert in Sao Paulo an Ayrton Senna
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Erste Reaktion, noch ganz aus dem Instinktiven heraus: Er ist ausgefallen, schade, das gibt ein langweiliges Rennen. Bald darauf schon Unruhe: Warum steigt er nicht aus? Und schließlich - aber da kniet bereits ein Heer hilfloser Helfer um den leblosen Mann am Boden - die Gewißheit: Da ist etwas Schlimmes passiert, schon wieder. Das alles vollzieht sich tief im Inneren, weit entfernt von jeder Klarheit des Begreifens. Schon deshalb erwarte ich von Martin Whitaker, dem Sprecher der FIA, eine beruhigende Gegendarstellung, als er später ans Mikrofon geht, mit betretenem Gesicht gleichwohl. Aber der wiederholt nur die verdächtig amtlichen Formeln vom Vortag: der Wagen mit der Startnummer zwei habe einen Unfall gehabt, mehr könne man im Augenblick nicht sagen, werde aber zu gegebener Zeit eine offizielle Mitteilung machen. Bald darauf treffen die ersten Fotografen ein, berichten mit gedämpfter Stimme davon, in welchem Zustand man Senna vorgefunden habe, nein, keine Hoffnung. Längst habe ich jegliches Interesse an dem Rennen verloren, das unerbittlich seinen Lauf nimmt, als gebe es kein Gestern und kein Vorhin, während man der Menge vorgaukelt, die Maggiore-Klinik in Bologna, in die man Senna mit dem Hubschrauber überführt hat, werde die Sache schon richten.

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Zwischen Lebensfreude und Todestrauer

Eine Stunde später sind wir auf dem Weg zum Flugplatz selber auf dem inneren Ring um das Zentrum von Bologna, eine schöne Stadt an einem schönen Tag, und aus dem Unterbewußten steigt plötzlich ganz intensiv ein Glücksgefühl, schiere Freude darüber, am Leben zu sein, in diesen blaugoldenen Mainachmittag hineinfahren zu dürfen. Wie seltsam: Malte Jürgens schreibt in seinem Bericht in "auto motor und sport" von genau dem gleichen Erlebnis, ohne daß wir ein Wort darüber gesprochen hätten, von dieser Lust am Dasein, ausgelöst durch die Tragödie eines anderen. Auf dem Airport warten bereits viele, die der Alptraum Imola schon vorher vertrieben hat, schauen fragend und ängstlich: Neues von Senna? Tot? Nein, das ist völlig ausgeschlossen! Im Flugzeug bringt mir eine Stewardeß die "Welt am Sonntag" mit Sennas Kolumne: "Für das heutige Rennen bin ich sowieso optimistisch", schreibt er da und auch, wie bestürzt ihn der Unfall Roland Ratzenbergers gemacht habe. Abends dann die zweifelsfreie Bestätigung des Unfaßlichen, erst im Autoradio, dann im Fernsehen, das einem erbarmungslos die Abläufe jener fatalen Sekunden ins Gedächtnis hämmert, wieder und wieder, auch wenn sich alles dagegen aufbäumt. Am nächsten Morgen habe ich's auch schwarz auf weiß, in unterkühlter Sachlichkeit in der Tageszeitung, reißerisch vermarktet in der Boulevardpresse, voll dröhnender Bestürzung.


Senna 1993 in der Mirabeau Haute (Pos 08)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Zugleich ein unheimlicher Kontrapunkt: Die englische Fachzeitschrift "autosport", die ich abonniert habe, kommt immer erst ein paar Tage nach ihrem “Can he take the heat?", heißt es da auf dem Titelblatt im Hinblick auf die Drucksituation des Brasilianers im Duell mit Michael Schumacher. Und, schlimmer noch, im Innern des Hefts: "Is he going to crack?" Vor dem Hintergrund der Geschehnisse von gestern sind diese Sätze von grausamer Ironie, einer fast unerträglichen Doppelbödigkeit. So gesehen, wird das Sterben Ayrton Sennas zur Parabel vom menschlichen Dasein überhaupt: Welche Arroganz steckt in jeder Aussage über morgen, ja eigentlich schon in dem banalen Vorgang der Zeitmessung, in jedem belanglos hingeworfenen: "Er ist gleich wieder hier." Und es beginnt zu dämmern: Der Mensch da draußen, scheinbar so sicher eingepanzert in seinem Kokon aus Kohlefaser, mit dem Rest der Welt vernetzt durch Telemetrie und Intercom, ein immer kleinerer Teil eines mmer größeren Organismus, ist verletzlich und verwundbar wie eh und je, selbst Senna.

Im Nebel der Spekulation

In der Folgezeit dann die gewohnten Rituale, jene emsige Kosmetik am Irreparablen, die das Gewissen einlullt, aber noch nie jemand wieder zum Leben erweckt hat. Die Staatsanwaltschaft wird eingeschaltet, wie in Italien stets in diesen Fällen, nur sonst in Monza, wegen Graf Trips 1961 zum Beispiel, wegen Jochen Rindt 1970, wegen Ronnie Peterson 1978. In gemessenen Abständen erfahren wir die Ergebnisse der Recherche: Senna sei nicht durch den Aufprall in der Tamburello-Kurve erschlagen worden, sondern durch ein Element der eigenen Radaufhängung. Die Ursachenforschung indes verliert sich im Nebel der Spekulation. Am wahrscheinlichsten noch, abgestützt durch Michael Schumachers Augenzeugenbericht: daß die Reifen des Williams während der langsamen Runden hinter dem Pace Car an Betriebstemperatur und damit an Luftdruck verloren hätten und der Wagen deshalb aufgesetzt habe. Fragwürdiger schon: daß die Aufhängung schon vor dem Start beschädigt gewesen sei; es gebe einen Film, der dies belege. Ein rührendes Märchen endlich: Senna habe sich in den Untergang gestürzt, um seinen Mythos vor dem andrängenden Schumacher für immer zu bewahren. Fieberhafter Aktionismus folgt, überhastete und nicht zu Ende gedachte Maßnahmen der FIA, diesen Sport sicherer zu machen, der doch seinen Reiz aus dem Risiko bezieht und das Scheitern im Umgang mit diesem immer in sich schließt.


Ayrton Senna in Monaco
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Hoffnungsträger für eine ganze Nation

Aber auch Bewegendes kommt zutage. Was er gewesen sei, läßt sich Alain Prost vernehmen, sei er erst durch Senna geworden, und dieser habe ihm kurz vor seinem Tode gestanden, er empfinde ganz ähnlich. Zu jeder persönlichen Betroffenheit hat sich längst ein universales Echo gesellt, ein globales Nachbeben gewissermaßen, das der Schwere des Verlusts erst die richtigen Ausmaße gibt, nirgends indessen schmerzlicher als in Brasilien. Eine Nation ist in Tränen: Am 5. Mai, dem Tage von Sennas Beerdigung, säumt fast eine Million Menschen in Sao Paulo die Route von den Assembleis Legislativa zum Morumbi-Friedhof, wo er, der ewig Unruhige, zur Ruhe gebettet wird, im Sektor sieben, Block fünfzehn, Grab elf, Sennas letzter Anschrift. Alain Prost, Emerson und Christian Fittipaldi, Rubens Barrichello und Gerhard Berger tragen den Sarg, stumm, blaß und am Rande der Fassung. Eine Kunstflugstaffel malt ein Herz in den Himmel mit einem S darin als Zeichen dafür, man werde sich das Andenken an den Toten im Herzen bewahren.

Präsident Itamar Franco verkündet drei Tage Staatstrauer. Minuten vor dem Begräbnis nimmt sich das Mädchen Zuleica Costa Rosa das Leben, eine Sechzehnjährige aus Curitiba. In ihrem Abschiedsbrief schreibt sie, sie sei auf dem Wege zu Senna, zum Wiedersehen Im Jenseits. Kein Wunder: Im Brasilien der vergangenen zehn Jahre, gedemütigt und gebeutelt durch eine astronomische Inflationsrate, Korruption, Drogenhandel und stetig wachsende Brutalität im Umgang miteinander, war Ayrton Senna da Silva eine Lichtgestalt, eine Identifikations- und Kultfigur, an der man seine Träume und Hoffnungen festmachen konnte, durch die Allgegenwart des Mediums Fernsehen vertraut wie die nächsten Angehörigen in der Familie. "Sonntags vormittags, alle vierzehn Tage, siegte Senna in unseren Wohnzimmern", schreibt ein brasilianischer Kommentator, "am Vormittag des ersten Mai starb er dort vor unser aller Augen.”


Das Grab von Ayrton Senna in Sao Paulo im Jahr 1995
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Auch hierzulande beherrscht der Tod des Mannes mit dem gelben Helm in den ersten Tages das Gespräch, hat jeder etwas beizutragen, nur anders, europäisch-unterkühlt und voller Distanz zu dem Exoten aus dem fernen Südamerika. Der Tenor: Er wußte ja um die Gefahr, handelte sein Berufsrisiko ein gegen Millionen, und nun hat halt das Schicksal den Wechsel eingelöst. In der Tat: er habe, so heißt es, Geld und Geldeswert in Höhe von einer halben Milliarde Mark hinterlassen. Aber so einfach geht die Rechnung nicht auf. Natürlich war die konkrete Möglichkeit seines Todes mit einbegriffen im Kaufpreis für das Glück, Ayrton Senna zu sein. Aber er hatte es uns so leicht gemacht, das zu vergessen.

Hier noch ein sehr schöner Film von Top Gear. Das Video ist dem Brasilianer gewidmet und zeigt phänomenal, wie dieser zum Mythos wurde.

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von pe******
04.05.2021 (08:36)
Antworten
ein sehr schöner Bericht über einen der größten Motorsportler aller Zeiten. 2 ganz kleine, wenn auch unbedeutende Anmerkungen.
Todesursache war das die Lenksäule bei Aufprall gebrochen ist und seinen Helm durchstossen hat, ein Fahrfehler wurde nachfolgend ausgeschlossen, ein Defekt an der Radaufhängung wurde nachfolgend diagnostiziert, ob dieser aber beim Aufprall entstanden ist oder aber bereits vorhanden war konnte nicht einwandfrei dokumentiert werden. Analysiert wurde das ein solcher Aufprallwinkel bei funktionierender Lenkung/Radaufhängung unmöglich gewesen wäre.

Ayrton hat für seine Zeit ein sehr großes Vermögen erarbeitet, welches zu sehr großen Teilen in seine Stiftungen geflossen ist, die Familie Senna da Silva gehörte jedoch bereits zuvor zu den reichsten Familien Brasiliens und war/ist sehr sozial eingestellt.

Ich hatte die große Ehre Ihn persönlich kennenlernen zu dürfen: ein Mensch der Extreme: extrem ehrgeizig, extrem rational (immer wissend das nächste Rennen könnte sein letztes sein) und vor allem - extrem sympathisch!

Ihr Artikel hat mich berührt
Mit motorsportlichen Grüßen

Dr.-Ing. Wolfgang Hirt
Antwort von za******
04.05.2021 (11:28)
Die U n f a l lursache war -evtl.?- die (gebrochene, verlängerte, ggf. fehlerhaft verschweißte) Lenksäule, aber tatsächliche T o d e sursache war wohl das abgerissene rechte Vorderrad, das mit brachialer Wucht den Helm traf und das Gehirn schädigte. Man nahm u.a. an, dass auch ein Aufhängungsteil durch das Visier in den Kopf eingedrungen sein könnte.
[Zitat*:] ... Der Pathologe Carrado Cipolla, sagte, dass Senna nicht durch den Aufprall selbst, sondern durch einen "Schlag auf den Kopf durch einen stumpfen Gegenstand" starb und verwies auf ein Foto, das offenbar einen Teil der vorderen Aufhängung zeigt. ...
(*) Quelle, teilübersetzt aus:
ayrton-senna.com/s-files/picsf03.html
Antwort von pe******
04.05.2021 (12:16)
ich war damals, nachdem ich eines der Vorrennen als Mechaniker begleitet hatte, als zusätzlicher Streckenposten etwa 150m vor der Unfallstelle, also vor der Kurve eingeteilt, wir wurden dann nachfolgend von den Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft befragt, dieser Bericht ging uns dann nachfolgend zu (in Papierform), auf diesen habe ich mich bezogen. Ist lange her, suche diesen aber gerne heraus, die Formulierung war jedoch eindeutig Intrusion eines Gegenstands, nicht Aufschlag. Mag aber beides stattgefunden haben und jedes für sich wäre wohl tödlich gewesen.
Vielleicht liegt auch dieser in elektronischer Form vor.
von co******
04.05.2021 (09:12)
Antworten
Ja, ein ganz ganz grosser des Motorsports.....mit Ihm ist für mich die F1 gestorben.
von ob******
04.05.2021 (14:03)
Antworten
Moin, auch wenn mein Motorsport Interresse erst so richtig 1996 beim F1 GP in Ungarn losging,
konnte ich die Emotionen und den Spirit des großen Senna´s im April 2002, 2003, 2005 in Imola selbst spüren und aufnehmen.
Blumen und Inschriften am Unfallort. Seine Skulptur am Denkmal ist dort gegenwertig und ist bei einem Besuch jedesmal mit einem Kribbeln verbunden.
Dieses Rennen ist ein trauriger Teil der Motossport Geschichte, jedoch sehe ich hier auch den Wendepunkt in Sachen Fahrer - und Streckensicherheit.
Danke für diesen Rückblick auf einem der größten Rennfahrer und einer der besten Motorsportzeit, in der das fahrerrische Können noch eine wichtige Rolle gespielt hatte und nicht die Strategie und das Geld im Vordergrund stand. Herzliche Grüße aus dem Norden
von Reiffan
04.05.2021 (19:56)
Antworten
Den Namenszusatz "Der Unzerstörbare" war eigentlich der von Clay Regazzoni. Es gibt sogar ein Buch über ihn, mit diesem Titel.
von pe******
05.05.2021 (09:39)
Antworten
Ich habe gestern Nacht den Bericht der Staatsanwaltschaft zu Ayrton herausgesucht, es ist eindeutig eine Intrusion durch das Helmvisier welche direkt in den Schädel eindrang vermerkt, welche zum sofortigen klinischen Tod geführt hat. Der Bericht verweist hier nicht auf ein spezifiziertes Teil. Als Streckenposten unterliegt man den strikten Kommandos der Rennleitung, wir waren damals alle noch per Funk verbunden, aus meinem Protokoll ergibt sich ...Impact Position 17..., Rückmeldung Rennleitung ...yellow flag..., dann kurze Zeit später ...red flag.... Nach Rennabbruch wurden wir an die Unfallstelle dirigiert um bei den Aufräumarbeiten zu helfen (Ayrton war da schon auf dem Weg ins medical center), sowohl die Lenksäule ragte in's Auto als auch der Vorderreifen war abgerissen, lag jedoch hinter (der ebenfalls aufgerissenen) Leitplanke.
Verglichen mit dem Unfall von Roman Grosjean in 2020 war Ayrton's Impact (ausgehend vom Zustand des race cars) zwar heavy aber eher unspektulär - mit der heutigen Technik würde er wohl eher etwas benommen aussteigen...
Auf der anderen Seite ist die Formel 1 heute langweilig - eigentlich wird nur noch ein Computer pilotiert welcher dem Fahrer vorgibt was er zu tun hat, eigentlich nur noch eine play station mit G-Kräften und einer Box welche dem Fahrer vorgibt wann er reinzukommen hat...
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