Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
SwissClassics78
Bild (1/1): Le Mans 1972 - Der viertplatzierte Alfa Romeo Tipo 33TT3 (T33/3) von Nino Vaccarella und Andrea de Adamich (© Zwischengas Archiv)
Fotogalerie: Nur 1 von total 20 Fotos!
19 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.
 
Pantheon Graber Sonderausstellung 2019/2020
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Nino Vaccarella - Il preside volante

    Erstellt am 14. Mai 2015
    Text:
    Thomas Suter
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (5)
    F. Mueller 
    (9)
    Archivbild 
    (2)
    Marc Le Beller 
    (1)
    Archiv 
    (3)
     
    20 Fotogalerie
    Sie sehen 1 von 20 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    19 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Auch mit mittlerweile über 80 Jahren ist er immer noch das rennfahrerische Denkmal Siziliens, auch wenn es „sein“ Rennen, nämlich die Targa Florio, schon längst nicht mehr gibt: Gemeint ist Nino Vaccarella, in erster Linie Sizilianer aus Palermo, in zweiter Linie pensionierter Rektor einer Mittelschule und erst zum Schluss Rennfahrer. Und genau in dieser Reihenfolge hielt er es auch während seiner Aktivzeit 1956 bis 1975 – er schlug selbst gegenüber namhaften Firmen wie Ferrari und Alfa Romeo den Werkfahrerstatus aus!

    Nino Vaccarella mit dem 2-Liter-8-Zylinder-Porsche 1962 bei der Targa Florio
    © Archiv Automobil Revue

    Überlebt in unsicheren Zeiten

    Wie soll man eine Karriere schildern, die einen Le-Mans-Sieg (1964), drei Erfolge bei der Targa Florio (1965, 1970 und 1975), Siege bei den 1000 km vom Nürburgring (1964), dem 12-Stunden-Rennen von Sebring (1970), zahlreiche 1. Plätze bei Bergrennen und kleineren Sportwagenrennen aufweist, alles in einer Zeit, als es mehr als unsicher war, dies alles zu überleben?

    Nino Vaccarella in Palermo
    © Copyright / Fotograf: F. Mueller

    „Manchmal werde ich schon nachdenklich, wenn ich mir vorstelle, dass das Gros meiner Teamkollegen nicht mehr am Leben ist“, runzelt Vaccarella seine Stirn. Im Laufe seiner zwanzigjährigen Karriere teilte er das Cockpit mit Jo Bonnier, Willy Mairesse, Lorenzo Bandini, Ludovico Scarfiotti, Pedro Rodriguez, Jochen Rindt, Ignazio Giunti und Rolf Stommelen, notabene einem halben Grand-Prix-Starter-Feld, alle schliesslich im Rennwagen tödlich verunglückt. „Die alten Zeiten mit den tollen Sportwagenrennen, sensationellen Rennwagenmodellen wie Alfa Romeo Tipo 33, die Ferrari 512 und die Porsche 908 und 917, grossen Zuschaueraufmärschen und spannenden Rennen waren aus sportlicher Sicht sehr schön. Und ich bin stolz, ein Teil davon gewesen zu sein,“ führt er aus und ergänzt dann sofort „aber heute sind die Rennwagen zum Glück viel sicherer geworden und es gibt nur noch sehr selten Tote.“

    Freude an der Geschwindigkeit

    Zu den Highlights seiner Karriere zählt er Rennstrecken wie Le Mans, Spa und Monza. „Es war ein unglaubliches Gefühl, einen Ferrari 512M mit über 350 km/h über die Hunaudières-Gerade zu peitschen,“ freut er sich heute noch über die vergangenen Zeiten und es ist schwer, ihm die Begeisterung für sein heutiges Vehikel abzunehmen: „Es ist ein ganz normaler Fiat Punto, der ist wendig und lässt sich leicht durch die engen Gassen von Palermo dirigieren ...!“

    Alfa Romeo Tipo 33TT3 (T33/3) in Le Mans 1972 - Nino Vaccarella im Alfa Romeo Tipo 33TT3 des Autodelta Teams
    © Archiv Automobil Revue

    An Le Mans hat er vielfältige Erinnerungen – gute, wie sein Sieg von 1964 in einem Ferrari P2 und Copilot Jean Guichet, weniger gute, wenn er an seine zahlreichen Ausfälle zurückdenkt. „Wenn du mit über zwei Runden in Führung liegst und dann ein Getriebeschaden das aus bedeutet, sind dies schon bittere Momente“, führt er aus. „Le Mans und Spa forderten einem alles ab, Fahrer und Maschine, und als Italiener muss man Monza einfach mögen“, begründet er die Rangliste seiner Lieblingsstrecken.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    FridayClassic20

    Technische Defekte als Karrierebremse

    Ging beim Aufzählen aber nicht etwa die Targa Florio vergessen? „Nein, die Siege haben sich einfach so ergeben,“ begründet er. „Wenn alles richtig gelaufen wäre, hätte ich auf dem Madonie-Kurs sowieso mindestens acht und nicht bloss drei Siege eingefahren“, lacht er. Technische Defekte wussten diese Erfolge zu verhindern – und trotzdem war die Targa Florio jeweils „sein“ Rennen. Plakate und Transparente mit „Vaccarella“, „Nino nazionale“ und „Forza Vaccarella“ säumten die 72 km lange Strecke. Standing ovations erwarteten den sizilianischen Professor bei jeder seiner Durchfahrten, „auch wenn man im Rennwagen nicht allzu viel davon mitbekam – zu stark war die Konzentration bei der Durchfahrt durch die engen Dörfer und auf den schmalen Überlandstrassen, man wusste nie, ob nicht doch plötzlich noch ein Eselskarren auf der Ideallinie stand,“ erinnert er sich mit einem Schmunzeln und fügt an: „Heute ist das alles unvorstellbar“.

    Familie versus Fabrik

    Bei Alfa Romeo fühlte sich der sensible Sizilianer immer besser aufgehoben als bei Ferrari. „Alfa Romeo war für mich eine Familie – Ferrari ein Fabrik, in der du als Nummer zu funktionieren und deine Leistung zu bringen hattest,“ charakterisiert er den Unterschied. Aber gerade eine ausserordentliche Leistung honorierte ihm der Commendatore auch ausserordentlich: Für den Formel-1-Grand von Italien 1965 stellte ihm Ferrari einen Formel 1 zur Verfügung, „eine Geste, die ich ihm nie vergessen werde,“ erinnert sich Vaccarella.

    Nino Vaccarella gewann zusammen mit Arturo Merzario die Targa Florio 1975 mit diesem Alfa Romeo T33/TT/12 (Aufnahme wurde während der Ennstal-Classics 2008 gemacht)
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard
    HERO Temple Rallye 2020

    Lieber Rektor als F1-Fahrer

    Überhaupt: War für den schnellen Sizilianer die Formel 1 nie ein Thema? „Ich hätte alles dem Rennsport unterordnen müssen. Meine Funktion als Rektor einer Mittelschule hätte ich aufgeben müssen – und dazu war ich nicht bereit,“ erklärt er. Trotzdem kam es im Verlauf seiner Karriere zu insgesamt acht Formel-1-Starts. Beim GP von Vallelunga schaute 1961 auf einem Cooper-Maserati ein dritter Platz heraus, beim GP von Pau im darauffolgenden Jahr wurde er mit einem Lotus sechster, und bei den vier Versuchen bei den GP von England, Monaco und Italien 1962 schaute in Monza gerade Mal ein neunter Platz heraus, 1965 scheiterte er im königlichen Park vor Mailand an der Technik seines Ferrari-Formel-1.

    Nino Vaccarella im modernen Ferrari auf der Targa Florio Strecke
    © Copyright / Fotograf: F. Mueller

    Dem Rennsport ist er nach wie vor verbunden, auch wenn er nicht sehr oft an Rennstrecken zu sehen ist. „Für eine sizilianische Tageszeitung kommentiere ich seit bald 40 Jahren die Formel-1-Rennen, also muss ich im Bild sein, was alles geschieht“, schmunzelte er.      

    Alle 20 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Keine Kommentare

     
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • SwissClassics78
    SwissClassics78