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Caracciola Kamp 1
Bild (1/1): Steyr 5-Liter (1927) - Huldreich Heusser ist beim Klausenrennen ein ernsthafter Konkurrent von Rudolf Caracciola, kämpft aber hier mit stumpfen Waffen (© Zwischengas Archiv)
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    Huldreich Heusser - Draufgänger und Rennfahrerschicksal

    9. April 2011
    Text:
    Bernhard Brägger
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    Natürlich war Huldreich Heusser auch am Klausenpass dabei. 1922 kam er auf einem schwerfälligen Tourenwagen der Marke Studebaker erst nach 31 Minuten ins Ziel. 1924 benötigte er auf einem Steyr Sportwagen noch 21:31:40. 1927 knallte er im Verlauf des Trainings zum Grossen Bergpreis der Schweiz kurz nach dem Start gegen eine Mauer und musste aufgeben.

    Über Nacht wurde der Wagen wieder gerichtet - am Sonntag konnte Heusser starten. Obwohl Hans Stuck Heusser zu den schnellsten Bergrennfahrern deutscher Sprache zählte, reichte die Zeit von 17.59.8 nicht aus, um Asse wie Adolf Rosenberger, Louis Chiron, Otto Merz oder Giuseppe Campari zu schlagen. Neuer Rekordhalter wurde Adolf Rosenberger in 17.17.0 auf einem uralten Mercedes. Die sogenannte «Grossmutter» liess diesmal all die jungen Alfa- Romeos und Bugattis alt aussehen. Auch Heussers 5-Liter/6-Zylinder Steyr musste kapitulieren. Langsam begann er sich ernsthaft nach einem konkurrenzfähigen Rennwagen umsehen. Tröstlich stimmte Heusser sicherlich der Erfolg seiner Renngefährtin Gräfin Margot Einsiedel. In 19.28.6 war sie die schnellste Frau am Klausen.

    Statt Ende der Rennerei ein neuer Bugatti

    Eigentlich wollte Huldreich Heusser am Ende der Rennsaison 1928 die Rennerei beenden. Nach 20 Jahren aktiven Sports hatte der gebürtige Schweizer und in seiner Wahlheimat Thüringen lebende Industrielle - er stellte elektronische Instrumente her - genug vom Motorsport. 1927 war ein erfolgreiches Jahr. 14 erste Plätze und 6 Streckenrekorde gab es zu feiern. Doch sein Steyr entsprach nicht mehr den neusten Kenntnissen des Rennwagenbaus. Und so schaffte er sich, wie viele Herrenfahrer auch, einen Bugatti vom Typ 35 B an, den reinrassigen Rennwagen mit 2,3 Liter-Achtzylindermotor und Kompressor.

    Sieg über Chiron und Caracciola

    Dann kam der 4. August 1928. Das Internationale Rennen um den A.D.A.C.-Bergrekord am Schauinsland lockte Zehntausende an die 12 Kilometer lange Strecke zwischen Günterstal und der Passhöhe. Kaum jemand setzte auf Huldreich Heusser, der seinen neu erworbenen Bugatti 35 B in der Sportwagenkategorie gemeldet hatte. Zuviele klingende Namen zierten die Startliste: Caracciola, Chiron, von Morgen, Prinz zu Leiningen.

    Doch Heusser liess sich ab deren Palmares nicht einschüchtern und jagte seinen Bugatti in 9:44,4 zur Passhöhe hinauf. Rosenbergers Streckenrekord aus dem Vorjahr war um volle 26 Sekunden unterboten. Nun war die Reihe an den Rennwagen. Bei Louis Chiron blieben die Uhren nach 9.51.4 stehen. Aber auch Rudolph Caracciola auf seinem Mercedes SSK hatte nicht den Hauch einer Chance. Er musste sich zeitgleich mit Chiron geschlagen geben. Die Sensation am Schauinsland war perfekt. «Tausend dank für dein Telegramm. Der Sieg war einfach herrlich. Alles andere gelegentlich mündlich,» schrieb Huldreich Heusser dem Gabelbacher Rennleiter Max Kirscht.

    Tod in Bad Buckov

    Es war längst kein Geheimnis mehr, das Heusser und Caracciola eher frostig miteinander verkehrten. Caracciola jung und doch kühl berechnend, Werksfahrer mit bestem Material ausgerüstet, ohne finanzielle Sorgen. Auf der anderen Seite Heusser, ein stürmischer Draufgänger, der als Fahrer oft an der Grenze seiner Möglichkeiten und als Industrieller mit finanziellen Problemen kämpfte. Nicht immer mit dem besten Material antretend, musste er oft mehr riskieren als andere. Aber hier in Buckov auf dem fürchterlichen Rundkurs mit Einzelstart sah Heusser eine weitere Chance den «Caratsch» zu packen und dabei Ehre und vor allem Geld zu holen.

    Doch es kam alles anders. Beim Überholen eines langsamen Mitkonkurrenten touchierte Heusser auf der als Rennstrecke völlig ungeeigneten Schotterstrasse einen Wehrstein. Der rote Bugatti schleuderte gegen einen Baum und stürzte die Böschung hinunter. Für den Beifahrer Fritz Feldmann kam jede Hilfe zu spät; Heusser erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Das Rennen wurde unverzüglich abgebrochen.

    Zwei Wochen nach seinem Sieg über Chiron und Caracciola wurde Huldreich Heusser in seiner Wahlheimat Kleinschmalkalden zu Grabe getragen. In Buckow wurde nie mehr ein Automobilrennen gestartet.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ac******:
    24.07.2017 (01:28)
    Der Ort, in dessen Nähe Huldreich Heusser tödlich verunglückte, wird richtig Buckow (damals mit dem Zusatz Bad) und nicht Buckov geschrieben. Der Name seines Beifahrers wird auf dem dortigen Gedenkstein mit Otto Feldmann, nicht mit Fritz Feldmann, angegeben. Wer kennt denn nun das richtige Geburtsdatum von Huldreich Heusser? Das Heimatmuseum seines Wohnortes nennt den 2. November 1882, bei WIKIPEDIA heißt es dagegen 1. November 1889. Das sind immerhin 7 Jahre und 1 Tag Unterschied!
    mi******:
    01.07.2016
    Sorry, habe noch einmal weiter recherchiert: Heusser fuhr tatsächlich bis 1928 Steyr und fuhr damit auch viermal die schnellste Zeit beim Gabelbachrennen in Ilomenau. Anderslautende Informationen sind falsch. Wie so häufig im Internet: Trau schau wem..
    Den Bugatti erwarb er übrigens vom Zürcher Josef Merz, der Wagen war rot lackiert.
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