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Achille Varzi - Episoden zwischen Fiktion und Wirklichkeit aus dem Leben des legendären Rennfahrers

Erstellt am 18. Juni 2012
, Leselänge 13min
Text:
Bernhard Brägger
Fotos:
Archiv Bernhard Brägger 
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Archiv 
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Auf dem Friedhof in Galliate

Achille Varzi (1904-1948)Es ist kurz vor sechs Uhr abends. Spätherbst. Leichter Regen fällt. Nebel. Luigi der Friedhofgärtner von Galliate wischt mit seinem Stahlbesen verwelkte Blätter auf. Seit Stunden freut er sich auf den Feierabend. Kaum zehn Friedhofbesucher hat er heute gezählt. Seine Zia von der Via Rocca etwa, die immer noch um ihren Fidanzato trauert – den Cesare, der vor über zwanzig Jahren als stolzer Faschist gegen die Äthiopier in den Krieg zog, geblendet von Mussolinis Grössenwahn, dem Neuen Römischen Imperium. Seither ist er verschollen, der Cesare. Die Anna von der Via Gaetano Bottini, immer mit schwarzem Kopftuch, das „Santa Maria, Mater Dei, ora pro nobis peccatoribus“ vor sich hin murmelnd, den Blick starr auf den sandigen Boden gerichtet.

Eine Limousine hält vor dem Friedhoftor. Der Chauffeur öffnet die rechte hintere Türe des Mercedes. Eine ganz in schwarz gekleidete Frau steigt aus, sucht Schutz unter dem schwarzen Regenschirm und schreitet zum offenen Tor. Argwöhnisch beobachtet Luigi die Fremde. „Was will sie da, die Signora um diese Zeit? Kann sie nicht zu den üblichen Öffnungszeiten kommen? Wie alle andern Leute auch? Jetzt schliesse ich. Basta. Sono le sei.“ Als ob die Fremde seine Gedanken lesen könnte, geht sie auf Luigi zu und flüstert: „Solo cinque minuti per favore. Zeigen Sie mir die Tomba della Famiglia Varzi.“ Der kaum hörbare deutsche Akzent macht Luigi neugierig. „Sie hat bestimmt eine lange Autofahrt hinter sich oder ist sie auf dem Flugplatz von Malpensa gelandet? „Folgen Sie mir!“ Nach wenigen Schritten zeigt er in südlicher Richtung, dorthin wo die Familiengräber der eingesessenen Familien die vergängliche Pracht und Reichtum symbolisieren. Und wenige Meter später. „Eccolo qua“ Die Signora in schwarz nickt ihm leicht zu, nähert sich dem Grab, verharrt einen kurzen Augenblick, als wolle sie ein Gespräch beginnen, bückt sich plötzlich und legt eine Blume aufs Grab. Sekunden später schreitet sie an Luigi vorbei, flüstert kaum hörbar „grazie“, lässt sich vom Chauffeur die Türe öffnen und ohne einen Blick zurück nimmt sie Platz im dunklen Fond der Limousine. Langsam, ohne unnötige Geräusche verursachend, verlässt der Mercedes mit dem Münchner Kennzeichen den Parkplatz. Einzig das Knirschen der weissen Kieselsteine unter den Reifen ist noch einige Sekunden lang zu hören.

Luigi schliesst das Tor – seine Kollegen vom Calcio Club erwarten ihn wie jeden Abend in der kleinen Espressobar. „Warum bist du so schweigsam? Was ist passiert? Hat dich die Freundin verlassen? Erzähl!“ Eine Signora aus dem Norden hat heute die Varzis besucht. Eine ganz in schwarz gekleidete, elegante Signora. So wie sie in der „Gazetta Moda“ abgebildet sind: Schwarzer Hut, schwarzer Regenmantel, ein Kostüm, anthrazit, eine schwarze Ledertasche, schwarze, schmale Schuhe mit hohen Absätzen. Ihre grauen, kurzen Haare sind fast gänzlich von Hut und Schleier bedeckt. Und wisst ihr, was die Signora für eine Blume auf die Grabplatte des Achille Varzi gelegt hat? Einen Schlafmohn mit lilafarbenen Blütenblätter.“

Der Grand Prix von Tripolis 1936

Das Siegerfest 1936 im Gouverneurspalast von Tripolis in der italienischen Kolonie Libyen nähert sich dem Höhepunkt. Im Mittelpunkt steht natürlich Achille Varzi, der Sieger auf der 13,1 km langen Mellaha, der schnellsten GP-Strecke der Welt. Sie besteht eigentlich nur aus zwei langen Geraden, beide für 300 km/h gut! Nach seinen grossen Erfolgen 1935 auf Auto Union am GP von Tunis und an der Coppa Acerbo im italienischen Pescara ist Varzi erneut der gefeierte Italiener auf dem deutschen Wagen.

Palazzo Reale in TripolisAchille, der introvertierte aus Gallarate, der Stilist, der ehemaligen Motorradrennfahrer, der bis heute nie einen nennenswerten Unfall erlitten hat. Achille hat den heiklen Schritt vom 8-Zylinder Alfa Romeo P3 mit Frontmotor und Starrachsen zum 16-Zylinder Auto Union mit Mittelmotor und einzeln aufgehängten Achsen ohne den geringsten Kratzer überstanden. Er steht heute am 10. Mai als Autorennfahrer auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

1936 wird dieser Typ C erstmals mit einem Hubraum von 6 Litern eingesetzt. Der V-Motor von Ferdinand Porsche entwickelt bei 5 200 U/Min. sage und schreibe 520 PS! In 2 Jahren hat 16-Zylinder 225 PS Zuwachs bekommen. Am Fahrwerk mit Einzelradaufhängen vorne und hinten, Schwingachsrohren, Torsionsstäben sind nur geringe Verbesserungen festzustellen. So hat der Typ C immer noch Reibungsstossdämpfer! Auch die grösste mögliche Bereifung (7.00 x 22 /7.00 x 24 ist mit dieser brutalen Kraft völlig überfordert. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 227 km/h wie hier in Tripolis, fressen sich die Reifen selber auf!

Am Ehrentisch sitzt Achille Varzi. Vorletztes Jahr Sieger auf Bugatti, letztes Jahr auf Auto Union und heute erneut Sieger auf Auto Union. Neben ihm beherrscht Italo Balbo das Bankett: Generalgouverneur und Gastgeber, fanatischer Faschist, engster Weggefährte Mussolinis auf dem Weg zum Diktator, brutaler Anführer der faschistischen Milizen, den Schwarzhemden. Zum populären Fliegerhelden ist Balbo durch zwei Massenüberquerungen des Atlantiks mit Savoia-Marchetti Flugzeugen des Typs S.55 geworden: 1930 mit 12 Bombern nach Rio de Janeiro und 1933 mit 24 dieser mit zwei Isotta Fraschini Triebwerken bestückten Kriegsmaschinen.

Balbo überquert mehrfach den Atlantik mit Savoia-Marchetti Flugzeugen des Typs S.55 und wird als Held gefeier

Mussolini ernennt ihn zum Luftmarschall. Doch kaum zurück aus den USA ist er beim Duce in Ungnade gefallen. Neid? Missgunst? Kratzt er am inszenierten, persönlichen Heldenimage des Duce? Balbos Brutalität wird es ja kaum gewesen sein? 1933 ist er nach Libyen zwangsversetzt worden. Hier soll er italienischen Siedlern brauchbare Strassen bauen. Und jetzt - nach seinem erneuten Sieg in Tripolis - erwartet Varzi von Balbo geehrt zu werden. Balbo steht auf, erhebt das Glas und prostet Hans Stuck zu und nennt ihn den „vero vincitore“. Varzi ist sprachlos. Mit versteinerter Miene verlässt er die Siegesfeier und kehrt ins Hotel zurück. Gerüchte machen die Runde. Stallorder nennen es die einen, Schiebung die andern. Und noch zur gleichen Stunde kommt die Politik der beiden Achsenmächte Italien und Deutschland ins Gerede. Propagandaminister Goebbels soll persönlich dem neuen Auto Union Rennleiter Dr. Karl Feuereissen befohlen haben, dass Varzi zu siegen habe - Varzi der Italiener aus Gallarate auf einem deutschen Rennwagen! Lassen wir die letzten drei Runden Revue passieren. Feuereissen sorgt für totale Verwirrung. Stuck bekommt die grüne Flagge gezeigt, das werksinterne Zeichen für langsamer fahren, für ultimativeTempoverminderung. Beide Piloten wissen nichts vom Telegramm aus Berlin. Stuck verlangsamt wie befohlen, Varzi kommt ihm immer näher. Er setzt trotz der versandeten Mellaha am Wüstenrand, alles auf eine Karte, überholt Stuck in der Meinung, dieser habe ein technisches Problem. Balbo kann diese Ungeheuerlichkeit weder als Gouverneur noch als Ehrenstarter verhindern. Varzi gewinnt mit vier Sekunden Vorsprung. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass Balbo die Politik der beiden Diktatoren nicht goutiert. Er kritisiert Mussolinis Begeisterung für Hitler. 1938 wird er sich gegen die auch in Libyen geltenden Judengesetze auflehnen und lange vor Kriegsausbruch wird er sich für eine neutrale Aussenpolitik Italiens stark machen. Unmissverständlich prophezeit er die Katastrophe der Achsenmächte. Am 28. Juni 1940 wird Italo Balbo von der eigenen Flak über der libyschen Wüste abgeschossen!

Und Achille Varzi? Ein Woche später verunglückt er am GP von Tunis. Varzi geht sofort in Führung, riskiert zu viel, stürzt. Wie durch ein Wunder kommt er beim Überschlag ohne gravierende Verletzungen davon. Es ist Achilles erster schwerer Unfall. Ob er die Schmach von Tripolis rächen wollte und dabei sich selber untreu geworden ist?

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Die schöne Ilse

Nach dem Grand Prix von Tripolis 1936 ist Achille Varzi nicht mehr der alte. Er kommt unpünktlich zu den Trainingssitzungen, vernachlässigt sein Äusseres, seine so gewählte Sprache wird vulgär. Sein sicherer Fahrstil leidet. Er wird jetzt häufig in Gesellschaft einer blonden, bildhübschen Frau gesehen. Ilse heisst sie. Gerüchte machen die Runde. Journalisten, Team-Rennleiter, Mechaniker, der dicke Neubauer von Mercedes….alle wissen Neuigkeiten, streuen Gerüchte, suchen nach Sensationen. Von Varzi dem Schweiger ist nichts zu erfahren. Varzi sei krank, schwer krank. Körperlich, psychisch. Drogen sollen seine Schmerzen stillen. Von der blonden Ilse kriege er das Zeug. Sie sei schuld. Ihr Exmann Paul Pietsch, der Rennfahrer und Unternehmer soll froh sein, das blonde Gift an Varzi abgetreten zu haben! Und Italo Balbo? Er sei der Auslöser der ganzen Misere. Mit seinem deplatzierten Trinkspruch habe er Varzi schwer beleidigt, gedemütigt. Italo Balbo habe ihm die Ehre genommen und auch Rennleiter Feuereissen sei nicht unschuldig, der sich im fernen Afrika zur Marionette der Nazibonzen in Berlin gemacht habe. Morphium solle dem Campionissimo über seine seelischen und körperlichen Schmerzen hinweg helfen. Morphium als schmerzstillendes Medikament ist einfach zu kriegen, in der Apotheke, beim Arzt. Und in der Gesellschaftsschicht, der Schönen und Reichen, der Künstler, Schauspieler, der Exzentriker gehört diese Droge schon seit Jahren zum guten Ton.

Doch Varzi bäumt sich gegen den Sturz ins Bodenlose auf. Am GP in Budapest wird er Dritter, am GP der Schweiz in Bern Zweiter. Dort habe Feuereissen sein Hotelzimmer vom Arzt der Auto Union durchwühlen lassen. Und der soll fündig geworden sein: Morphium. Also doch? Varzi bekommt beim GP von Italien eine letzte Chance. Im Training schlägt er das grosse Ass bei Auto Union, den ehemaligen Motorradrennfahrer Bernd Rosemeyer, der ohne Rennerfahrung auf vier Rädern innert kurzer Zeit zum Dominator der GP-Rennszene wurde. Zu mehr reichen Varzi Kräfte nicht mehr aus. Feuereissen schmeisst ihn aus dem Team. Ein erfolgloser Drogensüchtiger gehört nicht in einen Rennwagen, kann nicht zum Volkshelden hochgejubelt werden. Der Varzi passt weder ins Weltbild der Nazis noch der Faschisten.

Achille Varzi (1904-1948)Mit dem unzerstörbaren Nuvolari, dem fanatischen, verbissenen Kämpfer ist Staat zu machen. Er ist der Prototyp des italienischen Volkshelden. Nuvolari begeistert die Massen, stürzt, steht auf, ist erneut am Start, mit eingegipsten Knochen. Er ist der einzige, der durch sein Können, seinen verbissenen Kampf, seinen Ehrgeiz den übermächtigen Rennfahrzeugen aus dem Reich der Herrenrasse Paroli bieten kann. Varzi verschwindet. Mit ihm die Ilse. Sie sollen in Mailand leben. In einem Hotel. Später in einer Klinik. Entziehungskur. Wo weiss niemand so genau. Seine Familie schottet ihn ab. Den Pass wollen sie ihm- und der Ilse entziehen, ihm dem Varzi, dem "Eroe" auf verblichenen Titelseiten der Gazetta dello Sport.

Und Ilse? La Bionda wird zur Buhfrau der Renntifosi, der Medien, der ganzen Grand Prix-Szene. Nuvolari, Varzis Freund im Alltag, aber Feind auf der Rennpiste, wird sich 1938 in den Auto Union Typ D setzen und am 11. September den Grossen Preis von Italien gewinnen. Ausgerechnet er, das italienische Idol, in einem deutschen Auto wird Sieger in Monza. Aber in Wirklichkeit reichen sich die Faschisten und Nazis schon längst die Hände. Am 1. September 1939 bricht der Zweite Weltkrieg aus. Jetzt plagen die Menschen andere Sorgen. Ilse, Varzi, Nuvolari sind kein Thema mehr.

Doch Hans Stuck soll die Ilse noch gesehen haben, in München, auf der Strasse, nach Geld bettelnd um die Hotelrechnung zu begleichen, um sich einen Pass zu besorgen. Sie wolle Achille in Italien besuchen. Am andern Tag machen sich in München Gerüchte breit. Ein Suizidversuch auf offener Strasse. Oder war’s im Hotel? Eine Blonde, eine schöne Frau sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Mit durchschnittenen Pulsadern! Besucher werden abgewiesen. Wer weiss die Wahrheit? Ilse wird erneut heiraten. Zum vierten Mal. Einen Sänger.

Die Katastrophe von Bern 1948

Ich war damals sechs Jahre alt. Meine Erinnerungen sind verworren, diffus. Doch einige Details sind da. Wie immer verbrachte ich den Sommer bei meinen Verwandten in Orino einem kleinen Dorf in Oberitalien. Zur Sommerszeit platzte in den ersten Nachkriegsjahren dieses Orino aus allen Nähten.“ I Milanesi“, wie meine Zias und Zios in leicht despektierlichem Ton die Mailänder betitelten. Wer es sich in Mailand leisten konnte, zog ans Meer oder in die Berge. Dass eines Tages für die Sportbegeisterten mir Unverständliches geschehen war, konnte ich am andern Tag an der verwaisten Bocciabahn beim Albergo Milano feststellen. Die Männer waren zwar da, spielten aber nicht. In der Bar wurde diskutiert, gestikuliert. Ich verstand kein Wort. Doch auffallend viele hatten eine rosarote Zeitung bei sich: eine Sportzeitung. Einige schauten den Lesern neugierig über die Schultern, andere sassen still in einer Ecke.

Erst Jahre später begriff ich, was an jenem Tag geschehen war. Ein italienischer Rennfahrer, ein bekannter, soll am 1. Juli um sein Leben gekommen sein. Varzi hiess er. Der Campionissimo aus Galliate der kleinen Stadt auf halbem Weg zwischen Milano und Orino. Sozusagen der Nachbar der Bocciaspieler an der Bar des Albergo Milano in Orino. Varzi befreite sich während der Kriegsjahre von seiner Sucht .Seine grosse Liebe, die Ilse, verschwand von seiner Seite. Varzi hatte seine Jugendliebe Norma Colombo geheiratet.

Er starb bevor das Rennen gestartet wurde. Im ersten Training zum Grossen Preis von Europa in Bern. Bei strömendem Regen war er nochmals in den Alfa Romeo Tipo 158 (1,5 Liter, 8-Zylinder, Doppelkompressor, ca. 300 PS, Methanol, 700 kg schwer) eingestiegen, nur wenige Minuten vor dem offiziellen Trainingsende. Sekunden später war er tot. Fuhr er zu schnell, überforderte ihn bei der wasserüberfluteten Strecke die Kraft des jetzt mit einem Doppelkompressor ausgerüsteten 1,5-Liter? Beim Posten 4 in der S-Kurve in der abfallenden Jordenrampe kam Varzi ins Schleudern, drehte sich, touchierte die Holzabsperrungen. Die Alfetta überschlug sich. Varzi stürzte auf die Strasse. Varzi blieb stumm - für immer. Wenige Stunden vorher prallte der beste Motorradrennfahrer der Zwischenkriegszeit Omobono Tenni aus dem Veltlin gegen einen Baum. Zwei tote Rennfahrer innert kurzer Zeit!

Italien trauerte. Varzis Gattin wünschte, dass Alfa Romeo das Rennen trotz ihres toten Gatten fahre. Carlo Felice Trossi gewann. Der alternde Graf schürte keine Emotionen. Die Leistungen der jungen Italiener Nino Farina und Alberto Ascari genügten noch nicht, um die Tifosi neu in zwei Lager zu spalten – wie damals vor dem Krieg. Den Jungen fehlte das Charisma des Varzi, des jetzt schwerkranken Nuvolari. Fünf Jahre später starb Nuvolari und mit ihm die legendäre, leidenschaftliche und von der Politik manipulierte Rennepoche der 30er-Jahre.

Der Grand Prix 1948 forderte ein drittes Opfer: den Schweizer Christian Kautz. Als junger Nachwuchsfahrer in den 30er-Jahren sowohl von Mercedes als auch von Auto Union verpflichtet, hatte er sich von Gigi Platé – Rennfahrer und Rennstallbesitzer - einen Maserati 4 CL gemietet und verunglückte in der ersten Runde tödlich. An der gleichen Stelle wie Tenni. Am Ende der Wohlenrampe. Der Kurs im Bremgartenwald kam in die Schlagzeilen. Erstmals wurde von einem Verbot gesprochen. Schon 1947 gab es drei tote Zuschauer, 1948 drei tote Rennfahrer. Aber erst sechs Jahre später bewirkte die Katastrophe von Le Mans ein Umdenken. Strecken wie in Bern entsprachen nicht mehr dem sich endlich anbahnenden Sicherheitsdenken. Dass kirchliche und politische Kreise diese Unfälle zum Anlass nahmen, den Rundstreckenrennsport ganz zu verbieten, ist ein anderes Thema.

Zum hundertsten Geburtsjahr von Christian Kautz soll nächstes Jahr in Zug, seinem Wohnort, eine Ausstellung sein kurzes, intensives Leben würdigen.

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Verwendete Quellen

  • Achille Varzi – mito e leggenda (Gianfranco Capra)
  • Auto Union Grand Prix Wagen (Knittel Stefan)
  • Auto Rennsport (Adriano Cimarosti)
  • Die grossen Fahrer von einst (Richard von Frankenberg)
  • L’ombra oscura di Nuvolari (Georgio Terruzzi)
  • Männer, Frauen und Motoren  (Alfred Neubauer)
  • Una Curva Cieca     (Giorgio Terruzzi)
  • Verstummte Motoren (René Häfeli)
  • Grand Prix Suisse (Adriano Cimarosti)
  • Automobil-Revue, Bern            
  • Archiv Brägger
  • Gazetta dello Sport, Milano

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