Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Oldtimer Galerie Toffen
Bild (1/13): Lola T70 Mk III (1968) (© Julien Mahiels, 2012)
Fotogalerie: Nur 13 von total 147 Fotos!
134 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.
 
Oldtimer Galerie Toffen
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Spa Classic 2012 - Kampf der Prototypen und Monoposti in den Ardennen

    Erstellt am 3. Juni 2012
    Text:
    Julien Mahiels
    Fotos:
    Julien Mahiels 
    (147)
     
    147 Fotogalerie
    Sie sehen 13 von 147 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    134 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Bereits zum zweiten Mal fand die Spa Classic am Wochenende des 26. und 27. Mai 2012 statt und zog 13’000 Besucher an, die sieben Rennserien bei schönstem Frühlingswetter verfolgen konnten.

    Die Rennstrecke von Spa im hügeligen Ardennenland wurde vor fast hundert Jahren konzipiert und beherbergte in ihrer langen Geschichte immer wieder spannende und sogar legendäre Rennen.

    Mit den Spa Classic wird an die gloriosen Rennschlachten der vergangenen Zeit erinnert, als sich Porsche und Ferrari, nebst anderen, härteste Duelle lieferten.

    Die diesjährige Spa Classic war der Ecurie Francorchamp gewidmet, deren Besitzer Jacque Swaters kürzlichst verschieden ist. Zu seinen Ehren wurden einige der berühmten gelben belgischen Ferraris gezeigt und eine Rallye organisiert.

    Gruppe C Rennwagen und Sportprototypen (1982-1993)

    Die Gruppe-C-Fahrzeuge liessen mit Rundenzeiten aufhorchen, die nahe an denen heutiger Sportprototypen lagen. Das Teilnehmerfeld war eindrücklich und der Kampf an der Spitze spannend. Gareth Evans hatte seinen Sauber-Mercedes C9 auf die Poleposition gestellt, notabene mit der fast schon magischen Rundenzeit von 2:12.712 (zum Vergleich: beim diesjährigen 6-Stunden Rennen von Spa brauchte der Audi R18 2:02.437 bei gleichem Streckenlayout).

    Sauber Mercedes C9 (1989) - Spa Classic 2012
    © Copyright / Fotograf: Julien Mahiels

    Im Rennen konnte er aber diese Position vorerst nicht nutzen und Peter Meyrick ging auf seinem Spice SE89 in Führung. Als der Motor von Meyrick aber Probleme zeigte, übernahm Evans die Führung, wurde aber bis zum Schluss vom Jägermeister Porsche 962 bedrängt. Nach 24 Runden betrugt die Differenz zwischen dem Ersten und dem Zweiten nur gerade 1,558 Sekunden.

    Beindruckend waren auch die Lancia-Sportwagen, wurde doch der Wagen von Henrik Lindberg mit über 280 km/h gemessen im Training. Im Rennen erreichte der schnellste Lancia LC2 unter Rupert Clevely dann den fünften Platz.

    Rangliste (Top 5):

    1. Gareth Evans, Sauber-Mercedes C9 (1989), C1, 167,4 km/h
    2. Cristophe D’Ansembourg/Hervé Regout, Porsche 962 (1990), C1, 167,3 km/h
    3. Mike Donovan, Spice SE88 (1988), C2, 163,7 km/h
    4. Steve Tandy, Nissan R90CK (1990), C1, 161,9 km/h
    5. Rupert Clevely, Lancia LC2 (1984), C1, 156,2 km/h

    Historische Formel 1 (1966-1985)

    An Teilnehmerschwund litt das historische Formel-1-Feld, nur neun der gemeldeten 13 Fahrzeuge fuhren in Training und Rennen mit. Nie waren die beiden Siege von Joaquin Folch auf seinem Brabham BT49C von 1981 in Gefahr. Hinter ihm setzte sich Jean Michel Martin auf dem schönen Fittipaldi F8 von 1981 auf dem zweiten Platz durch, während sich Christoph d’Asembourg auf Williams FW07 von 1981 und Richard Eyre auf Williams FW08 von 1982 um den letzten Platz auf dem Podium stritten. Die restlichen Fahrer folgten mit mindestens Rundenabstand.

    Fittipaldi F8 (1981) - Spa Classic 2012
    © Copyright / Fotograf: Julien Mahiels

    Historische Formel 2 (1967-1978)

    Glichen die Rennen der historischen Formel 1 eher einer Prozession, so zeigten die Formel-2-Piloten dem Publikum, was es zu sehen erhoffte: Rad-an-Rad-Kämpfe von der ersten bis zur letzten Runde. Im ersten Rennen konnte sich zu keiner Zeit ein Fahrer seiner Position sicher sein. Nach elf Runden ging schliesslich Philip Harper auf seinem Ralt RT1 als Sieger aus dem Duell mit Matthew Watts hervor und bewies damit den Wert seiner langjährigen Rennerfahrung.

    Ralt RT1 (1978) - Spa Classic 2012
    © Copyright / Fotograf: Julien Mahiels

    Dahinter kämpften Peter Meyrick auf March 782 und Hans Peter auf einem Ralt RT1 um den dritten Platz, der Schweizer Peter konnte sich dabei durchsetzen. Im nicht weniger spannenden zweiten Rennen war Meyrick erfolgreicher und erreichte den zweiten Platz hinter Philip Harper, auf dem dritten Rang lief wiederum Hans Peter ein.

    CER1 - Rennprototypen (1966-1971) und GT (1966-1974)

    Ein wahrhaft beeindruckendes Starterfeld präsentierte sich im Rennen der “Classic Endurance Racing 1”: Porsche 908, Porsche 910, Chevron B 16, McLaren M1B, Lola T70, Porsche 911 RSR, Chevrolet Corvette, Ford GT 40, Ferrari Daytona. Da wurden Erinnerungen an die guten alten Zeiten des Langstreckensports wach, als Piloten noch mit übersteuernden und rutschenden Rennwagen kämpften.

    Sandy Watson/Martin O’Connell liessen der Meute der Lola T70 auf ihrem Chevron B19 von 1971 keine Chance, erkämpften sich die Pole Position und den Sieg im Rennen über 23 Runden mit einem Schnitt von 157,3 km/h. David Hart, der Sieger vom Vorjahr, wurde auf dem Lola T70 sicherer Zweiter, während hinter ihm Marc Hevia auf dem McLaren M1B mit Marc Devis auf einem weiteren Lola T70 um den dritten Platz kämpfte.

    Porsche 908/4 (1970) - Spa Classic 2012
    © Copyright / Fotograf: Julien Mahiels

    In der GT-Klasse fand der klassische Kampf zwischen Porsche und Ferrari statt, den Didier Denat auf seinem 911 RSR 3.0 schliesslich gegen Jean-Michel Martin auf dem Ecurie Francorchamps Ferrari Daytona für sich entschied, gefolgt von zwei weiteren Porsche.

    Rangliste Prototypen:

    1. Sandy Watson/Martin O’Connel, Chevron B 19 FVC (1971), 23 Runden
    2. David Hart, Lola T70 Mk III B (1969), 23 Runden
    3. Marc Devis, Lola T70 Mk III (1969), 23 Runden
    4. Marc Hevia, McLaren M1B (1966), 23 Runden
    5.  Alberto Francioni, Lola T70 Mk III (1968), 22 Runden

    Rangliste GT:

    1. Didier Denat, Porsche RSR 3.0 L (1974), 21 Runden
    2. Jean-Michel Martin, Ferrari Daytona Gr IV (1970), 21 Runden
    3. Wolfgang Kaufmann, Porsche 911 RSR (1974), 21 Runden
    4. Bernhard Moreau, Porsche 911 RSR 2.8 (1973), 21 Runden
    5. Juan Orjuela/Santiago Orjuela, Porsche RSR 3.0 L (1974), 21 Runden

    CER2 - Rennprototypen (1972-1979) und GT (1975-1979)

    Wie schon bei den älteren Rennprototypen behielt ein Chevron auch beim Feld der Fahrzeuge von 1972 bis 1979 die Oberhand. Einmal mehr blieben Sandy Watson/Martin O’Connel auf ihrem Chevron B36 von 1976 siegreich. Dahinter aber tobte ein spannender Kampf zwischen Patrice Lafargue auf dem Lola T 298, Loic Deman im Osella PA4 und Dominique Guenat auf einem Lola T 286. Der Rad-an-Rad-Kampf wurde dann durch einen wilden Abflug Dominque Guenats beendet, als er in der schnellen Kurve von Blanchimont die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, was glücklicherweise ohne ernste Folgen für den Piloten ausging.

    Nach fünf Runden hinter dem Safety Car wurde die Schlacht um den dritten Platz zwischen Loic Deman, Marc Devis, Eric Mestdagh und Michel Quiniou neu lanciert. Schliesslich konnten Devis/Regout auf Lola T 298 BMW den dritten Rang nach Hause fahren.

    Bei den GT-Fahrzeugen dominierte Nicolas D’leteren auf dem Porsche 935 K3, bis ein elektrisches Problem ihn (wie schon im Training) zum Zuschauen zwang. Es erbte Christian Traber auf dem BMW M1, nachdem er Ralf Heisig auf dem 1976-er-Turbo nach einem 21-Runden-Kampf niederringen konnte.

    Porsche 935 K3 (1979) - Spa Classic 2012
    © Copyright / Fotograf: Julien Mahiels

    Rangliste Prototypen:

    1. Sandy Watson/Martin O’Connel, Chevron B36 BDG (1976), 21 Runden, 144,9 km/h
    2. Patrice Lafargue, Lola T 298 BMW (1979), 143,3 km/h
    3. Marc Devis/Hervé Regout, Lola T 296 BMW (1976), 143,1 km/h
    4. Eric Mestdagh, GRD 73 S BMW (1973), 142,0 km/h
    5. Jean Guikas, Porsche 908/4 (1970), 141,4 km/h

    Rangliste GT:

    1. Christian Traber, BMW M1 (1979), 21 Runden, 140,0 km/h
    2. Rolf Heisig, Porsche 911 Turbo (1976), 21 Runden, 139,9 km/h
    3. Michael Föveny/Roitmayer, Porsche 935 (1978), 20 Runden, 136,0 km/h
    4. Eric Maris, Porsche 935 (1979), 132,6 km/h
    5. Jean-Marc Merlin/Yvan Mahe, Porsche 935 (1978), 130,7 km/h

    Sechzigerjahre-GT-Langstreckenfahrzeuge (GT vor 1966, Sportwagen vor 1963)

    Einige der legendärsten Fahrzeuge der Fünfziger- und frühen Sechzigerjahre gingen in einem Lauf über zwei Stunden an den Start. Vom Lotus Elite, über die kraftstrotzenden AC Cobra bis zu den schönen Ferrari 250 GT SWB und den kreischenden Porsche 911, alle waren sie am Start.

    Die Geschwindigkeitswertung wurde erwartungsgemäss eine Cobra-interne Sache, während bei der Index-Wertung, die älteren und leistungsschwächeren Fahrzeugen bessere Chancen lässt, ausschliesslich Lotus auf den ersten drei Plätzen auftauchte.