Grand Prix Historique de Monaco 2021 - Today is Race-Day!

Erstellt am 26. April 2021
, Leselänge 5min
Text:
Daniel Reinhard
Fotos:
Daniel Reinhard 
70
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Alle Fotos vom Grand Prix Historique de Monaco 2021

Es war nicht wie gewohnt, es war mit Schwierigkeiten verbunden, doch schlussendlich war es die Strapazen wert. Das wichtigste war der negative Corona-Test, der öffnete sämtliche Türen und Tore. Der einzige wirkliche Nachteil war, dass man leider keine Zulassung zum Fahrerlager erhielt. Damit war es leider nicht möglich, mit den Fahrern zu reden und ein paar Stimmen zu sammeln.

Doch auf der Strecke war dafür so richtig was los! 

1973-76 (Serie F, Formel1)

Beginnen wir mit dem Highlight des Tages, der "Série F, F1 GP Cars 1973-76".

17 wunderbare Rennwagen standen am Start, René Arnoux im zweiten Ferrari 312B3 trat leider nicht zum Rennen an. Pole-Mann Marco Werner aus Deutschland verlor mit dem Lotus 77 (ex Gunnar Nilson) den Start an Jean Alesi im Ferrari 312B3 (ex Niki Lauda).


Zweikampf: Jean Alesi auf Ferrari 312B3 (1974) vor Marco Werners Johnny Player Special Lotus 77 beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie F (F1 Grand Prix cars - 3L, 1973 - 1976)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Der Franzose konnte sich aber nicht von Werner lösen und die beiden boten einen super Zweikampf, als ginge es um die Weltmeisterschaft. Die Lotus Nase steckte rundenlang im Getriebe des Ferrari. Einige Angriffe scheiterten, dann der fatale Versuch auf der Start-Ziel-Geraden. Die Nase des schwarzen Engländers wurde plötzlich etwas länger und touchierte den Italiener, der dann in die Boxenmauer abbog. Schwer havariert blieb der Ferrari liegen, doch Alesi entstieg dem Auto unverletzt. Werner gewinnt das Rennen vor Michael Lyons im McLaren M26 und Julier Andlauer im March 761. Doch am Podest stand dann plötzlich der Engländer ganz oben, der Franzose wurde zweiter und Marco Werner wurde nach einer Strafe nach dem Unfall mit Alesi von den Kommissaren auf den 3. Platz zurückgestuft.


Michael Lyons im McLaren M26 (1976) - beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie F (F1 Grand Prix cars - 3L, 1973 - 1976)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Schade für beide, denn hätten sie den Platz getauscht wären sie beide am Podest gestanden und der Ferrari wäre heil geblieben. Ganz klar war Werner der Schnellere der beiden und Alesi machte sich noch etwas breiter als er sowieso schon war. Nur die Aktion von Marco Werner war genauso unnötig wie die Nummer von Bottas und Russell in Imola.

1966-72 (Serie E, Formel1)

Das Zweite tolle Rennen bot die "Série E, F1 GP Cars 1966-72" 

Im Qualifying fuhr der Engländer Stuart Hall im McLaren M19A die gesamte Konkurrenz in Grund und Boden.


Der Engländer Stuart Hall im McLaren M19A (1971) - beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie E (F1 Grand Prix cars - 3L, 1966 - 1972)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Doch am Start unterlag er dem Surtees TS9 von Michael Lyons. Lyons fuhr ein absolut fehlerfreier Lauf trotz des McLarens im Nacken. Hall hatte keine Chance, an Surtees vorbeizukommen. Gross war am Ende der Frust des McLaren Fahrers über den zweiten Platz.

Der zweite Grosskampf im Rennen um den dritten Platz zwischen dem Brabham BT37 von Jamie Constable und dem Eifelland March 721 mit David Shaw am Steuer endete mit einer Berührung eingangs der Hafen-Schikane. Der Eifelland musste mit stumpfer Nase zurück an die Box, der quergestellte Brabham konnte unversehrt weiterfahren und kam als dritter ins Ziel. 


Brabham BT37 (1972) - beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie E (F1 Grand Prix cars - 3L, 1966 - 1972)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard
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1925-39 (Serie A, Vorkriegsrennwagen)

Das Rennen der Vorkriegsrennwagen wurde ebenfalls zwischen zwei grossen Dominatoren ausgehandelt. Der Frazer Nash von Patrick Blakeney Edwards war schon im Training der Schnellste und die Zeit konnte vom Schweizer Christian Traber im Talbot Lago T150C nicht geknackt werden.


Talbot-Lago T150C 'MD' (1939) - beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie A (Pre-war Grand Prix cars and Voiturettes)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Auch im Rennen war schnell klar, dass Traber gegen den Briten nicht ankämpfen konnte. Doch der Frazer Nash verlor plötzlich seinen Vortrieb und rollte aus. So durfte doch auch noch die Schweizer Hymne bei der Siegerehrung gespielt werden. Auf dem zweiten Platz stand der Österreicher Niklas Halusa mit dem Bugatti 35B und dritte Platz schnappte sich Even Sergison mit dem Maserati 6CM.

1961-65 (Serie D, Formel1)

Die zweite Podestplatzierung eines Schweizers gelang im Rennen der "Série D, F1 GP Cars 1500ccm 1961-65". Philipp Buhofer landet mit einer beherzten Fahrt im ex-Siffert Lotus 24 als Dritter auf dem Podest.


Philipp Buhofer landet mit einer beherzten Fahrt im ex-Siffert Lotus 24 als Dritter auf dem Podest - Lotus 24 Climax (1962) - beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie D (1500 - F1 Grand Prix cars, 1961 - 1965)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

An Mark Shaw im Lotus 21 kam keiner vorbei. Er war an diesem Tag in diesem Auto unschlagbar. Er liess die gesamte Konkurrenz meilenweit hinter sich. Einzig der Lotus 18 von Nick Taylor konnte ihm annähernd folgen, aber der verpatzte Start konnte nicht mehr wett gemacht werden.


Lotus 21 Climax (1961) - beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie D (1500 - F1 Grand Prix cars, 1961 - 1965)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

1948-58 (Serie B, Formel1 und Formel2)

In der "Série B, GP F1 et F2 avant 1961" gab es einen weiteren Sieg auf das Konto eines Maserati 250F. Dem Spanier Guillermo Fierro-Eleta gelang nach der Pole Position auch ein unangefochtener Start-Ziel Sieg. Der im Vergleich zum Maserat kleine Lotus 16 mit Max Smith Hilliard am Steuer konnte sich als Zweiter behaupten und Alex Birkenstock fuhr den Ferrari 246 Dino auf den dritten Platz.


Maserati 250F (1954) - beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie B (Pre-1961-F1 and F2 Grand Prix Cars)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

1977-80 (Serie G, Formel1)

Das letzte und schnellste Rennen des Tages der "Série G, F1 GP Cars 1977-80" entschied Michael Lyons mit einem Start-Ziel-Sieg im Hesketh 308E für sich.


Hesketh 308E (1977) - beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie G (F1 Grand Prix cars - 3L, 1977 - 1980)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Vom zweiten Startplatz losgefahren liess er dem Pole-Sitter Jordan Grogor keine Chance. Der zweite Platz, der irgendwie keiner wollte, war das interessanteste des Rennens. Gregors Arrows A3 blieb mit gebrochener Aufhängung liegen. Dann verabschiedete sich der zweite Arrows von Alain Férte nach einem Kontakt mit den Leitschienen mit zwei kaputten Reifen. Nun kamen die beiden Tyrrell 010 von Michael Cantillon und Evens Stievenart an die Reihe, wovon letzterer ebenfalls scheiterte. 

Cantillon wurde am Ende zweiter und die Überraschung bot noch der Ligier von Matteo Ferrer-Aza, der nach verpasstem Qualifying vom letzten Startplatz aus ins Rennen ging und am Ende noch auf das Podest fuhr. 

1952-57 (Serie C, Frontmotor Renn-Sportwagen)

In Monaco fanden nie Sportwagen-Rennen statt. Einzig Markenpokal-Rennen, welche im Programm der F1 integriert waren, wurden und werden ausgetragen. Die Strecke eignet sich schlecht für Fahrzeuge dieser Art.

So war das Rennen der Sportwagen, ausser den paar Kaltverformungen, kein Wahnsinn sondern eine angenehme Pausen Attraktion. Der Spanier Guillermo Fierro-Eleta gewann mit dem Maserati 300S wie schon mit dem 250F sein zweites Rennen. Die beiden Jaguar D- und C-Types von Niklas Halusa und Nikolas Bert wurden vom Spanier auf die Plätze verwiesen.


Maserati 300S (1957) - beim GP Historique de Monaco 2021 in der Serie C (Sports Racing cars - front engine 1952 - 1957)
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Leider hat die Corona Pandemie die Startfelder doch merklich geschwächt, aber nichtsdestotrotz war es das Wochenende mit all den verdienten Siegern wert. Hoffen wir doch, dass die 13. Austragung für einmal Glück bringt und wieder vor vielen Fans gefahren werden kann. Die Stimmung ohne Publikum vor Ort ist nicht unbedingt was man sich wünscht und all die Besitzer von den Appartements, die ihre Hypotheken mit den Renn-Wochenenden finanzieren, sehnen sich wieder nach den gefüllten Terrassen.

Alle Rennen nochmals live erleben

Wer noch nicht genug hat, kann sich nun noch die vollständigen Rennen auf youtube anschauen. Viel Spass!

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von vf******
27.04.2021 (20:38)
Antworten
Antwort an to: Was da passiert ist, nennt mann Rennunfall. Alesi war nicht schuld, aber er hat einen Fehler gemacht und es dann nicht zugegeben, so wie er schon während seiner Aktivzeit viel zu viele Fehler gemacht hat, obwohl er in einem Top-Ferrari gesessen ist. Und Werner hat weder abgeschossen noch zerstört, er konnte bei voller Beschleunigung dem stotternden Ferrari einfach nicht mehr ausweichen. Der Ferrari ist schnell wieder repariert:)
von co******
27.04.2021 (17:35)
Antworten
Bin gleicher Meinung betr. Zwischenfall Alesi/Werner.......wie vf******
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