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In neuem Glanz - Lackrestaurierung beim Oldtimer

Erstellt am 20. Juli 2020
, Leselänge 8min
Text:
Marcel Schoch
Fotos:
Marcel Schoch 
33
Spies Hecker 
2
Bruno von Rotz 
1

Wer seinen Young- oder Oldtimer restauriert, weiß, dass über den Erfolg der Restaurierung die Lackierung des Fahrzeuges entscheidet. Selbst wenn alle Vorarbeiten am Blech professionell ausgeführt wurden, kann eine schlechte oder unsachgemäße Lackierung den Gesamteindruck und Wert des Fahrzeuges nachhaltig beeinträchtigen.

Kritisch prüft der Farb-Priofi von Spies Hecker die geschliffene Oberfläche des Porsche 356 B Coupé, Bj. 1962
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Viele Hobby-Restauratoren geben ihr Fahrzeug zu einem Profi-Lackierer, um ein perfektes Lackkleid für ihr Fahrzeug zu bekommen. Doch Lackierer ist nicht gleich Lackierer, denn bei der Lackierung eines Young- oder Oldtimers muss Vieles vom Profi beachtet und mit dem Kunden abgestimmt werden, damit die Lackierung am Ende auch zum Fahrzeug passt.

Den richtigen Ton treffen

Doch bevor lackiert wird, muss sich der Fahrzeugeigentümer darüber klar werden, ob er seinen Klassiker wieder mit dem Originalfarbton lackieren möchte, oder eine andere Farbe auswählt. Es gibt wohl kaum eine Frage unter Oldtimerbesitzern die derart zu heftigen Diskussionen führt, wie das richtige Farbkleid. Entscheidet sich an ihr letztlich doch, ob ein Fahrzeug als original zu bewerten ist oder nicht. Wer hier denkt, dass der Farbton eines Young- oder Oldtimers nicht so wichtig ist – Hauptsache das Fahrzeug sieht hinterher gut aus – dem sei gesagt, dass der Farbton und die Qualität der Lackierung eines der wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Zuteilung eines H-Kennzeichens ist.

Ein guter Lackierer rührt seine Lacke und Grundierungen selbst an
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Darüber hinaus erleiden Klassiker, die falsch oder mit dem falschen Farbton lackiert wurden auch erhebliche Wertverluste. Allein diese beiden Punkte zeigen, wie wichtig es ist, sich vor einer Lackierung über die richtige Farbe Gedanken zu machen und diese mit dem Lackierer abzustimmen.

Auf Spurensuche

Doch woher weiß man, mit welcher Farbe das Fahrzeug ursprünglich lackiert wurde? Bei den meisten Youngtimern, aber auch bei jüngeren Oldtimern, ist der Farbcode des Fahrzeuges als Zahlen- und/oder Buchstabenkombination am Typenschild ablesbar. Oft gibt es auch eigene Ausstattungsplaketten, die irgendwo im Motorraum oder anderswo am Fahrzeug angebracht sind.

Wer so eine Plakette an seinem Fahrzeug findet, kann sich hierüber glücklich schätzen, denn sie geben neben dem Farbcode auch alle übrigen Ausstattungsmerkmale des Fahrzeugs zum Zeitpunkt seiner Auslieferung preis. Manch einer hat so z.B. erfahren, dass an seinem Fahrzeug ursprünglich mal Nebelscheinwerfer oder ein besonderes Sportfahrwerk verbaut war. Alles Dinge, die im Laufe eines langen Fahrzeuglebens demontiert oder verändert werden können, wie auch die Lackierung.

Das Blech der vorderen Kotflügel ist bereits für die Grundierung vorbereitet
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Lässt sich jedoch keine Ausstattungsplakette am Fahrzeug finden – und das ist oft bei sehr alten Fahrzeugen der Fall – der kann entweder in der einschlägigen Literatur nach dem originalen Farbton fahnden, Experten befragen, oder eine rasterelektronenmikroskopische und chemische Lackschichtanalyse in Auftrag geben. Jedoch bieten nur wenige Restaurierungsbetriebe, wie z.B. die Firma Ross, Schmidt & Partner in Kirchstockach (Gemeinde Brunnthal), südöstlich von München (https://kulturgut-restaurierung.de) solche Lackschichtanalysen an, da diese mit einem erheblichen Aufwand an Analysegeräten verbunden sind.

In vielen Fällen kann die Lackschichtanalyse Auskunft darüber geben, welcher Farbton ursprünglich einmal aufgebracht worden ist. Sie funktioniert aber nur, wenn das Fahrzeug noch unter dem modern aufgebrachten Lack oder Lacken noch Spuren der Original-Lackierung verbirgt. Wurde das Fahrzeug irgendwann einmal gründlich entlackt, wird auch die Lackschichtanalyse kein Ergebnis erbringen.

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Gewissenhafte Vorbereitung

Trägt das Fahrzeug jedoch noch sein originales Farbkleid und steht lediglich eine Beilackierung an, müssen, bevor man den Farbton vergleichen, beurteilen oder vermessen kann, die an die Reparaturstelle angrenzenden Flächen mit silikonfreier Politur aufpoliert werden. Denn oft hat der alte Lack über die Jahre an Glanz eingebüsst.

Mit so einem Schwingschleifer arbeiten die Profis, um Lack vom Blech zu schleifen
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Würde nämlich neben dem unpolierten Lack mit dem originalen Farbton beilackiert, könnte selbst ein Laie wegen des frischen Glanzes auf den ersten Blick erkennen, wo sich die Reparaturstelle befindet. Hierbei muss der Profi unterscheiden, ob es sich um eine Kleinstreparatur (gemeint ist hier die Größe eines DIN A4-Blattes) innerhalb eines Karosserieteils oder um ein komplettes Karosserieteil mit einer Farbtonangleichung an die nächst angrenzende Karosseriefläche handelt. Unter Umständen ist dann der Lack des gesamten Fahrzeuges aufzupolieren, bevor eine Beilackierung durchgeführt werden kann.

Elektronische Farbtonsuche

Ist der Lack des Fahrzeugs bzw. um die Reparaturstelle für die Beilackierung vorbereitet, kann jetzt der richtige Farbton ermittelt werden, um zuverlässig Farbtonunterschiede zu verhindern. Die Spezialisten des Kölner Lackproduzenten Spies Hecker bieten für diesen Arbeitsschritt das Farbtonmessgerät Color Dialog spectro an, welches dem Lackierer die Farbtonermittlung erleichtern kann.

Mit dem Farbmessgerät Color Dialog spectro von Spies Hecker ist eine genaue Farbbestimmung kein Problem
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Die Lack-Profis von Spies Hecker, die mit diesem Gerät fast täglich arbeiten, wissen, dass bei über 45000 Serienfarbtönen, die weltweit existieren, und ca. 600 neuen Farbtönen, die heute noch jährlich dazukommen, die richtige Lackrezeptur den Lackierer gerade bei einem Old- oder Youngtimer vor eine große Herausforderung stellt. Sie setzen daher das Farbtonmessgerät Color Dialog spectro bei der Farbtonsuche ein. Kombiniert mit der hauseigenen Software CR plus hat man bei der Farbtonsuche so die Möglichkeit, innerhalb des großen Datenbestandes die passende Formel für die Lackierung zu finden.

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Gutes Farbgefühl

Doch bevor Lackier-Profis wie Helge Jensen sich an die Arbeit machen, erstellen sie noch ein Farbmuster und vergleichen es mit der Lackierung des Fahrzeuges. Für den optischen Vergleich braucht es viel Erfahrung, die Helge Jensen, in seiner mehr als 30-jährigen Restaurierungspraxis als selbständiger Lackierermeister sammeln konnte. Hauptsächlich auf Porsche spezialisiert, werden von ihm aber auch andere Marken, wie Jaguar, MG oder Mercedes einer Verjüngungskur unterzogen.

Kein Alien! Der Lackieranzug schützt den Lackierer vor giftigen Dämpfen und Lacknebel
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Viel Handwerk

Wie ein Oldtimer lackiert werden muss, erklärt Helge Jensen wie folgt: „Bevor man zur Spritzpistole greifen kann, muss zunächst der Untergrund stimmen. Hier werden schon die ersten Fehler gemacht. Bei Vollrestaurierungen entfernen wir nach der Farbtonanalyse den alten Lack von der gesamten Karosserie oder entfernen ihn bei Teilrestaurierungen großflächig an der zu bearbeiteten Stelle. Anschließend werden Dellen und Beschädigungen beseitigt und die Karosserie an den Stellen, wo es nötig ist, punktuell verzinnt. Hinterher neutralisieren wir die Säure des Lötzinns mit Seifenlauge und waschen anschließend alles mit Wasser ab und trocknen die entsprechenden Stellen. Gerade das Neutralisieren der Säure vergessen viele Restauratoren oder Karosseriespengler gerne. Wenn es aber nicht gemacht wird, ist spätere Säurekorrosion am Blech schon programmiert“.

Handarbeit! Den alten Lack zu entfernen, ist die mühevollste Arbeit bei der Lackiervorbereitung
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Die Bleche, die sich nicht mehr restaurieren lassen, arbeitet Helge Jensen mit seinem Team in mühevoller Handarbeit nach. Hierzu hat er sich für einige Fahrzeugtypen eigens Formen aus Holz angefertigt, über die er die Bleche treiben kann. Sind die Bleche wiederhergestellt, wird eszur Vorbereitung der Lackierung nochmals mit der Excenter-Schleifmaschine und einer Körnung zwischen P 150 und P 180 angeschliffen. Ist anschließend das Blech vom Schleifstaub und vom Fett der Finger gereinigt, geht es an den Lackaufbau.

Schichtarbeit

Als erste Schicht wird ein Primer aufgetragen, der auch als Korrosionsschutz dient. Hierzu verwendet Helge Jensen den Priomat Wash Primer von Spies Hecker, der mit der Priomat Zusatzlösung 4076 im Verhältnis 1:1 gemischt wird. Die Mischung wird dann in 1, 5 bis 2 Spritzgängen auf das rohe Blech aufgetragen. Nach dieser ersten Schicht muss der Priomat Wash Primer mindestens für 30 Minuten bei + 20°C ablüften. Nach der Ablüftzeit kommt jetzt der Füller zum Einsatz, um kleinere Unebenheiten der Blechoberfläche auszugleichen. Besonders geeignet ist hierfür Permasolid HS Vario Füller 8590 von Spies Hecker. Zusammen mit dem dazu gehörigen 2K Härter und der Verdünnung wird er auf die Verarbeitungsviskosität eingestellt. Es bildet mit dem Primer eine feste Verbindung und bildet so einen optimalen Untergrund für die nachfolgenden Schichten.

Die hinteren Kotflügel des Mercedes 170V sind bereits fertig zum Grundieren
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Die Trocknungszeit dieser Schicht beträgt 30 Minuten bei + 60°C (Objekttemperatur). Danach kann in den Bereichen, die noch uneben sind, der Füller mittels Excenter-Schleifmaschine und einer Körnung P180 bis P240 angeschliffen werden. In Anschluss hieran ist der Untergrund mit Permaloid Silikon Entferner 7010 gründlich zu reinigen. Der zum Ausgleichen von Beulen und Scharten aufgetragene Raderal IR Premium Spachtel 2035 wird dann mit einer Körnung P80 bis P150 auf Fläche geschliffen und anschließend sorgfältig mit der Körnung P180 bis P240 nachgeschliffen. Eventuelle Durchschliffe müssen dann mit Priomat Wash Primer erneut grundiert und mit Permasolid HS Vario Füller 8590 gefüllert werden.

Nach dem Lackieren muss die Grundierung bei mindestens +60oC eine halbe Stunde abtrocknen
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Nach nochmaliger Trocknung kann jetzt mit der Excenter-Schleifmaschine und einer Körnung P400 bis P500 der Feinschliff erfolgen. Nachdem die Oberfläche gründlich abgeblasen und mit Permaloid Silikon-Entferner 7010 gereinigt wurde, erfolgt der Auftrag des Decklacks. Je nachdem ob Metallic-Lack oder ein Uni-Farbton zur Anwendung kommen, muss nach der entsprechenden Ablüftzeit noch Klarlack lackiert werden.

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Spezialfall Metallic-Lack

Übrigens, wer denkt, dass speziell Metallic-Lacke an Young- oder Oldtimern einst mit einer eigenen Klarlackschicht versiegelt worden sind, der irrt. „Ich habe vor Jahren meinen Porsche 356 (Baujahr 1954) mit Metallic-Silber lackiert und den Lack nicht mit Klarlack überlackiert, weil das damals im Werk auch nicht geschehen ist“, erklärt Helge Jensen. „Man hat damals so genannte Einschicht-Metallic-Lacke verwendet, die in einem Sprühgang sowohl den Farbeffekt als auch den Glanz ausprägten. Wer mit Klarlack einen solchen Metallic-Lack überlackiert, würde daher, historisch betrachtet, einen Fehler machen.“ Einschicht-Metallic-Lackierungen entsprechen jedoch nicht mehr dem Stand der Technik. Sie sind nur für Museumsfahrzeuge oder besonders hochpreisige Klassiker geeignet, die nicht oder kaum gefahren werden.

Die Grundierung ist trocken! Anschließend können kleinere Unebenheiten gespachtelt werden
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Heute werden solche Effekt-Lackierungen als sogenannte Zweischicht-Lackierungen ausgeführt. Nach dem Auftrag eines Basislackes, der für den Farbton und die Effektausprägung verantwortlich ist, erfolgt nach entsprechender Ablüftzeit der Klarlackauftrag, der der Lackierung Glanz und Tiefe verleiht. Das somit erzielte Ergebnis ist dem Originallack sehr ähnlich und darüber hinaus um vieles langlebiger.

Dieses Beispiel zeigt, wie viel Wissen bei der Lackierung eines Old- oder Youngtimers nötig ist. Denn trotz High-Tech bei der Farbanalyse und dem Anmischen des richtigen Lackes liegt letzten Endes das Ergebnis der Lackierung doch immer in den Händen eines gewissenhaften Lackierers. Fragen Sie daher beim Lackierer Ihres Vertrauens nach, ob er schon Old- oder Youngtimer lackiert hat.

Die letzten Details werden mit einer kleinen Druckluftschleifmaschine erledigt
Copyright / Fotograf: Marcel Schoch

Lassen Sie sich auch erklären, wie er den Lackaufbau vornehmen will, ob er eine Teil- oder Ganzlackierung empfiehlt und ob Sie Fahrzeuge sehen können, die er bereits lackiert hat. Urteilen Sie streng! Lieber suchen Sie nach einem anderen Lackierer, bevor Sie jahrelang eine Lackierung an ihrem Klassiker ansehen müssen, die ihren Erwartungen und Ansprüchen in keiner Weise entspricht!

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von Strich 8
22.07.2020
Antworten
Zu Bild 13: es heisst Korund von Corundum, nicht Korunt
Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
30.07.2020 (16:27)
Danke! Das haben wir gerne angepasst.
von gt******
02.08.2020 (17:24)
Antworten
Ich bin schockiert von diesem Parforce-Ritt der Oberflächlichkeit, mit dem sich Marcel Schoch hier zu Wort meldet. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll bei diesem kruden Mischmasch aus Firmenwerbung und geballtem Viertelwissen.
Als Beispiel möchte ich seine Ausführungen zum Thema historische Einschicht-Metalliclackierungen herausgreifen, zu dem ich selbst große praktische Erfahrung habe:
Da wird suggeriert, man könne einfach den Klarlack weglassen, um eine echte Einschicht-Metalliclackierung zu erreichen. Das ist kurz gesagt unprofessioneller Blödsinn und es wundert kein bisschen, dass solche Oberflächen nicht haltbar sind. Die heute erhältlichen 2K Metallic-Basislacke sind einfach nicht dafür gemacht, ohne schützende Klarlackschicht der Witterung ausgesetzt zu werden.
In den letzten Jahren durfte ich originalgetreue Metalliclackierungen für zahlreiche Fahrzeuge rekonstruieren, darunter ein Delahaye 135 M Coupé, einen Mercedes W125 Rennwagen und sogar eine Hoffmann-Vespa. Dabei wurden Einschichtlacke nach historischer Rezeptur verwendet. Alle diese Fahrzeuge werden aktuell als normale Oldtimer bzw. im historischen Rennbetrieb gefahren und ihre Lackoberflächen zeigen sich bei entsprechender Pflege der Benutzung gut gewachsen.
Gerade bei Metalliclackierungen kommt es neben Farbton und Helligkeit zentral auf Form und Grösse der verwendeten Effektpigmente an, wenn man tatsächlich eine historisch korrekte Oberflächenwirkung erreichen will. Dazu gibt es allerdings in den Standard-Mischsystemen der etablierten Lackkonzerne kaum Variationsmöglichkeiten, was die tatsächliche Authentizität der erreichbaren Resultate stark einschränkt. Wenn man also ernsthaft versucht Farbtöne und Oberflächenwirkungen anzupassen, helfen letztendlich nur Formulierungen, die auch wirklich auf originalgetreue Inhaltsstoffe zurückgreifen können.
Genauso wenig kann man Untergrund-Vorbereitung und Grundierungsmaterialien über einen Kamm scheren wie es der Autor darstellt. Diese müssen genau auf die unterschiedlichen zeittypischen Lacksysteme abgestimmt sein, sonst drohen Haftungsprobleme, Rissbildung oder andere Katastrophen.
Auf dem Gebiet der historisch korrekten Rekonstruktion von Karosserieoberflächen gibt es tatsächliche Fachleute, die hier über langjährige Praxis im Fahrzeugbereich verfügen - nicht nur bei der Pinsellackierung mit Öllacken, sondern auch fachgerechter Verarbeitung von historischen Nitrozellulose-, Kunstharz- und Thermoplast-Materialien. Dazu gehört nach meiner Erfahrung die überzeugende Arbeit von René Grosse in Wusterwitz (Stellmacherei, Blechformung und Anwendung zeitgenössischer Lackiermaterialien, sowie weitere Gewerke). Sein Team hat in den letzten Jahren nicht nur originalgetreue Komplett-Lackierungen, sondern auch zahlreiche kleinteilige Lackreparaturen innerhalb von Originaloberflächen ausgeführt, durch die historische Substanz und damit häufig auch monetärer Mehr-Wert von Fahrzeugen erhalten werden konnte.
Auch was Stellmacherei und allgemein tragfähige Kenntnisse im Wagenbau angeht, braucht es leider (oder glücklicherweise) etwas mehr als eine Firma, die sich hauptberuflich mit der Instandsetzung von historischen Fenstern beschäftigt. Spontan kann ich dazu ausgewiesene Fachleute wie Peter Piela in Zwönitz (Stellmacher und Wagenbauer) und Wolfram Böhnhard in Mihla (Schreinerei, Stellmacherei und Wagenbau) empfehlen, die eine Vielzahl beeindruckender Referenzprojekte vorweisen können.
Dasselbe gilt für die Analyse vom Lackproben und die tatsächlich fachgerechte Interpretation der dabei gewonnenen Messwerte. So etwas kann nur mit Hilfe einer breit aufgestellten Datenbank von verifizierten Vergleichsproben zu sinnvollen Ergebnissen führen. Hier hat besonders das Institut für Automotive Forensik (IfaF) in Frankfurt a. M. entscheidende Grundlagen gelegt, was dem Autor jedoch nicht bekannt zu sein scheint.

Dr. Gundula Tutt
von su******
05.08.2020 (08:00)
Antworten
Zunächst möchte ich mich hier bei Herrn Schoch für den profunden und gut und verständlich geschriebenen Artikel bedanken. Solche Informationen helfen jedem Oldtimerfreund. Was jedoch niemanden nützt, sind Kommentare, wie sie eine gewisse Frau Tutt hier vom Stapel lässt. Sie prahlt hier mit viel Erfahrung, mit irgendwelchen Firmennamen, schmeißt mit Fachwörtern um sich und glaubt auf diese Art auch noch hier Eindruck machen zu können. Liebe Frau Tutt bitte verschonen Sie uns hier alle mit Ihren kruden, praxisfremden Ansichten zur Fahrzeugrestauration. Sie haben keine Ahnung! Ich will Ihnen hier auch nicht den Beweis Ihrer Unwissenheit schuldig bleiben: Bitte googeln Sie doch mal, was 2K-Lacke heute alles wirklich können! Vor allem ihre Witterungsbeständigkeit. Sie werden überrascht sein, dass es hier keinen Klarlack braucht !! Das ist nur einer von zahlreichen Fehlern, der in Ihren Kommentar steckt. Entschuldigen Sie, wenn ich es Ihnen so offen sagen muss: Ich erkenne bei Ihnen keine Kompetenz. Vielmehr nur den Versuch sich hier auf Kosten eines profilierten Fachjournalisten auf peinlichste Art in den Vordergrund zu schieben und erkennbar Werbung für sich zu machen. Halten Sie es bitte in Zukunft mit dem bekannten deutschen Kabarettisten Dieter Nuhr. "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Mund halten". (er hat es sogar etwas drastischer formuliert).
Mit freundlichen Grüßen aus Karlsruhe.
Ludwig
Antwort von pe******
06.08.2020 (08:57)
Wie Sie schreiben, wissen Sie, was Google ist, nur scheinen Sie es nicht zu nutzen. Also einfach mal den Namen Gundula Tutt eingeben und lesen, was geschrieben steht. Eigentlich haben Sie sich mit diesem Kommentar selbst ins Aus geschossen. Auch scheint mir das fachliche Niveau, auf dem Sie unterwegs sind, nicht sehr hoch zu sein. Trotzdem dieser Hinweis mit der Hoffnung auf Erkenntnisse, die Sie weiterbringen. Peter Diehl
Antwort von gt******
06.08.2020 (10:42)
Lieber Ludwig ***,
wenn allein mit meinem vollen Namen zu unterschreiben schon zu viel Werbung ist, dann hat meine Arbeit wohl Masstäbe gesetzt. Es ist schön, dass Sie das anerkennen.
freundliche Grüsse nach Mannheim,
Dr. Gundula Tutt
von Tr******
06.08.2020 (11:52)
Antworten
Auweia. Schon wieder so ein Artikel, den niemand gebraucht hat. Bis obenhin randvoll mit Binsen und halbgaren Halbwahrheiten. Wenn es um Werterhalt und die "perfekte" Lackierung für den Oldtimer geht, stellt sich zunächst mal die Frage, welches LackSYSTEM aus historischer Sicht auf das Fahrzeug gehört. Kunstharzlack vielleicht? Oder Nitrocellulose? Lack ist nicht gleich Lack! Ein simples Faktum, das ich hier vermisse, das für Art und Umfang eines solchen Artikels aber entscheidend ist. Vor diesem Hintergrund ist es einfach eine grandiose Stümperei, bei einer modernen Metalliclackierung den Klarlack wegzulassen die Idee passt nicht zur Umsetzung und zeugt seits des zitierten Lackierers nicht gerade von Kompetenz. Ich würde ihm meinen Wagen nicht zur Lackierung überlassen.
Wer diesen Artikel ohne Vorkenntnisse liest, kann auf ein völlig falsches Gleis rutschen. Bei Oldtimern kann das empfindliche Wertverluste zur Folge haben, womit wir wieder beim Thema wären. Ich kann über eine derartige Sorglosigkeit im Umgang mit Fakten nur den Kopf schütteln. Der Rest wurde von Frau Tutt ja schon ausführlich (und völlig richtig) erklärt.
Antwort von su******
06.08.2020 (16:38)
Ahh - ein Rufer aus der hintersten Reihe. Glauben Sie tatsächlich, weil Sie hier den Humbug von Frau Tutt auf groteske und beleidigende Weise wiederholen, dass er zur Wahrheit wird?? Bitte lassen Sie das! Das dürfte selbst Ihrer nicht würdig sein! Hier sollte die Diskussion beendet werden.
Schraubergrüße aus Karlsruhe
Ludwig
von fo******
07.08.2020 (12:04)
Antworten
Ich finde, der Informationsgehalt des Artikels geht gegen Null. Wer über dieses Wissen nicht verfügt, sollte sich nicht mit der Restaurierung von Oldtimern befassen.
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