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Bild (1/1): Citroën 5 CV (1922) - unterwegs im Veteran vor 50 Jahren (© Zwischengas Archiv)
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    Unterwegs mit dem Citroën 5 CV - Probefahrt im 'Kleeblatt' vor 50 Jahren

    1. Dezember 1965
    Text:
    Richard von Frankenberg
    Fotos:
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    Er ist genau so alt wie ich: Jahrgang 1922. Und er ist, was erwähnt werden muß, noch sehr gut erhalten. Die meisten Jahre seines automobilen Daseins hat er in der Schweiz zugebracht, ehe ich ihn dort entdeckte. Dieser Citroën 5 CV ist eigentlich ein Auto ohne technische Besonderheiten, ein normaler Kleinwagen. Trotzdem ist er ein berühmtes Auto, das Geschichte machte.

    Citroën 5 CV (1922) - apart präsentiert
    © Zwischengas Archiv

    In zweierlei Hinsicht: Dieser 5 CV war der erste Kleinwagen auf dem Kontinent, der auf Grund einer großen Serie die 'Volksmotorisierung' einleitete, denn er hatte einen erschwinglichen Preis. Das Auto, das zwei Jahre später in Deutschland eine ähnliche Rolle übernahm, Opels berühmter 'Laubfrosch', war eine getreue Nachbildung dieses Citroën 5 CV.

    Gemächlich

    Der Straßenfloh besitzt einen 855-ccm-Motor mit genau 10 Brems-PS und entwickelt eine Spitzengeschwindigkeit von 63 km/h. Er ist zitronengelb lackiert - seine Originalfarbe. Eine andere gab es nämlich nicht. In den ersten zwei Jahren seiner Existenz wurde der Citroën 5 CV nur in Gelb und nur mit dieser Karosserieform geliefert. So wie es das legendäre T-Modell von Ford auch nur in einer einzigen Farbe gab, nämlich in Schwarz.

    Vor der Freude die Müh

    Mit dem Anlassen des Motors ist es nicht ganz so einfach. Man muß nämlich zuerst aussteigen und, wie früher beim Motorrad, auf die Schwimmernadel des Vergasers tippen, um ihn zu 'fluten'. Damit man dazu nicht extra die Motorhaube öffnen muß, wurde rechts in der Haube, genau an der Stelle, an der sich der Vergaser befindet, ein kleines Loch ausgeschnitten.

    Danach springt der Motor an - vorausgesetzt, der Fahrer konnte sich, schnell genug auf seinen Sitz schwingen. Zwar hat der Wagen Linkslenkung wie unsere heutigen Wagen, aber links ist keine Türe vorhanden. Es gibt nur eine Türe, und die ist rechts. Links neben dem Fahrer stehen zwei Ersatzreifen.

    Citroën 5 CV (1922) - spartanische Innenausstattung
    © Zwischengas Archiv

    Man steigt also rechts ein, indem man sich erst auf das große breite Trittbrett schwingt und nach dem Türgriff greift. Allerdings gibt's den nur innen.
    Da der 5 CV lediglich ein sogenanntes Allwetterverdeck - auch 'amerikanisches Verdeck' genannt - ohne  Seitenscheiben (gegen Aufpreis waren Steckscheiben lieferbar) besitzt, kann man jederzeit hineingreifen.

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    Ohne Scheibenwischer

    Aber mit Verdeck fährt man bei Sonnenschein sowieso nicht, und wenn es regnet, macht der 5 CV ohnehin kein Vergnügen. Er kennt nämlich keine Scheibenwischer. Was taten denn - werden Sie fragen - 1922 seine Fahrer, wenn es regnete?

    Citroën 5 CV (1922) - das Dach ist ein minimaler Wetterschutz, nicht mehr
    © Zwischengas Archiv

    Trick Nummer eins: Man schaute auf der Seite hinaus. Trick Nummer zwei: Die Windschutzscheibe läßt sich mittels zweier Scharniere oben am Rahmen nach oben klappen, so daß man unter der Scheibe hindurchschauen kann. Und schließlich drittens: Wenn man auf der Landstraße sowieso nicht schneller als 50 bis 55 km/h fahren kann, ist ein Scheibenwischer nicht unbedingt erforderlich.

    Kühlwassertemperatur im Blickfeld

    Dafür hat unser Citroën aber ein Kühlwasserthermometer, das vorne auf dem Kühlerverschluß thront. Kein modernes Auto verfügt über diesen 'Komfort'. Die Kühlung arbeitet nach dem Thermosyphonprinzip ohne Wasserpumpe. Fährt man bergauf, muß man das Kühlwasserthermometer scharf beobachten. Bei etwa 85 Grad wird es kritisch, dann nimmt man das Gas lieber zurück.

    SC73

    Zwischengas mit mittigem Gaspedal

    Die Schaltung ist ganz normal: unten links erster Gang, rechts oben zweiter, unten dritter. Der Rückwärtsgang liegt links oben. Die Gänge sind natürlich nicht synchronisiert, trotzdem kann man mit entsprechenden Schaltpausen und Zwischengasgeben beim Herunterschalten absolut sauber arbeiten, da die Drehzahlen niedrig liegen und die Massenkräfte klein sind.

    Der Sprung vom zweiten zum dritten Gang ist ziemlich groß (der zweite reicht bis etwa 35 km/h), aber der langhubige Motor besitzt ein recht ordentliches Drehmoment.

    Nicht normal - nach unserer heutigen Gewohnheit - ist dagegen die Anordnung der Pedale: Gas in der Mitte, Bremse rechts, Kupplung links.

    Citroën 5 CV (1922) - selbst schwere Brummis überholen den 5 CV im Jahr 1965
    © Zwischengas Archiv

    Nur zwei gebremste Räder

    Der Handbremshebel neben dem Schaltknüppel ist groß, kräftig und leicht erreichbar. Natürlich hatte ein Kleinwagen im Jahr 1922 keine Vierradbremse. Hier wirkt die Handbremse auf die Hinterräder, die Fußbremse auf die Getriebewelle.

    Trotzdem erzielt man damit eine recht brauchbare Bremswirkung und kann den Wagen aus 50 km'h auf knapp 20 Metern zum Stehen bringen. Das entspricht einer Verzögerung von rund 5 m/sec. Hinzu kommt allerdings, daß der Wagen sehr leicht ist: er wiegt nur etwa 560 Kilogramm.
    Am Armaturenbrett befinden sich links ein etwas 'angeberischer' Tachometer (angeberisch, weil er bis 100 reicht) und in der Mitte ein Öldruckmesser. Die Zeituhr rechts in unserem 5 CV war nicht serienmäßig. Das Interieur ist spartanisch einfach; alles wurde sehr zweckmäßig angeordnet, einschließlich der großen Ballhupe und des Außenspiegels links vom Lenkrad.

    Ein bisschen Kofferraum

    Citroën gestaltete das Heck des 5 CV spitz zulaufend wie das Heck eines Bootes. Ich glaube, man tat es deswegen, um eine originelle Form zu kreieren. Oben auf diesem dreieckförmigen Heck findet man eine verschließbare ovale Klappe, darunter — über der konventionellen Hinterachse mit den Viertelelliptikfedern - liegt ein Kofferraum.

    Citroën 5 CV (1925) - als Cabriolet
    © Zwischengas Archiv

    Die Bezeichnung Kofferraum ist ein bißchen Hochstapelei.  Man würde dieses Gebilde besser als Aktentaschenraum, Badebeutelraum, Raum für ein Schminkköfferchen bezeichnen. Mehr läßt sich durch den Deckel einfach nicht hineinzwängen.

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    Frühes City-Fahrzeug

    André Citroën propagierte schon damals seinen 5 CV als 'Stadtwagen für die Dame'. Damit war er seiner Zeit, wie mit vielen anderen Dingen, weit voraus!

    1925 wurde dann die Karosserie dieses kleinen Citroën etwas verändert: Statt dem 'Koffer' erhielt er hinten in der Mitte einen dritten Sitz. Und gleich hatten die Franzosen eine neue Bezeichnung gefunden: Sie nannten das Gefährt 'tréfle' (= Kleeblatt). Obwohl die erste, zweisitzige Ausführung noch nicht tréfle genannt wurde, hat sich diese 'Typenbezeichnung' all die Jahre hindurch gehalten, so daß man heute den 5 CV allgemein den tréfle nennt. Die offizielle Bezeichnung lautete 'Torpedo'. So nannte man damals sportliche, offene Wagen, die nicht den schon etwas luxuriösen Charakter eines 'Phaetons' besaßen. Unser 5 CV ist also ein zweisitziges Torpedo.

    Fünf Steuer-PS

    '5 CV’ sind die französischen Steuer-PS. Noch heute rechnen die Franzosen nach diesem System. Ein CV entspricht ungefähr 190 ccm. So heißt auch der heutige kleine Citroën 2 CV 'deux chevaux'.

    Übrigens findet man heute noch, nach mehr als vierzig Jahren, in kleinen französischen Städtchen und auf dem Land gelegentlich einen 'tréfle', der sogar läuft, wenn er auch äußerlich völlig heruntergekommen aussieht. Vor zehn Jahren sah ich sogar einen in Paris. Drei oder vier Exemplare befinden sich in Deutschland.

    Sensation an der Tankstelle

    Was glauben Sie, was das für eine Sensation war, als wir an der Schnellstraße Wiesbaden-Frankfurt an einer Tankstelle hielten! Zur gleichen Zeit wurde ein funkelnagelneuer Maserati GT aufgetankt. Aber den schaute keiner mehr an. Nur der Jahrgang 22 war noch gefragt! - Nein, kein Super bitte; wir könnten auch mit 70 Oktan fahren, unser Motor ist ja nur 1 :4,6 verdichtet.

    Die Straßenlage? Nun, vorne sind kleine Reibungsstoßdämpfer. Die Viertelelliptikfedern vorn und hinten haben sich in den 43 Jahren noch recht gut gehalten.

    Indes:
Wer fragt schon bei einer Maximalgeschwindigkeit von knapp über 60 km/h
nach Straßenlage? Aber können Sie mir einen Kleinwagen nennen, der mit 43 Jahren auf dem 'Buckel' noch so munter dahinfährt?

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    mo******:
    22.04.2015 (11:20)
    Zur "Strassenlage": Auch wenn diese Wägelchen nur 60 laufen, können sie doch sehr schnell kippen, wie ein Freund bei einem Ausweichmanöver mit einem Austin Seven erfahren musste. Ich war ebenfalls schon auf zwei Rädern, als ich in einem Kreisel so schnell zu fahren versuchte wie die übrigen Verkehrsteilnehmer.
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