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ZG Archiv AMS 2019
Bild (1/4): Triumph Spitfire 4 Mk II (1967) - Die ersten Serien trugen die Front-Stossstange noch tief (© Daniel Reinhard, 2014)
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    Triumph Spitfire 4 Mk II - der günstige Traumwagen für Sportsfreunde

    Erstellt am 20. November 2014
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
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    Irgendwann um die Mitte der Siebzigerjahre war es für Peter klar: Ein Sportwagen musste her. Lange genug war er jetzt Käfer gefahren, er träumte von italienischen Designikonen und vielzylindrigen Motoren. Alleine, das Geld war knapp.

    Intensiv blätterte Peter die gängigen Autozeitschriften durch auf der Suche nach einem passenden Gefährt. Ein Kleininserat erregte seine Aufmerksamkeit: “Triumph Spitfire 4, Baujahr 1967, weiss, in gutem Zustand, 61’000 km, mit Hardtop, ab Kontrolle, 2900 Franken, anrufen unter ...”, stand da gedruckt.

    Triumph Spitfire 4 Mk II (1967) - das Hardtop lässt sich natürlich entfernen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Natürlich kannte Peter den Triumph Spitfire. Er hatte den Test in der Zeitschrift Hobby verschlungen, der 1963 erschienen war und auch die Ergebnisse der Prüffahrten in der Automobil Revue und in der deutschen Zeitschrift Auto Motor und Sport gelesen. Und natürlich kannte er auch spätere Nachtests und die Kommentare der Journalisten zu den späteren Versionen des kleinen Sportwagens.

    Jetzt war ein guter Zeitpunkt, die gesammelten Zeitungsausschnitte wieder hervorzusuchen und die Entwicklungsgeschichte nochmals nachzuverfolgen.

    Vorstellung erst im Jahr 1962

    Eigentlich hatte Giovanni Michelotti die Gestaltung des Triumph Spitfire bereits Ende der Fünfzigerjahre abgeschlossen, doch die damals desolaten finanziellen Verhältnisse verhinderten den Übergang in die Produktion. Nach der Übernahme durch Leyland floss jedoch wieder neues Kapital und die neuen Besitzer entdeckten den fast pfannenfertigen Prototypen.

    Triumph Spitfire 4 (1962) - auf der Earls Court Automesse 1962
    © Archiv Automobil Revue

    Im Herbst 1962 wurde der kleine Sportwagen an der Earls Court Motor Show in London vorgestellt. Und der hübsch gestaltete kompakte Roadster-Cabriolet-Hybrid erwies sich als Volltreffer.

    Ehrlich und bezahlbar

    Ähnlich wie die Konkurrenz beim Austin-Healey Sprite konnten auch die Triumph-Ingenieure auf bestehende Technik zurückgreifen. Beim Spitfire stand der Triumph Herald Pate, damit waren Fahrgestell und Antriebsstrang gegeben. Dies bedeutete im Detail einen massiven Kastenprofilrahmen mit zwei Längsträgern und Quertraversen als Basis, auf welche die elegante Stahlblech-Karosserie mit seitlichen Kurbelfenstern und Faltdach gesetzt wurde.

    Vorne übernahmen Einzelradaufhängungen an Dreiecksquerlenkern und hinten eine Pendelachse die Radführung. Gelenkt wurde fortschrittlich via Zahnstange, verzögert vorne mit Scheiben-, hinten mit Trommelbremsen.

    Triumph Spitfire 4 Mark II (1965) - Blick in den Motorraum
    © Zwischengas Archiv

    Der Motor mit einem Hubraum von 1167 cm3, dreifach gelagerter Kurbelwelle und seitlich drehender Nockenwelle lieferte 63 PS (DIN) bei 5750 cm3. Dies genügte, um dem den trocken 702 kg wiegenden Sportwagen zu ansprechenden Fahrleistungen zu verhelfen, so dass sich der Spitfire-Fahrer weder vor einem BMW 700, noch einem VW Käfer fürchten musste.

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    Leistungssteigerung in Stufen

    Wer es kräftiger mochte und über den Grundpreis von CHF 8570 (DM 8790) hinaus noch Geld übrig hatte, der konnte zum Werkstuning greifen. “Interim Stage” lieferte für 885 Franken einen Leistungsschub von 8 PS mittels umfangreichen Modifikationen des Motors, “Stage I” entlockte dem Vierzylinder mit auf 10.5:1 angehobener Verdichtung und zwei Zenith-Vergasern für 1690 Franken 81 PS und mit “Stage II” wurde der kleine Sportwagen dank Weber-Vergasern, gewuchteter Pleuel und Kurbelwelle sowie geändertem Auslass, Nockenwelle und Übersetzung beachtliche 91 PS stark und 172 km/h schnell, aber auch 3250 Franken teurer.

    Von solchen Werkstuning-Optionen konnte Peter nur träumen, denn kaum ein Spitfire-Käufer hatte sich diese geleistet und zudem wären sie der Lebenserwartung des kleinen Sportlers gar nicht unbedingt zuträglich gewesen.

    Triumph Spitfire 4 Mk II (1964) - wer möchte da nicht mit einsteigen
    © Zwischengas Archiv

    Immerhin gab es ab März 1965 für alle Spitfire vier PS zusätzlich und auch das Interieur sah nun etwas feiner aus, weil statt Gummimatten und unverkleidetem Plastik jetzt Kunstleder und Moquette-Teppiche verwendet wurde. Dies rechtfertigte denn auch die Zusatzbezeichnung “Mk II”, beim “Spitfire 4” davor blieb es. Beim günstigen Preis auch.

    Stetige Designmodifikationen

    Während beim “Mk II” nur der Kühlergrill modifiziert wurde, sahen die Anpassungen beim Übergang zum Mk III (oder auch Spitfire 3) im März 1967 schon deutlich umfangreicher an.

    Triumph Spitfire Mk III (1967) - "the new look"
    © Zwischengas Archiv

    Um neuen Sicherheitsnormen gerecht zu werden, musste nämlich die vordere Stossstange deutlich angehoben werden. Im Innern wurde ein kleineres Lenkrad montiert und für einfachere Nutzung stand nun ein komplett faltbares Dach zur Verfügung. Der Motor wuchs auf 1296 cm3 und leistete nun 75 PS.

    Triumph Spitfire Mk IV (1974) - gerüstet für weitere sechs Jahre
    © Zwischengas Archiv

    Mit dem “Mk IV” wurde dann designmässig ab November 1970 wieder einiges geglättet. Michelotti glich das Heck dem des Triumph Stag an und formte eine neue Haube, die den Sportwagen wesentlich hübscher und moderner erscheinen liess. Im Innern sassen nun die Instrumente vor dem Fahrer. Leider verlor der Motor durch die Anpassungen an Umweltvorschriften auch spürbar an Leistung.

    Triumph Spitfire 1500 (1974) - deutlich aufgewertetes Interieur
    © Zwischengas Archiv

    Die letzte Inkarnation des Spitfire erschien als Modell 1500 im Jahr 1975 auf dem europäischen Markt. Mehr Hubraum half, die Leistung des Vierzylinders auf nun wieder 71 PS zu steigern, an der Optik änderte sich wenig.

    Insgesamt wurden von 1962 bis 1980 314’332 Triumph Spitfire in fünf Serien gebaut.

    Name Hubraum PS Produziert von Produziert bis Anzahl gebaut
    Triumph Spitfire 4 1147 63 1962 1964 45753
    Triumph Spitfire 4 Mk II 1147 67 1964 1967 37409
    Triumph Spitfire Mk III 1296 75 1967 1970 65320
    Triumph Spitfire Mk IV 1296 63 1970 1974 70021
    Triumph Spitfire 1500 1493 71 1974 1980 95829

     

    Oldtimermesse St. Gallen 2019

    Ein richtiger Sportwagen

    Eine Rakete war der Triumph Spitfire nie gewesen, erinnerte sich Peter, aber ein ernstzunehmender Sportwagen allemal. Da waren sich auch die damaligen Journalisten einig. Eine Spitze von 147 km/h massen die AR-Tester im Jahr 1963 an einem eingefahrenen Spitfire 4, Kollege Manfred Jantke von der Zeitschrift Auto Motor und Sport kam auf 144 km/h, hatte aber bei der Beschleunigung von 0 bis 100 km/h die Nase vorn. Während er 17.4 Sekunden von der Stoppuhr ablas, notierten die AR-Tester 19.2 Sekunden. Einen Käfer hielt man so problemlos in Schach, denn der nahm sich 32.8 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und lief nur 114 km/h schnell.

    Auf zur Probefahrt

    Peter erinnerte sich an alle diese Vergleiche, als er den Verkäufer des weissen Triumph Spitfire traf, um eine Probefahrt zu machen. Seine Freundin hatte er auch mitgebracht, aber diese durfte nicht mitfahren, weil der Besitzer sein Fahrzeug nicht so einfach in fremde Hände geben wollte.

    Triumph Spitfire 4 Mk II (1967) - Lenkrad mit Lederummantelung
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Peter fühlte sich sofort pudelwohl, obschon er mit rund 1,8 Metern Länge eine stattliche Gestalt hatte. Am besten gefiel ihm der gut positionierte kleine Schalthebel und die elegant gezeichneten Armaturen, die allerdings in Fahrzeugmitte nicht besonders gut einsehbar waren. Er startete den Motor mit dem Zündschlüssel rechts am Armaturenbrett und liess sich vom brummigen Auspuffton unterhalten. Genauso hatte er es sich vorgestellt.

    Er legte den ersten Gang ein und fuhr los. Die Kupplung packte anstandslos und die Fahrdynamik überraschte den von seinem VW Käfer nicht verwöhnten Peter. Das Wechseln der Gänge fiel mit zunehmender Wärme des Getriebeöls immer leichter und das Fahren im Sportwagen mit seiner exakten und direkten Lenkung machte viel mehr Spass, als Peter dies erwartet hätte. Am liebsten wäre er gar nicht mehr ausgestiegen.
    Dass der kleine Sportwagen wegen seiner Pendelachse heftig zum Übersteuern neigen konnte, konnte Peter auf der Probefahrt natürlich nicht auskosten. Aber dafür hatte er ja später noch Zeit.

    Triumph Spitfire 4 Mk II (1967) - Der Motor ist wie bei Standardbauweise üblich längs eingebaut
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Kaufen oder doch nicht?

    Ökonomische Gründe gegen den Triumph Spitfire gab es eigentlich nicht. Der Benzinverbrauch lag angenehm tief (AMS ermittelte 8,7 Liter Testverbrauch pro 100 km, die AR errechnete nach einer 10’500 km langen Testfahrt 9,3 Liter im Schnitt), der Preis von 2700 Franken schien auch in Ordnung zu gehen, Reparaturen fielen nicht allzu sehr ins Geld und manches konnte Peter auch selber erledigen.

    Nur seine Freundin wollte noch überzeugt werden. Doch Peter schwärmte in den farbigsten Töne von Fahrten durch Herbstwälder oder an Sandstränden entlang und Platz für das Urlaubsgepäck habe es im Kofferraum auch. Überzeugen liess sie sich aber durch die enorme Handlichkeit, die der nur 3,68 Meter langen und 1,45 Meter breiten Wagen mit dem konkurrenzlos kleinen Wendekreis von acht Metern versprach. Peter war am Ziel und wurde Sportwagenfahrer.

    Natürlich hat der abgebildete Triumph Spitfire 4 Mk II von 1967 nichts mit der fiktiven Geschichte zu tun, dafür kann man ihn aber am 29. November 2014 in Toffen bei der Oldtimer Galerie ersteigern.

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