Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Bild (1/1): Talbot Lago T14 LS Spécial (1956) - kompaktes Coupé mit gefälliger Karosserie (© Bonhams, 2017)
Fotogalerie: Nur 1 von total 37 Fotos!
36 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt
 
HAIRPIN - Lumbar & Side Support: HAIRPIN - Lumbar & Side Support
 
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Talbot Lago T14 LS Spécial - Tradition und Eleganz ohne Zukunft

    2. Juni 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bonhams 
    (28)
    Bruno von Rotz 
    (5)
    Archiv 
    (4)
     
    37 Fotogalerie
    Sie sehen 1 von 37 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    36 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Als der französische Spitzenklassen-Autofabrikant Talbot Lago im Jahr 1954 am Pariser Autosalon einen neuen Vierzylindermotor vorstellte, da lagen die besten Zeiten schon hinter der noch im Jahr 1950 in Le Mans und im Grand-Prix-Zirkus der Jahre 1949 bis 1953 erfolgreichen Firma.

    Talbot Lago T14 LS Spécial (1956) - mit 4,2 Metern Länge und 2,5 Metern Radstand sehr kompakt
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Teure Spitzenerzeugnisse waren nicht einfach zu verkaufen und so sann man mit einem kleineren Motor für Abhilfe. Alleine, es fehlte noch ein Auto für den neuen Motor, dieses folgte dann im Frühling 1955 und wurde am Pariser Autosalon im selben Jahr auch der grösseren Öffentlichkeit präsentiert.

    Verkleinerter Grand Sport

    Von aussen wirkte das neue damals Talbot-Lago 2.5 Litre Sport genannte Coupé wie eine verkleinerte Version des teuren Grand Sport Modells mit Werkskarosserie.

    Talbot Lago Grand Sport 26 CV (1953) - elegantes Werks-Nachkriegscoupé mit Pontonlinie
    © Archiv Automobil Revue

    Kaum weniger elegant zeigten sich die Unterschiede vor allem unter dem Blech. Während der Prototyp noch vorwiegend mit Aluminiumblech gebaut wurde, sollten die Serienmodelle Stahlkarosserien tragen.

    2+2-Sitzer

    Zwar war das Coupé viersitzig ausgebildet, aber wegen der Positionierung der Tanks beidseitig der Kardanwelle unter den Rücksitzen waren diese nur als Notsitze oder Gepäckablage geeignet.

    Talbot Lago T14 LS Spécial (1956) - eher sportliches als luxuriöses Interieur
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Vorne allerdings sass es sich in den Kübelsitzen sehr bequem und mit genügend Seitenhalt.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Frontmittelmotor-Bauweise

    Der Vierzylindermotor folgte hausüblichen Konstruktionsprinzipien. Zwei seitliche Nockenwellen und schräg hängende Ventile, um eine günstige Brennraumform zu erreichen. Zwei Horizontal-Doppelvergaser der Firma Weber sorgten für die Versorgung der 2491 cm3. Mit einer Kompression von 7,6:1 lag die Höchstleistung bei 120 PS und 5000 Umdrehungen an. Viel höher drehen durfte man nicht, aber Talbot Lago kündigte zwecks Ermöglichung höherer Drehzahlen (und mehr Leistung) schon damals eine weitere Version mit zwei obenliegenden Nockenwellen an, zu der es allerdings nie kam.

    Talbot Lago 2,5 Liter Sport (1955) - die Technik des kleinen Coupés
    © Archiv Automobil Revue

    Hinter dem Motor war in einem separaten Gehäuse die Kupplung untergebracht, dann folgte ein angeflanschtes Getriebe von Pont-à-Mousson mit vier Gängen, das die sonst bisher üblichen aber teureren WIlson-Vorwählgetriebe ersetzte. Durch die Montage praktisch im Fahrgastraum, ragte der Schalthebel direkt aus dem Getriebe heraus, ein Gestänge war unnötig. Eine kurze Kardanwelle führte sodann die Kraft auf die Hinterachse.

    Vorkriegsfahrgestell

    Beim Fahrgestell griff Talbot-Lago ebenfalls auf bewährt und bis in die Vorkriegszeit zurückreichende Baumuster zurück. Sowohl die vorderen Einzelradaufhängungen mit oberen Dreieckslenkern, als auch die hintere Starrachse wurden durch Blattfedern geführt. Torsionsstabilisatoren und kräftig dimensionierte KolbenStossdämpfer komplettierten die Aufhängungen, die an einem Rahmen aus zwei kräftigen Längsrohren und Quertraversen hingen. Dies mag alles insgesamt nicht die modernste Konstruktion gewesen sein, man kann aber vermuten, dass die rennerprobten Talbot-Ingenieure wussten, was sie tun.

    Talbot Lago T14 LS Spécial (1956) - lange Schnauze, kurzes Heck
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Fahrfertig und mit der leichten Aluminium-Karosserie komplettiert wog das 4,2 Meter lange und 1,64 Meter breite Coupé 950 kg, fahrbereit sprach man von 1030 kg. In der Serie dürfte es dann etwas mehr gewesen sein, aber gegenüber den über 1,5 Tonnen schweren Schwestermodellen war der 2,5 Liter ein Leichtgewicht.

    Die Bremsanlage mit Trommeln ringsum funktionierte hydraulisch und wies zwei getrennte Bremskreise auf.

    Kompromissbereitschaft gefragt

    Auf Kurbelfenster in den Türen wurde zugunsten besser ausnutzbarer Innenbreite zunächst verzichtet, immerhin konnten die Flügelfenster geöffnet werden. Und Talbot Lago versprach eine besonders leistungsfähige Lüftungsanlage. Schiebefenster ergänzten dann allerdings in der Serie diese Lüftungsmöglichkeit, wobei sie der Linienführung nicht unbedingt förderlich waren.

    Talbot Lago T14 LS Spécial (1956) - zwei Weber-Horizontal-Doppelvergaser waren für die Gemischaufbereitung zuständig
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Dem Motor wurde eine relativ rauhe Laufkultur nachgesagt, vermutlich mit ein Grund, warum man später bei Talbot begann, BMW-V8-Motoren einzukaufen.

    Die erste Serie von 25 Wagen wurde bereits 1955, gebaut und bereits dachte man über zweite und dritte Serien mit 100 und 150 Exemplaren nach. Soviel wurden es dann allerdings nicht, nach 54 Exemplaren nämlich war Schluss. Der erhoffte Verkaufserfolg hatte sich trotz der eleganten Karosserielinie nicht materialisiert, was sicherlich auch am stolzen Preis von 27’000 Franken lag, womit man höher als der Porsche 356 A 1500 GS Carrera (23’000 Franken) oder nicht allzu weit weg von einem Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer (33’000 Franken) lag. Ein ähnlich positionierter Alvis TC 108 G war ähnlich teuer (ab 28’500) Franken, wies aber einen Sechszylindermotor auf.

    Noch spezieller

    Neben dem Normalmodell wurde auch noch der “Spécial” gebaut, der mit Aluminium-Türen und Hauben etwas leichter, mit anderen Nockenwellen etwas leistungsfähiger war. Als Räder wurden Borrani-Speichenräder montiert. Nur sieben oder acht dieser Spécial-Varianten sollen entstanden sein, einer davon - Chassis 140031 - wurde als Werks-Vorführwagen genutzt, bis ihn der ehemalige Le-Mans-Sieger Louis Rosier, der den Wagen auch selber eine Zeit lang gefahren haben soll, im Rahmen seiner Distributorentätigkeit an einen Herr Gay verkaufte. Dieser hielt dem Wagen bis 1980 die Treue, danach wechselte das Coupé mehrmals den Besitzer, wurde im Jahr 1994 komplett restauriert.

    Talbot-Lago T14 LS Spécial Coupé (1956) - am Bonhams Paris Sale 2012 verkauft für € 161'000 - ex Rosier (Lot 230)
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Bonhams versteigerte den Wagen bereits im Jahr 2003 zum ersten Mal, im Februar 2012 wurde er vom selben Auktionshaus an den aktuellen Besitzer versteigert (für EUR 161’000), geschätzt wurden damals EUR 140’000 bis 180’000.

    Talbot Lago T14 LS Spécial (1956) - der Kühler war dem Wagen nachempfunden, mit dem Rosier an der Carrera Panamericana gefahren war
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Jetzt kommt das silberfarbene Coupé, dessen Kühlergrill an den Carrera-Panamericana-Rennwagen Rosiers angelehnt ist, an der Bonhams Goodwood Festival of Speed Versteigerung vom 30. Juni 2017 erneut unter den Hammer, als Wert werden EUR 150’000 bis 180’000 (CHF 160’000 bis 200’000) kommuniziert. Der Käufer von 2012 soll den Wagen in den letzten fünf Jahren nicht benutzt haben.

    BMW- und Simca-Motoren

    Ab 1957 wurde der kleine Talbot Lago wie bereits von einem modifizierten BMW-V8-Motor befeuert, es sollen aber nur gerade 14 dieser Talbot Lago America entstanden sein. Nach der Übernahme von Talbot durch Simca hatte der neue Besitzer kein Interesse, weiterhin BMW-Motoren einzukaufen und baute ab 1959 den eigenen 2351 cm3 grossen V8 mit amerikanischen (Ford-) Wurzeln ein. Mit nur gerade 95 PS war dieser Motor allerdings kein Ersatz für den über 40 PS stärkeren Antrieb aus München, das Modell schlief ein, und mit ihm auch Talbot-Lago.

    Weitere Informationen

    https://www.zwischengas.com

    Alle 37 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    re******:
    06.06.2017 (09:39)
    Fantastisch schönes Auto! Toller Bericht!
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.