Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Bild (1/4): Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - rar und rasant (© Bruno von Rotz, 2017)
Fotogalerie: Nur 4 von total 50 Fotos!
46 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Multimedia

Markenseiten

Alles über Porsche

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
Porsche 911 Carrera RS (964) (1991-1992)
Coupé, 260 PS, 3600 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 911 Carrera 2 (964) (1989-1993)
Cabriolet, 250 PS, 3600 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 911 Carrera 4 (964) (1988-1993)
Coupé, 250 PS, 3600 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 911 Carrera 2 (964) (1989-1993)
Targa, 250 PS, 3600 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Porsche 911 Carrera 2 (964) (1989-1993)
Coupé, 250 PS, 3600 cm3
 
HAIRPIN - Lumbar & Side Support: HAIRPIN - Lumbar & Side Support
 
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Porsche 964 Carrera RS - weniger ist eben manchmal doch mehr

    9. Mai 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (47)
    Porsche AG 
    (2)
    Archiv Porsche AG 
    (1)
     
    50 Fotogalerie
    Sie sehen 4 von 50 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    46 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Manchmal ist weniger mehr. Beim “RS”-Modell der 964-er-Porsche-Generation stimmt dies auf jeden Fall. Weniger Komfort, weniger Material, kombiniert mit minimal mehr Leistung, hiess das Rezept, das neu mit einem Aufschlag von rund 25% zum Normal-Modell abgegeben wurde, heute aber je nach Währung fast das Zwei-bis Dreifache des damaligen Neupreises und rund dreimal soviel wie ein normaler 964 wert ist.

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - dank niedrigem Gewicht und minimaler Elektronik ein ehrlicher Sportwagen
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Komplett neu entwickeltes Auto

    Aber blättern wir zunächst 30 Jahre zurück ins Jahr 1988, damals nämlich wurde der vierradangetriebene 964 vorgestellt. Und obwohl man’s ihm nicht ansah, hatte man dafür 87 Prozent der Teile verändert. Der 959 hatte genauso Pate gestanden wie natürlich der erfolgreiche Vorgänger, das G-Modell, das es auf 15 Jahre Produktionszeit gebracht hatte.

    Optisch blieb der Porsche 964 seinen Vorfahren treu, unter dem Blech hatten sich 87% der Teile gewandelt
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    In kurzer Folge wurden die heckgetriebene 964-Variante und ein Turbo nachgereicht. Doch man hatte noch mehr im Sinn.

    Die Buchstaben-Kombination RS kehrt zurück

    Man erinnerte sich in Zuffenhausen nur zu gerne an die frühen Siebzigerjahre zurück, als man den 911 Carrera RS lancierte in der Hoffnung, die für die Homologierung nötigen 500 Exemplare an den Mann (oder die Frau) bringen zu können. Es wurden dann deutlich mehr. Trotzdem liess man das Kürzel “RS”, das für Rennsport stand, nach wenigen Jahren wieder fallen.

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - der Schriftzug auf dem Heck
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Auf dem Genfer Autosalon 1991 aber waren die beiden magischen Buchstaben zurück und zwar am Heck eines schlicht aussehenden 964-Hecktrieblers, abgeleitet vom Porsche-Cup-Wettbewerbsfahrzeug.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Verzicht anstatt Luxus

    Nur wer am Salon genauer hinschaute, erkannte die durchaus umfangreichen Unterschiede zwischen dem RS und dem Normalmodell. Die hinteren Sitze fehlten genauso wie die elektrischen Fensterheber, eine Klimaanlage oder ein Radio. Auch auf Dämmmaterial wurde weitgehend verzichtet, die Verglasung dünn gehalten und die Sitze für Fahrer und Beifahrer entpuppten sich als knapp gepolsterte Kunststoffschalen.

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - Schaltensitze
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die Lenkung musste ohne die Unterstützung einer Servopumpe auskommen, die Besatzung öffnete die Türen mit schlichten Schlaufen.

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - so sieht Leichtbau aus - Türöffner als Lasche
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Auch einen Airbag gab es nicht, der Unterbodenschutz wurde auf ein Minimum reduziert, die Hauben aus Aluminium anstatt aus Stahlblech gefertigt.

    1225 Kilogramm brachte ein so vereinfachter 964 auf die Waage, immerhin 175 Kilogramm weniger als das Seriencoupé.

    Etwas mehr Leistung

    Dem Motor verhalf man durch eine andere Abstimmung der Motronic zu 10 zusätzlichen PS, ansonsten blieb es bei 3,6 Litern Hubraum, der nun aber mit 98-Oktan-Benzin geflutet werden wollte.

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - etwas mehr Leistung als die normalen 964-er
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die 260 PS reichten locker, um in 5,4 Sekunden von 0 bis 100 km/h zu beschleunigen. Bei 263 km/h Spitzengeschwindigkeit bremste die Elektronik den weiteren Vortrieb. Damit liess sich ein heckgetriebener 964 knapp auf Distanz halten, nicht aber ein noch etwas teurerer Turbo.

    Weniger kostet mehr

    DM 145’450 kostete der 964 RS beim Händler in Deutschland, CHF 133’000 waren es in der Schweiz. Dafür gab es immerhin verstärkte Bremsen (vorne vom Turbo, hinten vom Cup Carrera), ein serienmässiges ABS, etwas Leder im Interieur, 17-Zoll-Magnesium-Cupfelgen und jede Menge Fahrspass.

    Farbenfroh

    Gerne bestellten die rennsportbegeisterten Kunden den RS in bunten Farben.

    Porsche 911 Carrera RS 3.6 (1992) - schnelle Ausführung des 964
    © Copyright / Fotograf: Archiv Porsche AG

    Da standen beispielsweise neben dem fast schon unscheinbaren Weiss auch Gelb, Mintgrün, Signalgrün, Maritimblau oder eben Sternrubin zur Verfügung, ein schriller Mix aus Pink und Violett, aber ohne Metallic-Partikel.

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - aus dem Stand lassen sich 200 km/h in weniger als 20 Sekunden erreichen
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Spagat fast geglückt

    Natürlich riss sich die Gilde der Autojournalisten darum, den neuen RS in die Mangel zu nehmen. Götz Leyrer gehörte zu den Auserwählten und er schrieb seine Eindrücke in der Zeitschrift Auto Motor und Sport nieder:
    “Den Fahreindruck bestimmt nicht nur die Höhe der Fahrleistungen, sondern viel mehr noch die Art und Weise wie sie zustande kommen. Und der RS entfesselt sie wie ein reißendes Tier, mit einem geradezu unerbittlichen Schub und einem Motorgebrüll, dessen aggressive Tonlage nur der luftgekühlte Porsche-Sechszylinder zuwege bringt. Pubertär, nicht mehr zeitgemäß, etwas für verhinderte Rennfahrer - solche kritischen Kommentare sind vorprogrammiert. Trotzdem bleibt es beim Bekenntnis, daß so ein Auto ein urwüchsiges Vergnügen machen kann, daß es eben etwas anderes ist, wenn diese reinrassige Fahrmaschine davonstürmt, als wenn ein über zwei Tonnen schwerer Zwölfzylinder-Mercedes sich gar nicht soviel weniger kräftig ins Zeug legt.”

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - Fahrspass pur
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Dies stimmt heute, da selbst biedere Familienlimousinen weniger Kilogramm pro PS schleppen müssen als der 964 RS, noch viel mehr als damals. Die Art, wie der inzwischen 25-jährige Porsche aus dem Stand loshechtet und eine Steigung emporstürmt, ist auch heutzutage noch immer eindrücklich. Und erst der Klang! Ganz legal und ohne drehzahl- oder manuell gesteuerte Klappen lässt der luftgekühlte Boxer sein heiseres Lied erklingen, dass man sich schon fast in Le Mans fühlt. Jederzeit und ohne Mitleid.

    Verzicht ist angesagt

    Dabei kann man mit dem rennsportlichsten damaligen 964 durchaus auch ganz gemütlich und ohne Krawall durch das Quartier tuckern, die Deutlichkeit Aussprache ist primär drehzahlabhängig. Komfortabel wird es trotzdem nie. Dafür sorgt alleine schon die fast inexistente Federung. Jeder auch noch so kleine Absatz überträgt sich sofort auf das Gesäss, Stucks sogenannter “Popometer” wird völlig ungefiltert sofort darüber orientiert, wenn eine Querfuge zwei Betondeckel trennt oder das Stiel eines Eises auf der Strasse liegen geblieben ist. “Von Federung ist so gut wie nichts zu bemerken, Straßenunebenheiten knallen mit einer Intensität durch, die ein weniger steifes Gebilde als die 911-Karosserie innerhalb kürzester Zeit weichklopfen würde”, schrieb Leyrer schon damals.

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - gelochte Scheibenbremsen
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Dass sich dies im Fahrverhalten auf hoffentlich topfebener Strecke positiv auszahlen würde, ist auch klar. “Die möglichen Kurvengeschwindigkeiten sind extrem hoch, bei einem nahezu neutralen bis leiht untersteuernden Eigenlenkverhalten, solange der Vortrieb an den Hinterrädern nicht unterbrochen wird; Gaswegnehmen oder auch Leistungsüberschluss kehrt aber natürlich das weniger freundliche Gesicht des Heckmotorprinzips zutage - der Porsche übersteuert dann, er zeigt die ganze Problematik eines sehr schmalen Grenzbereichs und eines so heftig ausbrechenden Hecks, das im Zaum zu halten ein weit überdurchschnittliches Fahrkönnen erfordert”, notierte Leyrer in seinem Test und warnte vor allzu heftigen Ausritten im Regen.

    Immerhin kamen die Bremsen locker mit den erreichbaren Geschwindigkeiten klar und der Verbrauch war selbst bei forcierter Fahrweise mit 14,9 Litern pro 100 km noch human.

    Selten geblieben

    Der rudimentäre Komfort und die kompromisslose Sportlichkeit verhinderten einen allzu grossen Verkaufserfolg des Minimal-964-Modells, das es als Touring-Ausführung auch mit etwas mehr Luxus gab. Immerhin knapp über 2000 Exemplare konnten in rund zwei Jahren Bauzeit verkauft werden. Deutlich rarer noch war der RS 3.8, doch von dem soll ein anderes Mal die Rede sein.

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - Regen macht schön
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Die Überlebensrate dürfte hoch sein, weil die meisten dieser Autos wenig gefahren wurden und schon früh in Sammlungen landeten. Heute werden sie im Vergleich zu anderen 964-Varianten fast vergoldet. Das ist auch kein Wunder, denn zum kurzen Ausritt am frühen Sonntagmorgen taugen sie genauso wie für den Track-Day, viel mehr aber wollen die wenigsten Besitzer gar nicht, und so bleiben die Kilometerstände übersichtlich.

    Porsche 911 (964) Carrera RS (1992) - Vergangenheit und Zukunft des Hauses Porsche?
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Der für diesen Bericht fotografierte 964 RS mit Jahrgang 1992 wird am 17. Juni 2017 an der Versteigerung der Oldtimer Galerie Toffen auf dem Dolder unter den Hammer kommen.

    Weitere Informationen

    • Auto Motor und Sport Heft 24/1991, ab Seite 66: Test Porsche Carrera RS
    • Auto Motor und Sport Heft 20/1993, ab Seite 96: Test Porsche Carrera RS 3.8

    Alle 50 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Keine Kommentare

     
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Multimedia

    Markenseiten

    Alles über Porsche

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich SEHR HOCH: € 75'001 bis 250'000
    Porsche 911 Carrera RS (964) (1991-1992)
    Coupé, 260 PS, 3600 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Porsche 911 Carrera 2 (964) (1989-1993)
    Cabriolet, 250 PS, 3600 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Porsche 911 Carrera 4 (964) (1988-1993)
    Coupé, 250 PS, 3600 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Porsche 911 Carrera 2 (964) (1989-1993)
    Targa, 250 PS, 3600 cm3
    Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
    Porsche 911 Carrera 2 (964) (1989-1993)
    Coupé, 250 PS, 3600 cm3