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Opel Kadett A im (historischen) Test – Klasse für die breite Masse

Erstellt am 1. Januar 1963
, Leselänge 15min
Text:
Olaf von Fersen
Fotos:
Archiv 
22

Zusammenfassung

Anfangs der Sechzigerjahre gab es im Ruhrgebiet viel zu tuscheln. Zwischen zwei Autobahnen, auf dem Gelände der geschlossenen Zeche Dannenbaum, war im Osten Bochums eine grosse Fabrik entstanden. Man wusste, dass Opel von hier aus einen Kleinwagen lancieren wollte. Und angesichts der Dimension des Neubaus wurde vermutet, dass die Rüsselsheimer still und heimlich zum Angriff auf den Thron des VW Käfers geblasen hatten. Als die Fertigungshallen ihren Vorgang lüfteten und die ersten Nachkriegs-Kadetten auf die Strassen entliessen, war das Staunen gross… Dieser Artikel gibt einen Original-Testbericht aus dem Jahr 1963 wieder und zeigt den Kompakten auf historischem Bildmaterial.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel

  • Kann der Kadett – wie der VW – einen neuen Maßstab schaffen!
  • Dieser Kadett ist kein „Opel"!
  • Die Gerüchte-Mühlen klappern
  • Erster Eindruck – nicht immer der beste
  • Ordentliche Ausstattung, sauber verarbeitet
  • Unerwartet leiser Motor
  • Die Fahreigenschaften
  • Temperament und Kraftstoffverbrauch
  • Erfreuliche Neuerscheinung – Kauf unbedenklich
  • Technische Daten und Testergebnisse

Geschätzte Lesedauer: 15min

Leseprobe (Beginn des Artikels)

Nur zweimal in der Geschichte des Automobils ist es vorgekommen, daß eine Fabrik eigens dafür geschaffen und eingerichtet wurde, ein ganz bestimmtes Automobil zu produzieren. Zwischen der Entstehung des VW und des Opel Kadett lassen sich, wenn man will, noch weitere Parallelen ziehen. Es hat eine Weile gedauert, ehe man sich in Rüsselsheim entschloß, ins kalte Wasser zu springen – sprich, über eine Milliarde DM für dieses Projekt in die Waagschale zu werfen. Schon vor Jahren wurde geflüstert, bei Opel befasse man sich ernsthaft mit einem neuen Kadetten. Mancher wollte gar Versuchsfahrzeuge gesehen haben, andere berichteten über angebliche Konstruktionsdetails.

 
15min
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Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von wh******
12.09.2021 (08:49)
Antworten
Interessant, heute einen zeitgenössischen Artikel über den Kadett A zu lesen. Ein solcher - als 65er Coupe mit dem 48-PS-Motor - war seinerzeit mein zweites Auto nach einem 62er Käfer. Aber angesichts der sattsam bekannten Mängel des Käfers war der Kadett mein erstes, "richtiges" Auto: Platz, Sicht/Übersichtlichkeit, Kofferraum, Fahrleistungen, Straßenlage, Sicherheit, Geräuschkomfort, Heizung... Selbst der Benzinverbrauch war trotz der viel besseren Fahrleistungen noch um einen Liter günstiger als beim VW. Man kann heute eigentlich nur noch den Kopf darüber schütteln, dass VW den Käfer in demselben Marktsegment überhaupt noch an den Mann bringen konnte.
Antwort von ha******
13.09.2021 (13:46)
... die Paradoxie daran ist: der Kadett sieht aus heutiger Sicht aus wie von vor-vorgestern, der Käfer immer noch sehr vertraut und alltäglich. Verrückt!
Zum "an-den-Mann-bringen": dem Volkswagen eilt seit jeher der Ruf seiner Solidität voraus (was, auch bei allen erkannten technischen Absurditäten, wohl so war und wovon auch heute noch in gewissem Maße Golf, Passat & Co. zehren).
Auch wenn damals (wie heute) vieles nur herbeigeschrieben wurde - es scheint am Ende doch was dran gewesen zu sein.
von Ru******
14.09.2021 (08:59)
Antworten
Eine leere Blechschachtel "mit hohlem Klang", formal wie eine Streichholzschachtel, mickrige Sitze (auch für diese Klasse), eine bockige Federung, sehr mickrige Bremsen (für damalige Verhältnisse wohlgemerkt), schmaler Innenraum, etc.. All das ist der A Kadett und nach bereits 4 süddeutschen Wintern war er noch dazu ein ganz großer Roster vor dem Herrn, eines der schlimmsten Modelle überhaupt. Da war ein Käfer ein Tresor dagegen, der Fahrkomfort und die Sitze besser, aber anderes natürlich schlechter, wie sein mickriger Kofferraum vorne z.B.. Mein Opa fuhr den A Kadett und mein Onkel eine Renault Dauphine mit 4 Gängen und 36 (oder 34?) PS. Obwohl die Dauphine optisch viel älter war, sie stammt ja von ´55/´56, war sie mir in vielen Fragen das sympathischere Auto als der neue A Kadett. Aber ein Renault 8, der moderne Nachfolger der Dauphine, der stellte technisch trotz Heckmotorbauweise alle in den Schatten. Tolle Sitze, tolles Fahrwerk mit unglaublich viel Komfort, toller Motor mit 956ccm oder mit 1100ccm und 48 PS, grundsätzlich 4(!)-türig, serienmäßig(!) 4 Scheibenbremsen, sehr leichtgängige Lenkung, großer Tank (im Verhältnis) ganz aufwendig an der Hinterachse platziert und deshalb sogar ein geräumiger Kofferraum vorne! Auch ein FIAT 1100 Europa kann, mit wieder ganz anderen Mitteln, viel mehr als ein A Kadett. Außer in D. war ja dieser auch nirgendwo in Europa ein Erfolg.
Antwort von mo******
14.09.2021 (21:21)
Auf Ihr gewohntes Opel-Bashing habe ich nur gewartet. Wie schon beim Kadett B, demgegenüber ja ein Peugeot 204 "buchstäblich alles viel besser" könne, übersehen Sie aber auch hier den entscheidenden Punkt: Die von Ihnen angeführten Fahrzeuge waren nun mal an die 10 % teurer als der jeweilige Kadett. 1962 kostete ein Renault 8 meines Wissens 5510 DM. Sicherlich ließe sich vortrefflich darüber streiten, ob er diesen höheren Preis nun wert war oder nicht; aber es verkennt die Tatsache, dass Opel sich bei der Preisgestaltung - und demzufolge eben auch bei der Entwicklung - am "Export"-Käfer orientierte. Dieser war mit 4980 DM die Benchmark, da musste man hin.
Antwort von ru******
15.09.2021 (08:46)
Preise: Opel Kadett "L" mit 40 PS 5525,-DM und 48 PS 5675,-DM, nur 2-türig lieferbar.
Renault 8 mit 40 PS 5250,-DM und im Saarland 5150,-DM, serienmäßig 4-türig.
Den völlig nackigen Kadett ohne "L" für 5075,-DM kann man sowieso nicht mit dem Renault 8 vergleichen und er kostet trotzdem nur wenig weniger. Alle Angaben sind aus den originalen Autokatalogen der jeweiligen Jahrgänge.

Der Peugeot 204 kam erst anno ´65 heraus und war somit kein Konkurrent zum Kadett A. Der 204 war deutlich teurer als der Renault 8, ´65 nämlich 7660,-DM incl. SSD.
Antwort von mo******
15.09.2021 (23:05)
Das sind doch nicht die Preise von 1962. Einen Kadett L oder einen mit 48 PS gab es da ja noch gar nicht ... und vor allem war der Renault 8 deutlich teurer. Für diesen muss ich sogar die zuerst genannten 5510 DM nach oben korrigieren: Korrekt sind 5685 DM im August 1962, und zwar mit Dreiganggetriebe und ohne die aufpreispflichtige "Heizung mit Defrosteranlage". Siehe auch die Anzeige in Heft 9/63 von auto motor und sport auf Seite 47, da steht dieselbe Zahl. Satte 12 % teurer als der Kadett also, und dabei hatte dieser serienmäßig ein vollsynchronisiertes Vierganggetriebe und einen "Scheibenentfroster" - so viel zur Vergleichbarkeit des "nackigen Kadett".
Mit teilsynchronisiertem (!) Vierganggetriebe (+ 110 DM) und besagter Heizung mit Defrosteranlage (+195 DM) waren für einen Renault 8 dann 5990 DM fällig, mithin 18 % mehr als für den Kadett ...

Das mit dem Peugeot 204 bezog sich auf Ihren Kommentar unter https://www.zwischengas.com/de/blog/2020/04/10/Welchen-ha-tten-Sie-damals-gekauft-welchen-wuerden-sie-heute-vorziehen-.html?viewid=3#comments. Und natürlich Kadett B, so schrieb ich es oben ja auch.
von gi******
14.09.2021 (20:32)
Antworten
Wir restaurieren gerade einen A-Kadett der eine bewegte Vergangenheit als Rallye Auto in Österreich hinter sich brachte und von drei 24h Rennen zweimal ins Ziel kam. Der Plan ist es u.a. an der Historic Ice Trophy 2022 am Zauchensee teilzunehmen - vorletztes Jahr mit einem ockerfarbenen 50ps B-Kadett im 4h Rennen auf Platz 19 hoffen wir nächstes Jahr auf 10 Plätze weiter vorne ins Ziel zu kommen. Dafür ist der A-Kadett fast 200kg leichter und bekommt gerade einen c-Kadett Motor mit 60 PS eingepflanzt. Wer im Training mal mitfahren möchte ... gintonicmunich bei instagram
von al******
16.09.2021 (16:55)
Antworten
Ich habe am 4.8.69 einen R 8 Major für DM 5.667.66 gekauft (lt. Rechnung= incl. Liegesitzen, Überführung, Kfz-Brief + 2 Kennzeichen) und
am 21.5.71 einen R 8 in grau für 5.973,oo (lt. Rechnung = incl. Liegesitze, Überführung + Kfz.Brief).
Die Autos hatten vollsinchronisierte 4-Gang-Getriebe und eine Heizung, die man auch als solche benutzen konnte . . .
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