Mit der Luxuslimousine auf den Gaisberg - Opel Diplomat (im historischen Test)

Erstellt am 15. Dezember 1965
, Leselänge 6min
Text:
Günther Gebhardt
Fotos:
GM Corporation / Opel 
5
Archiv Reinhard / Max Pichler 
1
Archiv 
8

Zusammenfassung

Gewiss, es ist das nicht das erste, was einem in den Sinn kommt. Eine komfortable Reiselimousine gehört auf die Autobahn oder die schnelle Überlandstrasse. Die Herren von der Zeitschrift ‘hobby’ dachten anders, und prüften den Opel Diplomat auf der Bergrennstrecke zum Gaisberg bei Salzburg. Und kamen zu einem überraschenden Schluss. Dieser Bericht gibt den originalen Wortlaut des damaligen Tests wieder und zeigt den Opel Diplomat auf historischen Bildern.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel

  • Amerikanischer V8
  • Ami mit Europa-Look
  • Keine Sänfte
  • Kickdown  mit 'Musik drin'
  • Viel Unterstützung
  • Diplomatisches Gaisbergrennen
  • Fazit - geglückte europäisch-amerikanische Symbiose
  • Technische Daten und Testergebnisse

Geschätzte Lesedauer: 6min

Leseprobe (Beginn des Artikels)

Die überraschend guten Kurveneigenschaften des Diplomat verleiteten uns zu einem Privat-Rennen auf Österreichs klassischer Bergstrecke, dem Gaisberg. Der Diplomat bringt schon einen hohen Gegenwert für das Geld, das er kostet, aber man kann für etwa die gleiche Summe einen Original-Amerikaner bekommen, einen Chevrolet, Buick, Plvmouth oder Studebaker. Wer sich jedoch nach reiflicher Überlegung für den 'Ami aus Rüsselsheim' entschließt, der kauft ein amerikanisches Triebwerk in einem Auto mit den europäischen Normen für   Straßenlage,  Bremssicherheit und Verarbeitungsqualität. Die 190 PS dieses Autos sind in viel Fahrsicherheit eingepackt, und das dürfte ein kaum übersehbarer Pluspunkt für den Diplomat sein. Die Qualität der Verarbeitung ist der zweite Punkt, der für den großen Rüsselsheimer spricht.

 
6min
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Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von ds******
25.03.2017 (21:54)
Antworten
Der bloße Anblick des Diplomat A hinterläßt bei mir immer wieder einen tiefen, wohligen Eindruck, egal, ob im Bild oder (heute selten) in "freier Natur". Schwer zu fassen, was genau seine Faszination ausmacht. Vielleicht ist es die subjektive Großzügigkeit und wuchtige, kühle Eleganz, die mir heute moderner erscheint als die B-Reihe. Im Detail einfach meisterhaft gestaltet, z. B. die prismatischen Scheinwerfer, der Schwung der C-Säule ins grazile Heck, die perfekt platzierte Lichtkante der Flanken, welche mit subtiler Präzision durch Front und Heck verläuft...und dann die imposante "zu breite" Breite. Nostalgie vielleicht auch, weil für mich Kindheitserinnerungen hinzukommen und zeitweilig gehörte auch mal ein Admiral A zu meiner Klassikersammlung. Opel hat in den 60er und 70er Jahren oft recht attraktive und manchmal sogar wirklich schöne Autos zustande gebracht. Deren Allgegenwärtigkeit und das spiessige Image der Marke hat jedoch stets verhindert, daß der ästhetische Wert dieser Fahrzeuge auch richtig wahrgenommen wurde. Wenn man sich die heutigen Preise für den Diplomat A anschaut, erkennt man allerdings, daß sich das grundlegend geändert hat. Ich lebe schon lange in den USA und komme immer mal wieder auf den Gedanken, einen Diplomat V8 über den Teich zu holen. Zumindest die Ersatzteilversorgung für die Technik wäre ja recht problemlos! Beim Klassiker-Cruising würde man mit diesem Rüsselsheimer Pendant zum Chevrolet Chevelle sicherlich für amüsante Verwirrung bei den hiesigen Betrachtern sorgen...
von E12Klaus
14.10.2016 (11:03)
Antworten
Ich gehe mit dem Autor des letzten Kommentars in den meisten Punkten einig. Den stückzahlmäßigen Erfolg des Kapitän P 2,6 und seiner Vorgänger konnte die KAD A-Serie (bei allgemein steigenden Stückzahlen der Wettbewerber und nunmehr 3 Modellreihen - Kapitän, Admiral und Diplomat) allerdings nicht mehr wiederholen. Die durchschnittliche Monatsproduktion sank um fast die Hälfte ab (auf rund 1500 zu ca. 3000 bei den Vorgängern). Parallel dazu das leider sinkende OPEL Image in der Oberklasse. Über Fehler wollen wir hier nicht diskutieren, ob eine zu große Karosserie (Entwicklungschef Mersheimer: "Jetzt kennen wir den Unterschied zwischen "groß" und "zu groß"), eine vergleichsweise sehr einfache Technik (vor allem Fahrwerk) oder die verkaufspsychologisch beim Händler fehlende Abgrenzung zu Kadett und Rekord-Kunden. Fahrwerkstechnisch war die KAD B-Serie dann im Vorteil (erstmals im AMS Vergleichtest insgesamt dem Mercedes und BMW überlegen), aber eben stückzahlbezogen noch weniger erfolgreich als die KAD A-Serie. Nur noch schmale 600 Fahrzeuge wurden während der Produktionszeit im Durchschnitt monatlich hergestellt. Dafür hatte die KAD B-Serie immerhin die längste Produktionsdauer aller Kapitän Baureihen, allerdings mit starken Einbußen besonders in den letzten 4 Jahren.

Dem letzten Punkt möchte ich wiedersprechen: Formal ist die KAD-B Serie formstimmig, hat ein sehr gelungenes Design, war qualitativ sehr hochwertig und wird heutzutage mindestens als ebenso begehrenswerter Klassiker angesehen wie die A-Serie.

Noch ein Wort zu den Vorgängermodellen: Die oft als "erfolglos" bezeichnete "P" (später zur Unterscheidung von Opel mit P2,5 bezeichnet) war bezogen auf die durchschnittliche Monatsproduktion mit das erfolgreichste Kapitänmodell (noch um rund 100 Einheiten besser als der P2,6!) bei allerdings sehr kurzer Bauzeit von Juni 1958 bis Juni 1959.

"LV" waren übrigens beide "P" Modelle, und nicht nur diese. Das bedeutet OPEL intern nichts anderes als "Limousine viertürig" und ist keine auf den P2,6 bezogene Bezeichnung (siehe Ersatzteillisten Rekord und Kapitän, vermutlich führt die für den P2,6 immer wieder verwendete Bezeichnung "P LV" auf den Text in Werner Oswalds Buch "Deutsche Autos 1945-1975" zurück und wird fälschlicherweise immer wieder verwendet. Werner Oswald war übrigens zeitlebens absolut nicht bereit solche kleinen (nachweislichen) Fehler in seinen Werken zu korregieren, was ich bei gegenseitigen Besuchen und in etlichen Fachgespächen feststellen durfte).

Wen es noch interessiert: Das Kapitän Modell mit der höchsten monatlichen Produktion war der 56er (gebaut von September 1955 bis Februar 1958 mit durchschnittlich 3085 Fahrzeugen, das am kürzesten gebaute Modell der "Kapitän 50", der von Mai 1950 bis Februar 1951 nur 9 Monate gebaut wurde, jedoch mit dem 47er sehr identisch war, was die Sache etwas relativiert.
Klaus Jansen
www.oldtimerWEBseiten.com
Antwort von ds******
27.03.2017 (03:40)
Nachdem ich diese Webseite "entdeckte" und mich durch das KAD Material durchlas, habe ich mir auch Ihre Webseite mit grossen Interesse angeschaut. Kurioserweise habe ich einmal sogar eines Ihrer ehemaligen Autos gefahren, nämlich das weisse Diplomat A Coupé, das sich jetzt in der Opel Klassik Sammlung befindet. Vor ca. 10 Jahren hatte ich bei Opel beruflich einige Monate zu tun und nahm die Gelegenheit wahr, die Sammlung zu besichtigen. Jens Cooper ließ mich dann auch mal ans Steuer des herrlichen Diplomat. Ein wunderbares Auto mit eindrucksvoller Fahrqualität. Besonders beeindruckt hat mich die vollkommen ruhige, klapperfreie Karosserie. Autos in Hardtop-Bauweise ohne B-Säule neigen ja besonders oft zu nervigem Geschepper. das von den Türen und Fensterscheiben ausgeht. Nach eigener Erfahrung kann sowas seibst bei edlen Gefährten aus dem Hause Mercedes-Benz vorkommen. Mein Eindruck war, daß Karmann beim Diplomat A besonders gute Arbeit abgeliefert hat, trotz (oder vielleicht auch wegen?) der lächerlich geringen Stückzahlen. Weiß man eigentlich, wie viele der Coupés es überhaupt noch gibt und wo sie sich befinden?
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