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Bild (1/8): Nissan Silvia Coupé (1966) - Graf Goertz änderte fast jede Linie am ursprünglichen Design von Kimura (© Daniel Reinhard, 2012)
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    Nissan Silvia Coupé von 1966 - japanische Rarität mit deutschem Chic

    24. Februar 2012
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (41)
    Archiv Marco Wild 
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    Archiv Alan Bent www.earlydatsun.com 
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    Wenn man sich einen ausgewachsenen und von Hamburgern und Ei-mit-Speck wohlgenährten Amerikaner vorstellt, wie er den überaus kompakten Nissan Silvia CSP 311 besteigt, dann kann man sich gut ausmalen, warum der damalige Importeur nicht an einen Erfolg des Wagens in den USA geglaubt hatte. Dabei war das Silvia-Coupé ein technisch interessantes Geführt, das durch Graf Goertz ein Kleid trug, dass auch italienischen Stardesignern kaum besser hätte glücken können. Die Tatsache aber, dass der Wagen in Handarbeit gebaut wurde und nur über bescheidene Innenmasse verfügte, sorgten für einen exklusiven Käuferkreis, insbesondere da der Nissan offiziell nur in Japan und Australien verkauft wurde.

    Daher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass man hierzulande heute einem Nissan Silvia CSP 311 Coupé begegnet, ist verschwindend gering. Die wenigsten Passanten würden das Fahrzeug erkennen. Dabei zählt der Wagen zu den schönsten japanischen Autos überhaupt und war für Nissan ein wichtiger Meilenstein, lange vor dem 240 Z, der dann endgültig die Welt erobern sollte.

    Das erste zweisitzige Coupé japanischer Provenienz

    Als die japanischen Autohersteller in den Sechzigerjahren mit dem Export ihrer Fahrzeuge nach Europa und Amerika zu expandieren trachteten, erkannten sie schnell die Wichtigkeit einer den lokalen Geschmäckern angepasste Formen- und Designsprache. Während sich die einen italienische Design-Unterstützung suchten, engagierte Nissan den talentierten Albrecht Graf von Goertz, der als Deutscher in den Staaten unter anderem bei Studebaker gearbeitet hatte.

    Um etwas für ihr sportliches Image zu tun, planten die Nissan-Entscheider ein kompaktes und elegantes Coupé für den Exportmarkt. Der Nissan-Designer Kazuo Kimura hatte bereits mit dem Design begonnen und ein kleines Coupé entworfen, das bereits wesentliche Züge des späteren Silvia Coupés vorwegnahm, aber mit versenkbaren Scheinwerfern und einer etwas gar simplen Geometrie nicht überzeugte.

    Graf Goertz und Yamaha als Geburtshelfer

    Während Graf Goertz, unterstützt von Kimura, das Design des Coupés überarbeitete, beschäftigte sich Yamaha mit der Technik und der Fertigung des Fahrzeugs. Der erste Prototyp war noch auf Basis des Kimura-Designs entstanden und wurde kurzfristig vor der Tokyo Motorshow zurückgezogen, weil er Nissan-Präsident Katsuji Kawamata nicht gefiel.

    Mithilfe von Goertz entstand dann ein neuer Entwurf, der fast jede Linie des Urmodells änderte. Die grundsätzlichen Dimension blieben allerdings unverändert, genauso wie die Technik vom Fairlady-Roadster. Das Silvia Coupé darf zu den schönsten Entwürfen der Sechzigerjahre und vermutlich zu einem der überzeugendsten japanischen Autos überhaupt gezählt werden.

    1964 jedenfalls war das Silvia Coupé unter dem Namen “Datsun Coupé 1500” der Star der Automobilausstellung von Tokio. Und rund sechs Monate später am 18. März 1965 wurde der Wagen mit einem vergrösserten 1600-er-Motor zum Verkauf freigegeben. 

    Bewährte technische Basis vom Datsun Fairlady 1600 Roadster

    Bereits seit 1961 verkaufte Nissan den Datsun 1500 Roadster, optisch, obschon einige Monate vorher präsentiert, stark an den MG B erinnernd. Die technischen Ingredienzen dieses zweisitzigen Sportwagens bildeten denn auch die Basis für das Silvia Coupé. Allerdings konnte das Coupé von Anfang an den H19-OHV-Motor mit 1,6 Litern Hubraum nutzen, gekoppelt an ein vollsynchronisiertes Vierganggetriebe (Synchronisationstechnik von Porsche lizenziert). 96 PS (SAE) bei 6’000 U/min leistete der wassergekühlte Vierzylinder.

    Den Leiterrahmen übernahm das Coupé genauso vom Roadster wie die Aufhängungselemente. Vorne erhielt der Sportwagen in Lizenz gefertigte Dunlop-Scheibenbremsen.

    Durch den höheren Glasanteil und die aufwändiger gestalteten Bleche wog das Coupé rund 80 kg mehr als der Roadster. Dank der guten Aerodynamik waren die Fahrleistungen aber zumindest ebenbürtig. 978 kg betrug das Leergewicht des fast vier Meter langen und 1,51 Meter breiten Sportwagens, der einen relativ kurzen Radstand von 2,28 Meter aufwies.

    Hervorragendes Finish

    Die Herstellung des Silvia Coupés war von einem hohen Handarbeitsanteil geprägt. Die Japaner im Werk Oppama gaben sich alle erdenkliche Mühe, eine qualitativ hochstehende Fertigungsqualität zu erreichen, sie passten jedes Blech individuell an und verwendeten grössere Mengen von Füller. Das Ergebnis überzeugte, aber restaurationsfreundlich ist das Silvia-Coupé damit nicht, selbst wenn fast jedes verwendete Teil mit einer mit dem Chassis verbundenen Identifkation nummeriert wurde.

    Nur in einer Farbe, oder doch nicht?

    Bei der Farbwahl hatten es Silvia-Käufer einfach, Nissan bot nur eine Farbe an, die je nach Lichteinfall golden oder silber-grün-metallisierend aussah. Später wurden allerdings auch noch weisse Coupés ausgeliefert und manches Fahrzeug wechselte wohl während seines Lebens ein- oder mehrmals die Farbe.

    Während man bei der Wahl der Farbe keine Wahl zuliess, zeigte man sich beim Namen des Fahrzeugs weniger konsequent. Silvia, CSP311, 1600 Sports Coupé, GT Coupé und 1600 Coupé, mit Nissan und Datsun davor, alle Kombinationen kamen vor. Wäre der Sportwagen ein Massenprodukt gewesen, hätte dies sicher Konfusion ausgelöst.

    Exklusiv und teuer, zu klein für die USA

    Rund 50% mehr als für die offene Schwester verlangte Nissan für das elegante Coupé, damit war dem Wagen eine hohe Exklusivität gewiss. 1’200’000 Yen, 4’390 australische Dollars oder 2’195 englische Pfund wurden als Preis damals genannt.

    Mehr noch als der Preis beschränkte aber das “no way” von Bob Sharp, der die Japaner im amerikanischem Markt beriet und von einem Verkauf in den USA abriet. Zu klein sei das in Hinblick auf einen gut 1,7 Meter grossen Fahrer ausgelegte Auto für die grossen Amerikaner, meinte er. Auch Graf Goertz hatte die Japaner nicht davon überzeugen können, für grössere Körpermasse zu bauen. Es blieb bei einem einmaligen Auftritt an der New York Autoshow im Jahr 1965. Der einzige linksgesteuerte Prototyp verschwand, sein Verbleib ist nicht bekannt.

    So wurde das Silvia Coupé nur in rechtsgelenkter Version in Japan und Australien verkauft, ein knappes Dutzend landete in anderen Ländern. Und selbst mit dieser geringen Verbreitung schufen sich die Nissan-Leute Probleme, denn bereits für die Anpassung an australische Vorschriften (NSW) musste die Front des Fahrzeugs angehoben werden, damit die Leuchten hoch genug lagen.

    Als Polizeiwagen eingesetzt

    Als schnellstes Serienfahrzeug Japans eignete sich das Silvia Coupé auch für eine ganz spezielle Klientel, die “Japanese Highway Patrol”. Gespritzt in einer dunkelblau-weissen Zweifarbenlackierung nutzten die japanischen Polizisten die Höchstgeschwindigkeit von fast 170 km/h (103 mph), um flüchtende Verkehrssünder einzuholen.

    Die ereignisreiche Geschichte von CSP311-70311

    Ende 1965 (vermutlich) wurde das hier abgebildete Silvia Coupé als 311. von 554 Fahrzeugen gebaut. Als einer von 49 wurde er nach Australien ausgliefert und dort von einem Händler in Hobart (vermutlich) an den ersten Kunden verkauft. Für längere Zeit blieb er (vermutlich) in Erstbesitz, um dann bei einem neuen stolzen Besitzer in Tasmanien zu landen. Über West Lanceston kam der Wagen dann nach Trevallyn und wechselte die Farbe. Sportlich rot wechselte er erneut den Besitzer, der den Wagen in einer goldig-artigen Farbe lackierte.

    Mindestens zwei weitere Male wechselte der kleine Sportwagen sodann den Heimathafen um schlussendlich bei Marco Wild, einem Nissan-Händler in Deutschland, zu landen. Trotz dieser ereignisvollen Geschichte blieb das seltene Coupé weitestgehend original, die Sitze wurden zwar irgendwann einmal ausgetauscht, aber die Embleme und das gesamte Interieur blieben intakt.

    Seiner Seltenheit, der hohen Originaltreue und der sympatischen Patina hatte es das Silvia Coupé wohl zu verdanken, dass es beim Concours d’Elegance in Schwetzingen im Jahre 2011 mit einem dritten Platz ausgezeichnet wurden.

    Knapp geschnitten

    Dass die Nissan-/Yamaha-Ingenieure beim Bau des Silvia sich auf eine Fahrergrösse von gerade einmal 173 cm einstellten, merkt man schon beim Einsteigen. Eine gewisse Gelenkigkeit hilft beim Einfädeln der Beine unter dem Lenkrad hindurch und Staturen wesentlich über 180 cm nehmen sofort Kontakt mit dem Dach auf.

    Die Bewegungsfreiheit ist begrenzt, aber man kann mit diesem Umstand leben. Wer gewohnt ist, mit Rechtslenkern zu fahren, wird mit der Bedienung keine Probleme haben.

    Attraktives Interieur mit sportlichem Flair

    Hat man einmal Platz gefunden, dann eröffnet sich einem ein erfreulicher Anblick. Das Interieur ist hochwertig, ein elegant aussehendes Holzlenkrad zeiht die Hände magisch an, die Instrumente sind wunderschön gestaltet und geben über die wichtigsten Lebensäusserungen der Technik Bescheid.Die Rundumsicht ist hervorragend.

    Die deutlich herausgearbeitete crème-farbige Mittelkonsole ist klar strukturiert und bietet mit hübschen Kipp- und Zugschaltern Nebenfunktionen an. Der Schalthebel liegt gut zur Hand, das Getriebe schaltet sich leichtgängig und exakt. Mit Radio, Heizung, Sitzgurten, Innenbeleuchtung, Kartenleselampe, Zweistufen-Scheibenwischer und elektrischer Scheibendusche war der Nissan für damalige Verhältnisse äusserst vollständig ausgerüstet.

    Attraktive Geräuschkulisse und gute Fahrleistungen

    17,9 Sekunden nannte Nissan als Zeit für die Viertelmeile, das kleine Coupé war ein schneller Sportwagen Mitte der Sechzigerjahre. Zeitgenössische Fahrberichte lobten Fahrverhalten und Komfort genauso, wie Strassenhaltung und Zuverlässigkeit. Auch heute noch erfreut das Coupé durch sympathische Lautäusserungen und durchaus alltagstaugliche Fahrleistungen.

    Eine Handvoll in Europa

    Wer sich jetzt in das hübsche Coupé verliebt hat und mit dem Kauf eines Silvia liebäugelt, sollte sich vor Augen führen, dass die Population in unseren Breitengraden verschwindend klein ist, ein Fahrzeug soll in Spanien sein, ein anderes in Norwegen, zwei weitere sollen in England rollen, das abgebildete Coupé gehört wie bereits ausgeführt einem Nissan-Händler in Deutschland.

    Restaurationen sind aufwändig, vieles muss von Hand angefertigt werden, Teile können kaum von einem Auto aufs nächste übernommen werden, weil vieles schon damals individuell gebaut wurde. Immerhin gibt es Hilfe aus Japan, wo die meisten Silvia verblieben sind. Höchstens 200 Coupés dürften insgesamt überlebt haben, die meisten wohl in Japan. Offizielle Preisnotierungen sind daher nicht verfügbar.

    Auch heute, fast fünfzig Jahre nach der Präsentation, beeindruckt die Eleganz des Coupés noch immer - Garant für eine lange dauernde Klassikerkarriere.

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