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Bild (1/5): Morgan Three Wheeler Super Sports (1933) - schon das Lenkrad hat nicht ganz in der Karosserie Platz (© Daniel Reinhard, 2013)
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    Morgan Three Wheeler Super Sports 1933 - fast wie Fliegen am Boden

    Erstellt am 22. Oktober 2013
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (28)
    Morgan Motor Company 
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    Bruno von Rotz 
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    Morgan gilt heute als konservative Firma, die Neuwagen herstellt, die wie Oldtimer aussehen und auch noch - zumindest in Teilen - die Technik von einst verwendet.

    Dabei war Morgan am Anfang ein überaus innovativer Hersteller, der manchem grossen Automobilwerk mindestens zwei oder drei Schritte voraus war. Wobei, es war nie ganz klar, ob ein Morgan mit drei Rädern, und so waren alle Modelle bis 1935 gebaut, eigentlich als Auto oder Motorrad zu gelten hatte.

    Morgan Three Wheeler Super Sports (1933) - die Blinker sind eine Konzession an spätere Zulassungsvorschriften
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Weniger ist mehr

    Wieviele Räder braucht ein Automobil? Vier würde man sagen, aber eines davon kann auch getrost das Lenkrad sein, so zumindest sah dies H.F.S. Morgan, als er seinen “Three Wheeler” entwickelte. Allerdings hatten die ersten Modelle noch nicht einmal ein Lenkrad, sie wurden mit einem Gestänge gesteuert.

    H.F.S. Morgan wurde 1881 in Stoke Lacy, Hereford, geboren. Seine Schulzeit absolvierte am Marlborough College und am Crystal Palce Engineering College und startete dann seine Karriere aus Auszubildender bei W. Dean, dem Chefingenieur der G.W.R. Railway Works in Swindon.

    Mit 18 Jahren machte er seine ersten Erfahrungen mit Automobilen, als ein 3 1/2 HP Benz seiner Kontrolle bei einer steilen Talpassage entglitt. Diese Erfahrung prägte ihn und er sparte drei Jahre lang, um sich dann ein Eagle-Dreirad names “The Little Star” mit De Dion Zweizylinder-Motor zu kaufen, der ihn auf die Idee brachte, selber ein derartiges Fahrzeug zu entwickeln.

    Mit 25 Jahren machte sich H.F.S. Morgan selbständig und eröffnete in Malvern Link eine Garage, die er unter anderem mit Omnibus-Dienstleistungen finanzierte. Zudem vertrieb er Fahrzeuge der Marken Wolseley und Darracq.

    In jener Zeit konnte er einen Peugeot-Zweizylindermotor mit 7 PS kaufen, den er in ein leichtes Rohrrahmen-Chassis mit drei Rädern einbaute. Der erste Morgan Three Wheeler war geboren. Man schrieb das Jahr 1909. Der Prototyp wurde “Run-about” genannt. An Marketing und Vertrieb dachte eigentlich niemand, doch auf vielfachen Wunsch entschied Morgan dann, einige Fahrzeuge zu produzieren.

    Morgan Three Wheeler (1909) - Harry Morgan mit seinem ersten "Produkt"
    © Copyright / Fotograf: Morgan Motor Company

    Patent und erste öffentliche Auftritte

    Der Morgan Run-about wie vordere Einzelradaufhängungen auf und dies war zu jener Zeit noch hochgradig innovativ. Die spezifische Morgan-Konstruktion wurden denn auch patentiert. Zudem verfügte das Dreirad über ein steifes Chassis und einen tiefen Schwerpunkt.

    Noch 1910 präsentierte H.F.S. seine Konstruktion an der Olympia Motor show von 1910. Er zeigte drei seiner Fahrzeuge, alle mit J.A.P-Motoren mit ein oder zwei Zylindern ausgerüstet und damit 4 und 8 PS stark. Der Zuspruch war gross, 30 Bestellungen konnten notiert werden, aber es war klar, dass das Gefährt für grössere Erfolge zweisitzig und nicht wie die ersten Dreiräder Einsitzer sein musste.

    Mit dem Einsitzer meldete sich H.F.S. beim London-Exeter-London Reliability Trial an und gewann prompt die Goldmedallie.

    Morgan Three Wheeler (1911) - der Prototyp des Zweisitzers, noch ohne Lenkrad - auf dem Fahrersitz H.F.S. Morgan, daneben sein Bruder
    © Archiv Automobil Revue

    1911 wurde der Zweisitzer in London präseniert und soviele Bestellungen notiert, dass man sich nach einem externen Hersteller für die Produktion umsah. Weil aber niemand Interesse zeigte, kaufte sich H.F.S. halt mehr Werkzeugmaschinen und übernahm die Fertigung selber.
    1912 wurde die Morgan Motor Company gegründet, H.F.S. war Managing Director.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    HERO 1000 Mile Trial

    Rennerfolge über Rennerfolge

    Morgan-Fahrzeuge wurden an vielen Rennveranstaltungen gemeldet. So gewann Harry Martin 1912 das erste internationale Cyclecar Rennen in Brooklands, im gerade einmal 8,5 Minuten dauernden Rennen hängte er den stärksten Verfolger um zwei Minuten ab. Harry Morgan siegte 1912 beim Cycle Car Cup in Brooklands und dies mit einem Schnitt von fast 60 Meilen pro Stunde.

    Noch wichtiger aber war der Sieg, den W.G. McMinnies beim Cyclecar Grand Prix in Amiens (Frankreich) errang, denn er konnte trotz starker Konkurrenz kontinentaler Vierrad-Cyclecars und eines erzwungenen Boxenstops, bei dem der Schlauch eines Vorderrads gewechselt werden musste, gewinnen.

    Morgan Three Wheeler (1912) - Sieg beim Cyclecar Cup in der 1100 cm3 Klasse, mit einer Rekordgeschwindigkeit von fast 60 Meilen über eine Stunde
    © Copyright / Fotograf: Morgan Motor Company

    In der Folge erschien ein neuer Morgan-Typ, der “Grand Prix” genannt wurde und wie McMinnies Rennwagen ein längeres Chassis, eine tiefere Sitzposition und einen OHV-J.A.P-Motor aufwies.

    Kriegsunterbruch und Neustart

    Es wurde viel über den kleinen Morgan geschrieben und die Geschäfte liefen gut, denn die Morgan-Fahrzeuge waren nicht nur sehr günstig in der Anschaffung, sie waren auch verbrauchsarm. Im Verbrauchswettbewerb “Cyclecar Club’s Fuel Consumption Trial” etwa erzielte der Sieger auf einem Morgan einen Durchschnittsverbrauch von 4,1 Liter pro 100 km. Zudem konstruierte man auch noch eine Familienversion mit vier Sitzen, die sich ab 1915 hervorragend verkaufen liess.

    Nach dem erzwungenen Unterbruch durch den ersten Weltkrieg war Morgan dank seiner einfachen Konstruktion einer der ersten, die wieder Fahrzeuge bieten konnte. Und die Nachfrage nach günstigen Transportmitteln war gross, die Produktion erreichte 50 Fahrzeuge pro Woche!

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    Evolution statt Revolution

    Die Grundkonstruktion des Morgan Three Wheeler erwies sich als enorm langlebig, aber natürlich wurden immer wieder etwas verbessert. Elektrische Lampen und ein Anlasser wurden hinzugefügt, die Karosserie von Zeit zu Zeit angepasst, die Motoren ausgetauscht.

    Als eines der ersten Fahrzeuge überhaupt aber erhielt der Morgan Anfangs der Zwanzigerjahre Vorderradbremsen. Und damit wurde er noch unschlagbarer. Der Morgan Three Wheeler war so schnell, dass er zum Beispiel in Brooklands den vierrädrigen Autos derselben Klasse eine Runde Vorsprung lassen musste beim Start!

    Weltrekord

    Morgans waren weiterhin erfolgreich im Rennsport. Ende der Zwanzigerjahre wurde der “Super Aero” eingeführt, der ein stromlinienförmigeres Kleid trug. Mrs. Gwenda Stewart schlug den Einstunden-Weltrekord beim Rennen in Monthléry und fuhr über 100 Meilen pro Stunde schnell. Später schaffte sie sigar 117 Meilen pro Stunde in einem Einsitzer-Morgan.

    Morgan Three Wheeler (1925) - H. Beart in einem stromlinienförmigen Morgan mit Blackburne Motor
    © Archiv Automobil Revue

    Mehr Komfort

    1931 tat Morgan auch etwas für den Normalfahrer. Es gab nun ein Dreiganggetriebe, das im Gegensatz zu den früheren Morgans sogar einen Rückwärtsgang aufwies. Zudem konnten die Räder jetzt einfach abgenommen werden und die Motoren kamen nun von Matchless. Aus dem Super Aero wurde damit der Super Sports.

    Morgan Three Wheeler (1936) - Mr. und Mrs. G.H. Goodall im F4 Zweisitzer mit Ford-10-HP-Maschine beim M.C.C. Edinburgh Trial
    © Archiv Automobil Revue

    1933 folgte eine weitere Three-Wheeler-Version mit Ford-Motor, der F-Type, der (von vorne) mit seinem stehenden Kühler mehr wie die “normalen” Autos jener Zeit ausah und sehr populär wurde. Zudem gab es sogar eine Lieferwagen-Version des Morgans.

    1935 erschien dann der erste käufliche Morgan Sportwagen mit vier Rädern - zu Rennzwecken hatte man schon früher damit experimentiert - , aber der dreirädrige Wagen wurde bis 1953 weiterproduziert.

    Morgan Three Wheeler (2012) - der moderne Nachfolger, seit 2011 in Produktion
    © Copyright / Fotograf: Morgan Motor Company

    Und seit 2011 gibt es sogar wieder fabrikneue Dreirad-Morgans vom Hersteller. Und auch heutzutage rätseln viele, ob es sich beim Three Wheeler eigentlich um ein Automobil oder ein Motorrad handle.

    ToffenMarch2020

    Mit nichts zu vergleichen

    Eine Fahrt im Morgan Three Wheeler ist kaum mit einer anderen Auto-Erfahrung zu vergleichen. Man sitzt nur knapp über dem Boden und auch kaum in der kleinen Karosserie drin.

    Morgan Three Wheeler Super Sports (1933) - das angetriebene Rad dreht hinten
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Mindestens der Ellbogen ragt ins Freie und auch vom Oberkörper ein ganzes Stück, vorausgesetzt, man hat sich erfolgreich in den engen Wagenbau sinken lassen. Türen hat der Morgan keine, braucht er auch nicht. Zwei Personen finden hauteng Platz, für Ehepaare mit Scheidungsgedanken sicher nicht das Richtige.

    Morgan Three Wheeler Super Sports (1933) - Das Heck hat etwas von einem Seitenwagen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Gestartet wird beim gefahrenen Exemplar per Druckknopf am Wagenboden, nachdem die Zündung auf Beifahrerseite eingeschaltet wurde. Durch das kleine Boot mit Rädern dringen nun Vibrationen, vorne hört man den, trotz Wasserkühlung nur mässig gedämpften, Zweizylinder, hinten lassen die beiden Auspuffrohre das Explosionsstakkato entweichen.

    Morgan Three Wheeler Super Sports (1933) - ungewohnte Bedienung - Gasdosierung mit der Hand statt mit dem Fuss
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Wer nun das Gaspedal am Boden sucht, hat schon verloren. Es gibt keines. Nur für Kupplung und Bremse hat es eine Fussbetätigung, das Gas wird durch einen Hebel am Lenkrad dosiert. Mit dem linken Daumen reguliert man also den Zufluss zum Vergaser, während die rechte Hand zum Schalthebel greift, der aussen an der Bordwand angebracht ist. Keine Hexerei? Nun, das Anfahren klappt so problemlos, aber wenn man Gänge wechseln muss oder mit Zwischengas herunterschalten soll, dann werden diese Handgriffe schnell anspruchsvoller. Und wenn man am Lenkrad dreht, dann ändert der Gashebel seine Position auch ...

    Wie Fliegen am Boden

    Einmal unterwegs fühlt man sich wie in einem alten Flugzeug. Nur die freistehenden Räder vor einem erinnern an die Bodengebundenheit. Das Fahrwerk benimmt sich manierlich, kann aber die Vorkriegsabstammung nicht verleugnen. Man kriegt alles mit im Fahrer- oder Beifahrersitz. Man kann den Ölverbrauch des Motors riechen, die Geschwindigkeit am Zustand der Frisur ablesen, die Drehzahl im Gesäss spüren. Ein unvergleichliches Erlebnis.

    Nur rangieren möchte man nicht allzu häufig, denn der Wendekreis ist überraschend gross und die Lenkung trotz des niedrigen Gewichts nicht wirklich leichtgängig. Aber wer will denn einen Morgan schon parkieren, weiterfahren macht viel mehr Spass!

    Der für diesen Bericht abgelichtete Morgan Three Wheeler Super Sports von 1933 wird am 30. November von der Oldtimer Galerie in Toffen versteigert .

    Weitere Informationen

    • Motor Klassik Heft 7/2012, ab Seite 36: Morgan Super Sports Threewheeler 1934

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    ···
     
    Quelle:

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    Richi:
    24.10.2017 (12:34)
    Der Text hat Spass gemacht !!!
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