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Bild (1/3): Monteverdi Safari 5.7 (1978) - Mit dem Schweiz-Bonus warb auch Monteverdi gerne (© Daniel Reinhard, 2014)
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    Monteverdi Safari - der Schweizer Geländewagen?

    Erstellt am 12. November 2014
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (42)
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    Gross klebt der Werbeslogan auf dem Heckfenster: Der Schweizer Geländewagen. Natürlich residierte Peter Monteverdi in der Schweiz, für das Modell Safari aber griff er vorwiegend auf ausländische Partnerunternehmen zurück, so dass der Geländewagen nach aktuellem Markenrecht kaum ein Schweizerkreuz verdient hätte. Was aber seiner Eleganz keinen Abbruch tat.

    Monteverdi Safari 5.7 (1978) - Eine tiefe Gürtellinie und grosse Fensterflächen prägen den Safari
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Flucht nach vorne

    Anfangs der Siebzigerjahre gestaltete sich der Bau und Verkauf von Luxus-Sportwagen wegen Ölkrise und Tempolimiten immer schwieriger.

    Anstatt zu resignieren, spürte Peter Monteverdi einen neuen Trend auf, den der Range Rover aus England gesetzt hatte. Luxuriöse Geländewagen wurden zum neuen Spielzeug der Reichen und ein Stück dieses Kuchens wollte sich auch Monteverdi ergattern.

    Internationales Puzzle

    Der Monteverdi sollte einigermassen preisgünstig, komplett geländetauglich und gleichzeitig luxuriös sein. Dies war nur zu bewerkstelligen, wenn man auf Grossserientechnik zurückgriff. Diese fand Monteverdi bei International Harvester, einem Hersteller von Landwirtschaftsfahrzeugen, Last- und Geländewagen, die mit dem Modelle International Scout II ein bewährtes und breit einsetzbares Fahrzeug im Stile des Jeep Cherokee im Programm hatten.

    International Scout II (1976) - Durchsichtszeichnung
    © Zwischengas Archiv

    Während Monteverdi zuerst einen eigenen Chassis-Rahmen vorzeigte, griff er für die Serienproduktion auf das komplette Fahrgestell des Scout II zurück. Darauf setzte er eine von ihm gezeichnete elegante und glattflächige Karosserie, die bei Fissore gebaut wurde und mit Anbauteilen von verschiedenen Grossserienherstellern komplettiert wurde.

    Innen wurde der Monteverdi Safari vergleichsweise luxuriös eingerichtet, erhielt ein fast sportwagenmässiges Cockpit mit klassischen Runduhren und Lederlenkrad.

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    Praktisch und durchdacht

    Peter Monteverdi hatte sich das Vorbild Range Rover genau betrachtet und tatsächlich fand sich am Safari denn auch dieselbe zweiteilige Heckklappe wieder.

    Monteverdi Safari 5.7 (1978) - Das untere Teil der Hecköffnung liess sich absenken und verlängerte die Ladebrücke
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Sitze waren mit strapazierfähigem Kunststoff überzogen, der Boden mit Gummimatten ausgelegt. Eine Klimaanlage sorgte für angenehme Temperaturen. Die Aussenspiegel waren elektrisch von innen verstellbar. Die Rückbank bot genügend Platz auch für Erwachsene und konnte umgeklappt werden, wenn zusätzlicher Stauraum benötigt wurde.

    Kräftig

    Während der Grossteil der Technik inklusive der beiden Starrachsen vom International Scout II stammten, setzte Monteverdi als Motoren wie bei seinen Sportwagen zuerst Aggregate von Chrysler ein.

    Monteverdi Safari 7.2 (1978) - mit 7,2-Liter-Motor und 305 PS für 59'800 Franken am Genfer Autosalon 1978
    © Archiv Automobil Revue

    Bei der Vorstellung 1976 gab es Varianten mit 5,2 und 5,9 Liter Hubraum, die es auf 152 oder 182 PS brachten. Später tauchten auch noch Hemi-Varianten in den Preislisten auf, mit 7,2, Litern und 305 PS war der Safari der schnellste Geländewagen seiner Zeit (0-100 km/h in ca. 9 Sekunden, Spitze über 200 km/h).

    Schliessich wechselte man aber komplett zu International und setzte deren 5,7-Liter-V8 mit 165 PS als Standardmotorisierung ein. An Drehmoment mangelte es allen Varianten nicht.

    Oldtimer Galerie Toffen

    Ein richtiger Geländewagen

    Der Monteverdi Safari war zwar luxuriös ausgestattet, der Komfort ging aber nicht auf die Kosten der Geländetauglichkeit. Wie der International Scout verfügte auch der Monteverdi über einen zuschaltbaren Vierradantrieb und ein Untersetzungsgetriebe. Mit 19 cm Bodenfreiheit und massiven Geländereifen kam man fast überall durch und auch als Zugfahrzeug konnte der Safari gute Dienste leisten.

    Monteverdi Safari 5.7 (1978) - Über 1000 kg Nutzlast erlaubten auch gröbere Transportaufträge
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Mit seinem stabilen Rahmen und den beiden massiven Starrachsen war der Monteverdi auch harten Aufgaben gewachsen. Eine mögliche Zuladung von 1080 kg und eine gebremste Anhängelast von drei Tonnen jedenfalls prädestinierten den Wagen fast schon als Nutzfahrzeug.

    Für besondere Einsatzzwecke

    Im Laufe der Produktion variierte Peter Monteverdi seinen Bestseller immer wieder. So bot er 1981 eine “Antiterror”-Variante an, die eine schusssichere Fahrgastzelle aufwies und mit Vernebelunsanlage und speziellen Sicherheitsschlössern ausgestattet war. Der Aufpreis hielt sich in erstaunlich engen Grenzen, mit CHF 72’000 war der Safari ein günstiges Sicherheitsfahrzeug.

    Monteverdi Sahara (1980) - günstigere Variante zum Safari - vor allem im Innenraum aufgewerteter, aussen aber weitgehend unverändert belassener Scout II - nur rund 30 Exemplare produziert
    © Zwischengas Archiv

    Eine günstigere Variante namens “Sahara”, die mit relativ geringen Änderungen gegenüber dem International Scout II daherkam und daher mit angepeilten 37’300 Franken günstiger zu stehen gekommen wäre, schaffte es nicht in die Grosserie. Immerhin gelangte einer der geschätzten 30 Saharas zur Testabteilung der Automobil Revue und da ereignete sich 1978 folgendes Missgeschick, als die Traktion des mit Winterreifen ausgerüsteten Testwagens nicht mehr ausreichte:
    “Es ereignete sich etwas bei Koordinate 606300/206100 der Landkarte 1:100’000 und hatte unter anderem zur Folge, dass die Berner Feuerwehr vor der Bergung des Sahara zuerst ihren eigenen Unimog mit der Seilwinde retten musste. Ein heimtückisches Sand-Lehm-Gemisch hatte das feine Reifenprofil unseres Testwagens restlos ausgefüllt, so dass die Pneus wie glatte Rennreifen aussahen und entsprechend hilflos durchdrehten.”

    Dasselbe Malheur war offensichtlich auch dem Feuerwehr-Unimog widerfahren.

    Die AR-Testfahrer benötigten übrigens mit dem Zweitönner im Schnitt 22,2 Liter Normalbenzin pro 100 km, schafften den Sprint von 0 auf 100 km/h in 14.3 Sekunden und erreichten 165 km/h Spitzengeschwindigkeit, Werte die wohl ungefähr jenen des Monteverdi Safari mit demselben Motor entsprachen. Allerdings war Monteverdi in den Werksangaben etwas optimistischer und gab für den Safari 12 Sekunden für die Beschleunigung von 0 bis 100 km/h und eine Spitze von ca. 170 km/h an.

    Schnell genug?

    Die Zeitschrift Auto Motor und Sport testete im Jahr 1977 einen Safari mit dem 5,2-Liter-Chrysler-Motor und notierte 13,1 Sekunden für den Spurt bis 100 km/h und 165.1 km/h Höchstgeschwindigkeit. Als Verbrauch wurde 25,1 Liter pro 100 km gemessen. Eigentlich sei der schwere Motor in einem Geländewagen fehl am Platz, meinte damals Peter Monteverdi freimütig, aber die verwöhnte Kundschaft war auf Leistung und Drehmoment erpicht.

    Das Rezept funktionierte, zumindest wusste Monteverdi damals zu berichten, dass ein Hamburger Käufer seinen Mercedes Benz 450 SEL 6.9 zum Zweitwagen degradierte, nachdem er den Safari geliefert erhalten hatte.

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    Stetige Evolution

    Zwischen 1976 und 1982 wurde der Monteverdi Safari gebaut und für Preise zwischen 39’000 und 59’800 (ohne Spezialvarianten) verkauft. Die ursprünglichen Chrysler-Motoren verschwanden und machten International-Harvest-Aggregaten Platz, im Interieur änderte man für das Baujahr 1980 die Anordnung von Knöpfen und Bedienungselementen. Zudem verzichtete man auf das ledereingefasste Cockpit und verbaute mit Blick auf die passive Sicherheit (oder die Kosten?) eine kunststoffgeschäumte Variante.

    Bereits 1980 sprach Peter Monteverdi von 3000 produzierten Exemplaren, doch dürfte die Gesamtzahl bis zum Ende der Fertigung im Jahr 1982 eher bei 1200 Safaris gelegen haben, von denen, nicht zuletzt wegen ihrer Rostempfindlichkeit, nicht allzu viele überlebt haben dürften.

    Übersichtlich

    Geht man heute auf einen Monteverdi Safari zu, dann wirkt dieser gross und massiv. Dabei ist der Wagen mit 4,5 Metern Länge und 1,80 Metern Breite sogar noch kompakter als die heutigen Audi Q5 oder Porsche Macan. Nur in der Höhe überragt der Schweizer Geländewagen mit 178 cm seine modernen Nachfahren.

    Monteverdi Safari 5.7 (1978) - Es gab auch einen viertürigen Prototypen, in die Serie ging jener aber nicht
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Im Gegensatz zum modernen SUV aber verfügt der Monteverdi noch über geländefähige Räder, die nicht gleich am ersten grossstädtischen Randstein kapitulieren und er glänzt mit perfekter Rundumsicht, die den Wagen handlicher macht, als er es mit fast zwei Tonnen Gewicht ist.

    Mit Stil

    Der Monteverdi Safari wirkt auch heute noch elegant, das schicke Lederlenkrad und die sauber gezeichneten Armaturen gefallen. Beim Fahren spürt man das grosse Gewicht und der Wandler liefert die Leistung nur mit Verzögerung. Die leichtgängige Servolenkung macht zwar das Manövrieren zum Kinderspiel, vermittelt aber kaum Kontakt zur Strasse. Während der Motor sein typisch amerikanisches Lied erklingen lässt, geniesst man die Welt von oben hinab und vergisst fast, dass der Liter Benzin heute rund doppelt so teuer ist wie vor 40 Jahren.

    Die Fahrt im fotografierten silbernen Exemplar mit 5,7-Liter-Motor aus dem Jahr 1978, das einst Peter Monteverdi als Privattransport gedient haben soll, gestaltet sich jedenfalls ganz vergnüglich.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen , die den Monteverdi Safari am 29. November 2014 versteigern wird.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    Landyschruuber:
    18.11.2014 (09:54)
    Aus diesen Fotos geht leider jene Modellreihe nicht hervor, die den 5-Türer zeigt!
    Monteverdi präsentierte den Land-Rover-Werken, wie man eine Hintertüre über den Radkästen montieren kann. Später hat diese Technik bei Landrover Einzug gehalten!
    Antwort von Landyschruuber
    18.11.2014 (09:57)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Monteverdi_Safari#mediaviewer/File:Monteverdi-Safari-110.jpg
    zi******:
    14.11.2014 (08:25)
    Ein tolles Fahrzeug !

    Auf dem Bild vom Genfer Autosalon 1978 ist im Hintergrund Peter Monteverdi sichtbar ....
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