Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
SC73
Bild (1/5): Mercedes-Benz 280 E (1993) - klar beschriftet, klar gezeichnet (© Bruno von Rotz, 2018)
Fotogalerie: Nur 5 von total 89 Fotos!
84 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Markenseiten

Alles über Mercedes-Benz

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Mercedes-Benz 280 E Kat (W 124) (1992-1993)
Limousine, viertürig, 197 PS, 2799 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Mercedes-Benz 200 (W 123) (1982-1985)
Limousine, viertürig, 109 PS, 1997 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Mercedes-Benz 200 D (W 123) (1982-1985)
Limousine, viertürig, 60 PS, 1988 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Mercedes-Benz 200 T (W 123) (1982-1985)
Kombi, 109 PS, 1997 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Mercedes-Benz 200 (W 124) (1985-1989)
Limousine, viertürig, 109 PS, 1996 cm3
 
SC-Abo-Kampagne
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Mercedes-Benz 280 E - komfortables Langzeitauto mit Retuschen

    31. März 2018
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daimler AG 
    (48)
    Bruno von Rotz 
    (39)
    Archiv Daimler AG 
    (1)
    Archiv 
    (1)
     
    89 Fotogalerie
    Sie sehen 5 von 89 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    84 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Da hatte man sich fast acht Jahre Zeit für die Entwicklung und Produktionsvorbereitung genommen und dann verweigerten sich die Taxifahrer dem Fortschritt, organisierten sogar Protest-Sternfahrten zu den Mercedes-Niederlassungen. Gemeint ist die Baureihe 124, die den 123-er 1984 ablöste. Die ADAC Motorwelt titelte 1987 “Image in Gefahr?”

    Dabei waren am komplett neuen Auto zwar Mängel zum Vorschein gekommen, aber unlösbare Probleme waren der Bonanza-Effekt beim 300 D, polternde Hinterachsen, klappernde Schiebedächer oder Risse in den Windschutzscheiben sicherlich nicht. Und heute gilt die Baureihe 124, produziert von 1984 bis 1995, für viele Fans als der letzte richtige Mercedes - stabil, zuverlässig und (fast) für die Ewigkeit gebaut. Und die Taxifahrer weinen den beigen Limousinen noch heute manche Träne nach.

    Mercedes-Benz 280 E (1993) - passte perfekt vor das Reihenfamilienhaus
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Ablösung eines Bestsellers

    Die Baureihe W 123 war ein Besteller. Fast 2,7 Millionen Limousinen, Coupés und Kombis wurden von 1975 bis 1986 gebaut. Optisch konservativ gestaltet waren die Fahrzeuge so beliebt, dass Käufer teilweise mehrere Jahre zwischen Bestellung und Übernahme warten mussten. Die Ablösung dieses Erfolgsmobils war keine einfache.

    Mercedes-Benz 280 E (1993) - der W 124 und seine Vorgänger der Baureihen W 123 und W 114 (Strich-Acht)
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Entsprechend bereitete man die Baureihe 124 mit langer Hand vor. Bereits im Herbst 1976 begann die Vorentwicklung. Im Juli 1977 stand das erste, noch nicht ganz scharf formulierte Lastenheft: Dimensionen wie der Vorgänger, aber grössere 15-Zoll-Räder und Platz für einen Achtzylinder im Bug und einiges mehr.

    Bereits im April 1979 war das Pflichtenheft deutlich konkreter, setzte hohe Ziele bezüglich aktiver und passiver Sicherheit bei um 15 Prozent reduziertem Gewicht und verlangte eine deutlich gesteigerte Wirtschaftlichkeit.

    Während die Aufhängungskonstruktion vom W 201 (dem Mercedes-Benz 190) weitgehend übernommen werden kann, aber noch an die Spezifikas der grösseren Mittelklasse-Limousine angepasst werden musste, wurden bei der Formgebung mit einer Vielfalt an Designs und Modellen gearbeitet, die auf Anfang 1981 hin in das erste lebensgrosse Tonmodell, das aber immer noch im Detail verändert werden kann, mündeten.

    Mercedes-Benz 300 E (1984) - Baureihe 124 - Aerodynamik-Studien
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Am 7. April 1981 wurde das finale Modell vom Vorstand freigegeben und die Ausarbeitung im Detail gestartet. Zwei Jahre später begannen die Fahrversuche mit 60 (!) mehrheitlich von Hand hergestellten Prototypen. Die Prüfungen, die diese Versuchswagen bestehen müssen, waren hart, etwa 50’000 km Dauervollgas in Nardo oder 20’000 km im reinen Wüstenbetrieb.

    Es war Mai 1984, als die Pilotfertigung der ersten Modelle (230 E und 200 D) anlief. Am 26. November 1984 wurden der Presse in Sevilla einige dieser frühen Autos vorgestellt  und für Probefahrten bereitgestellt.

    Im Januar 1985 standen die ersten Modelle bei den Händlern, die Einführung der gesamten Modellpalette aber nahm nicht nur Monate, sondern gar Jahre in Anspruch, denn erst auf der IAA 1985 erfolgte die Premiere des Kombis (T-Modell) und bis zur Präsentation des Coupés am Genfer Autosalon 1987 vergingen nochmals anderthalb Jahre.

    Revolutionär, nicht evolutionär

    Der Mercedes-Benz der Baureihe 124 war ein komplett neu konstruiertes Auto, sogar die Motorenpalette wurde neu konzipiert. Sogar optisch war der Fortschritt enorm. Natürlich gab sich auch der von Bruno Sacco und seinem Team eingekleidete W 124 mit seinem stattlichen Kühlergrill sofort als Mercedes zu erkennen, aber die Linien wirkten runder und vor allem aerodynamischer. Im Windkanal war die neue Limousine mit cw-Wert 0.29 gemessen worden, ein damals sensationell tiefer Luftwiderstand, zumal er kaum negative Auswirkung auf die Funktionalität und die Übersichtlichkeit des Wagens hatte.

    Mercedes-Benz 300 E (1984) - im Windkanal, cw-Wert teilweise unter 0.30
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Auf die sogenannten Sacco-Bretter, vom Hersteller als breite seitliche Flankenschutz-Leistung mit integrierten Längsschweller-Verkleidungen bezeichnet, verzichtete man bei der Erstausgabe noch, sie kamen erst später.

    Das Gewicht des neuen Mercedes-Benz 200 konnte im Vergleich zu seinem Vorgänger bei kaum veränderten Aussenmassen (plus 1,5 cm in der Länge, minus 4,5 cm in der Breite) um 100 kg reduziert werden und dies trotz massgeblicher Steigerung der Sicherheit, die derjenigen der grösseren und schwereren S-Klasse nicht nachstand.

    Mercedes-Benz 280 E (1993) - der Einarm-Wischer, der sich auch quer zur Achse verlängerte und verkürtzte und damit ein grösseres Feld abdeckte
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Wie der 190-er erhielt nun auch die mittlere Baureihe einen Einarmscheibenwischer, der allerdings zur Vergrösserung des Wischfelds auf 86 Prozent neben den Drehbewegungen auch Hubbewegungen ausführte.

    Während vorne Dreieckslenker und Dämpferbeine mit Bremsnick-Abstützung für die Radführung sorgten, wurde jedes Hinterrad durch fünf unabhängige Lenker der sogenannten “Raumlenker-Hinterachse” geführt.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    SC73

    Langzeitautomobil

    Lebensdauer dürfe kein Zufall sein, forderten die Mercedes-Verantwortlichen und entsprechend wurde die Karosserie des W 124 aufwändig rostgeschützt. Dies geschah durch Verwendung galvanisch verzinkter Bleche in der Struktur, den Einsatz von Innenkotflügeln, aber auch durch eine minutiöse Hohlraumversiegelung. Der Lack wurde erstmals durch Roboter aufgetragen. Dass man 1993 auf wasserbasierte Lacke umstieg und dabei zunächst über biologische Effekte stolperte, was das Qualitätsimage vorübergehend trübte, war dann eine andere Geschichte.

    Komplett neu entwickelte Sechszylinder

    In der Baureihe W 124 kamen neue Sechszylindermotoren zum Einsatz, welche die 2,5- und 2,8-Liter-Varianten, deren Wurzeln bis in die Fünfzigerjahren zurückgingen, ablösten. Der neue Motor war trotz Beibehaltung der Reihenanordnung der Zylinder nicht nur etwas kleiner, sondern vor allem deutlich leichter, was sich in einer Gewichtseinsparung von 42 kg äusserte.

    Mercedes-Benz 300E (1985) - der neue Typ 124, der den W 123 ablöst - Genfer Automobilsalon 1985
    © Archiv Automobil Revue

    Die obenliegende Nockenwelle wurde von einer Kette angetrieben, mit 2,6 Litern Hubraum leistete der 2-Ventiler 170 PS, als Dreiliter sogar 190 PS. Auch für den Einsatz mit Katalysator waren die neuen Triebwerke, wenn auch mit etwas Leistungsverlust wegen geringerer Verdichtung, bereits vorgesehen.

    SC-Abo-Kampagne

    Gute Noten von der Presse

    Bei den Medienvertretern kam die neue obere Mittelklasse von Mercedes sehr gut an. Die Automobil Revue sprach von “neu gesetzten Massstäben”, die ADAC Motorwelt schrieb von einer “unendlichen Geschichte”, die sich bei jeder Präsentation eines neuen Mercedes-Benz wiederhole. - der neue Wagen sei so perfekt, dass man sich fragen müsse, was man denn noch mehr wolle.

    Mercedes-Benz 300 E (1984) - frühes Werksbild
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Vor allem die hohe Spitzengeschwindigkeit und der hervorragende Komfort, verbunden mit einem sicheren Fahrverhalten (auch auf Schnee) taten es den ADAC-Testern an. Und sie lobten die niedrigere Ladekante, die serienmässige Servolenkung, die automatischen Gurtstraffer, die Lampenausfallkontrolle und einiges mehr. Keine Frage, Mercedes hatte mit der Baureihe 124 einen guten Wurf gelandet.

    Kinderkrankheiten?

    Die komplette Abkehr vom Vorgänger W 123 forderte allerdings bei der neuen Baureihe 124 ihren Tribut. Bei den Produktionsfahrzeugen traten Mängel auf, die teilweise mit der Motorisierung, teilweise auch mit Ausstattungselementen zu tun hatten. Diese Zuverlässigkeitsschwächen führten gar dazu, dass Taxifahrer mit langen Sternfahrten zu den Niederlassungen protestierten. Obschon die Reklamationsquote wohl kaum höher war als bei der Konkurrenz, nahm man des der halt auch teuren Mercedes-Mittelklasse besonders übel, dass sie doch nicht ganz perfekt war.

    Zweimal aufgefrischt

    Bereits im Sommer 1989 erfolgte die erste Modellpflege (auch MOPF genannt). Aussen erkannte man die erneuerten 124-er an den bereits erwähnten Sacco-Brettern, die es in zwölf verschiedenen Farbtönen, abgestimmt auf die gewählte Lackierung, gab. Auch Bug- und Heckverleidungen waren so gestaltet. Gleichzeitig wurde die 220 PS starke Vierventil-Version des Dreiliter-Reihensechszylinders, den man bereis aus dem SL kannte, eingeführt.

    Mercedes-Benz 300 E-24 (1989) - als Limousine, Coupé 300 CE-24 und Kombi 300 TE-24
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Innen gab es neu gestaltete Sitze, eine automatische Höhenverstellung der hinteren Sicherheitsgurte, dickere Seitenscheiben und eine neue Ausstattungslinie namens “Sportline”, die u.a. mit einem steiferen Fahrwerk, breiteren Rädern und Sportsitzen daherkam.

    Vier Jahre später wurde die Modellreihe erneut aufgefrischt, 16-Ventil-Vierzylindermotoren eingeführt und der bereits angetönte Übergang zu wasserlöslichen (und damit umweltfreundlicheren) Lacken angekündigt.

    Heel Porsche Fahrer Banner: Porsche Fahrer

    Vom modernen Zwei- zum Vierventiler

    Bereits 1992 erschien der auf dem bisherigen Sechszylinder basierende 280 E, zusammen mit dem 320 E mit Vierventilzylinderköpfen und zwei Nockenwellen. Diese Aggregate lösten den 2,6- und die Dreiliter-Versionen ab. Am Heck wies die Bezeichnung “280 E” auf den neuen Antrieb hin, dies allerdings nur bis zur Modellpflege 1993, denn ab dann hiess die mittlere Baureihe von Mercedes offiziell “E-Klasse” und das “E” wurde der Hubraumbezeichnung vorausgestellt, womit am Heck nun “E 280” stand.

    Mercedes-Benz 280 E (1993) - zwei obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    197 PS leistete dieser Motor bei 5500 Umdrehungen, sein höchstes Drehmoment von 270 Nm lag bei 3750 Umdrehungen an. Er war nicht nur leistungsfähiger, sondern auch sparsamer als sein Vorgänger und man konnte ihn mit dem Fünfgang-Handschaltgetriebe  oder dem 4-/5-Gang-Automatik-Getriebe koppeln.

    Komfort-Kompromiss

    Der 280 E (respektive der E 280) kam gut an. Für DM 61’640 (CHF 59’850) bot er Fahrleistungen wie der frühere 300 E bei deutlich geringeren Verbrauchswerten. 12,1 Liter Super Bleifrei waren es beim Test von Auto Motor und Sport pro 100 km, den Sprint von 0 auf 100 km/h schaffte der 1515 kg schwere Testwagen in 8,8 Sekunden, als Spitzengeschwindigkeit wurden 230 km/h gemessen. Damit konnte man leben, AMS jedenfalls empfahl den Wagen als die goldene Mitte zwischen der C- und der S-Klasse mit derselben Motorisierung.

    Auch die ADAC Motorwelt widmete sich den Benzinern der Baureihe 124 und verglich die Modelle 200 E, 220E, 280 E, 320 E und 400 E. Der 280 E überzeugte gegenüber dem 220 E mit drastisch höheren Fahrleistungen. “Er wirkt jederzeit soverän, hat enorm Kraft, paßt gut zum Format des Auto - das reicht”, meinte JG Stratmann in seinem Kurzresumee.

    Ersatz durch Vieraugen-Gesicht

    Die letzte Generation der Baureihe W 124 trug den Stern nicht mehr auf dem Kühlergrill, sondern auf der Motorhaube. Der Buchstabe “E” stand nun nicht mehr für Einspritzung sondern für die mittlere Baureihe, schliesslich gehörten Vergasermodelle der Vergangenheit an.

    Mercedes-Benz 280 E (1995) - Baureihen 124 und 210 zusammen
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Und im Juni 1995 wurde die Nachfolgebaureihe 210 vorgestellt, mit vier Rundscheinwerfern und insgesamt rundlicheren Formen. 2,213 Limousinen der Baureihe 124 waren bis Produktionsende entstanden, 57’302 hatten den 2,8-Liter-Motor.

    Mit der Hand am Fünfganggetriebe

    Solid und irgendwie wie ein alter Kumpel, den man gut kennt, auch wenn man ihn über Jahre nicht mehr gesehen hat, wirkt der 280 E, wenn man sich heute hineinsetzt. Alles ist dort, wo es zumindest Mercedes-Kenner erwarten, sprich der Lichtschalter sitzt links vom Lenkrad, die Feststellbremse wird (auch beim Handschalter) durch den linken Fuss bedient und per linke Hand gelöst.

    Mercedes-Benz 280 E (1993) - da braucht kaum jemand Instruktionen - reinsitzen und losfahren
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Dass das Lenkrad keine Lederummantelung aufweist, mag den Autofahrer der Neuzeit erstaunen, damals war man daran gewöhnt. Holzverkleidungen und freundliche Polsterstoffe machen den Innenraum “heimelig”, die übersichtlichen Armaturen und die deutlich beschrifteten Schalter sind funktionell.

    Mercedes-Benz 280 E (1993) - in der Farbe Beryll
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Per Zündschlüssel wird der 2,8-Liter-Einspritzmotor gestartet und sein turbinenartiges Klangbild erinnert daran, dass Mercedes vor 25 Jahren den BMW-Reihensechszylindern durchaus die Stirne bieten konnte.

    Mercedes-Benz 280 E (1993) - Fünfgang-Handschaltung, selten zu sehen bei den Sechszylindern
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Ein 280 E mit Handschaltgetriebe dürfte heute eine Rarität sein, die Automatik gehörte ja gerade beiden Sechszylindern fast zur Normalausstattung. Es lässt sich wunderbar schalten, genauso zuverlässig trennt die Kupplung. Im Vergleich zur Automatik wird der Fahrer deutlich stärker in die Fahrdynamik integriert, der drehmomentstarke Motor verhindert unnötige Hektik der rechten Hand, die zwar fünf Gänge sortieren muss, es aber meist mit den Gängen 4 und 5 bewenden lassen kann, die für die meisten Fahrsituationen ausreichen.

    Mercedes-Benz 280 E (1993) - mit aufpreispflichtigen Gullideckel-Alurädern
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Übersichtlich ist die vergleichsweise schmale Limousine, auch wenn die Vorgänger /8 und W 123 noch etwas mehr Aussicht boten. Im Vergleich zu modernen Limousinen der oberen Mittelklasse jedenfalls wirkt der 280 E lichtdurchflutet und nach aussen offen.

    Mercedes-Benz 280 E (1993) - der Stern sitzt auf dem Kühlergrill
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Mehr Mercedes braucht kein Mensch, könnte man jetzt sagen und irgendwie stimmt es. Der 25-jährige 280 E mit drei Erdumrundungen auf der Uhr jedenfalls meistert den modernen Autoalltag kaum schlechter als die semi-autonom fahrenden Nachfolger. Und er dürfte deutlich besser altern über die nächsten Jahrzehnte, zumal er ja noch aus der Zeit vor der zweiten Modellpflege stammt.

    Der fotografierte Wagen wird am 21. April 2018, zusammen mit seinen Vorgängern der Baureihen 123 und 114, an der Versteigerung der Oldtimer Galerie in Toffen unter den Hammer kommen.

    Weitere Informationen

    Alle 89 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    hu******:
    02.04.2019 (06:44)
    Ein wenig trauere ich meinem S124 (E280T 1996) immer noch nach, mit 345tkm frass der Rost die Hinterachsaufhängung...
    sc******:
    03.04.2018 (19:12)
    Ich erinnere mich an eine ausgedehnte Probefahrt mit dem 260E, der ersten Serie des W124. Wunderbar ruhiger Sechszylinder, hervorragend abgestufte Automatik, ein Fahrgefühl vom Feinsten. Wenigstens auf den Vordersitzen, denn hinten wurde es für die Grösse des Autos bald einmal ziemlich eng. Und markentypisch konnte einem die Aufpreisliste schon damals Angst und Schrecken einjagen...
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Markenseiten

    Alles über Mercedes-Benz

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Mercedes-Benz 280 E Kat (W 124) (1992-1993)
    Limousine, viertürig, 197 PS, 2799 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Mercedes-Benz 200 (W 123) (1982-1985)
    Limousine, viertürig, 109 PS, 1997 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Mercedes-Benz 200 D (W 123) (1982-1985)
    Limousine, viertürig, 60 PS, 1988 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Mercedes-Benz 200 T (W 123) (1982-1985)
    Kombi, 109 PS, 1997 cm3
    Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
    Mercedes-Benz 200 (W 124) (1985-1989)
    Limousine, viertürig, 109 PS, 1996 cm3
    Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019: Pantheon Basel - Ikonen und Boliden 2019