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Bild (1/12): Fiat-Abarth 1000 TCR (1970) - zwischen dem 595 esseesse von 1969 und dem modernen Nachfahren 695 Biposto (© Bruno von Rotz, 2015)
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    Kraftzwerge von Abarth im Vergleich - Fiat-Abarth 595 essesse, 1000 TCR und 695 biposto

    3. Juni 2015
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
    (96)
    Fiat Group / Werk 
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    Archiv Reinhard / Max Pichler 
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    Ein Rennwagen, mit dem man während der Woche zur Arbeit fahren kann, am Wochenende aber am Berg oder auf der Rundstrecke konkurrenzfähig ist, das war schon immer erstrebenswert. Carlo Abarth war einer der Meister dieser Disziplin und der Name Fiat-Abarth ist bis heute mit alltagstauglichen Kraftzwergen verbunden.

    Fiat-Abarth 1000 TCR (1970) - zusammen mit dem 595 esseesse von 1969 und dem 695 Biposto von 2015
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Carlo Abarth und sein Werk

    Er war ein erfolgreicher Unternehmer und Teamchef, Carlo Abarth, Zwischen 1950 und 1971 produzierte er deutlich über 200 verschiedene Automodelle unter seinem Namen und mit seinem Sternzeichen Skorpion als Markenzeichen. Vom leicht leistungsgesteigerten Kleinwagen bis zum Achtzylinder-Prototyp reichte das Spektrum und es umfasste auch Formelautos und elegante Granturismo-Fahrzeuge.

    Carlo Abarth vor seinen Autos im Jahr 1965
    © Copyright / Fotograf: Fiat Group / Werk

    Fast genauso  wichtig wie seine eigenen Autos aber waren die Tuning-Teile, die er leistungshungrigen Kleinwagenbesitzern anbot, vor allem die Auspuffanlagen waren berühmt.

    Fiat-Abarth 1000 Berlina Corrsa (1966) - beim Vierstundenrennen des Jolly Clubs in Monza im Jahr 1966
    © Copyright / Fotograf: Fiat Group / Werk

    Auf der Rennstrecke waren Abarths Autos in ihren jeweiligen Klassen fast unschlagbar, was mit über 7000 Siegen in rund 20 Jahren eindrücklich dokumentiert ist.

    Die 500-er-Abkömmlinge

    Am verbreitetsten waren Abarths Derivate der Fiat-Typen 500, 600 und 850, denen er mit verschiedenen Mitteln mehr Leistung einhauchte.
    Reichten beim Fiat-Abarth 500 eine modifizierte Nockenwelle, andere Vergaser und eine erhöhte Verdichtung für fünf PS Leistungssteigerung gegenüber der Serie, griff Abarth, respektive sein Motorentechniker Gian Franco Bossú beim 595 zum Mittel der Hubraumvergrösserung, was wiederum fünf zusätzliche Pferdestärken, sprich 27 PS brachte.

    Fiat-Abarth 595 (1963) - der kleine Bruder vom 850 TC
    © Zwischengas Archiv

    Die Automobil Revue schrieb 1963: “So klein sich dieser Fiat Abarth 595 auch bezüglich seiner Aussenabmessungen ausnimmt, so sehr vermag er durch seine Fahrleistungen zu überraschen.”

    Mit dem 595 SS, das “SS” steht wohl für Sprint Speciale, setzte Abarth noch einen drauf, 32 PS lieferte dieses Modell dank höherer Verdichtung. Auch fahrwerksseitig waren diese Autos optimiert.

    32 PS tönt nicht nach viel, damals aber reichten sie, um Standard-Minis oder Käfer hinter sich zu lassen, zumal der Wagen nur 470 kg wog.

    Fiat-Abarth 595 (1969) - im Hintergrund der nur unwesentlich jüngere, aber deutlich potentere 1000 TCR von 1970
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Heute staunt man über die guten Manieren des kleinen Sportlers, der bezüglich Laufkultur, Geräusch und Fahrbarkeit wenig an einen Rennwagen erinnert.

    Fiat-Abarth 695 (1964) - der kleine Schnellste - das erste Exemplar des neuesten Vertreters der rassigen Kleinwagen aus dem Hause Abarth - am Genfer Autosalon 1964
    © Copyright / Fotograf: Archiv Reinhard / Max Pichler

    Noch sportlicher ging es dann im 695 und 695 SS zu, die schärfsten Varianten brachten es auf 38 PS und der Motor hatte kaum mehr etwas mit dem Aggregat des Fiat 500 gemeinsam. Selbst die nun geschmiedete Kurbelwelle war neu, die Kolben wurden von hochfesten Pleueln bewegt, die Ventile waren vergrössert. Damit liessen sich auch stärkere Sportwagen jagen, denn das Gewicht blieb bei unter 500 kg, 60 Meilen pro Stunde (96 km/h) waren aus dem Stand bereits nach 16 Sekunden erreicht.

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    Radiale

    Als der Fiat 600 Ende der Fünfzigerjahre erschien, gab es schon bald leistungsgesteigerte Abarth-Varianten, zuerst als 750, später als 850 und als 1000. Die berühmtesten waren die auf die Gruppe 5 zugeschnittenen “Berlina Corsa”-Modelle, die von 1965 bis 1971 fast zum Mass aller Dinge wurden. 982 cm3 Hubraum reichten zuerst für 80, später für 85, 90 und schliesslich für 112 PS.

    Fiat-Abarth 1000 TCR (1971) - auf dem Abarth-Stand in Turin
    © Archiv Automobil Revue

    Dazu waren hohe Verdichtungen bis 12,5:1 notwendig und schliesslich sogar modifizierte Brennraumformen (das R beim 1000 TCR steht für “Radiale” und damit doppelt hemisphärische Brennräume).

    Auch äusserlich gaben sich die schnellsten 600-er-Derivate deutlich zu erkennen, denn vorne sassen grosse Öl- und Wasserkühler hinter einer auffälligen Kunststoff-Verkleidung, hinten verlängerte die ausgestellte Motorhaube (und bei einigen Modellen eine fest montierte Kunststoff-Karosserie-Verlängerung den Aufbau und sorgte gleichzeitig für einen tieferen cw-Wert und mehr Höchstgeschwindigkeit.

    Fiat-Abarth 1000 TCR (1970) - drei Räder reichen, um Haftung aufzubauen
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Ein 1970-er 1000 TCR war praktisch ein reinrassiges Renngerät, selbst wenn er in der Gruppe 2 homologiert war. Bei Tests in Amerika schafften es Journalisten innert weniger Runden, die Rundenbestzeiten selbst von Fahrzeugen in schnelleren Kategorien zu pulverisieren. Vier Scheibenbremsen und eine deutlich breitere Spur überzeugten auf der Rennpiste.

    Fiat-Abarth 1000 TCR (1970) - dem Motorsport verpflichtet
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Carlo Abarth war vom Heckmotor bei kleinen Autos überzeugt. Noch 1970 erläuterte er in einem Interview der Automobil Revue: ”Wir kennen die Vor- wie auch die Nachteile sowohl des Heck- als auch des Mittelmotors, denn beide Lösungen sind von uns genauestens analysiert und ausprobiert worden. Wir sind zum Schluss gekommen, dass der Heckmotor bei einem kleinen Fahrzeug die bessere Lösung darstellt, und zwar für Wagen bis zu einem Hubraum von zwei Litern. Mit einem Heckmotorwagen ist ein unerfahrener Pilot auf Anhieb schnell, er hat sogar die Tendenz, über seinen Verhältnissen zu fahren, während der Mittelmotor eine gewissen Anpassung verlangt.”

    Fiat-Abarth 1000 TCR (1970) - damals wie heute folgten ihm nur wenige auf dem Fuss
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Nun, auch der 1000 TCR verlangt nach einer Angewöhnungsphase. Verwertbare Leistung liefert der Motor nur zwischen 4500 und 8500 (oder mehr) Umdrehungen, die Lenkung reagiert direkt, die Bremsen packen beherzt zu. Die harte Federung und das niedrige Gewicht von weniger als 600 kg machen den nur 353 cm langen und 142 cm breiten Wagen wieselflink auf engen Gassen. Schalensitze und Stützen für die Beine halten Fahrer (und Beifahrer) auch bei schneller Kurvenfahrt sicher fest. Schon nach kurzer Fahrt kann man verstehen, dass die kleinen Abarth selbst gut im Futter stehende Alfa Romeo GTA in Verlegenheit bringen konnte.

    Pause und Wiedergeburt

    1971 musste Carlo Abarth seine Tore schliessen, der Name Abarth wurde von Fiat übernommen, die Tuning- und Rennerfahrungen bei vielen Projekten wie etwa dem Fiat 124 Abarth oder dem Fiat 131 Abarth genutzt, bis der Name nur noch zum Namensanhängsel wurde.