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Bild (1/1): Jaguar XK150 S "Tow Car" (1959) - mit Anhängerkupplung wie damals (© Daniel Reinhard, 2017)
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    Jaguar XK150 S “Tow Car” - Supersportwagen als praktisches Zugfahrzeug

    6. Dezember 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (33)
    Georg Dönni 
    (1)
    Archiv 
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    Man stelle sich vor, jemand würde sich heute einen Aston Martin DB9 kaufen, um ihn zum Kombi umzubauen und damit mit hoher Geschwindigkeit einen Rennanhänger samt Rennwagen zu ziehen. Undenkbar? Heute schon, aber vor über 50 Jahren durchaus möglich In Grossbritannien jedenfalls baute sich ein eiliger Werkstattbesitzer einen Jaguar XK150 zum sportlichen Zugfahrzeug um, was für eine Geschichte!

    Jaguar XK150 S "Tow Car" (1959) - das Kombiheck steht ihm gut
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Jaguars Nachkriegseinstieg

    Es war im Oktober 1948, als Jaguar den XK100 präsentierte, der allerdings mit dem vorgeschlagenen Vierzylindermotor nie in Serie ging, sondern als XK 120 zu einem phänomenalen Verkaufserfolg wurde. Anstatt der erwarteten 200 Exemplaren liessen sich nämlich alleine bis 1954 12’055 Exemplare verkaufen.

    Jaguar XK 120 Coupé (1952) - Seitenansicht des Coupés
    © Zwischengas Archiv

    An Bord war der neue Reihensechszylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen und einem Hubraum von 3,4 Litern, der den XK120 mit 160 PS auf rund 120 Meilen pro Stunde beschleunigen konnte.

    Jaguar XK 140 Coupé (1954) - geschlossene Version
    © Zwischengas Archiv

    Bereits im Herbst des Jahres 1954 folgte der XK140, der ein grösseres Cockpit und mehr Gepäckraum aufwies und nun 190 PS unter der Haube hatte. Im Mai 1957 wurde aus dem XK140 der XK150, der erneut mit mehr Platz und Komfort aufwartete. Scheibenbremsen waren (in den teureren Modellen) genauso Serienausrüstung wie die Zahnstangenlenkung, Overdrive und das Moss-Vierganggetriebe.

    Jaguar XK 150 Coupé (1958) - in einem Verkaufsprospekt
    © Zwischengas Archiv

    Wie seine Vorgänger gab es auch den XK150 als Roadster, Cabriolet (Drophead Coupé) oder als 2+2-sitziges Coupés (Fixhead Coupé).

    Einer der schnellsten GT seiner Zeit

    Ab 1958 konnte man den XK150 auch mit einem stärkeren Motor als XK150 S bestellen, damit waren dann allfällige Fahrleistungsdefizite gegenüber den Vorgängern, die dem Wind teilweise weniger Widerstand geboten hatten und leichter gewesen waren, ausgeräumt.
    John Bolster fuhr die Zeitschrift Autosport im Jahr 1959 das schnelle Coupé und seine Beschreibung zeigt, wie beeindruckend dieser Wagen in den späten Fünfzigerjahren war:
    “Es wird einem sofort klar, dass man es hier mit einer sehr kräftigen Maschine zu tun hat. Sie imponiert durch ein riesiges Drehmoment, das schnelle Startmanöver sogar im zweiten Gang ermöglicht. Der Motor scheint sogar noch flexibler zu agieren als die übrigen Jaguar-Sechszylinder. Selbst im obersten Gang ist der Wagen noch unglaublich lebendig, man kann selbst Fahrzeuge, die sich dagegen wehren, problemlos überholen. Vermutlich ist dies die ideale Einsatzweise für den Wagen. Diese schiere Kraft, die man jederzeit spürt, dieser Motor, der auf jede Gasbewegung reagiert, all dies ist eine der erfreulichsten Erfahrungen, die man heutzutage hinter dem Steuer eines Autos haben kann. Wenn man bei 170 km/h kurz den Overdrive-Knopf umlegt, um dann mit über 200 km/h über lange Geraden zu huschen, das ist hohe Schule. Und mit einen Druck aufs Bremspedal erfährt man die Verzögerungskraft, die Scheibenbremsen einmalig machen. Das schnelle Reisen ist eine wirklich erfreuliche Angelegenheit.”

    Jaguar XK 150 Drophead Coupé (1960) - auf einer staubigen Strasse
    © Zwischengas Archiv

    Bolster erreichte im XK150 S 132,3 Meilen pro Stunde, also rund 213 km/h. Mehr wäre seiner Meinung nach mit Rennreifen durchaus möglich gewesen. “Wenn man den XK150 S als Ultrahochgeschwindigkeits-Tourensportwagen anschaut, dann ist man damit der Perfektion schon sehr nahe”, schloss der Testfahrer seine eingehende Betrachtung ab.

    Allerdings war er durchaus auch kritisch, schliesslich schrieb man das Jahr 1959 und nicht mehr 1948, als der XK erstmals gezeigt wurde. Vor allem das Moss-Getriebe mit dem unsynchronisierten ersten Gang missfiel ihm. Das Getriebe lasse sich nicht schnell schalten und lautlos schon gar nicht, was ein sportliches Fahren auf kurvigsten Strassen doch etwas beinträchtige, meinte Bolster. Das Fahrverhalten fand er erst überzeugend, als er den Reifendruck stark erhöhte. Unter optimalen Bedingungen aber attestierte er dem Wagen ein ausgezeichnetes Handling. Und viel Auto für das Geld bot der XK150 S sowieso, das war man sich von Jaguar schliesslich gewohnt.

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    Die Technik des Jaguar XK150 S

    Wie seine Vorgänger verfügte der XK150 über ein Chassis, das aus kastenförmigen angelegten Längsträgern, versteift durch eine X-Traverse, bestand. Die Vorderräder waren einzeln an Trapezquerlenkern aufgehängt, die Hinterräder wurden durch eine Starrachse geführt.
    Im XK150 S wurde der 3,4-Liter-Motor auf Superbenzin ausgelegt, also auf 9:1 verdichtet. Zudem hatte Harry Weslake den Leichtmetallzylinderkopf optimiert, um eine bestmögliche Füllung der Zylinder zu erreichen. Drei SU-Vergaser sorgten zusammen mit der verstärkten Kurbelwelle für rund 250 PS bei 5500 Umdrehungen.

    Jaguar XK150 S "Tow Car" (1959) - längs eingebauter Reihen-Sechszylinder
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Später gab es dann sogar noch eine 3,8-Liter-Variante mit 265 PS. Sicherlich mehr als genügend für das rund 1,3 Tonnen schwere Coupé.

    Ein ganz besonderer XK150

    Das cremefarbene Standardcoupé mit Chassisnummer 825043 DN entstand im Jahr 1959 und wurde ursprünglich in Cheshire/Grossbritannien ausgeliefert. Mit Kennzeichen 6797N wurde es wohl als Alltagsfahrzeug eingesetzt, bis im Jahr 1964 Douglas Hull, dem Besitzer einer Rennsport-Werkstatt, das Coupé übernahm. Er benötigte ein schnelles und praktisches Zugfahrzeug und da schien ihm der XK150 offenbar als praktische Basis.

    Zuerst aber wurde der Wagen gründlich umgestaltet und erhielt ein praktisches Kombiheck. Alex Goldie und Les Faulkner waren die Blechkünstler bei Peels in Kingston und ihnen gelang, eventuell mit Unterstützung des Aston-Martin-Manns Frank  Feeley, ein eleganter Wurf.

    Jaguar XK150 S "Tow Car" (1959) - Klappe auf
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Ganz wichtig war aber neben der Hecktüre natürlich die Anhängerkupplung, die den Wagen erst zum Zugfahrzeug prädestinierte.

    Mit dem Karosserieumbau war es allerdings nicht getan, denn unter die Haube kam ein Rennmotor mit 3,8 Litern Hubraum und S-Vergaser-Anlage. Damit waren auch mit Anhänger eindrückliche Fahrleistungen möglich, wie man sich vorstellen kann.

    Viel unterwegs

    Der nun kanonen-bronze-farbene XK150 fiel schon bald überall auf, nicht nur, weil er blenden aussah, sondern auch weil Patrick Lindsay damit seinen ERA Remus zu den Rennstrecken chauffierte. Zudem setzten Donald Hull und sein Bruder Peter den Kombi auch an Rennsportveranstaltungen ein und bei einem besonders regnerischen Bergrennen auf der Insel Man soll der Jaguar sogar den sicherlich nicht langsamen ERA geschlagen haben, der seine Kraft bei den misslichen Verhältnissen einfach nicht auf den Boden bringen konnte.

    Jaguar XK150 Tow Car (1959) - in den Siebzigerjahren im Rennbetrieb
    © Zwischengas Archiv

    Selbst zum Ziehen eines Flugzeugs diente der “Abschleppwagen” oder “Tow Car”, wie der schnelle Jaguar XK150 S oft genannt wurde. An seinem Haken hing dann jeweils eine Gipsy Moth mit der Immatrikulation G-ABAG und der Jaguar diente dazu, das Flugzeug von und zur Rollbahn zu ziehen.

    Fast verloren

    Im Jahr 1977 verstarb Douglas Hull, der Wagen wurde von seiner Witwe an einen Freund verkauft, doch jener konnte und wollte die vielen technischen Mängel, die sich aufgehäuft hatten, nicht beseitigen. Er verkaufte weiter und der nächste Besitzer war von der schieren Kraft des Wagens überfordert. Weitere Besitzerwechsel folgten, der Kombi wurde schliesslich bis 1996 draussen gelagert, was ihm nicht gut bekam.
    Ab 1998 wurde dann nach erneuten Besitzerwechseln in den Niederlande eine komplette Restaurierung gestartet, die sich über fünf Jahre erstrecken sollte. Allein, die Anhängerkupplung wurde nicht mehr verbaut.

    Jaguar XK150 S "Tow Car" (1959) - schneller konnte man sein umfangreiches Werkzeug damals vermutlich nicht transportieren
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Über zwei weitere Besitzer kam der XK150 dann in die Schweiz und sogar der fehlende Abschlepphaken konnte in Holland noch ausfindig gemacht werden. Der Jaguar-Spezialist Georg Dönni sorgte dann für eine erneute (Teil-) Restaurierung und montierte den Haken wieder hinten am Wagen, so dass der Jaguar wieder seinem Namen “Tow Car” gerecht werden durfte.

    Hinter dem Lenkrad des Kombis

    Aus Fahrersicht fühlt sich der XK150 als Kombi kaum anders an als andere Coupés desselben Typs. Und dies ist eine gute Sache, denn der Wagen fährt sich richtig gut. Die Rundumsicht ist sehr gut, die Bedienung im überhaupt nicht engen Cockpit gelingt auf Anhieb. Das installierte Getrag-Getriebe lässt zwar die rohen Eigenheiten des vielgescholtenen Moss-Viergängers vermissen, bietet dafür aber Gewähr für schnell und problemlose Gangwechsel.

    Jaguar XK150 S "Tow Car" (1959) - gute Fahrerposition
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Beim Fahren geniesst man den schönen Motorklang und freut sich über das pflegeleichte Fahrverhalten. Und ist man dann beim “Grocery Store” angelangt, erlaubt der geräumige Kofferraum auch grössere Einkäufe. Eleganter und stilvoller kann man seine Wochenendbesorgungen kaum machen und auch an der Schönheitskonkurrenz ist der Jaguar nicht fehl am Platz.

    Jaguar XK150 Tow Car (1959) - in der Neuzeit als Zugfahrzeug eines Lister Jaguars
    © Copyright / Fotograf: Georg Dönni

    Dass man zudem beim Bergrennen starten kann und auch heute noch schnelle Rennwagen auf dem Anhänger mitziehen kann, macht den XK150 vielleicht zum vielseitigsten Fahrzeug, das je auf Zwischengas portraitiert wurde.

    Jaguar XK150 S "Tow Car" (1959) - damit kann man den Mond besonders gut geniessen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Einzelstück unter dem Hammer

    Jetzt soll der Wagen an der Versteigerung der Oldtimer Galerie am 29. Dezember 2017 in Gstaad wiederum einen neuen Besitzer finden, der dem raren Einzelstück mit hochinteressanter Geschichte Sorge tragen wird. 

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    5b******:
    13.12.2017 (09:04)
    Ja es gibt Fotos mit Anhänger. Gerne können Sie sich bei uns melden. snd@jaguarclassic.ch
    he******:
    10.12.2017 (02:01)
    Gibt es noch ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie der Wagen mit Anhänger (gerne auch mit Beladung) aussieht?
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