Glas 1204 - Vier Mann in der 'Glas-Rakete'

Erstellt am 1. April 1963
, Leselänge 7min
Text:
Erich Boyer
Fotos:
Archiv 
23

Zusammenfassung

Der Glas 1204 hätte eigentlich das Zeug zum Superstar gehabt. Vier Sitze, Coupé-Aufbau und ein ausgesprochen kraftvoller Motor wären eigentlich ein Rezept für Erfolg gewesen. Der Wagen schaffte den Durchbruch jedoch nicht. Woran das gelegen haben könnte, zeigt dieser neu aufbereitete hobby-Testbericht aus dem Jahre 1963.

Dieser Artikel enthält folgende Kapitel

  • Undercover-Sportler
  • Ehrliches Viersitzer-Coupe
  • Der Motor, das Sahnestück
  • Damit auch vier Personen schnell ans Ziel kommen
  • Porsche-Gene und Einfachheit
  • Neid und Narrensicherheit
  • Testergebnisse

Geschätzte Lesedauer: 7min

Leseprobe (Beginn des Artikels)

In Dingolfing machen sie es anders. Im Allgemeinen baut eine Automobilfirma eine Limousine. Dann säbeln ihre Leute so lange daran herum, bis nur noch ein Coupe übrig bleibt. Glas dagegen fing mit dem Zweisitzer an und hat ihn nun zum Viersitzer hochgetrimmt. Man kann nicht sagen, daß diese Methode besser sei als jene. Doch offensichtlich war die Methode Glas die bessere – für Glas. Klar, daß man mit einem Außenseiter-Wagen nicht gleich in die Domäne der Mächtigen einbrechen konnte! Aber es sprach sich herum, daß man bei Glas ein leistungsstarkes, robustes, technisch ausgereiftes Sportcoupe baut — und das zu einem zivilen Preis. Als der Zweisitzer die Schweigemauer durchstoßen hatte, da wollten die Leute auch einen Viersitzer haben. Sie würden ja auch einen Viersitzer-Porsche haben wollen, und sie haben sogar aus dem Thunderbird einen Straßenkreuzer gemacht. Nur den umgekehrten Weg gehen sie halb so gern. Hier beginnt die Käuferpsychologie, auf die man sich in Dingolfing recht gut versteht.

 
7min
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Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von Ru******
24.11.2020 (17:43)
Antworten
Ich bin als kleines Kind mit einem Glas 1004 Kombicoupé, das Modell mit der Heckklappe, aufgewachsen. Nach dem DKW F12 das zweite Auto, an das ich mich erinnern kann. Das Ding war abgrundtief häßlich, genannt der fliegende Ziegelstein. Da auch der 1004 etwas schneller sein sollte als serienmäßig, tunte mein Vater ihn mit einem Doppelvergaser. Lange hat er nicht gehalten, soweit ich noch weiß waren es ganze 110tkm, dann war der Motor im Eimer....
von ra******
24.11.2020 (12:42)
Antworten
1966 besaß mein Vater einen 1204. ich hatte meinen Führerschein gerade ein Jahr und musste mich mit einem Lloyd Alexander TS zufriedengeben. Ich durfte aber den Glas häufig fahren. Es war für mich immer eine besondere Freude das potente Auto zu bwegen. Der Wagen war damals seinen Konkurrenten in Sachen Fahrleistungen überlegen. Die Straßenlage war aus heutiger Sicht natürlich nicht optimal. Bedingt durch den kurzen Radstand (stammte vom Glas Isar) und dem Motor sehr vorn, ergab sich eine ungünstig Gewichtsverteilung. Die starre Hinterachse neigte auf unebenen Straßen gern zum Trampeln und versetzen. Trotzdem war das Fahrzeug ein Meilenstein der damaligen Automobiltechnik. Nicht zuletzt bleiben die unzähligen Motorsporterfolge in bester Erinnerung. Das Werk errang diverse Deutsche Rundstrecken Meisterschaften mit Gerard Bodmer auf 1204, 1304 TS und mit dem wunderschönen 1304 GT. Viele Privatfahrer setzten diese Fahrzeuge erfolgreich ein. Übrigens gab es damals in Hannover einen Glas-Club, dem wir auch angehörten.
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