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Bild (1/2): Ford Escort RS 1600i (1982) - 115 PS stark und 190 km/h schnell im Jahr 1982 (© Daniel Reinhard, 2017)
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    Ford Escort RS 1600i - mit Frontantrieb gegen den Golf GTI

    28. Juni 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (31)
    Ford Motor Company 
    (2)
    Auto Motor und Sport 
    (1)
    Jürg Kaufmann 
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    Vor rund 50 Jahren, am 17. November 1967, wurde der erste Ford Escort gefertigt, dreizehn Jahre später mussten auch die traditionellsten Escorts-Fans umdenken, denn ab September 1980 verfügte die dritte Generation des kompakten Familienwagens neu über Frontantrieb anstelle der heckangetriebenen Räder. Der Durchmarsch des VW Golf liess sich einfach nicht einfach ignorieren.

    Ford Escort RS 1600i (1982) - gradliniges und zeitloses Design
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Komplett neu

    Im Winter 1975 hatten die Entwicklungsarbeiten begonnen, das Ergebnis war ein moderner und gradlinig gestalteter Drei- oder Fünftürer mit dem ab sofort charakteristischen angedeuteten Stufenheck.

    Alles war neu, und eigentlich hätten ihm viele Ford-Leute gerne einen neuen Namen gegeben. Doch der Codename “Erika” wollte nicht so recht passen, also blieb es bei Escort, das war sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner.

    Mit Frontantrieb, Einzelradaufhängungen rundum, aber vor allem mit der neuen CVH-Motorengeneration wurde ein neues Kapitel gestartet. Zwei Milliarden Mark hatte die Entwicklung gekostet, trotzdem kritisierte die Presse: “Gut, aber nicht perfekt”.

    Dabei hatte sich Ford nicht lumpen lassen. Gleichungen mit 15’000 Unbekannten hatte der Supercomputer “Cyber 176) in der amerikanischen Zentrale in Dearborn berechnet. 40 verschiedene Schlosskonstruktionen waren getestet worden. 39 Prototypen wurden gebaut, 20 davon gecrasht. Tausende von Windkanalstunden führten zum cw-Wert von 0,385 und damit Klassenbestwert. 2000 Versuchsmotoren mussten 16 Millionen Kilometer abspulen.

    Früher Ford Escort auf Testfahrt
    © Zwischengas Archiv

    Die Bezeichnung “CVH” stand für “Compound, Valve Angle, Hemispherical Chamber”, was auf die speziell in zwei Ebenen geneigten Ventile und die halbkugelförmigen Brennräume hinweis. Die Ventilstössel funktionierten hydraulisch (kein Einstellen mehr nötig), die obenliegende Nockenwelle war zahnriemenangetriebe und hauste im Aluminium-Zylinderkopf.

    Von Anfang an bot man leistungshungrigen Käufern eine sportliche Version an, die nun XR3 anstatt RS2000 o.ä. hiess und die trotz Leistungsdefizit (96 beim Ford anstatt 110 PS beim VW Golf) in den Fahrleistungen dank guter Aerodynamik beinahe mit dem Wolfsburger mithalten konnte.

    Trotz positiver Kommentare der ersten Tester - geräumig, gefällig, übersichtlich, komfortabel, gute Fahreigenschaften, etc. - gab es auch Kritik. So störte es etwa die ADAC Motorwelt, dass die Koftlfügel nicht mehr angeschraubt sondern verschweist waren, dass der Escort zu schwer sei, die Kopfstützen nicht in der Höhe verstellbar seien und die Gurtschlösser nicht am Sitz befestigt seinen. Zudem fehle ein Fünfganggetriebe und ein sparsamer Dieselmotor. All dies wurde natürlich über die Zeit nachgereicht. Und der Escort verkaufte sich blendend.

    Fortschrittliche Technik im RS 1600i

    In schneller Folge erschienen neben dem XR3 weitere sportliche Modelle. Für den Breitensport wurde der RS 1600i entwickelt, der es 1982 mit Einspritzung immerhin 115 PS brachte.

    Ford Escort (1982) - Cereghetti am Rallye Uri 1983
    © Copyright / Fotograf: Jürg Kaufmann

    Ziel für dieses Modell war es, die Homologationsanforderungen für die Gruppe A (5000 Exemplare) zu erfüllen, was dem für Tuning-Eingriffe prädestinierten Fronttriebler auch prompt in kurzer Zeit und trotz des hohen Preises von 21’700 Franken oder 26’223 Mark (rund ein Drittel mehr als der XR3 mit Vergaser kostete) gelang.

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    Finessen für den Rennsport

    Und eigentlich musste man schon den Wettbewerbseinsatz im Sinne haben, um die Zutaten, die Ford im kompakten Escort-Gehäuse verpackt hatte, zu schätzen. Die Verdichtung des Vierzylinders hatte man von 9,5 auf 9,9:1 erhöt. Eine elektronische Zündanlage mit zwei Doppelfunkenspulen sorgte nicht nur für exakte Zündzeitpunkte, sondern auch für den Stopp der Kraftstoffzufuhr durch die Bosch K-Jetronic im Schiebebetrieb (Schubabschaltung).

    Ford Escort RS 1600i (1982) - sportlich aufgemachter Vierzylinder mit 115 PS
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Statt hydraulischen Ventilstösseln wurden drehzahlfestere mechanische Varianten verwendet. Geschaltet wurde mit dem Fünfgang-Sportgetriebe mit etwas kürzer ausgelegtem fünften Gang. Der Querträger der Vorderachse wurde aus Aluminium anstatt aus Stahl gefertigt, die Stossdämpferaufnahme an der Hinterachse wurde modifiziert. Unter die Radhäuser kamen sechs Zoll breite Leichtmetallräder mit Reifen der Dimension 190/50 V/HR 15 oder 185/60 HR 14.

    Ford Escort RS 1600i (1982) - sechs Zoll breite Aluräder waren Serie
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Nach oben offen

    Wer nun erwartet hätte, für den durchaus deftigen Preis ein komplett ausgestattetes Auto kaufen zu können, sah sich getäuscht. Die Aufpreisliste war lang. Spezielle RS-Sitze wurden mit DM 850 verrechnet, ein Lederlenkrad mit DM 145, Halogen-Nebelscheinwerfer kosteten DM 249, ein Sonnendach DM 740, die Zentralverriegelung DM 300. Für DM 179 gab es hinten Ausstellfenster, für DM 574 elektrische Fensterheber. Und wer von einem Schloss alle Türen öffnen wollte, der musste DM 300 für die Zentralverriegelung berappen.

    All diese Extras trugen allerdings wenig dazu bei, dass man beim Rallye am Wochenende schneller war. Hier war klassisches Tuning nötig, das natürlich auch sein Geld kostete.

    Am Platzhirsch gescheitert

    Als Basis für den Rennsport bewährte sich der auf Basis des Escorts Ghia aufgebaute RS 1600i auf jeden Fall, aber taugte er auch für den Alltag? Die Zeitschrift Auto Motor und Sport wollte dies genau wissen und liess den neuen Escort gegen den VW Golf GTI (1,8), den Fiat Ritmo Abarth 125 TC, den Mitsubishi Colt Turbo und den Renault 5 Alpine Turbo antreten. Für ein Verdrängen des Platzhirsches VW Golf GTI reichte die Talente des Ford Escort nicht und selbst vom Fiat Ritmo 125 TC musste sich der RS 1600i geschlagen geben.

    Titelblatt Auto Motor und Sport Heft 18/1982 - Vergleichstest Fiat Ritmo Abarth 125 TC, Ford Escort RS 1600i, Mitsubishi Colt Turbo, Renault 5 Alpine Turbo und VW Golf GTI (1800)
    © Copyright / Fotograf: Auto Motor und Sport

    Zwar siegte der Ford im Kapitel “Karosserie und Ausstattung”, in den sportlich interessanten Vergleichsthemen wie Handlichkeit, Fahreigenschaften und Fahrleistungen konnte er sich aber nicht entscheidend in Szene setzen und auch beim Fahrkomfort und bei der Wirtschaftlichkeit (notabene wegen des hohen Anschaffungspreises) schauten nur mittlere oder gar letzte Plätze heraus.

    Immerhin schaffte der Escort den Sprint von 0 bis 100 km/h in 9,8 Sekunden und eine Spitze von 191,5 km/h, aber der Golf GTI und der Ritmo 125 TC konnten dies eben mindestens ebenso gut, wenn nicht sogar noch besser. Und selbst beim günstigen Verbrauch von durchschnittlich 8,7 Liter Kraftstoff pro 100 km konnte der Escort nur mit dem Golf GTI gleichziehen.

    Wolfgang König fand, dass der RS 1600i schwierig zu beherrschen sei auf dem Slalomkurs, obwohl er sich sehr agil zeigte: “Soviel sich die Kölner Techniker auch an der Abstimmung ihres Kompaktmodells modifizieren - eine harmonische Lösung ist bis heute dabei nicht herausgekommen; so verlangt der Sport-Ford im Grenzbereich einiges Fahrkönnen, da er bereits nach dem Einlenken ziemlich unvermittelt mit dem Hinterteil ausbricht; es wieder einzufangen, kostet Mühe, denn die Lenkung ist gefühllos und spricht gleichzeitig recht giftig an …”, notierte Wolfgang König im Vergleichstest.

    Ford Escort RS 1600i (1982) - flott bewegt
    © Copyright / Fotograf: Ford Motor Company

    Die Automobil Revue notierte dieses heikle Verhalten nur mit den breiteren 50-er-Reifen, während man dem mit 185/60 HR 14 besohlten Escort im Grenzbereich als weitgehend unproblematisch beschrieb.

    Erfolgreich

    Mit 8659 zwischen 1982 und 1983 gebauten Exemplaren war der Ford Escort RS 1600i trotzdem ein Erfolg, die 5000 für die Homologation in der Gruppe A benötigten Fahrzeuge waren schon bald gebaut. Und auch für die Gruppe N qualifizierte der schnelle Ford ab März 1983 (Schweiz).

    Ford Escort RS 1600i (1982) - trotz Stufenheck mit Heckklappe bis zu den Rückleuchten
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Heute ist der RS 1600i eine wirkliche Rarität, im Alltag sieht man ihn kaum noch, für viele Anlässe sind die Autos noch zu jung, im historischen Rennsport sieht man sie noch äusserst selten. Der Frontantriebs-Escort spricht heute einen ganz anderen Käuferkreis an, also Leute, die mit Hundeknochen und Gummi-Front meist wenig anfangen können.

    Am Lenkrad

    Bereits seit einigen Jahren ist der RS 1600i zum Oldtimer gereift, auch wenn man ihm dies nicht unbedingt ansieht. Der 35-jährige Veteran fühlt sich auch nicht wie ein altes Auto an, schon kurz nach dem Start verfällt der Vierzylinder in einen ruhigen Leerlauf, erfreut den Besitzer durch einen sportlichen Auspuffton, der nostalgische Erinnerungen an das Vergaserschnorcheln seiner Vorgänger vergessen lässt.

    Ford Escort RS 1600i (1982) - ein Lederlenkrad war genauso aufpreispflichtig wie die Fischer-C-Box für die Kassetten
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Man sitzt gut, freut sich über eine uneingeschränkte Rundumsicht und auch der Fahrwerkskomfort gibt zu keinen Klagen Anlass, man ist sich heute einfach deutlich Schlimmeres gewöhnt.

    Der Frontantrieb wirkt sich im normalen Fahrbetrieb nicht als Spassbremse aus, der Wagen fährt handlich und spurstabil um Kurven aller Art.

    Ford Escort RS 1600i (1982) - die meisten RS 1600i waren weiss, rot oder silberfarbig
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Mit nur 4,05 Metern Länge und 1,64 Metern Breite ist der Wagen vor alle im Verhältnis zum Platzangebot (360 Liter Kofferraum!) sehr kompakt.

    Nur, auffallen das will er partout nicht. Selbst in der exklusiven Sonderfarbe, in der das portraitierte Fahrzeug lackiert wurde, sticht der modern wirkende Fronttriebler nicht aus der Menge, jedes Ford T-Modell, immerhin fünfzehnmillionenfach gebaut, löst deutlich mehr “Jööös” und “herrlich” aus.

    Ford Escort RS 1600i (1982) - 1,64 Meter breit, die meisten Kleinwagen messen heute mehr
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Wir danken den unterstützenden Personen und Firmen für die Mitarbeit an diesem Artikel: Ford Escort Club Schweiz, Franks Originale, Pitt Jungs Oldtimergarage.

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