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Bild (1/1): Ford Comète (1952) - äusserst elegante Form for die Zeit (© Artcurial, 2016)
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    Ford Comète - Vernunft, Charme, Grazie

    21. Oktober 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Artcurial 
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    Ford baute nicht nur in den USA Autos, sondern auch in Deutschland, Grossbritannien und vielen anderen Ländern, insbesondere aber auch in Frankreich, auch wenn sich an diese Epoche nur noch wenige Leute erinnern. Das eleganteste und aufsehenerregendste Fahrzeug aus jener Zeit war wohl der Ford Comète, ein Hybrid von amerikanischen, französischen und italienischen Genen.

    Ford Comète (1952) - schaffte es bis ins Museum of Modern Arts in New York
    © Copyright / Fotograf: Artcurial

    Ford in Frankreich

    Bereits vor dem zweiten Weltkrieg wurden in Frankreich die ersten Ford montiert, es handelte sich dabei um T- und A-Modelle. In den Dreissigerjahren tat man sich mit Emile Mathis zusammen, aus der Ehe resultierten die diversen Matford-Modelle.

    In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg wurde dann eine eigene Tochter gegründet, sie hiess Ford SAF und verfügte über ein Montage-Werk neuerster Art in der Nähe von Paris (Poissy). Nachdem zuerst die Vorkriegstypen in leicht modifizierter Form weitergebaut wurden, präsentierte der Ford-Frankreich-Chef Maurice Dollfus am Pariser Autosalon 1948 ein komplett neues Auto namens Ford Vedette.

    Ford Vedette (1948) - erstmals vorgestellt am Pariser Autosalon von 1948
    © Archiv Automobil Revue

    Eine Limousine namens Vedette

    “Die Vedette ist ein Fahrzeug, mit dem man sich schnell vertraut fühlt. Sie ist weitgehend ausgereift und ‘fertig’, hat zwar keine spezifisch aussergewöhnlichen Eigenschaften, vereint dafür aber in bemerkenswerter Weise eine Fülle positiver Merkmale, die auch bei Berücksichtigung vereinzelter Minuspunkte dem Wagen ein hervorragendes Zeugnis ausstellen.”

    Ford Vedette (1954) - mit weiterhin verbesserten Details ausgereift - Genfer Automobilsalon 1954
    © Archiv Automobil Revue

    So stand es im Magazin “Das Auto”, geschrieben von einem gewissen Herrn Werner Oswald. Tatsächlich lobte er die “unerwartet guten” Fahreigenschaften, die angesichts der relativ einfachen Konstruktion - Kastenrahmen mit Kreuztraverse, vordere Einzelradaufhängungen mit Schraubenfedern, hintere Starrachse mit längsliegenden Halbfedern und schräggestellten Teleskop-Stossdämpfern - durchaus überraschte.

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    Robuste Technik

    Als Motor kam natürlich wiederum der V8 mit 90-Grad-Winkel zum Einsatz, aus 2158 cm3 holte er 68 PS bei 4800 Umdrehungen pro Minute, war damit also sicherlich nicht überlastet.

    “Der V8-Motor läuft, wie nicht anders zu erwarten, rund und ausgeglichen, allerdings nicht ganz leise, wiewohl sein tiefes Brummen kaum als störend empfunden wurde”, schrieb Oswald und monierte den nicht ganz bescheidenen Verbrauch von 15,2 Liter pro 100 km auf der teilweise strapaziösen Testfahrt. Geschaltet wurde der V8 via Dreigang-Lenkradschaltung.

    Zur Karosserie meinte Oswald: “Bei der Karosserie der Vedette 53 mag man sich über die Form streiten, ihre handwerkliche Ausführung sowohl wie ihre Ausstattung ist jedenfalls sauber und ordentlich”.

    Französischer Kapitän

    Im Prinzip war der (oder die) Ford Vedette ein Äquivalent zum deutschen Opel Kapitän und deshalb importierte auch die deutsche Ford-Niederlassung die pontonartig geformte Limousine aus Frankreich.

    “Wir können uns gut vorstellen, dass die Vedette, der französische ‘Kapitän”, bei uns ihre Käufer und Liebhaber findet. Ihren deutschen Konkurrenten hat sie den Achtzylindermotor voraus …, dazu hat sie mit DM 10’300 einen recht akzeptablen Preis …”, schrieb Werner Oswald.

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    Der Komet am Abendhimmel

    An dieser Stelle, wir schreiben ungefähr das Jahr 1950, kommt Jean Daninos ins Spiel. Er hatte ein grosses Karosseriewerk und arbeitete erfolgreich mit Simca zusammen, für die er attraktive GT-Sportwagen verwirklichte. Etwas ähnliches schlug er dem neuen Ford-Frankreich-Chef François Lehideux vor und Stabilimenti Farina lieferte den dazu passenden Entwurf, der auf dem Chassis des Ford Vedette aufsetzte. Comète hiess das elegante Coupé, das 1951 vorgestellt wurde.

    Ford Comète (1951) - die Karosserie sah schneller als, als der Wagen mit dem Vedette-Motor rennen konnte
    © Zwischengas Archiv

    Die Zeitschrift “Das Auto” befasste sich noch im selben Jahr intensiv mit der innovativen Formgebung:

    “Aber was für ein Coupé: Trotz vernünftiger Raumbemessung von so überraschender Niedrigkeit, wie es bisher nur bei 'unvernünftigen' Raumverzichten ab Mittelklasse, oder bei Renncoupés möglich schien. Der natürliche Raum über dem Radstand endlich einmal nicht ausgesperrt, obwohl vorgefaßtes Ziel hier wie dort: Ein «Gedicht» zu schaffen. Hinter sehr bequemen Einzel-Vordersitzen also eine zwar etwas knappere, aber dennoch bequeme Sitzbank. Herrlicher Rundblick durch größtmögliche Fenster. Ein Stück Schönheit, mit der sogar einmal etwas anzufangen ist, also Allround - Zweckmässigkeit - oder: der Wagen für anspruchsvolle Leute, die trotz solidem Bankkonto aus anderen Gründen nur einen Wagen brauchen können.“

    Als einziger Fehler wurde notiert, “dass ihn die anderen besitzen werden …”.

    Wahrlich viel Lob für ein Auto mit italienischer Linienführung aus Frankreich. Positives Beurteilungen erhielten insbesondere auch die Flächenaufteilung auf der Karosserie und die Gestaltung des “Mauls”.

    Künstlerischer Höhepunkt

    Nicht nur den hiesigen Kritikern gefiel der Ford Comète, auch die Amerikaner waren angetan, so angetan, dass der Wagen als eines von zehn Autos 1953 im Museum of Modern Art  in einer Design-Ausstellung gezeigt wurden.

    Ford Comète (1952) - die elegante Karosserie wurde bei Facel gebaut
    © Zwischengas Archiv

    Allerdings hatte der Comète, dessen Aufbau bei Jean Daninos Karosseriefirma Facel Métallon entstand, ein nicht unerhebliches Problem, er war sehr teuer. In der Schweiz kostete er 1953 mit CHF 20’890 fast doppelt soviel wie die technisch vergleichbare Limousine Vedette (CHF 10’900), die Fahrleistungen des immerhin 1290 kg schweren Wagens aber waren mit rund 135 km/h Spitze bestenfalls durchschnittlich.

    Per 1953 hatte das Coupé immerhin einige Verbesserungen erhalten, wie die Automobil Revue im August 1953 erwähnte:
    “Die am Chassis des Ford Vedette vorge- nommenen Verbesserun- gen wurden auch auf den Comète übertragen. Zu Beginn dieses Jahres ist der Zylinderinhalt des im Comète verwendeten V8-Motors von 2,1 Liter auf 2,355 cm3 vergrössert und die Kompression von 7:1 auf 7,4:1 gesteigert worden. Dank der heutigen Motorleistung von 80 PS bei 4800 U/min entspricht nun auch das Leistungsgewicht dem sportlichen Aussehen des Wagens.
    Auch beim Comète stehen zwei Getriebevarianten zur Verfügung, doch wird bei diesem teuem Klassefahrzeug das elektromagnetische Viergang-Planetengetriebe von Cotal meist dem normalen Dreiganggetriebe vorgezogen.”

    Allerdings stieg mit dem Cotal-Getriebe auch der Kaufpreis um CHF 1140.

    Mehr Leistung und ein neuer Kühlergrill

    Im Herbst 1953 rüstete Ford nochmals nach und baute im Comète den 3,9-Liter-Vendôme-V8 ein. Dieser leistete 105 PS bei 3800 U/min und stemmte ein Drehmonent von 24,5 mkg zwischen 1400 und 2200 Umdrehungen pro Minute. Schalten konnte man ihn nun auch mit einem normalen vollsynchronisierten Vierganggetriebe von Pont-à-Mousson. Das Gewicht war auf 1470 kg angestiegen, die Höchstgeschwindigkeit aber betrug nun immerhin 15 km/h.

    Ford Comête Monte Carlo (1954) - einer der ansprechendsten französichen Tourenwagen mit einem guten Schuss Sportlichkeit (teilweise zerstörtes und restauriertes Foto) - Genfer Automobilsalon 1954
    © Archiv Automobil Revue

    Von aussen war der Comète Monte Carlo, so hiess das neue Spitzenmodell, am neuen Kühlergrill, der an ein Pommes-Frites-Messer erinnerte.

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    Von Ford zu Simca

    Ford aber hatte mittlerweile das Interesse an seiner französischen Tochter verloren und verkaufte sie im November 1954 an Simca, Dort wurde das Coupé Comète zwar noch ein Jahr weitergebaut, dann war aber auch dort Schluss.

    Facel Vega als natürlicher Nachfolger

    Einen direkten Nachfolger gab es für den Ford Comète nicht, aber Jean Daninos selber entwickelte schliesslich den Facel Vega, der mit deutlich mehr, aber immer noch amerikanischen V8-Muskeln in dieselbe Richtung tendierte wie der Comète.

    Ford Comète (1952) - Stabilimenti Farina sorgte für die elegante Form
    © Copyright / Fotograf: Artcurial

    Insgesamt 3064 Ford Comète sollen gebaut worden sein, nur eine geringe Zahl dürfte überlebt haben.

    Zweimal in einem Jahr versteigert

    Der hier gezeigte Ford Comète mit Chassis-Nummer 766 von 1952,  wurde vor wenigen Jahren restauriert und dann an der Rétromobile-Versteigerung von Artcurial verkauft.

    Ford Comète (1952) - breite Sitze vorne, geschaltet wurde am Lenkrad
    © Copyright / Fotograf: Artcurial

    Der neue Besitzer konnte sich aber krankheitsbedingt nicht lange an seinem Besitz, das interessanterweise den Kühlergrill des späteren Modells “Monte Carlo” zeigt, freuen und so kommt der Wagen nun an der “Sur Les Champs 10”-Versteigerung von Artcurial am 30. Oktober 2016 erneut unter den Hammer.

    Ford Comète (1952) - acht Zylinder in V-Form
    © Copyright / Fotograf: Artcurial

    Aufgrund der Ergebnisse an der Rétromoible liegt die Schätzung nun mit EUR 45’000 bis 60’000 deutlich tiefer als im Februar 2016, ein eigentlich sehr moderater Preis für eine derartige Schönheit.

    Weitere Informationen

    • AR-Zeitung Nr. 34 / 1953 vom 05.Aug.1953 - Seite 19: Die französichen Ford-Personenwagen
    • Auto Motor und Sport Heft 26/1951, ab Seite 597: Kritik der Form - Ford Comète von Facel
    • Auto Motor und Sport Heft 16/1953, ab Seite 585: Test Ford Vedette
    • Auto Motor und Sport Heft 18/1955, ab Seite 14: Test Vedette-Versailles
    • Oldtimer Markt Heft 5/2011, ab Seite 36: Ford Vedette

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