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Bild (1/2): Ford Anglia De Luxe (1961) - sofort eindeutig identifizierbar (© Daniel Reinhard, 2020)
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    Ford Anglia – der bekannteste Oldtimer der Harry-Potter-Generation

    Erstellt am 2. Februar 2020
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
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    Den letzten Ford Anglia, gebaut zwischen 1959 und 1967  kennt eigentlich fast jeder (und jede) zweite heute Zwanzigjährige. Denn sowohl die Filme als auch die Bücher der Harry-Potter-Serie schafften es meist hoch hinaus in den “Charts”. Die Popularität ist enrom. Und im zweiten Buch und Film, bei uns “Harry Potter und die Kammer des Schreckens” gelaufen, nimmt ein Ford Anglia eine tragende Rolle ein. Und trotzdem könnten vermutlich nur wenige der damaligen Kinobesucher die Marke und den Typ nennen.

    Bruch mit Traditionen

    Ein “Volkswagen” sollte der Ford Anglia, vorgestellt im Herbst 1959, sein. Dieses Auto sei für Mr. Oscar, den Durchschnittsbürger, bestimmt, stand damals in der britischen Pressemeldung. Begonnen hatte man in Dagenham bereits 1956, als erste Studie entstanden.

    Bald darauf fuhren schon 30 Prototypen und legten insgesamt über 800’000 km zurück als Teil eines brutalen Testprogramms, wie es noch nie vorher durchgeführt wurde. Der neue Wagen musste sich in Skandinavien und Alaska genauso bewähren wie in Ostafrika. Er wurde über die deutsche Autobahn und über amerikanische Highways gescheucht. Und natürlich gehörten auch lange Testläufe auf dem der Firmenteststrecke in der Nähe von Dagenham zum Programm.

    Ford Anglia (1959) - Präsentation am Pariser Autosalon 1959
    © Archiv Automobil Revue

    Der Anglia bewährte sich und durfte dann in Paris im Grand Palais seine offizielle Premiere feiern, wo er eine der am meisten beachteten Neuschöpfungen war.

    Dies lag nicht zuletzt an der ungewöhnlich geformten C-Säule. Die Heckscheibe war nämlich, ähnlich wie beim Ford Continental Mark III von 1958 schräggestellt und zwar so, dass sie oben weiter nach hinten ragte als unten. Man versprach sich davon mehr Kopffreiheit im Fond und eine weniger zur Verschmutzung neigende Scheibe.

    Ford Anglia De Luxe (1961) - die schräg stehende Heckscheibe sollte mehr Kopfraum für die Fondpassagiere ermöglichen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Störende Einflüsse auf die Aerodynamik wurden nicht befürchtet, zumal der Ford Anglia 105E, wie er auch genannt wurde, einige Zeit im Ford-Windkanal verbrachte. Dort erhielt auch die rundliche Front mit dem breiten Kühlergrill den letzten Schliff. Die guten Fahrleistungen und der vergleichsweise geringe Benzinverbrauch (43 Meilen pro Gallone, umgerechnet rund 6,6 Liter pro 100 km) jedenfalls stellten der Windschlüpfigkeit ein gutes Zeugnis aus.

    Ford Anglia (1959) - charakteristischer Kühlergrill über die gesamte Breite und besondere Gestaltung der C-Säule
    © Archiv Automobil Revue

    Als kleine zweitürige Limousine wirkte der Ford Anglia reichlich unorthodox und er unterschied sich deutlich von seinen Konkurrenten, vor allem, wenn man ihn mit seinem konventioneller aussehenden Vorgänger verglich.

    Neue Technik

    Unter dem selbsttragenden Blechkleid arbeitete frisch entwickelte Technik. Der sehr kurzhubig ausgelegte Einliter-Vierzylindermotor (997 cm3) mit hängenden Ventilen und seitlicher Nockenwelle leistete 39,5 PS bei 5000 Umdrehungen. Er war der Anfang einer neuen Motorengeneration, genannt Kent-Motor, die noch bis ins neue Jahrtausend u.a. im Ford Fiesta verbaut wurde.

    Ford Anglia (1959) - der neue 105E-Motor
    © Archiv Automobil Revue

    Kombiniert mit einem neu entwickelten Vierganggetriebe trieb der Benzinmotor die Hinterräder an, die an einer Starrachse mit Längsblattferden aufgehängt waren. Vorne taten Querlenker, Schraubenfedern und senkrechte Führungsrohre für die einzeln aufgehängten Räder Dienst. Gebremst wurde über hydraulische angesteuerte Trommeln an allen vier Rädern.

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    Gute Noten

    Der Anglia kam auch bei den Autojournalisten gut an. Gordon Wilkins schrieb für die Automobil Revue:
    “Schon nach wenigen Kilometern Fahrt im Anglia ist man versucht, Vergleiche mit grösseren Wagen einer höheren Preisklasse anzustellen. Dazu geben vor allem die Geräumigkeit des Innenraumes und die auch noch bei höheren Geschwindigkeiten feststellbare Geräuscharmut Anlass. Die Laufruhe ist derart, dass man sich ohne Mühe einen an den alten Anglia mit Dreiganggetriebe gewöhnten Fahrer vorstellen kann, der vergisst, in den direkten Gang zu schalten. Im direkten Gang gleitet er mühelos dahin, während sich die Kolben bei 100 km/h oder bloss 3860 U/min auf ihrem kurzen Weg von 48 mm auf und ab bewegen.”
    Und:
    “Jede Einzelheit am neuen Anglia trägt dazu bei, dass es eine wahre Freude ist, ihn zu fahren!”

    Ähnliches war auch in der Zeitschrift “auto motor und sport” zu lesen. Allerdings kamen deutsche Käufer gar nie in den Genuss des Anglia. Und sie verpassten etwas, denn der Anglia beschleunigte in guten 31 Sekunden von 0 auf 100 km/h und verbrauchte gemäss Werk bei konstant 80 km/h nur 7,85 Liter pro 100 km.

    Mehr Luxus, mehr Platz, mehr Leistung

    Neben dem Basismodell gab es auch eine DeLuxe-Variante, die unter anderem eine Frischluftheizung mit Defroster und Ventilation, Überzüge aus zweifarbigem Material, abgestimmt auf die Karosserielackierung, einen Dachhimmel in hellgrauem Kunstleder, hellgraue Bodenmatten, Armlehnen an den Türen, zwei Sicherheitssonnenblenden, eine automatische Innenbeleuchtung, drei Aschenbecher und ein verschliessbares Handschuhfach zu bieten hatte.

    Ford Anglia (1962) am Genfer Automobilsalon - mit Verlängerung des Daches zum geräumigeren Kombi
    © Archiv Automobil Revue

    Doch es kam noch besser. Im Oktober 1961 erschien eine Kombi-Version, genannt Anglia Estate, mit breiter Hecktüre und umklappbaren hinteren Sitzen. Das Reserverad verschwand bei dieser Version unter dem Kofferraumboden.

    Ford Anglia Super (1962) - der schnellere 1,2-Liter
    © Archiv Automobil Revue

    Schneller wurde der Anglia dann ein Jahr später mit dem Modell “Super”, das nun auf einen 1,2-Liter-Motor (1198 cm3) mit 49 DIN-PS vertrauen konnte. Damit waren 130 km/h Spitze möglich und ein unbestrittener Platz auf der Überholspur.

    Für Leute, die nicht auf vier Türen verzichten wollten, bot Ford ab 1961 den Consul 315, der aber klar oberhalb des Anglia positioniert war, technisch und optisch aber durchaus vom kleinen Anglia profitierte.

    Fribourg2020

    Erfolgreich

    Von 1959 bis 1967 wurden ingesamt über eine Million Ford Anglia 105E gebaut. Dieser Erfolg hatte auch mit einer wichtigen Tugend dieses “Arbeitspferdes” zu tun, seiner Zuverlässigkeit. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dann wäre die Rekordfahrt der Zwillingsbrüder Tony und Michael Brookes im Oktober 1962 dafür sicher geeignet gewesen. Mit einem leicht leistungsgesteigerten Anglia fuhren sie in Montlhéry 20’000 km und erkämpften sich damit sechs internationale Weltrekorde in der Klasse G. Dabei erreichten sie teilweise Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 134 km/h.

    Nachfolger des Anglia war der Ford Escort, der nicht nur von der Namensgebung deutlich internationaler auftreten durfte.

    Damit blieb der Anglia 105E der letzte Ford, der diesen Namen trug, nach einer fast 30-jährigen Erfolgsgeschichte mit vier Modellgenerationen.

    Fliegt nicht

    Setzen wir uns also in den Ford Anglia DeLuxe von 1961, nachdem wir sein zweifarbiges Karosseriekleid bewundert haben. Drin empfängt uns viel abwaschbarer PVC und ein aufgeräumtes Cockpit, das man auch ohne vorherige Instruktion problemlos bedienen kann. Nur den Hebel für den Flugmodus lässt sich genauso wenig finden wie jenen für den Unsichtbarkeitsmodus. So bleiben wir halt auf dem Boden.

    Ford Anglia De Luxe (1961) - einfaches Instrumentarium
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Alle vorhandenen Knöpfe aber sind klar beschriftet und gegen zu keinen Fragen Anlass. Gestartet wird per Zündschlüssel links vom Lenkrad, der Tacho zeigt bis 120 km/h an und übertreibt damit gar nicht besonders stark.

    Die Lenkung zeigt eine gehörige Portion Spiel, aber das war man sich vor 60 Jahren auch noch gewöhnt. Das Vierganggetriebe lässt sich exakt schalten, die Gänge 2 bis 4 sind synchronisiert.

    Ford Anglia De Luxe (1961) - die meisten dieser Autos blieben auf der Strasse, denn aus eigener Kraft fliegen konnten sie nicht ...
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Die Rundumsicht ist hervorragend, die besondere Gestaltung der Heckscheibe und die angedeuteten Flossen erlauben auch rückwärts ein zielgenaues Rangieren, zumal der Wagen mit 3,9 Metern Länge und 1,46 Metern Breite überaus kompakt dimensioniert ist.

    Ein Sportwagen kann der 740 kg schwere Anglia mit 39,5 PS natürlich nicht sein, ein Verkehrshindernis muss er aber auch nicht sein, wenn man den kurzhubigen Motor drehen lässt und die Gänge richtig einsetzt.

    Ford Anglia De Luxe (1961) - die Sicht nach hinten ist hervorragend
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    5990 kostete der Ford Anglia im Jahr 1961, die De-Luxe-Ausführung war 435 Franken teurer. Damit lag der Ford gut positioniert zwischen der VW-Käfer-Standardausführung (5555 Franken) und der De-Luxe-Version (6675 Franken). Und im Vergleich zum Käfer war ein Anglia doch deutlich komfortabler und bot auch bessere Platzverhältnisse.

    Kein Wunder war der Anglia auch hierzulande (sprich in Österreich und in der Schweiz) beliebt, trotzdem haben aber wohl nur wenige Exemplare überlebt.

    Ford Anglia De Luxe (1961) - kam mit 146 cm Breite relativ schmal daher
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Bleibt noch zu erklären, warum Joanne (JK) Rowling gerade den Ford Anglia als Basis für das fliegende Auto von Arthur Weasley wählte. Offenbar verband sie mit diesem Auto gute Erinnerungen an ihre Schulzeit. Im Film kam u.a. ein 62-er Anglia De Luxe zum Einsatz. Einer der Wagen wurde gar am Drehort gestohlen … und später ziemlich weit weg wiedergefunden, nachdem der Fan vielleicht herausgefunden hatte, dass der betagte Ford doch nicht fliegen konnte.

    Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen , die den abgebildeten Ford Anglia De Luxe von 1961 am 28. März 2020 ohne Mindestpreis anbieten wird.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    Strich 8:
    15.02.2020 (08:17)
    Das Designe mit der nach hinten geneigten Heckscheibe erinnert mich sehr an den Citroën Ami 6 - sind beides Schräge Typen.
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