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Ferrari F355 F1 Spider – Miami twice

Erstellt am 28. Juli 2021
, Leselänge 11min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Daniel Reinhard 
2
Bruno von Rotz 
41
Archiv 
5
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - aus dieser Perspektive sahen ihn wohl die meisten Verkehrsteilnehmer
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - 0 bis 100 km/h schaffte der Spider gemäss Werk in 4,7 Sekunden
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - im offenen Spider macht auch Langsamfahren Spass
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - Spitze gemäss Werk 295 km/h
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - lieber einen Ferrari als ein Bett im Kornfeld
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Sonny Crocket bretterte in der Fernsehserie “Miami Vice” als Undercover-Drogenpolizist Mitte der Achtzigerjahre mit einem Ferrari Daytona Spider über die Strassen von Miami Beach. Zumindest sah es so aus, denn tatsächlich handelte es sich beim vermeintlichen Ferrari um eine Replica auf Corvette-Basis. Dies begann dann auch Enzo Ferrari zu stören und so erhielt Crocket schon bald einen echten (auf Weiss umlackierten) Ferrari Testarossa für seine Verfolgungsjagden.

So richtig gut in Szene setzen konnte man den meist in Leinenanzügen und pastellfarbenen T-Shirts gehüllten Cocket (alias Don Johnson) im Coupé allerdings nicht. Wäre die Serie zehn Jahre später gedreht worden, hätte man dem Fernsehstar sicherlich einen Ferrari F355 Spider gegönnt. Damit wäre Sonny dann auch perfekt angezogen gewesen.

So kam der F355 mit Ausnahme eines Gastauftritts in einem James-Bond-Film weder im Fernsehen noch im Kino je zu grossen Rollen. Dabei wurde der F355 doch schon zu Lebzeiten als Klassiker gefeiert, 25 Jahre später ist er es sowieso.

Der Letzte einer Reihe

Im Jahr 1975 erschien der Ferrari 308 GTB als echter Nachfolger des Dino 246 GT. Ab sofort hatten im kleinsten Ferrari acht Zylinder in V-Form das Sagen.

Bild Ferrari 308 GTB (1976) - Profil
Ferrari 308 GTB (1976) - Profil
Archiv Automobil Revue

Auf den 308 GTB/GTS folgte 1985 der 328 GTB/GTS mit etwas mehr Hubraum und wie schon bei den letzten 308-Versionen vier Ventilen pro Zylinder. 1989 schliesslich wurden die Motoren mit nun 3,4 Liter Hubraum nicht mehr quer sondern längs eingebaut, das Design an den Testarossa angepasst.

Bild Ferrari 348 (1989) - Nachfolger des 328 mit Mittelmotor in Längsrichtung - IAA 1989
Ferrari 348 (1989) - Nachfolger des 328 mit Mittelmotor in Längsrichtung - IAA 1989
Archiv Automobil Revue

Gemeinsam waren den Modellen 308 bis 348 die keilförmig verlaufende Frontpartie, die Klappscheinwerfer, Stahlblechkarosserien (mit Ausnahme der frühen 308 GTB) und eine strikt zweisitzige Bauweise als Coupé und Targa-Version. Mit dem 348 kam dann auch noch eine Spider-Variante dazu, doch dazu später.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - 117 cm niedrig
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - 117 cm niedrig
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Der im Mai 1994 vorgestellte Ferrari F355 schloss diese Reihe ab und übernahm viele Ingredienzen seiner Vorgänger. Er war der letzte Achtzylinder-Ferrari mit Klappscheinwerfer und der bis zum 308 GTB zurückgehenden Formensprache, die von Pininfarina nochmals elegant in Stahlblech verfeinert wurde.

Traditionsbruch

Trotz der Nähe zum Ferrari 348 kam es in einigen Bereichen zu einem Bruch mit dem oder den  Vorgängern. So stand die hintere Fünf in der Typenbezeichnung des F355 nicht mehr für die Zylinderzahl, sondern die Anzahl Ventile pro Zylinder. ABS und Servolenkung, die man bei Ferrari als Rennsportwagenhersteller stets skeptisch kommentiert hatte, waren erstmals im Achtzylindermodell an Bord.

Sowieso machte der F355 einen gewaltigen Sprung nach vorne. Statt 320 PS leistete der V8-Motor 380 PS. Damit dies trotz nur minimaler Hubraumvergrösserung von 3405 auf 3496 cm3 möglich war, zogen die Ferrari-Ingenieure alle Register.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - V8-Motor mit 40 Ventilen
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - V8-Motor mit 40 Ventilen
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Wie in der Formel 1 sorgten drei Einlass- und zwei Auslassventile für einen kompakten Verbrennungsraum, der eine hohes Verdichtungsverhältnis von 11:1 erlaubte. Um 30 Prozent leichtere Titanpleuel sorgten für Drehzahlfestigkeit, Einzeldrosselklappen für gute Dosierbarkeit des Motors. Die Motorsteuerung steuerte neben der Benzineinspritzung und der Zündanlage auch eine Steuerklappe im Auspuffsystem, die je nach Drehzahl unterschiedliche Katalysatoren einbezog. Hydrostössel sorgten für den Entfall der Ventilspiel-Einstellarbeiten und waren trotzdem bis 8500 Umdrehungen drehzahlfest. Dies war auch nötig, denn die maximale Leistung gab der Motor erst bei 8250 Umdrehungen pro Minute ab. Dabei zeigte sich der Drehmomentverlauf allerdings durchaus alltagstauglich, denn bereits bei 1000 U/min standen 220 Nm an, zwischen 3000 und 4000 U/min 280 bis 320 Nm. Zusammen mit dem gut abgestuften Sechsganggetriebe stand so immer genug Vortrieb zur Verfügung.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - Traum in Rot
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - Traum in Rot
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Bei Pininfarina hatte man derweil das noch von Fioravanti stammende Design des 348 tüchtig geglättet und in Richtung “klassisch” getrimmt. Runde Heckleuchten, unauffälligere Lufteinlässe und elegantere Details sorgten zusammen mit einer aerodynamischen Unterbodenverkleidung nicht nur dafür, dass der F355 für die nächsten Jahre gefiel, sondern dass er (bei hohem Tempo) auch besser auf der Strasse lag.

Billig war die Berlinetta, die als erste in Kundenhände gelangte, allerdings nicht. DM 200’100 oder CHF 181’000 kostete die geschlossene Version mit ABS im Jahr 1995.

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Der sportlichste Ferrari

Rund 1400 kg schwer war ein fahrfertiger F355 und er beschleunigte gemäss der Testabteilung von “auto motor und sport” in genau fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Damit liess der kleinste Ferrari sowohl den F512 M als auch den 456 GT hinter sich. Erst bei 297 km/h stoppte der Vortrieb beim F355, der Unterschied zu den leicht schnelleren Stallbrüdern bewegte sich im einstelligen Bereich.

Sowieso waren die Testfahrer beim F355 des Lobes voll, er sei der bisher beste und alltagstauglichste Achtzylinder-Ferrari, meinten sie. Die Schaltung hatte gegenüber dem 348 deutlich an Präzision gewonnen, der Fahrkomfort war besser als erwartet.

Götz Leyrer jedenfalls fasste seine Fahreindrücke lobend zusammen:
“Solche überzeugenden Qualitäten, zu denen schließlich auch noch ein überraschend ausgewogener Federungskomfort gehört, machen es leicht, den 355 zum derzeit besten Ferrari-Sportwagen zu küren. Während andere von Quantensprüngen reden, hat der schwarze Hengst von Maranello tatsächlich einen gemacht.”

Berlinetta, Targa, Spider

Obschon bei der ersten Präsentation des F355 schon anwesend, wurde die Targa-Version GTS erst im Jahr 1995 eingeführt. Wie beim Vorgänger konnte das Dach herausgenommen und hinter den Sitzen verstaut werden.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - Spitze gemäss Werk 295 km/h
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - Spitze gemäss Werk 295 km/h
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Im Frühling 1995 wurde dann der F355 Spider vorgestellt und gerade in dieses Modell war viel Feinarbeit geflossen. Das beim 348 Spider heftig kritisierte Dach war verbessert und die Aerodynamik war bei Pininfarina in intensiver Windkanalarbeit optimiert worden. Ferrari behauptete, dass die Torsionssteifigkeit gegenüber der Targaversion nur gerade um zwei Prozent schlechter geworden sei. Selbst das Gewicht hatte nur minimal zugenommen, so dass die Fahrleistungen höchstens minimal schlechter geworden waren. Ferrari nannte eine Zeit von weniger 4,7 Sekunden für den Spurt von 0 bis 100 km/h.

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Zunächst Handwerk gefragt

Offen machte der Spider natürlich am meisten Freude. Doch vor dem Genuss war Arbeit angesagt, die Eckhard Eybl 1995 im ams-Fahrbericht wortgewandt beschrieb:
“Der Weg ins Freie beginnt wie ein modernes technisches Märchen. Nach dem Lösen eines Zentralverschlusses am Rahmen der Windschutzscheibe muß das Verdeck per Hand solange zurückgeschoben werden, bis ein Signalton ertönt, der den Schneuzgeräuschen des seligen Enzo Ferrari nicht unähnlich ist.
Dann darf, bei eingeschalteter Zündung und angezogener Handbremse, der Knopf zur Verdeck-Automatik betätigt werden. Die Sitze fahren nach vorn, das Verdeck faltet sich in Ziehharmonika-Manier hinter die Rücksitzlehnen und schmiegt sich dann an die Trennwand zum Motorraum.
Bevor eine Spider-Begleiterin aus ihrer angespannten Lage mit angezogenen Beinen auf dem nach vom geschobenen Sitz automatisch befreit wird, muß sich ihr Pilot als Cavalliere del Lavoro bewähren. Die Mittelmotorposition verbietet jenen praktischen Verdeckkasten-Klappe-zu-Dach-weg-Mechanismus, der bei 170’000 Mark billigeren anderen italienischen Spider und Barchetta aus dem Fiat-Konzern inzwischen Standard ist. Deshalb Persenning, und ihre korrekte Montage berechtigt zu jenem Ehrentitel, den der alte Ferrari am liebsten gehört hat: Ingegnere.
Erst wenn zwei Metallstege der Persenning in entsprechen den Klauen des zusammengeklappten Verdecks stecken, wird dieses – wieder automatisch – nun weiter zusammengepreßt, bis dadurch die Persenning hinter den Sitzen gestrafft und festgeklemmt ist. Nun noch acht Druckknöpfe geschlossen, und die Sitze fahren automatisch in ihre Ausgangsposition zurück.”

Tönt kompliziert? War aber ein erheblicher Fortschritt gegenüber dem Vorgänger.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - das Verdeck liegt minimal auf, stört die Linie aber nicht
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - das Verdeck liegt minimal auf, stört die Linie aber nicht
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Auch sonst war beim Erscheinen des Spiders manuelles Arbeiten angesagt, etwa wenn es um das Wechseln der Gänge durch die offene Schaltkulisse ging, wozu natürlich auch die passende Beinarbeit nötig war. Darüber wollte sich damals aber kein Testfahrer beklagen, dabei stand die Schalttechnik aus der Formel 1 schon vor der Türe.

Schalten wie Schumi?

Es war im Sommer 1996, als Journalisten erstmals mit der automatisierten Schaltung, zu jener Zeit noch “Selespeed” genannt, im F355 Bekanntschaft machen durften. Zu jener Zeit versprachen die Ferrari-Technik eine Halbierung der Schaltzeit, also zwei bis drei anstatt fünf bis sechs Zehntelsekunden. Während der Vorzug, die Hände auch beim Hoch- und Runterschalten dank damals noch innovativer Wippen am Lenkrad lassen zu können, überzeugte, zeigte sich Schaltung zu jenem Zeitpunkt noch verbesserungswürdig.

Ab Oktober 1997 war die “sequentielle Schaltung aus der Formel 1” dann für den F355 lieferbar, ein Automatik- und ein Wintermodus sollten die neue Kraftübertragung, die das Fahrzeuggewicht  um keine zehn Kilogramm erhöhte, alltagstauglicher machen. Der fünfstellige Aufpreis war allerdings ein erheblicher Wermutstropfen, doch bereits im Mai 1998 wurde vermeldet, dass 70 Prozent der Ferrari-Käufer der F1-Schaltung den Vorzug gaben.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - F1-Bedienung für Rückwärtsgang, Automatik- und Wintermodus
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - F1-Bedienung für Rückwärtsgang, Automatik- und Wintermodus
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Die Automobil Revue führte Testfahrten mit einem F355 F1 durch und konnte eine Zeit von 5,2 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h dokumentieren. Das Werk versprach derweil 4,7 Sekunden und die AR erachtete diese Zeit bei einem besser eingefahrenen Exemplar und griffigerem Belag als durchaus realistisch. Der Verbrauch blieb mit 16,4 Litern pro 100 km im Rahmen.

Nicht ganz ein Jahrzehnt war also vergangen, bis das elektrohydraulische halbautomatische Getriebe von der Formel 1 in den Seriensportwagen gelangt war, in der Formel 1 hatte sich diese Technologie bereits als Standard etabliert. Und diese Nähe zum Rennsport verhalf dem System auch im F355 zum Durchbruch.

Fahren ohne Filter

Wer die Motorgeräuschkulisse ohne Filter geniessen will, der ist beim offenen Auto immer an der besten Adresse. Da macht der F355 Spider keinen Unterschied, egal ob als Handschalter oder mit F1-Box. Der V8-Motor röhrt hinter dem Nacken, die Auspuffanlage scheint einem fast ins Ohr zu blasen. Wunderbar. Nur, unauffällig geht kaum. Ein Ferrari fällt immer auf und selbst, wenn sich der Motor unterhalb von 3000 Umdrehungen einigermassen zurückhaltend zeigt, zweifelt niemand, dass er auch anders kann und möchte.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - eleganter Fahrerarbeitsplatz
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - eleganter Fahrerarbeitsplatz
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Das Fahren mit dem F355 F1 verlangt nach einer gewissen Angewöhnung. So lässt sich der Wagen nur starten, wenn sich das Getriebe in Neutralstellung befindet. Dazu müssen beide Schaltwippen gleichzeitig herangezogen werden. Parken und abschliessen lässt sich der Ferrari aber nur, wenn ein Gang drin ist. Hochgeschaltet wird mit der rechten, heruntergeschaltet mit der linken Wippe, die nicht mit dem Lenkrad mitdreht, weil man sonst bei drei Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag schnell einmal die Übersicht verlieren könnte.

Das Schalten selber bereitet keine Probleme und funktioniert besser, als es einen die F1-Gegner glauben lassen wollen. Wenn man ein wenig mitdenkt (z.B. kurz lupfen vor dem schalten) und manchmal, z.B. beim Wechseln der Fahrtrichtung, auch etwas geduldig ist, kommt man mit der modernen Schalttechnologie eigentlich gut zurecht und spätestens bei engen Kurvenfolgen und vielen Schaltvorgängen wird man den Komfort zu schätzen wissen.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - dank Servolenkung handlich zu fahren
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - dank Servolenkung handlich zu fahren
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

380 PS scheinen heutzutage nicht mehr viel zu sein, im F355 kommt nie ein Gefühl von Leistungsmangel auf. Auch heute ist dieser Ferrari noch ein schnelles Auto, als Cabriolet sowieso, denn darin lässt sich auch komfortabel cruisen. Mit dem Gaspedal hat man komplette Kontrolle über die Geräuschlandschaft, man freut sich über die gute Rundumsicht (bei offenem Verdeck) und das geschmackvoll gestaltete Interieur mit klassisch gezeichneten Instrumenten.

Weil man relativ weit innen sitzt, fühlt sich der Ferrari breiter an, als er es mit seinem 1,9 Metern eigentlich ist. Kompakt und handlich wie ein Lotus Elan ist er damit aber natürlich nicht, mit seiner gut abgestimmten Servolenkung und dem knackigen Fahrwerk macht er aber den Grössennachteil weitgehend wett.

Sogar über etwas Kofferraum verfügt der Spider (vorne), ein Fahrrad sollte man dort allerdings nicht verstauen wollen.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - die Motorhaube
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - die Motorhaube
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Dass der F355 damals als der beste Ferrari seiner Zeit angeschaut wurde, erschliesst sich einem schnell und am liebsten würde man den bequemen Arbeitsplatz gar nicht mehr verlassen. Und ja, Don Johnson würde es auch mit 71 Jahren noch locker in den gebrauchsfreundlichen Spider schaffen und immer noch gut darin aussehen …

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Besonders rar als F1

Nur 3717 F355 Spider (rund ein Drittel der 11’273 Fahrzeuge umfassenden F355-Produktion) wurden zwischen 1995 und 1999 gebaut. Davon wiederum verfügte über weniger als ein Drittel (1053) über die aufpreispflichtige F1-Box. Mit dem Spider F1 bewegt man also eine Rarität.

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - die Getriebeausführung wird auch am Heck bei der Typenbezeichnung angezeigt
Ferrari F355 F1 Spider (1999) - die Getriebeausführung wird auch am Heck bei der Typenbezeichnung angezeigt
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Trotz der überschaubaren Stückzahlen und der allgemein akzeptierten Qualitäten des F355 haben die Preise nie wirklich abgehoben. Tatsächlich kostet heute ein F355 Spider nur wenig mehr als ein Porsche 993 Cabriolet, dabei kostete jenes im Jahr 1997 glatt einen Drittel weniger. Vielleicht liegt es daran, dass der F355 den Ruf hat, ziemlich teuer im Unterhalt zu sein. Abstreiten lässt sich dies nicht, denn für den alle paar Jahre fälligen Zahnriemenwechsel muss beispielsweise der Motor raus und die Teilepreise sind bei Ferrari sowieso nicht ohne. Ein gut gewarteter Ferrari aber kompensiert diese "Nachteile" aber jederzeit, wenn man es sich leisten kann. Nur wenige offene Sportwagen schaffen diese Atmosphäre zwischen Gran Turismo und Rennsportgeräuschkulisse. Angesichts der verführerischen Form und den erzielbaren Fahrleistungen ist die Eintrittshürde schon fast gefährlich tief …

Abgelöst wurde der F355 übrigens 1999 vom F360, der deutlich länger und kurviger war und mit seinem Vorgänger nur wenig gemeinsam hat ausser der Antriebstechnik.

Wir danken der Oldtimer Galerie Toffen für die Gelegenheit, den späten Ferrari F355 F1 Spider von 1999 für eine Fotofahrt entführen zu dürfen.

Bilder zu diesem Artikel

Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - erlaubt eine gute Sitzposition
Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - längs eingebauter 3,5-Liter-Motor mit 380 PS
Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - aus dieser Perspektive sahen ihn wohl die meisten Verkehrsteilnehmer
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Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - der F355 war der letzte Achtzylinder-Ferrari mit Klappscheinwerfern
Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - so hätte er auch in Miami fahren können
Bild Ferrari F355 F1 Spider (1999) - als F1 nur knapp über 1000 Mal gebaut
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von ma******
03.08.2021 (11:36)
Antworten
War das in Miami Vice nicht ein offener Testatossa?
Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
03.08.2021 (11:43)
Favicon
nein, den offenen Testarossa gab's nur im Arcade-/Computerspiel Outrun. Crocket fuhr ein weisses Coupé.
Antwort von za******
03.08.2021 (12:51)
@ma
Nein, Crocket fuhr mit festem Dach auf den beiden weißen (ursprünglich schwarzen) testarossa "Monospecchio" (überwiegend Chassis #63631). Die fünf schwarzen "Daytona Spider" waren McBurnie-Nachbauten auf Corvette-Basis (wofür McBurnie von Ferrari erfolgreich verklagt wurde!). Dazu gesellte sich noch ein -aus Testarossa-Unfallteilen karossierter- De Tomaso Pantera für die Stunt-Szenen.
@Zwischengas Team
Nicht nur im "Outrun"-Arcadehit. Es gab sogar (mindestens einen, manche behaupten sogar bis zu 5?) "echten" Spider: den testarossa "Spider Agnelli", Chassis #62897:
ferrari.com/de-CH/magazine/articles/gianni-agnellis-testarossa-spider
Ferner die 12 bekannten Umbauten von Stramann, die "testarossa Straman Spider Conversion", über die sie ja hier
zwischengas.com/de/blog/2021/01/06/Umgebaute-Klassiker-sind-nicht-mehr-wert.html
auch schon kürzlich berichtet haben.
von ab******
31.07.2021 (19:51)
Antworten
Auch in "Nur noch 60 Sekunden" (Originaltitel: Gone in 60 Seconds) fährt ein 355 Spider:

https://www.youtube.com/watch?v=sjbK9qSU-20
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