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Bild (1/1): Ferrari 328 GTS (1988) - weiss waren nur wenige dieser Autos (© Daniel Reinhard, 2017)
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Targa, 270 PS, 3185 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
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    Ferrari 328 GTS - offener Verführer in Weiss

    1. März 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (36)
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    Ein Ferrari war in den Achtzigerjahren rot, nur in seltenen Fällen weiss. Trotz Sonny Crocket im hellen (von Schwarz umgespritzten) Testarossa wollten die Sportwagenkäufer in Maranello kaum  je einen weissen Sportwagen bestellen. Ein Kunde tat es doch, das Ergebnis überzeugt noch heute. Es handelt sich um einen Ferrari 328 GTS von 1988, entgiftet mit einem Katalysator, um den damals immer strengeren Umweltgesetzen gerecht zu werden. Zurecht trug er daher sein weisses Kleid. Und die “Farbe” schmeichelt dem von Pininfarina sorgfältig der Zeit angepassten Design.

    Ferrari 328 GTS (1988) - Front- und Heckgestaltung waren gegenüber dem Vorgänger angepasst worden
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    14 Jahre

    Rund 14 Jahre überdauerte die Form, die 1975 in Paris mit dem 308 GTB dem Publikum erstmals gezeigt wurde. Die ersten zehn Jahre wurde kaum etwas am Design geändert, wenn man einmal von der Einführung der Targa-Variante 308 GTS absieht, doch zur IAA 1985 konnte ein sichtlich verjüngter Ferrari 328 GTB/GTS präsentiert werden.

    Gekonntes Facelift

    Generell wurde die behutsame Erneuerung des 308 in der Presse gelobt. Die Automobil Revue schrieb damals:

    “Der seit zehn Jahren produzierte GTB und auch der zwei Jahre jüngere GTS erfahren einige markante Detailänderungen. Ins Auge stechen die mächtigeren, in der Wagenfarbe lackierten Stossfänger, die vorn die Positions- und Blinkleuchten und hinten die Nebelrückleuchten und Auspuffendstücke beherbergen. Geänderte 5-Stern-Räder und etwas breitere Spurweiten kennzeichnen den 328 ebenso wie das überarbeitete Interieur. Im Mittelteil des Armaturenbrettes wurden die sekundären Anzeigeinstrumente sowie das Radio/Tonbandgerät in einem Geviert zusammengefasst. Eine zusätzliche Kartentasche links neben dem Instrumentarium gehört ebenso zu den Neuerungen wie die neugestalteten und zusammengefassten Tastaturen für Fensterheber, Rückspiegel und Türverriegelung. Die Handbremse wurde von der Mittelkonsole links neben den Sitz versetzt.”

    Ferrari 328 GTS (1986) - Hubraum von 3,0 auf 3,2 Liter vergrössert, optische Anpassungen, noch kein Katalysator erhältlich - Genfer Autosalon 1986
    © Archiv Automobil Revue

    Wer den Vorgänger kannte, dem fielen zudem die rot gezeichneten Instrumente und die neumodischen Schalter auf der Mittelkonsole auf.
    Ein Vorteil der Modifikationen war auch, dass die amerikanischen Versionen nun nicht mehr durch ihre krass vorstehenden Stossstangen auffielen, sondern dass den dortigen Vorschriften vor allem unter dem Blech (und Kunststoff) Genüge getan wurde. Es blieb allerdings ein deutlicher Gewichtsunterschied zwischen den US- und Europa-Ausführungen.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Neuerungen unter der Haube

    Unter der hinten angeordneten Motorhaube tat sich fast mehr als äusserlich. Der Hubraum des V8-Vierventilers wurde durch Vergrösserung von Bohrung und Hub um 2 bzw. 2,6 mm auf 83 x 73,6 mm erweitert und umfasste nun 3185 cm3. Gleichzeitig wurde das Verdichtungsverhältnis wurde von 8,8:1 auf 9,6:1 angehoben, die Kolben neu geformt und eine bessere Magneti Marelli Microplex Zündanlage installiert, was zusammen eine Leistungserhöhung von 240 auf 270 PS ermöglichte.

    Ferrari 328 GTB (1986) - der eingespritzte Achtzylindermotor
    © Zwischengas Archiv

    Die Änderungen bewirkten allerdings nicht nur eine Leistungserhöhung sondern auch eine Verbesserung der Zuverlässigkeit, gilt doch der 328 als besonders zuverlässiger Vertreter der Quermotor-Achtzylinder-Baureihe.

    Begeisterung bei der Presse

    Die Testfahrer zeigten sich ob der Änderungen zumeist erfreut. Gert Hack fuhr den offenen 328 GTS 1985 für die Zeitschrift Auto Motor und Sport und war sichtlich positiv angetan. Nicht nur liess sich der Ferrari bei gefühlvollem Umfang mit dem Gaspedal nun auch mit knapp über 11 Litern pro 100 km fahren, er zeigte sich auch in den Fahrleistungen seinem Vorgänger überlegen. 5,8 Sekunden stoppte Hack für den Sprint von 0 bis 100 km/h, als Höchstgeschwindigkeit ermittelte er 267 km/h, womit sich ein 911 Carrera und selbst ein 911 Turbo auf der Autobahn distanzieren liess. Dass Hack bei den Nachteilen ein lautes Innengeräusch, unpraktische Bedienungselemente und einen unbequemen Einstieg nannte, dürfte die Fans der Marke kaum gestört haben. Wichtiger war ihnen sicherlich die ausgeprägte Handlichkeit und die hohe Motorelastizität, oder überhaupt die deutlich verbesserte Fahrbarkeit.

    Ferrari 328 GTB (1987) - der Dachspoiler kostete Aufpreis
    © Zwischengas Archiv

    “Akzeptabler Federungskomfort und eine gut kontrollierbare Überseuerneigung im Grenzbereich sind die wesentlichen Attribute. Die leichtgängige und präzise Lenkung und das geringe Trägheitsmoment des Mittelmotor-Sportwagens führen zu einer ausgeprägten Handlichkeit und steigern das aktive Fahrerlebnis. Fahrerische Reife und überdurchschnittliches Fahrkönnen sind dennoch gefordert, will man die Möglichkeiten des 328 voll ausschöpfen”, fasste Hack zusammen. 

    Dass man für die Klimaanlage DM 3630 und für den Dachspoiler DM 700 zum Grundpreis von DM 112’300 dazuzahlen musste, war man sich damals bei Ferrari gewohnt. Dafür war der Aufpreis für die metallisierte Farbe mit DM 1470 schon fast moderat.

    Kleine Verbesserungen und Besonderheiten

    Bis Oktober 1988 wurden die Modelle 328 GTB/GTS gebaut, das Coupé kauften sich 1344 Fans, die offene Variante 6068. Während der Bauzeit wurden immer wieder Details geändert, so etwa der Türöffner aussen oder die Türinnengriffe, weil Neulinge bei der ursprünglichen Gestaltung den inneren Türöffner nicht finden konnten.

    Ferrari 328 GTS (1988) - Katalysatorversion
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Unter dem Blech gab es eine erstaunliche Variantenvielfalt, so wurden alleine drei verschiedene Versionen des hinteren Heckabschlusses gefertigt, weil sich die Ausführungen für die USA, Europa und die Schweiz (!) unterschieden. Überhaupt fuhr man für die Schweiz (und Schweden?) ein Extrazüglein. Um den strengeren Abgas- und Lärmnormen zu genügen, wurden früher als in anderen Ländern Katalysatorversionen mit 255 PS ausgeliefert, die unter dem Blech eine Mischung aus amerikanischen und europäischen Konfigurationselementen aufwiesen. So war die Schweizer Version also nicht nur etwas schwächer, sondern auch schwerer als die europäische Variante. Die Kunden dürften den Unterschied kaum gemerkt haben.

    Handlich und handzahm

    Beim Fahrversuch ist man überrascht, dass ohne Servo eine derartig leichtgängige und exakte Lenkung möglich war und dies trotz der 16-Zoll-Räder, die vorne 205/55 VR 16 und hinten 225/50 VR 16 Reifen trugen. Überhaupt benimmt sich der inzwischen fast zum Oldtimer gereifte Ferrari ausserordentlich gesittet. Wer schon das Vergnügen hatte, im frühen Kunststoff-308 GTB zu fahren oder eine späteren 308 GTS mit Vergasern zu pilotieren, der kann über die gleichmässige Beschleunigungsleistung des Motors nur staunen. Selbst akustisch gibt sich Katalysator-Ausführung sehr zurückhaltend. Fast ist man ein wenig enttäuscht, erfreuten doch gerade die Vergaser-Ausführungen durch aggressive Lautäusserungen und eine gekonnte Kakophonie von Ansaug-, Auspuff- und Mechanik-Geräuschen.

    Ferrari 328 GTS (1988) - Blick ins Cockpit, gegenüber 308 gab es einige Änderungen
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Im Innern vermisst man die schönen Kippschalter der früheren Versionen und die Verschiebung der Handbremse zur Aussenseite überzeugt genauso wenig wie die Ergonomie der Bedienelemente auf der Mittelkonsole. Aber wen stören solche Dinge schon, wenn die Dachluke abgehoben wird, die Sonne ins Cockpit scheint und der Wind um den Nacken fächelt? Fahrerisch kann der 328 GTS auch heute noch komplett überzeugen. Er lenkt spontan ein, beschleunigt vehement und bremst sicher. Das Schalten der Gänge durch die offene Kulisse ist ein echtes Vergnügen und die Rundumsicht ist besser als bei vielen anderen Mittelmotorsportwagen.

    Ferrari 328 GTS (1988) - über 250 km/h schnell
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Man kann gut verstehen, dass der 328 GTS oftmals im Alltag eingesetzt wurde, denn dank seiner immer noch kompakten Ausmasse und eines genügend grossen Kofferraums macht der Wagen auch in der Stadt oder im Parkhaus des Einkaufszentrums eine gute Falle. Doch so richtig wohlfühlen tut sich ein Ferrari 328 GTS natürlich auf einer gewundenen Küstenstrasse.

    Abgelöst wurde der 328 durch den 348, der den Motor nicht mehr quer, sondern längs eingebaut hatte. Damit wurde die Innenlänge deutlich reduziert, weshalb die Targa-Variante 348 ts für Langbeiner bei verstautem Dach hinter den Sitzen deutlich unbequemer ist als der 328 GTS. Damit war der Ferrari 328 auch der letzte seiner Art, etwas was sich vielleicht mittel- bis langfristig auch der Wertentwicklung niederschlagen könnte.

    Ferrari 328 GTS (1988) - das Targadach lässt sich mit wenigen Handgriffen entfernen und montieren
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Wir danken der Touring Garage in Oberweningen, die uns den Ferrari 328 GTS von 1988 zur Fotofahrt zur Verfügung stellte.

    Vergleich technische Daten Ferrari 308-328

      Ferrari 308 GTB Ferrari 308 GTS Ferrari 308 GTS QV Ferrari 328 GTS Ferrari 328 GTS
    Jahr 1975 1980 1984 1986 1988
    Ausführung Europa Europa Europa Europa CH
    Hubraum 2926 2926 2926 3185 3185
    Leistung PS 255 255 240 270 255
    bei U/min 7000 7000 7000 7000 6750
    max. Drehmoment nM 285 285 259.9 304 270
    bei U/min 5000 5000 5000 5500 5500
    Katalysator nein nein nein nein ja
    Länge mm 4230 4230 4230 4255 4255
    Breite mm 1720 1720 1720 1730 1730
    Höhe mm 1120 1120 1120 1128 1128
    Gewicht leer kg 1090   1275 1273 1395
    Gewicht vollgetankt kg 1320 1380 1323 1281  
    0 - 100 km/h in s 6.5 6.5   5.8  
    Vmax Km/h 255.3 253.5   267  
    Verbrauch l/100 km 20.2 18.4   15.5  
    Preis DM 59773.5 75950 102300 112300  
    Preis CHF 65300 59200 79500 107500 112000

     

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    Ferrari Mondial 3.2 (1985-1989)
    Coupé, 217 PS, 3185 cm3