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Bild (1/1): Peel P50 (1964) - regt zum Lachen an (© Grey Keysar - Courtesy RM/Sotheby's, 2015)
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    Eine bessere Welt mit dem Peel P50

    16. Februar 2016
    Text:
    Martina Mäder
    Fotos:
    Grey Keysar - Courtesy RM/Sotheby's 
    (13)
    Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions 2012 
    (2)
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    Schon in den Sechzigerjahren machten sich die Menschen auf der britischen Insel Isle of Man Gedanken über den rasanten Anstieg des Verkehrs in den grossen Städten. 1962 fand dann die Peel Engineering Company die Lösung - den Peel P50. Der fahrende Meter Fiberglas auf drei Rädern, gilt bis heute als das kleinste in Serie gegangene Fahrzeug der Welt und bewies bei einem 15-Meilen-Test, dass er auch mit wenig Pferdstärken 30 Minuten weniger brauchte als eine Limousine zu dieser Zeit. Doch die Wendigkeit hatte auch seinen Preis und so wurden viele potentielle Kunden von den zahlreichen Kompromissen abgeschreckt. 

    Peel P 50 (1962) - federleicht - kann mit einer Hand in die Parklücke gehieft werden
    © Archiv Automobil Revue

    Peel Engineering Company

    Die Isle of Man ist bekannt für die Motorradrennen TT, das dort in den 60er Jahren auch ein sehr aussergewöhnliches Stück Automobil-Geschichte geschrieben wurden, hat sie der Peel Engineering Company zu verdanken. Die Firma hatte sich auf GFK-Karosserien für Motorräder spezialisiert, baute aber bereits im Jahr 1955 das erste Miniauto, den Peel Manxcar.

    Wirklich grosses Aufsehen erregten dann aber die Designer Cyril Cannes und Henry Kissack, als sie bei der Earls Court Motorcycle Show 1962 in London ein winziger Einsitzer auf drei Rädern präsentierten. Der Peel P50 ging als kleinstes Serienauto in die Geschichte ein, trotzdem blieb der Riesenerfolg aus. Bereits 1967 stellte das Unternehmen die Produktion ein und konzentrierte sich von da an wieder auf die Herstellung von Motorrad-Karosserien und begann zudem mit dem Bau von Fiberglas-Booten.

    Top-Gear macht’s vor

    In den Medien fand der Winzling P50 der neben dem alten Fiat 500 wie ein Gigant wirkt von Anfang an grosse Aufmerksamkeit und schaffte es 2010 sogar ins “Ginnessbuch der Rekorde”. Ein weiterer Höhepunkt war sicher auch die TopGear-Folge in der sich Jeremy Clarkson in einen Peel P50 reinfaltete und ihn dann gleich für die Fahrt zur Arbeit nutzte.

    Bei den BBC Büros angekommen braucht er sich keine Gedanken um eine freie Parklücke machen, denn der P50 passt problemlos auch durch den Eingang und in den Fahrstuhl. Im Büro angekommen parkiert er praktischerweise direkt neben seinem Schreibtisch.

    Und auch als er später zum Meeting muss benutzte er den Peel für die Strecke durch das Bürogebäude und bestätigt somit den Werbeslogan von damals: “Fast günstiger als zu Fuss.”

    Aber eben nur fast, denn bereits nach der Fahrt im Fahrstuhl zeigen sich die ersten Nachteile des Peel P50. Auf den Rückwärtsgang hatte man nämlich komplett verzichtet und so benötigt Clarkson erst mal einen Mittarbeiter, der ihn rückwärts wieder herauszieht.

    Und auch wenn sich das alles noch sehr amüsant anhört eine Fahrt mit dem Peel ist eigentlich schon fast eine Zumutung. Denn der P50 ist technisch absolut einfach gestrickt, er ist extrem unsicher, eng, heiss und auch laut. Bis heute gilt er als eines der skurrilsten Autos der Welt, trotzdem soll die Fahrt in ihm ein einmaliges Erlebnis sein.

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    Einmaliges Erlebnis, doch zu welchem Preis

    Denn das kleinste Auto der Welt ist gerade einmal 1,35 Meter lang und 99 Zentimeter breit und 60 Kilogramm schwer. Angetrieben wird der Zwerg von einem rund vier PS starker Zweitakt-Einzylinder von DKW mit nur 50 Kubikzentimeter Hubraum, kombiniert mit einer Drei-Gang-Schaltung. Immerhin über 50 km/h schnell soll der P50 damit werden.

    Peel P50 (1964) - so hoch wie lang
    © Copyright / Fotograf: Grey Keysar - Courtesy RM/Sotheby's

    Das Rückwärtsfahren erlaubt das schlichte Dreigang-Getriebe allerdings nicht. Stattdessen hat der P50 einen Griff am Heck, an dem der Fahrer sein Auto anheben und rückwärts in die Parklücke ziehen kann. In Verbindung mit einer Breite von nur gut einem Meter kann so auch die kleinste Parklücke genutzt werden, Rangierkünste sind dabei nicht gefragt. Dafür aber um so mehr während der Fahrt, denn das Auto mit dem hohen Schwerpunkt droht bei jeder zu schnell gefahrenen Kurve auf die Seite zu kippen.

    Peel P50 (1964) - eine Türe reicht
    © Copyright / Fotograf: Grey Keysar - Courtesy RM/Sotheby's

    Für die Strecke zur Arbeit oder dem drei Strassenblocks entfernten Supermarkt reicht dies aber alle Male. Der rund 1000 Meter weite Weg ist aber auch bereits wieder so ziemlich die maximale Entfernung, die man im P50 zurücklegen kann, ohne grösser Schäden davon zu tragen. Weil der DKW-Motor befindet sich direkt unmittelbar neben dem Fahrer, was extrem viel Lärm und sehr hohe Temperaturen in der Kunststoffkarosse erzeugt.

    Der “grosse” Bruder

    Im Jahr 1965 kam zum Ein-Mann-Auto die zweisitzige Variante dazu, der Peel Trident. Er war rund 90 Kilogram schwer und einen knappen halben Meter länger als der P50. Über die Köpfe der Insassen konnte man eine Glaskuppel senken, die an eine Käseglocke erinnerte.

    Peel Trident (1966) - angeboten an der Versteigerung des Bruce Weiner Microcar Museums durch RM Auction am 15. und 16. Februar 2013
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions 2012

    Ansonsten kam der Trident aber mit der gleichen Technik aus wie der P50: Ein Motor, drei Räder, drei Vorwärtsgänge und kein Rückwärtsgang. Fertig! Der Trident wurde etwa 80 Mal gebaut und ist damit nicht ganz so exklusiv wie sein einsitziger kleiner Bruder.

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    Grosse Preise für einen kleinen Wagen

    Bei der Herstellung wurden der Peel P50 und auch der Trident nur auf das Wesentlichste reduziert und waren dementsprechend auch besonders günstig zu erwerben. Rund 199 britische Pfund mussten in den 60er Jahren bezahlt werden, damals also immerhin rund 2400 Franken oder 2200 DM. Für ein gutes Motorrad mussten in jenen Jahren - zumindest in Grossbritannien - sogar einige Pfund mehr bezahlt werden.

    Peel P 50 (1964) - angeboten an der Versteigerung des Bruce Weiner Microcar Museums durch RM Auction am 15. und 16. Februar 2013
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions 2012

    Heute ist das allerdings ganz anders. Von den rund 120 Peels haben nämlich nur rund 30 Fahrzeuge überlebt, dementsprechend hoch sind auch die Sammel- und Liebhaber-Preise die heute im sechsstelligen Bereich liegen sollen, unglaublich! Und doch Tatsache, denn an der Versteigerung des Microcar Museums von Bruce Weiner zahlte ein Käufer 120’750 amerikanische Dollars für einen P50, das Dreifache des Schätzwertes.

    Der Peel P50 lebt

    Doch auch wer sich zu diesen Preisen keinen originalen Peel kaufen kann oder will, muss nicht auf ein eigenes kleinstes Serienauto verzichten. Denn zwei britische Unternehmen haben sich die Markenrechte gesichert und lassen nun in London den kleinen Peel neu aufleben. Die Firma will damit jedem die Chance geben, ein Weltrekord-Fahrzeug-Besitzer zu werden.

    Dabei blieben die Fiberglas-Karosserie und das Design auch im neuen Jahrtausend unverändert. Der P50 wuchs allerdings um drei Zentimeter in der Länge und um fünf Zentimeter in der Breite. Zudem bekamen beide Modelle ordentliche Scheinwerfer und Blinker spendiert, sowie einen moderne Motoren, einen Rückwärtsgang und neue Bremssysteme verpasst. Beim Antrieb wurde kräftig modernisiert und so wurde der frühere Motor durch einen Zweizylindermotor mit Viertakter mit 49 Kubikzentimetern Hubraum und vier PS ausgetauscht.

    Zusätzlich bietet Peel Engineering die neuen Peel nun ganz exklusiv auch mit einem vier PS Elektromotor an, der auf bis zu 50 km/h beschleunigen kann. Die Reichweite von etwas mehr als 20 Kilometer ist allerdings alles andere als rekordverdächtig.

    Schnäppchen?! Im Vergleich zu den Liebhaberpreise die heute für eines der wenigen übrig geblieben Originals bezahlt werden müssen sind die Neuauflagen für rund 15’000 Franken ein echtes Schnäppchen. Dazu kommt natürlich noch, dass man sich die Parktickets auch heute noch komplett sparen kann. Denn der Peel P50 dient nicht nur als Einkaufswagen im Supermarkt, nach der Fahrt zur Arbeit parkiert Mann ihn ganz bequem und kostenlos neben dem Schreibtisch.

    Lösung der Verkehrsprobleme von heute und morgen?

    Mit 99 cm Breite und 135 cm Länge hätte der Peel P50 eine deutlich bessere Ausnutzung der Strassen zugelassen. Auf Strassen mit zwei Spuren hätte man auch vier Spuren einrichten können, auf einem Parkfeld hätte mindestens drei bis vier Peel Platz gefunden. Damit wären auf einen Schlag alle Staus beseitigt worden, zumal die globale Peel-Flotte alle mit ungefähr derselben langsamen Geschwindigkeit unterwegs gewesen wäre. Das hätte lustig ausgesehen und vielleicht die Welt gerettet.

    Peel P50 (1964) - zwei Räder vorne, eines hinten
    © Copyright / Fotograf: Grey Keysar - Courtesy RM/Sotheby's

    Doch mit insgesamt 120 produzierten Fahrzeugen liess sich dies natürlich nicht realisieren und die Leute griffen in den Sechzigerjahren dann halt doch lieber zu komfortableren, sportlicheren und grösseren Fahrzeugen. Wer hätte es ihnen verdenken können ...

    Der in diesem Bericht portraitierte Peel P50 stammt aus dem Jahr 1964 und wird von RM/Sotheby’s am 12. März 2016 (ohne Mindestpreis, no reserve) versteigert.

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