Ein früher Aston Martin DB 4 mit unerwartetem Ende

Erstellt am 28. Juni 2013
, Leselänge 3min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Bruno von Rotz 
26
Aston Martin 
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Archiv Aston Martin Heritage 
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Der Aston Martin DB 4 zählt zu den schönsten und begehrenswertesten Autos der Nachrkiegszeit. Vorgestellt wurde er am 2. Oktober 1958 am Pariser Automobilsalon. In der Schweiz ist ein ganz besonderer DB 4 aufgetaucht, dessen Heckgestaltung von der Serie abweicht.


Aston Martin DB 4 (1959) - Das Heck weist eine eigenständige Gestaltung auf
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Italienische Formgebung

Frederico Formenti zeichnete verantwortlich für die elegante Formgebung des DB 4. Das Aluminiumkleid wurde nach der Superleggera-Bauweise über ein Gerippe aus Alluminiumrohren gezogen.


Aston Martin DB 4 (1960) - Leichtgewichtige Superleggera-Konstruktion
Archiv Automobil Revue

Ein Schweizer mit Eigenheiten

Im Jahr 1959 verliess ein Linkslenker mit Chassis-Nummer 186/L die Fabrik in Feltham, um an einen Schweizer Kunden ausgeliefert zu werden. Er unterschied sich nur durch das zusätzlich installierte Sperrdifferential von seinen Brüdern.


Aston Martin DB 4 (1960) - unverschnörkelte Linienführung - Form follows Function
Archiv Automobil Revue
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Das ungewöhnliche Heck

Im Laufe der Geschichte des Wagens, der noch keine 60’000 km zurückgelegt hat bis heute, aber wurde der Heckbereich gründlich umgestaltet. Kein anderer DB 4 sieht so aus und die meisten Betrachter zeigen sich skeptisch, ob dem Wagen mit dem veränderten Heckabschluss wirklich ein guter Dienst erwiesen wurde. Etwas besonderes aber ist es auf jeden Fall.


Aston Martin DB 4 (1959) - wo und wann wurde dieses Heck ummodelliert?
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Das Design, das handwerklich solide umgesetzt wurde, erinnert ein wenig an den Heckabschluss des Touring-DBS-C-Prototyps von 1966, das den DBS hätte vorwegnehmen sollen, dem Aston-Martin-Besitzer David Brown aber nicht gefiel.


Aston Martin DBS C Touring (1965) - Heckansicht der modernen Touring-Schöpfung
Archiv Automobil Revue

Viel Patina

Heute zeigt sich das Serie-1-Coupé, nur gerade 150 Exemplare wurden bis 1960 produziert, in gesundem Zustand, das originale Leder  - das gesamte Interieur wäre für manchen Restaurierer eine willkommene Inspiration - ist hervorragend erhalten, an vielen Stellen erzählen Kleber und Plaketten von einem geschäftigen Leben, Werkzeug und Ausrüstung sind vollständig vorhanden.

Nur der Lack, der vermutlich in den Siebzigerjahren einmal ersetzt wurde, zeigt Spuren der Nutzung. Der letzte Besitzer hatte den Wagen 1975 gekauft und seither regelmässig, wenn auch mit immer geringeren Jahresfahrleistungen, genutzt, so dass sich der GT technisch gesund zeigt.


Aston Martin DB 4 (1959) - serienmässiges und original erhaltenes Interierieur
Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Wer weiss etwas?

Der neue Besitzer hat sich daran gemacht, die Geschichte dieses aussergewöhnlichen Fahrzeugs zu erforschen. Wer kennt den Wagen von früher? Wer weiss, wo und wann die Heck-Umgestaltung durchgeführt wurde?

Sachdienliche Hinweise können über das Kontaktformular auf Zwischengas mitgeteilt werden und werden an den Besitzer weitergeleitet.

Wer den Wagen einmal in Natura beoachten möchte, erhält vom 5. bis 7. Juli 2013 anlässlich der Lignières Historique 2013 dazu Gelegenheit.

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von ka******
07.01.2014 (14:18)
Antworten
PS: Eventuell sollte sich dieses Design auch an den späteren DB6 anlehnen. Wenn es so sein sollte kannst Du von Glück reden des nur am Heck VW Leuchten zu Einsatz kamen. Stell dir mal die Bug-Front-Lampen an der Font vor. Die wären auch so in Style vom DB6, Juppieieeey
von ka******
07.01.2014 (14:03)
Antworten
Ciao a tutti
Die Rückleuchten, wahrscheinlich Hella BRD, sehen nach Karmann Giha 1961-1969 aus. Das heisst, der Umbau, sofern es sich um die Erst-Umbau-Rücklichter handelt, ab 1961 vorgenommen wurde. In dem Fall würde es sich nicht um eine Werksaulieferung handeln. Die Tatsache das es sich um VW-Rücklichter handeln könnte, spricht schon von eher einem eher pragmatischen Designer, was wiederum zum breiten 70er Heckdesign (sich NICHT nach hinten verjüngend) passt. Es kann also gut sein das es sich um eine spätere 60er Jahre Crash-Reparatur handelt die in einer AMAG-Vertretung erstellt wurde &%*"+. Ein versierter Carrosserier wäre bestimmt mit feineren Leuchten von Scintilla oder Lucas und einem dezenteren Heckdesign (ala Vorbild aller Schweizer, Hermann Graber) zu Wege gegangen. Schlussendlich ist dieser DB4 aber ein stück Geschichte und das kann getrost so bleiben. Salve
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