Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
HERO 1000 Mile Trial
Bild (1/15): Fiat Panda 45 (1983) - asymmetrische Front ist gefällig (© Bruno von Rotz, 1983)
Fotogalerie: Nur 15 von total 40 Fotos!
25 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Originaldokumente / Faksimile

Markenseiten

Alles über Fiat

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Fiat Panda (1980-1985)
Limousine, dreitürig, 30 PS, 652 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Fiat Panda 45 (1980-1985)
Limousine, dreitürig, 45 PS, 965 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Fiat Panda 750 (1986-1992)
Limousine, dreitürig, 34 PS, 764 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Fiat Panda 4x4 (1983-1985)
Limousine, dreitürig, 49 PS, 965 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Fiat Panda 34 (1981-1986)
Limousine, dreitürig, 34 PS, 843 cm3
 
Fribourg2020
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Der erste Fiat Panda - die tolle Kiste

    Erstellt am 19. März 2011
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Fiat Group / Werk 
    (11)
    Chrysler-Fiat Group 
    (8)
    Bruno von Rotz 
    (6)
    Archiv 
    (15)
     
    40 Fotogalerie
    Sie sehen 15 von 40 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    25 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Die tolle Kiste”, so nannten die deutschen Marketing-Spezialisten den Fiat Panda. Und sie lagen der Wahrheit damit wohl näher, als die Fiat-Manager, die den Kompakt-Wagen, in Abkehr von der bisherigen rein auf Zahlen bezogenen Namensgebung, nach einer Bärenart benannten. Das Aussehen des Autos erinnerte schliesslich eindeutig an eine Schachtel oder eben Kiste.

    Fiat Panda 45 (1982) - die Werbung schlägt Kapital aus dem günstigen Preis und dem tiefen Gewicht
    © Zwischengas Archiv

    Höchstmass an Innenraum bei minimalsten Aussenmassen

    Dies war aber durchaus gewollt, denn das Pflichtenheft, das der Designer Giugiaro 1976 erhalten hatte, las sich wohl beinahe wie die Quadratur des Kreises und war durch die Nachwirkungen der Energiekrise und die generell unsicheren Zeiten geprägt: Der Wagen sollte wirtschaftlich preisgünstig zu produzieren sein, ein Höchstmass an Innenraum bei minimalsten Ausmassen und geringem Gewicht aufweisen und über eine Heckklappe und einen vielfältig wandelbares Interieur verfügen. Und das Resultat verdient volle Punkte. Die Grundfläche des Ur-Pandas, gebaut von 1980 bis 2003 (!), beträgt nur 4.9 Quadratmeter, das ist 1.3 Quadratmeter oder 21% weniger als ein moderner Mini. Ein Ur-Mini und ein Smart sind kleiner, aber die schaffen es auch nicht, vier Erwachsene einigermassen kommod von A nach B zu bringen. Und diese Fähigkeit hatte der Fiat Panda und sogar das effizient gepackte Reisegut konnte im 272 Liter grossen Kofferraum mitreisen.

    Wandelbares und praktisches Interieur

    Das Interieur des Ur-Pandas liess unterschiedlichste Konfigurationen zu, vom Lieferwagen mit 1088 Liter Stauraum bis zur fast vollständig flachen und raumfüllenden Liegelandschaft. Dass die Sitze eher wie Gartenstühle und die Sitzbank hinten wie eine Hängematte aussahen, tat dem Komfort keinen Abbruch.

    Fiat Panda 45 (1981) - geräumiges Interieur mit liegestuhlartigen Sitzen
    © Zwischengas Archiv

    Alles war auf “praktisch” ausgerichtet, auch die durchhängende Ablagenfläche unter der Frontscheibe.

    Kein Design-Meilenstein

    Ein auf maximale Raumausnützung und günstige Produktion optimiertes Fahrzeug wird wohl nur selten schön sein, die planen Blech- und Glasflächen beim Panda prägten die bereits erwähnte Schachtel-Ähnlichkeit. Interessant an den ersten Pandas war die asymmetrische Front und die hochgezogenen Kunststoff-Seitenflanken aus Glasurit. Diese tendierten allerdings dazu, über die Zeit immer heller und fleckiger zu werden, was das Auto noch unansehnlicher zu machen drohte.

    Fast eine Cabrio-Limousine

    Im Jahre 1981 ergänzte Fiat die Zubehörliste des Pandas mit einem doppelten Rolldach, das die Sonne ins Innere liess, wenn man mal die Öffnungsprozedur - selbstverständlich vollständig manuell - hinter sich gebracht hatte. Mit dieser Offenheit, die nur durch einen schmalen Steg und den aufgerollten Plastikdächern unterbrochen wurde, konnte man sich im Panda schon fast wie in einer Cabrio-Limousine fühlen. Der Aufpreis war gering, in Deutschland wurden rund 300 DM für das Rolldach verlangt.

    Ein bisschen Temperament

    Natürlich konnte man von einem 903 cm3 grossen und 45 PS starken Motor  - die 30 PS starke Zweizylinder-Version spielte in den deutschsprachigen Märkten keine Rolle - nicht sportwagen-artige Fahrleistungen erwarten, aber dank des geringen Gewichtes war das Mitschwimmen im Verkehr kein Problem. Den Sprint von 0 auf 100 km erledigte ein früher Frontantrieb-Panda in rund 18 Sekunden, der Dauertestwagen von Auto Motor und Sport schaffte den Sprint sogar in nur 16.5 Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit war bei gut 140 km/h Feierabend, genug für die zu Beginn der 80-er-Jahre limitierten Autobahnen der meisten Länder. Das Getriebe liess sich mit dem gummi-ummantelten Mittelschalthebel passabel schalten, die Zahnstangenlenkung war mit 3 1/2 Umdrehungen genügend direkt, die Bremsanlage (vorne Scheiben-, hinten Trommelbremsen) war dem Temperament jederzeit gewachsen. Das Fahrwerk und dessen Abstimmung waren auf Sicherheit getrimmt, Untersteuern und geringe Lastwechselreaktionen waren das Resultat.

    Ökonomie lässt Tankwart erblassen

    Der Fiat Panda wog rund 700 kg und schaffte mit seinem 45-PS-Motor Durchschnittsverbräuche um 7 Liter, 8 Liter waren nur bei fast ständigem Vollgaseinsatz machbar, 6 Liter bei vorsichtiger Fahrweise möglich. Die Zeitschrift Auto Motor und Sport kam in ihrem Dauertest über 50’000 km auf 7.5 Liter pro 100 km, andere schafften aber auch 6.8 Liter pro 100 km über viele Tausend Kilometer. Dies waren trotz der kompromissbehafteten Aerodynamik und älterer Motorkonstruktion hervorragende Werte, weshalb deutsche Werber einen Tankwart sagen liessen, dass er zum ersten Mal in 20 Jahren ein Auto fürchten müsse. Es kam dazu, dass der Tank mit 35 Litern die Rechnung beim Tanken immer tief hielt. 

    Die Ökonomie setzte sich aber auch beim Unterhalt fort. Fiat hatte zum Beispiel die Bremsanlage so konzipiert, dass die hinteren Räder früher zu bremsen begannen, womit die Bremsbeläge des Autos rund 10% länger halten sollten. Auch die Wartung des anspruchslosen Motors riss keine grossen Löcher in die Taschen der Besitzer, wie der 50’000-km-Langstreckentest von Auto Motor und Sport im Jahre 1981 enthüllte. Es waren eher kleine Defekte und Probleme, die Freude an dem Auto etwas trübten, insgesamt wurde der Panda aber als “weitgehend problemloses Alltagsmobil” beschrieben und das Auto das Blechkleid wies nach dem Dauertest keine nennenswerte Rostschäden auf.

    Der ökonomisch denkende Mensch freute sich aber bereits bei der Anschaffung: CHF 8’490.- oder DM 9’390.- kostete ein weitgehend vollständig ausgestatteter Panda 45 bei der Markteinführung, das war ein Wort!

    Fiat Panda 45 (1981) - erstaunlich viel Stauraum - Abbildung aus dem Verkaufsprospekt von 1981
    © Zwischengas Archiv

    23 Jahre Evolution

    Der kleine Fiat wurde während seiner über zwanzigjährigen Bauzeit stetig weiterentwickelt. Der aus dem Fiat 127 stammende Vierzylinder-Motor wurde durch moderne Fire-Aggregate ersetzt, die Vergaser wurden elektronisch gesteuert und später durch eine Einspritzung ersetzt, das Design wurde mehrmals überarbeitet, der unkonventionelle und in Wagenfarbe gehaltene Kühlergrill musste schon 1983 einem konventionelleren schwarz gerippten Modell weichen, vorbei war es mit der Individualität. Sogar ein 4x4-Modell mit Steyr-Puch-Antriebstechnologie gab’s und machte den Panda zum Kraxler.

    Man kennt sich

    Der Fiat Panda war insbesondere im Herkunftsland aus dem Strassenbild der 80-er-Jahre kaum wegzudenken, aber auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz kam das asketische Raumwunder gut an, nicht zuletzt auch wegen der originellen Werbung speziell in Deutschland, die in einen über Werbeflächen führenden Disput zwischen der Deutschen Bahn und dem Fiat Panda mündete.

    Fiat Panda (1983) - so sah ein fast neuer Fiat Panda mit Rolldach aus
    © Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

    Viele haben wohl mit einem Panda erste Fahrerfahrungen gemacht oder fuhren einen als Studenten oder Lehrlinge. Manche Ferienerinnerung ist mit der “tollen Kiste” verknüpft und diverse Wohnungsumzüge konnten nur dank des grossen Stauraumes des Pandas günstig durchgeführt werden. in den letzten Jahren wurden die Pandas aber immer seltener auf unseren Strassen.

    Heute ein Oldtimer, wenn man einen findet

    Die ersten Fiat Pandas der Baujahre 1980 und 1981 sind über 30 Jahre alt und damit bereits Oldtimer. Die meisten dieser Fahrzeuge wurden jedoch vom Rost dahingerafft oder landeten auf dem Schrottplatz, selbst vor Einführung der Abwrackprämie. Einen gut erhaltenen Fiat Panda der ersten Baureihen zu finden, dürfte der gerne zitierten Suche einer Nadel im Heuhaufen gleichen. Eine aktuelle Recherche auf den grossen Online-Plattformen bringt tatsächlich keinen einzigen Panda 45 mit asymmetrischem Kühlergrill zu Tage! Wer also jetzt auf den Geschmack gekommen ist, wird eine ganze Weile suchen müssen und wohl einen richtigen Liebhaberpreis zahlen müssen. Es könnte sich aber trotzdem lohnen, denn das rustikale Auto macht viel Freude und die ihm anerzogenen Talente (Raumökonomie, Sparsamkeit, etc.) passen gut in die heutige Zeit.

    Andere Artikel zum Thema Fiat Panda

    • AR 43/1979 (18. Oktober 1979), Seite 43: Die grossen Kleinen kommen - Erwähnung des Fiat Panda “Schnappschüsse aus der heutigen Entwicklungsarbeit bei Fiat Auto”
    • AR 7/1980, (14. Februar 1980), Seite 25 und 27): Fahrbericht “Panda - neues Sparmodell von Fiat”
    • AR-Katalog 1980, Seite 56: Schnittzeichnung Fiat Panda

    • AR 24/1980 (5. Juni 1980), Seite 37: 12. MobilFiat Economy Run

    • AR 17/1983: Test Fiat Panda 45 Super
    • Auto Motor und Sport, Nr. 5/80, Seite 56, Fahrbericht Fiat Panda
    • Auto Motor und Sport, Nr. 16/80, Seite 96, Test Fiat Panda 45
    • Auto Motor und Sport, Nr. 20/81, Seite 76, Dauertest Fiat Panda 45 (50’000 km)
    • Auto Motor und Sport, Nr. 23/81, Seite 64, Vergleichstest von sechs Kleinwagen: Fiat Panda 45, Austin Mini Metro L, Citroën LNA, Lancia A 112 Junior, Peugeot 104 ZL, Suzuki Alto FX
    • Auto Motor und Sport, Nr. 4/83, Seite 74, Test Fiat Panda 45 Super
    • Auto Illustrierte Nr. 6/1981, Seite 50, Test Fiat Panda 45

    Alle 40 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    gi******:
    27.01.2020 (16:57)
    Ich fuhr in den 80er Jahren drei Panda's der ersten Generation: 1982 einen Panda 45, mit dem ich zu dritt im Sommer 82 mit Campingausrüstung nach Griechenland fuhr und über 7500km nur 5,7 l verbrauchte. Mein zweiter Panda 45S mit Fünfgang-Getriebe verbrauchte 3 Jahre später auf der gleichen Strecke nur 5,5 l. Diese Panda's waren sehr spritzig, in den Kasseler Bergen abwärts drehten sie locker bis 7500 U/Min. und die Tachonadel wanderte bis zur Tankuhr über das 160 km/ Std. Ende des Tachometers hinaus. Der dritte Panda 750 l Sonderserie "Pop" mit dem damals neuen fire- Motor hatte nur 34 PS, war lahmer, verbrauchte mehr, hatte aber durch die neue Hinterachse ein wesentlich besseres Fahrverhalten. Mit allen Panda's habe ich locker mehrere Umzüge gemacht - und nie hatte ich wieder so übersichtliche Autos. Der erste Panda war ein spitzen Auto, das mir immer viel Spaß bereitete, auch heute fahre ich noch einen aus der aktuellen Generation als Zweitwagen!
    Chefredaktor:
    18.04.2013 (20:15)
    Giorgetto Giugiaro nannte den Fiat Panda als den Wagen, auf den er am meisten stolz sei
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Originaldokumente / Faksimile

    Markenseiten

    Alles über Fiat

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Fiat Panda (1980-1985)
    Limousine, dreitürig, 30 PS, 652 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Fiat Panda 45 (1980-1985)
    Limousine, dreitürig, 45 PS, 965 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Fiat Panda 750 (1986-1992)
    Limousine, dreitürig, 34 PS, 764 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Fiat Panda 4x4 (1983-1985)
    Limousine, dreitürig, 49 PS, 965 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Fiat Panda 34 (1981-1986)
    Limousine, dreitürig, 34 PS, 843 cm3
    FridayClassic20
    FridayClassic20